Therapeutisches-gesundheitliches bogenschießen

Bogenschiessen in der Praxis, mediterran, Daumentechnik u.a.
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Bear-Patriot
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Therapeutisches-gesundheitliches bogenschießen

Beitrag von Bear-Patriot »

Entschuldigt wenns hier falsch ist-aber ich weis leider nicht wo es passen würde.



Ich würde gerne bogenschießen anbieten. Ich arbeite mit erkrankten und/oder behinderten Menschen und würde das Thema Bogenschießen gerne mit in den Alltag einbauen.

Frage: Gibt es eineArt Schein über die Sachkenntniss des Bogenschießens? QUasi sowas wie ein Übungsleiterschein?
Oder fortbildungen für was therapeutisches?


Thanx,

Bear-Patriot
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Squid (✝)
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Re: Therapeutisches-gesundheitliches bogenschießen

Beitrag von Squid (✝) »

Könnt sein, dass der Toaster da mehr weiß.
Ansonsten fallen mir 2 Ausgaben der TB ein: Die 56 und 57 http://www.bogenschiessen.de/bogenschie ... stview.php

Da waren entsprechende Berichte drin, ich weiss allerdings nicht, inwieweit da auch die Hintergründe und Voraussetzungen beleuchtet werden oder ob es da gar Adressen zum Thema gibt.
Es ist mir egal ob schon mal jemand sowas gebaut hat.
Ich will ja nicht unken, aber in der überwiegenden Zahl der Fälle geht das schief.
Sateless
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Re: Therapeutisches-gesundheitliches bogenschießen

Beitrag von Sateless »

...oder mal den janitschar fragen.
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Gargosh
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Re: Therapeutisches-gesundheitliches bogenschießen

Beitrag von Gargosh »

Zum Thema therapeutisches Bogenschießen gabs hier schonmal einen Thread...

Ich werde im September mit ner Fortbildung zum therapeutischen Bogenschießen beginnen...
http://www.wollmarshoehe.de/neu/seminar ... ogramm.php

Ich glaube, dass man über den deutschen Schützenbund auch die verschiedenen Trainerscheine für FITA machen kann...

Evtl. Gibts hier auch schon den ein oder anderen Trainer, der sich mal zu Wort meldet...


Grüße jo
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EddieDean

Re: Therapeutisches-gesundheitliches bogenschießen

Beitrag von EddieDean »

Grüß dich Bear-Patriot,

mach einfach die therapeutische Ausbildung und biete das therapeutische Bogenschießen an.
Sprich wenn du Ergotherapeut bist wird die Zeilsetzung in diese Richtung gehen, falls du Psychotherapeut bist wird es in diese Richtung gehen. Das Feld ist sehr weit wo das Bogenschießen eine klasse Methode ist um Menschen zu fördern und zu unterstützen.
Dabei sollten zwei Punkte gegeben sein: Das therapeutische in Form einer fundierten Ausbildung/Weiterbildung und das Wissen/Leidenschaft/Erfahrung im Bogenschießen.

Aus der Zielgruppe leite ich mal ab, dass du mehr im körperkich/motorischen Bereich deine Ziele stecken willst.
Gut vorstellen könnte ich mir noch eine Selbstwirksamkeit der Klienten, was das Bogenschießen ja perfekt unterstützt.

Ansonten zieht es mir bei der aktuellen Entwicklung um den Begriff "Therapeutisches Bogenschießen" sehr schnell der Magen zusammen. Immer mehr Seminare werden angeboten zun hohen Preisen mit zweifelhaften Dozenten.
Am Ende gibts dann einen Wisch wo dann was lustiges draufsteht... die spinnen die Deutschen.

Es könnte doch so einfach sein. Ein Physiotherapeut bietet das Bogenschießen in seinem Bereich an und ein Psychotherapeut in seinem. Das irgendein Fachfremder das therapeutische Bogenschießen anbietet, nur weil er mal einen Kurs belegt hat, finde ich unter aller Kanone. Vergleichbar mit einem Teilnehmer an einem Bogenbaukurs, gibt er danach etwa schon Bogenbaukurse?
Es wird alleine schon genug Schindluder mit dem Begriff Therapie getrieben, weil eben der Begriff rechtlich nicht geschützt ist.

Ich selbst biete das Pädagogische Bogenschießen an da ich ich selbst leidenschaftlicher Pädagoge bin.
Das Therapeutische Bogenschießen werde ich in Zukunft auch anbieten, allerdings wenn ich meine Ausbildung zum Gestaltpsychotherapeuten abgeschlossen habe.

