Seit wann Daumentechnik?

Sättel, Zaumzeug, Reiterbogen, Kompositbogenbau, usw.
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corto
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Re: Seit wann Daumentechnik?

Beitrag von corto »

die beste Kraftverteilung, die ich bis jetzt selbst gefühlt habe - war unabhängig davon wo die sehne liegt.
klar sollte die irgendwo ruhen wo sie gerade aufsitzt. Das reguliert man durch die Außenseite des Rings. wie dann dein daumen innen liegt, hat damit erstmal nichts zu tun. es kann ja eine dicke braue sein, oder eine eher dünne weil die mulde tief ist.

die optimale Verteilung damit man noch hohe gewichte sicher ziehen kann ohne das der daumen zu sehr belastet wird, hab ich mit Ringen die ein einknicken des daumens exakt soweit ermöglichen wie der riegel es nötig macht.
dann stützt der ring aktiv und von daumenwurzel bis spitze ist nur etwas zug zu spüren aber keinerlei druck.
wenn der ring so sitzt, kann man noch vor dem knick, also vor beginn der eigentlichen Brau - die sehne liegen lassen.
hört sich komisch an, und bis ich stephans Ringe mal an hatte wusste ich damit nix anzufangen, da kam mir das halten über den 90° haken (Aye, Captain) auch als einzige die Möglichkeit vor.

Ring die, wie deiner wenn ich richtig verstanden habe - ein komplettes maximales knicken des daumens möglich machen (auch die koreanischen, und auch der "spoon") sind lediglich schutz vor mechanischen schlägen auf die daumenspitze, entlasten aber nicht das gelenk, da ja ein maximales einknicken und minimales drüberhinaus möglich ist.

gruß jo
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Hexer
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Re: Seit wann Daumentechnik?

Beitrag von Hexer »

Müsste vielleicht bei Gelegenheit nochmal genau drauf achten wo der Ring die Kräfte nun eigentlich hinlegt usw. Ich hatte bisher einfach seit der Feiarbeit (Druckstellen bearbeiten direkt nach dem Bau) keinerlei Probleme oder gar Schmerzen mehr mit dem Ring, daher kam nie das Bedürnis auf daran was zu ändern.
Das Einzige ist wirklich, dass ich ihn vor dem Schuss manchmal erst in Position schieben muss.
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corto
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Re: Seit wann Daumentechnik?

Beitrag von corto »

ich könnte jetzt gemein und überheblich sein und behaupten, das man unter 50lbs auf dem daumen sowieso keine mechanische verstärkung des Gelenks braucht. siehe Ledertab.

wäre allerdings interessant gewesen Anna mal mit Leder und meinem Bogen zu sehen, ob das noch geht oder man da nicht mehr mit leder klarkommt. sie hat ja den Ring geschossen, als sie meinen Bogen versucht hat, oder?

mit welchem Ring hast du denn meinen Bogen versucht? war das der schwarze oder der aus kupfer?

und kannst du den daumen noch weiter knicken, wenn du den kupferring umdrehst? wenn ja dann stützt er ja, und alles ist so wie es sein soll. kann ja sein das du weiter knicken kannst als ich, sind ja nicht alle gleich gelenkig.
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Hexer
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Re: Seit wann Daumentechnik?

Beitrag von Hexer »

corto hat geschrieben:ich könnte jetzt gemein und überheblich sein und behaupten, das man unter 50lbs auf dem daumen sowieso keine mechanische verstärkung des Gelenks braucht. siehe Ledertab.

wäre allerdings interessant gewesen Anna mal mit Leder und meinem Bogen zu sehen, ob das noch geht oder man da nicht mehr mit leder klarkommt. sie hat ja den Ring geschossen, als sie meinen Bogen versucht hat, oder?

mit welchem Ring hast du denn meinen Bogen versucht? war das der schwarze oder der aus kupfer?

und kannst du den daumen noch weiter knicken, wenn du den kupferring umdrehst? wenn ja dann stützt er ja, und alles ist so wie es sein soll. kann ja sein das du weiter knicken kannst als ich, sind ja nicht alle gleich gelenkig.
Hatte bei deinem Bogen auch den Kupferring am Daumen, ebenso mit Stephans Türken in Neubrunn. Den Türken hab ich da etwas länger geschossen (mehrere Runden aufm Einschießplatz). Irgendwann ließ die Genauigkeit usw nach da er mir auf Dauer etwas zu schwer wurde aber mit dem Daumen hatte ich soweit ich mich erinner keine Probleme dabei.

Wie meinst du das mit dem Umdrehen des Rings?
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Eberesche
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Re: Seit wann Daumentechnik?

