@Marty: Über die "Suchefunktion" habe ich einiges über Rohhautbacking erfahren aber schlußendlich keine klaren Antworten auf meine Fragen erhalten.
Gleich zur Sache: ich habe mir eine Hirschrohhaut gemacht und die soll auf einen Eibenrohling drauf. Im Forum war die Sprache von Haut/Knochenleim im Verhältnis 50/50 (@Henning).
Frage: Wer kann mir eine detailierte Arbeitsanleitung zum Ansetzen des Klebers liefern? Temperatur, Wassermenge etc.
Frage: Muß das Holz vorgewärmt sein?
Frage: Wie lange muß die Trocknungszeit sein (bisherige Meinungen gingen von 2 Wochen bis mehreren Monaten!?)?
Frage: Hat schon mal jemand eine Rohhaut aus Wildschwein verwendet?
(Das gibt mein nächstes Projekt wenn ich die Saudecke vom Förster kriege!).
Vielen Dank für Eure konstruktiven Hinweise
:anbet :anbet :anbet
Grüßle
Doralf
Haut/Knochenleim Verarbeitung
- doralf.vom.wald
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Longbow Alex
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Knochenleim
Alles wichtige hier
Verarbeitung von Knochenleim
Bei mir das Zeug im warmen (sehr, sehr warmen Raum und evtl ein paar Tage im Auto in die Sonne) nach 2 Wochen hart.
Ich reibe den Leim vor dem Quellen etwas klein, dann geht das schneller und setze ihn mit wenig Wasser an. Danach verdünne ich lieber hoch, bis das Zeug in dünnen Faden vom Rührstab läuft.
Das ganze wird im Wasserbad bei 65°C gehalten, ich hab Angst das die Proteine sonst zuweit denaturieren.
Ein regelbarer Heißluftfön wirkt beim Kleben wahre Wunder.
Gruß,
Alexander
Verarbeitung von Knochenleim
Bei mir das Zeug im warmen (sehr, sehr warmen Raum und evtl ein paar Tage im Auto in die Sonne) nach 2 Wochen hart.
Ich reibe den Leim vor dem Quellen etwas klein, dann geht das schneller und setze ihn mit wenig Wasser an. Danach verdünne ich lieber hoch, bis das Zeug in dünnen Faden vom Rührstab läuft.
Das ganze wird im Wasserbad bei 65°C gehalten, ich hab Angst das die Proteine sonst zuweit denaturieren.
Ein regelbarer Heißluftfön wirkt beim Kleben wahre Wunder.
Gruß,
Alexander
@Longbow Alex: Der Leim ist bei der Herstellung schon so lange gekocht worden, daß auch höhere Temperaturen als 65° beim Leimansatz nicht schaden werden.
Gruß, horsebow
Gruß, horsebow
I shot an arrow in the air,
it fell to earth, I knew not where;
for so swiftly it flew, the sight
could not follow it in its flight.
Longfellow, Oct. 16, 1845
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Longfellow, Oct. 16, 1845
@Doralf
ich weiß, dass Henning ein Freund von Knochenleim ist, aber hautleim hat ein höheres Klebevermögen. Ich nehme deshalb nur besten Hautleim (möglichst hellen).
Wenn man nich gerade ein ultradickes Sehnenbacking macht, reichen 1-2 Wochen Trockenzeit aus.
Sauschwarte würde ich nicht nehmen. Die ist viel zu dick und die Borsten gehen durch.
@Horsebow
mag sein, dass du Recht hast.
Bei den Verarbeitungshinweisen (Fa. Dick) steht eindeutig: nicht zu heiß werden lassen, wegen der Eiweißdenaturierung.
Ich mache die Probe mit dem Finger:
wenn es mir unangenehm heiß wird, schalte ich runter...
ich weiß, dass Henning ein Freund von Knochenleim ist, aber hautleim hat ein höheres Klebevermögen. Ich nehme deshalb nur besten Hautleim (möglichst hellen).
Wenn man nich gerade ein ultradickes Sehnenbacking macht, reichen 1-2 Wochen Trockenzeit aus.
Sauschwarte würde ich nicht nehmen. Die ist viel zu dick und die Borsten gehen durch.
@Horsebow
mag sein, dass du Recht hast.
Bei den Verarbeitungshinweisen (Fa. Dick) steht eindeutig: nicht zu heiß werden lassen, wegen der Eiweißdenaturierung.
Ich mache die Probe mit dem Finger:
wenn es mir unangenehm heiß wird, schalte ich runter...
Es ist sinnlos, von den G?ttern zu fordern, was man selber zu leisten vermag. Epikur
Knochenleim <--> Hautleim
@Nacanina: Ich kenne die Anleitung, aber Leim wird doch schließlich durch Auskochen und Hydrolyse von Knochen oder Häuten hergestellt, insofern sehe ich einen Widerspruch. Andererseits reicht eine Verarbeitungstemperatur von 65°C halt aus, und durch stärkeres Erhitzen wird der Leim halt auch schneller zäh und muß ständig nachverdünnt werden.
Hautleim klebt wirklich "klebriger" als Knochenleim, er ist eher für elastische Verklebungen geeignet, Knochenleim eher für starre. Beide sind auch gut spaltfüllend, die zu klebenden Flächen sollten gut aufgerauht sein. Der beste Hautleim ist übrigens Hasenleim.
Gruß, horsebow
Hautleim klebt wirklich "klebriger" als Knochenleim, er ist eher für elastische Verklebungen geeignet, Knochenleim eher für starre. Beide sind auch gut spaltfüllend, die zu klebenden Flächen sollten gut aufgerauht sein. Der beste Hautleim ist übrigens Hasenleim.
Gruß, horsebow
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it fell to earth, I knew not where;
for so swiftly it flew, the sight
could not follow it in its flight.
Longfellow, Oct. 16, 1845
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Longfellow, Oct. 16, 1845
- doralf.vom.wald
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RE: Knochenleim
Vielen Dank für die Hinweise. Laborbecherglas und regelbares Wasserbad sind schon vorhanden. Nach obiger Anleitung werde ich es auch hinbekommen.Original geschrieben von Longbow Alex
Alles wichtige hier
Verarbeitung von Knochenleim
Bei mir das Zeug im warmen (sehr, sehr warmen Raum und evtl ein paar Tage im Auto in die Sonne) nach 2 Wochen hart.
Also nochmals Danke, auch für den Hautleim. Hausenblasenleim hat bestimmt noch eine höhere Klebkraft, ist aber für den Einsatzzweck zu teuer. Also schau mer mal wie lange die Rohhaut drauf bleibt.
:anbet
Doralf
Mittelaltergruppe Veluptes tectorum
Hautleim ist toll und zur Verarbeitung ist in diesem thread schon alles gesagt worden aber um ein reines Rohhautbacking aufzuleimen nehme ich in der Regel wasserfesten Tischlerleim (Bindulin). Das Backing ist dann weniger feuchtigkeitsempfindlich und ausserdem ist es auch wesentlich schneller trocken.