Zudem werde ich aber auch im November einen Übungsleiterschein für das Bogenschießen machen, beim Bayerischen Schützenbund. Das ganze dauert etwas mehr als eine Woche und kostet schlappe 200€, da es vom Kultusministerium gefördert wird. Zu 90% wird mir vermittelt wie ich eine Jugendgruppe zu leiten habe etc. (hab mich schon als Dozent angeboten) der Rest entfällt auf das Bogenschießen nach FITA-Orientierung (Blankschützen sind anscheinend selten).
Bin sehr gespannt was da kommt, vielleicht ist was brauchbares dabei.

Diesen Übeungsleiterschein brauche ich aber um an Schulen das Bogenschießen anbieten zu können.
Vielleicht wäre das auch was für dich, als günstige Alternative um eine Lizenz vorweisen zu können.

Gruß
Stephan
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Pyromir
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Re: Therapeutisches-gesundheitliches bogenschießen

Beitrag von Pyromir »

Moin,

dem stimme ich zu. Derzeit hat es den Anschein, dass es mehr "selbstgemachte" Bogentherapeuten als zu Therapierende gibt. Sinnvoll erscheint mir nur, dass Beruftherapeuten/-Padogogen mit Zusatzqualifikation "Bogenschießen so etwas machen. Dann hat es Hand und Fuss.

LG
Marc
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Gargosh
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Re: Therapeutisches-gesundheitliches bogenschießen

Beitrag von Gargosh »

@Janitschar

"Es könnte doch so einfach sein. Ein Physiotherapeut bietet das Bogenschießen in seinem Bereich an und ein Psychotherapeut in seinem. Das irgendein Fachfremder das therapeutische Bogenschießen anbietet, nur weil er mal einen Kurs belegt hat, finde ich unter aller Kanone."

Ich weis nicht ganz recht, was ich davon halten soll...Zum einen versteh ich deine Besorgnis zum anderen find ich diese Äußerung ziemlich überheblich...Wenn ich für meine Berufsgruppe auch so eine Exklusivstellung ausrufen würde, sehs für einige Hobbiepädagogen auch schlecht aus... Ich sag ja auch nicht, dass ein Trainer eine pädagogische Ausbildung genossen haben sollte, sonst ist er für nen Trainer ungeeignet...und unterm Strich ist eine Trainerlizenz auch nicht mehr als ein Schein wo etwas steht...

Und wenn ein Pädagoge ein Fachfremder ist, frag ich mich, wieso mein Abschluss ausreicht um eine Ausbildung als Kinder und Jugendpsychotherapeut zu machen?!?

Sprach jemand, der sich leicht gekränkt fühlt... ???
Jo
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EddieDean

Re: Therapeutisches-gesundheitliches bogenschießen

Beitrag von EddieDean »

Grüß dich Jo,

kränken wollte ich niemanden und gerade keinen Kollegen ;)

Ich versteh bloß nicht warum Pädagogen therapeutisches Bogenschie0en anbieten wollen?
Wen wollen sie den heilen und warum? Wenn ich jemanden heilen möchte muss ich erstmal mich selbst heilen!
Ich kann nur jemanden so weit begleiten wie ich selbst gegangen bin. Ganz einfach.

Liegt es für Pädagogen nicht näher pädagogisches Bogenschießen anzubieten?!
Gruppenprozesse oder etwa soziale Schlüsselqualifikationen, mit dem Bogen, zu fördern?
Warum umbedingt therapeutisch?

Und ja, um es nochmal auf den Punkt zu bringen.
Als Pädagoge therapeutisches Bogenschießen anzubieten finde ich für nicht stimmig.
Das Therapeutische bekommt m.E ein Knicks und das Bogenschießen als solches dazu.
Kein Therapeut = keine zielgerichtete Therapie
(Tiere können auch therapeutisch unbewusst wirken)

Der Bogen bleibt ein Medium.

Zum Übungsleiterschein kann ich nur sagen, dass ich die Aufteilung der Lerninhalte als stimmig empfinde.
Er ist vorallem für Vereinsmenschen die keine pädagogosche Erfahrungen haben und dort ein gute Basis bekommen.
Aber eben danach keine Pädagogen sind!
Ebenso bist du als Pädagoge nach so einem Kurs kein Therapeut! Aber warum arbeitest du dann therapeutisch?
Und wenn ein Pädagoge ein Fachfremder ist, frag ich mich, wieso mein Abschluss ausreicht um eine Ausbildung als Kinder und Jugendpsychotherapeut zu machen?!?
Weil du die Grundvorraussetzungen mitbringst um Therapeut zu werden


Gruß
Stephan

P.S nicht das wir durcheinander kommen.. Übungsleiter und Trainer sind doch zwei paar Stiefel? Verbandsdinger sind nicht mein Fach ;)
Bear-Patriot
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Re: Therapeutisches-gesundheitliches bogenschießen

Beitrag von Bear-Patriot »

Also. Ich bin Pädagoge. Der Bogen ist mein Hobby und ich sehe viele möglichkeiten für mein Klientel vom bogenschießen zu profitieren.