Beitrag von Eberesche »

Das alles zu beschreiben ist schiwerig. Ich hab Jo jetzt so verstanden: Ein optimaler Ring verhindert, dass der Daumen so stark geknickt wird wie er es maximal könnte. Deshalb hat er keinen Ring im 90°-Winkel gebaut. Maximal geknickt ist die Belastung fürs Gelenk höher, als wenn der Ring es in einer bestimmten Haltung verstärkt und der Daumen ab Daumengrundgelenk mit dem Ring eine stabile Einheit bildet.

Eure Bögen habe ich beide mit dem Leder geschossen. Genau kann ich da nicht mehr Auskunft geben, aber ich glaube Schmerzen am Daumen waren mein geringstes Problem. Man sollte erschöpft keinen zu starken Bogen zu schießen versuchen.

Die Frage mit dem Umdrehen läuft wohl darauf hinaus, ob dein Daumen sich ohne Ring (bzw. wenn du die Braue kurz nach hinten wegdrehst) noch stärker knicken lässt als er es im Ring tut.
Zuletzt geändert von Eberesche am 31.08.2011, 11:05, insgesamt 1-mal geändert.
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Hexer
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Re: Seit wann Daumentechnik?

Beitrag von Hexer »

Ok, so hab ichs auch verstanden, war mir aber nicht sicher.

Kann ich so aus dem Stehgreif nicht sagen, muss ich mir heut Abend mal angucken wenn ich meinen Ring zur Hand hab
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corto
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Re: Seit wann Daumentechnik?

Beitrag von corto »

Psionikeralarm !

du hast meine Gedanken wunderbar in neues Wortgewand(t) gehüllt :D

warscheinlich zeigt sich die überbelastung erst nach vielen schüssen, oder evtl auch garnicht und wir machen hier den ganzen Aufriss um nichts :D

aber mal wieder quergeschossen:
erinnert ihr auch an den "streit" über den punkt wo der druck liegt? einer meinte 100% auf daumen, anderer meinte 100% auf riegelfinger. ersteres ist das überstreckte modell, zweiteres das was ich meine.
gabor und stephan warens glaub ich, und die haben ja schon ahnung von dem was sie da tun.

ist also kein richtig/falsch sondern wohl eher geschmackssache. wobei ich halt dazu tendiere meine Gelenke nicht dauernd so zu stressen..
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Eberesche
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Re: Seit wann Daumentechnik?

Beitrag von Eberesche »

einer meinte 100% auf daumen, anderer meinte 100% auf riegelfinger. ersteres ist das überstreckte modell, zweiteres das was ich meine.
Bis hierher bin ich mitgekommen. Aber was meinst du mit "überstreckt"? Beim EINEN RING, den ich am Sonntag geschossen habe, musste ich mich sehr konzentrieren, die nötige Kraft mit dem Zeigefinger aufzubringen damit die Sehne nicht vor der Zeit abhaut. Aber von einem lockeren oder entspannten Daumen konnte ich deshalb noch lange nicht sprechen. (Wobei, vielleicht liegts hier auch an der mangelhaft ausgeprägten Kerbe. Aber ich werde nicht feilen, bis er bricht. Lieber die Erkenntnisse für einen neuen Ring nutzen.)
Mit dem Leder hat sich das immer irgendwie verteilt.
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Hexer
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Re: Seit wann Daumentechnik?

Beitrag von Hexer »

Die Sache mit dem "überstreckt" erschließt sich mir auch nicht...


Wie weit knickt eigentlich der Daumen beim Schießen mit Leder ein?


Ich bin ja ebenfalls eher der entspannte Typ wenns um die Zughand geht. Ich presse den Daumen NICHT an den Mittelfinger sondern halte ihn mit dem verriegelnden Zeigefinger was in dieser Haltung (gefühlt) ebenfalls nicht viel Kraft braucht
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Eberesche
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Re: Seit wann Daumentechnik?

Beitrag von Eberesche »

Mit meinem Lederding geht der Daumen nicht so weit zu knicken, wie er eigentlich könnte. Und durch die Dicke des Materials liegt die Sehne fast noch ein par mm weiter distal (= vom Körper weg) als die Falte vom Gelenk. Was natürlich hebeltechnisch nicht optimal ist. Wie das andere Leute gelöst haben, die mit Leder schießen, müsste man mal erfragen.
EddieDean

Re: Seit wann Daumentechnik?

Beitrag von EddieDean »

Will euch nicht lange stören..
Der Winkel des Daumens rührt auch von der Länge des Daumens!
Je länger der Daumen umso mehr Winkel.

Seit ihr eigentlich noch ontopic? ;D
Ansonsten spannende Überlegungen und vorallem sinnige!

Gruß
Stephan
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Netzwanze
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Re: Seit wann Daumentechnik?

Beitrag von Netzwanze »

@All:
Btw: Ihr seid im falschen Tread, hier geht es um die Frage, seit wann es Daumentechnik gibt.
@Janitschar: Du bist mir zuvor gekommen.

Trotzdem antworte ich mal auf die gestellten Fragen.

Nun, bei mir liegt die Sehne (habe aktuell nur ein Lederstück) ca 5mm distal vor der Falte des Gelenkes (bei gewinkeltem Daumen; bei geradem Daumen ist die Sehnenposition etwa 7mm entfernt - ich mache nachher mal ein paar Bilder).

Ich knicke den Daumen etwa um 45° ab.
Auch drücke ich die Daumenspitze fest gegen meinen Ringfinger. Der Zeigefinder liegt nur leicht auf der Daumenspitze.
Wenn ich den Daumen hier im Büro ohne Sehne abknicke, zeichnet sich genau an der Sehnenposition eine Falte ab.

Ich habe übrigens eher einen kurzen Daumen.
"Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann was er will, sondern dass er nicht tun muss was er nicht will" (Jean-Jacques Rousseau)
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Eberesche
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Re: Seit wann Daumentechnik?

Beitrag von Eberesche »

@ Stephan:
Je länger der Daumen umso mehr Winkel.
Warum ist der optimale Winkel von der Länge des Daumens abhängig? Meinst du den gesamten Daumen oder den Teil über dem Daumenendgelenk?
Was ich mir vostellen könnte:
Bei langem Daumen und geringem Winkel (nahe 90°) wäre die Kontaktzeit mit der Sehne beim Release sehr lang und damit der Pfeilflug unnötig wackelig. Beim steileren Winkel kann die Sehne besser vom Ring rutschen. Was vor dem geplanten Lösen eher ein Nachteil ist. Dafür hat man beim längeren Daumen einen besseren Hebel, wenn man mit dem Zeigefinger verriegelt. Deshalb kann man sich beim längeren Daumen eher den größeren Winkel "leisten".

Mit dem Threadtitel hat das in der Tat wenig zu tun. Vielleicht möchte das mal jemand abtrennen, wo diese Diskussion ums Daumenring-Design angefangen hat?
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corto
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Re: Seit wann Daumentechnik?

Beitrag von corto »

1.
fehler von mir, nicht "überstreckt" sondern überknickt also genau das gegenteil ^^
Eberesche hat geschrieben: Was vor dem geplanten Lösen eher ein Nachteil ist. Dafür hat man beim längeren Daumen einen besseren Hebel, wenn man mit dem Zeigefinger verriegelt. Deshalb kann man sich beim längeren Daumen eher den größeren Winkel "leisten".
andersrum wird ein schuh draus:

ein längerer Hebel führt doch zu mehr belastung am Daumen, denn die sehne hebelt dich und nicht umgekehrt.
sehne hebelt, wir riegeln um den hebel zu halten.
ein 90° winkel ist quasi das was die meiste zugkraft auf das daumengelenk bringt.

@stephans einwurf:
er hat recht, ein langer daumen muss um auf dem ringfinger aufzuliegen natürlich stärker gekrümmt werden. ein daumen der nur gerade etwa 2cm lang wäre, bei ansonsten normaler Hand - müsste garnicht geknickt werden.

nun klarer?

folgefrage wäre dann aber:

was machen leute mit einem zur hand relativ gesehen langen daumen? die handflächen von stephan und mir sind z.b. etwa gleich groß - meine finger aber n ganzes stück länger (pianistenhände vs wurstfinger >:) )

oje ich bin wieder mal erleuchtet worden beim nochmal durchlesen...

wisst ihr warum die chinesen zylindrische ringe bauten? da ist es wurscht wie lang der daumen ist.
da geht die wandstärke des zylinders bis zum finger, der dann verriegelt.
darum so dicke ringe, und ein gestreckter oder nur minimal geknickter daumen.
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EddieDean

Re: Seit wann Daumentechnik?

Beitrag von EddieDean »

@stephans einwurf:
er hat recht, ein langer daumen muss um auf dem ringfinger aufzuliegen natürlich stärker gekrümmt werden. ein daumen der nur gerade etwa 2cm lang wäre, bei ansonsten normaler Hand - müsste garnicht geknickt werden.
ein Anflug von Klugsch... Mittelfinger sollte es wohl heißen... :-X

Haste schön erklärt corto.

Gruß
Stephan
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