Was bzw welchen Schein musste ich machen um Sachkenntnis nachzuweisen bzw versicherungstechnisch einigermaßen auf der richtigen Seite zu stehen?
Gibts eigentlich gesetzliches zum Thema bogenschiessen und eigener Garten?
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Squid (✝)
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Re: Therapeutisches-gesundheitliches bogenschießen

Beitrag von Squid (✝) »

Moin,
Bogenschiessen und eigener Garten ist rechtlich erst einmal relativ einfach: Du kannst machen, was du willst.

Allerdings bist du auch für alles verantwortlich, was du tust. Und wenn irgendwelche Pfeile den Garten "versehentlich" verlassen und irgendwo einschlagen, solltest du eine gut Haftpflichtversicherung haben.
Bei grob fahrlässigem Verhalten kann das - wenn es jemanden trifft - auch strafrechtliche Folgen haben (fahrlässige oder gar vorsätzliche Körperverletzung). Extrembeispiel: Scheibe an nem Gitterzaun aufgehängt, Pfeil geht an Scheibe vorbei durch den Zaun in den Passanten. Das wird teuer und endet mit ner Vorstrafe.

Es empfehlen sich also Sicherheitsmaßnahmen: Pfeilfangnetze, Schussrichtung entsprechend gewählt, etc. Das gilt besonders, wenn du da nicht nur alleine bist, sondern Freunde, Fremde oder Patienten anwesend sind.

Versicherungstechnisch wären zu überlegen: Eine Privathaftpflichtversicherung und für Selbständige (!) auch noch eine Berufshaftpflicht, die es etwa auch abdeckt, wenn sich ein Patient in den Fuß schiesst oder sich beim Spannen die Schulter ausrenkt, sprich, die auch für Schäden aufkommt, die bei der Berufsausübung entstehen. Die Privathaftpflicht zahlt dann nämlich nicht.
Zuletzt geändert von Squid (✝) am 17.06.2011, 15:34, insgesamt 1-mal geändert.
Es ist mir egal ob schon mal jemand sowas gebaut hat.
Ich will ja nicht unken, aber in der überwiegenden Zahl der Fälle geht das schief.
EddieDean

Re: Therapeutisches-gesundheitliches bogenschießen

Beitrag von EddieDean »

@Bear-Patriot
Dem ist fast nichts hinzuzufügen.
Es kommt darauf an ob du es selbstständig anbietest oder über ein Einrichtung.
Innerhalb einer Einrichtung ist das Ganze problemlos realisierbar. Geeigneter Platz und gesunder Menschenverstand vorausgesetzt. Als Selbstständiger brauchst du umbedingt eine Berufshaftpflichtversicherung die genau diesen Bereich abdeckt.
Ein Restrisiko wird immer bleiben, also immer korrekt arbeiten das man ja nicht in irgendeine Fahrlässigkeit reinrutscht.

Hab mal die Ausschreibung für den Übungsleiter mal angehängt.
Der dürfte reichen, ich hatte allerdings in Einrichtungen in denen ich als Arbeitnehmer eingestellt war noch nie Probleme wegen Schein etc.

Gruß
Stephan
Dateianhänge
Jugendleiter-Lizenz-Ausbildung_ÜL-J_2011.pdf
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Bear-Patriot
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Re: Therapeutisches-gesundheitliches bogenschießen

Beitrag von Bear-Patriot »

das hilft mir schonmal weiter!

evtl. sollte ich den titel von therapeutisch ins pädagogische schiessen ändern ;-) ;)
EddieDean

Re: Pädagogisches Bogenschießen

Beitrag von EddieDean »

Fände ich klasse ;D

Dann könnte man sich ja noch über Ziele und Umsetzung unterhalten und austauschen.
Was sehr berreichernd wäre!


Gruß
Stephan
Bear-Patriot
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Re: Therapeutisches-gesundheitliches bogenschießen

Beitrag von Bear-Patriot »

du meinst richt,grob-,feinziele?
EddieDean

Re: Therapeutisches-gesundheitliches bogenschießen

Beitrag von EddieDean »

Jup...

Aber auch Chancen, Umsetzbarkeit oder etwa Gundvorraussetzungen sprich Rahmenbedingungen.
Wir picken uns einfach mal was raus und tauschen uns aus.
Schlag was vor ;)
Aber eventuell mit einem neuen Fred.

Gruß
Stephan
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