Wie viel lbs ist für den Bogen Osage noch sicher?

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Tindala
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Wie viel lbs ist für den Bogen Osage noch sicher?

Beitrag von Tindala »

Hallo miteinand,
hab da ein kleines Problem am Start "Osage" !!!
Hab drei Flachbögen aus geraden Eschenstaves gemacht und dachte ich mache einen aus Osage genau nach Anleitung wie es in der Biebel steht ::) .
170m lang für 28 Auszug, 4,4 cm breite Wurfarme die sich nach 31cm zu den Tips verjüngen. Wie breit er die Tips macht verriet er mir nicht... genausowenig über die möglichen Lbs ??? .

Der Autor sprach bei seiner Anleitung über ein möglich astfreies Stück mit keinen sichbaren Verdrehungen...
Doch mein Stave ist alles andere als Ast und Knoten frei hat eine Verdrehung (ca. 40 Grad ), Der Gefolgte Jaresring (Rücken) ist am einen Ende 3,5mm und am anderen Ende 2mm dick (warum auch immer).Positiv ist :sehr wenig Früholzanteil nur hauchdünne helle striche. Ein Wurfarm hat einen Reflex von 30mm der andere ist gerade!
Alles Gründe um Angst zu bekommen :o !!!

Also machte ich meinen Bogen länger, ein wenig breiter, und verjüngte ihn erst bei 32cm
Mein Bogen ist also 172 cm lang, Die wurfarme sind 4,5cm breit und verjüngen sich erst nach 32cm zu den Tips die 1,4 cm breit sind 8).

Jetzt zu meiner Frage kann ich den Bogen trotz den Ästen und und und auf ca. 60 - 55 lbs auf 28 Auszug tillern >:D ?
oder ist es klüger ein niedrigeres Auszugsgewicht zu wählen ?

Obererer Wurfarm mit ca. 30mm Reflex mit zwei kleinen Knotenansamlungen:
P1060867_1.jpg
P1060865_1.jpg
Unterer Wurfarm mit vielen kleinen Ästen und Knoten etc.:
P1060864_1.jpg
P1060850_1.jpg
Vielen Dank !!!
Johannes
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Re: Wie viel lbs ist für den Bogen Osage noch sicher?

Beitrag von Johannes »

musstest du jahresringe abtragen ,wenn nicht sind ja auch keine jahresringinseln um die äste stehengelassen worden ich würde in diesem fall nicht über 40 bist 50 lbs gehen .wen du jahresringe abgetragen hast haste bestimmt ringe um äste gelassen um sie zu verstärken ,dann würde ich es wagen bis 50 lbs zu gehen 8)
Luft Liebe Eibenholz
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Re: Wie viel lbs ist für den Bogen Osage noch sicher?

Beitrag von Galighenna »

Also du hast ja schonmal einiges richtig gemacht. :)
Du hast die Äste die im Randbereich sind so gelegt, das sie später möglichst nicht mehr da sind und so wie es aussieht bist du mit der Mittellinie auch den Fasern gefolgt. Nur ähm Ich kann das auf den Bildern nicht so genau erkennen, aber es sieht so aus als wärst du nicht soo vorsichtig gewesen beim Rücken herrausarbeiten. An manchen Stellen sehe ich Fasern und Riefen im Holz. Sind das Reste vom darüberligenden Ring, oder ist da der Rücken verletzt?
Ich hoffe Ersteres.

Ansonsten im Allgemeinen finde ich den Stave doch ganz gut. Das kann ein toller Charakterbogen werden!
Wie viel Zuggewicht er verträgt ist mit den Bildern schwer zu sagen. Das hängt davon ab, wie sauber du die Äste freigelegt hast, wie unverletzt der Rücken ist und besonders wie die Jahresringe aussehen, wovon es leider kein Foto gibt.

Zum Foto kurz:
Wenn du von den Ringen noch eins machst, bitte das Stirnholz schön glatt hobeln und mit Wasser oder sowas anfeuchten damit die Struktur gut rauskommt. Dann bei viel Licht Fotografieren und darauf achten, dass das bild scharf ist (korrekt Fokussiert). Wenn das Bild nicht scharf werden will, bist du für die Kamera zu nahe dran. Dann besser etwas mehr Abstand nehmen...
Im Zweifel steht im Handbuch deiner Cam fast immer, welche Entfernung die Cam mindestens braucht damit sie scharf stellen kann.
Übel übel sprach der Dübel,
als er elegant und entspannt
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Re: Wie viel lbs ist für den Bogen Osage noch sicher?

Beitrag von kra »

Ich hatte den Stave nicht in den Händen, aber so wie du den Bogen eingezeichnet hast sollte er schon für 60# gut sein. So richtig beunruhigendes habe ich auf den Photos nicht gesehen. Und mit 45mm Breite bist du eher auf der sicheren Seite.

Den Rücken sauber freilegen und beim Tillern mit Geduld vorgehen.
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Re: Wie viel lbs ist für den Bogen Osage noch sicher?

Beitrag von Blacksmith77K »

VORSICHT:

Um den Knoten (Ast) herum oder daran vorbei. Aber nicht mitten hindurch, das ist nicht gut.
P1060850_1.jpg
Das hier geht nicht. Ist das ein verletzter oberer Jahresring oder ist es der Rest vom 'zusätzlich' stehengelassenem Material, um den Knoten (Ast) zu unterstützen?
P1060865_1.jpg
Ansonsten, was man jetzt von dem Stave sieht, sind 'generell' erstmal 60-65# drin. Mal noch das Bild der Ringe und deine Antworten sind abzuwarten, dann kann man mehr sagen. ;)
Zuletzt geändert von Blacksmith77K am 01.11.2010, 20:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wie viel lbs ist für den Bogen Osage noch sicher?

Beitrag von Felsenbirne »

Also, sind die Ringe nicht verletzt sollte es bei der Länge und Breite kein Problem sein dieses Zuggewicht zu erreichen.
Aber: Letztlich gibt dir das Holz selbst vor, wie weit es das mit sich machen läßt. Das kann man von hier aus natürlich nicht beurteilen.
Wichtig auch: den Umriss an den Ästen vorbeiführen, und zwar so das die wirklich weg sind. Wurde ja auch schon per Grafik erklärt.
Und noch was: Osage ist geil! Da kann man einiges rausholen und es läßt recht viel mit sich machen. Was natürlich niemals als Freibrief angesehen werden sollte.
Gruss Matthias

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Re: Wie viel lbs ist für den Bogen Osage noch sicher?

Beitrag von Ravenheart »

Ein unverletzter Rückenring ab 3 mm Dicke macht prinzipiell jeden Osage-Stave bei deinen genannten Abmessungen für einen 60#er geeignet...

Fehler im Holz und der Bearbeitung mal ausgenommen....

Rabe

PS: Ein richtig "umschiffter" Ast ist KEIN Fehler, sondern lediglich "Charakter"...
Tindala
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Re: Wie viel lbs ist für den Bogen Osage noch sicher?

Beitrag von Tindala »

Ola, wahnsinn da geht einer was essen und es wimmelt von Antworten ... :) super

Wie viele schon gesehenhaben, ist der Rücken vor allem an den Kniffligen Stellen noch nicht auf den Jaresring heruntergearbeitet da ich erst die Form auf den Stave zeichnen wollte! Weil es ist ja vergebliche Müh alle Äste und Knoten herunterzuarbeiten wenn die Dinger gar nicht im Wurfarm sind. Die Erhebungen und Splitter sind also alle vom darüberliegenden Jahresring ;) .
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Re: Wie viel lbs ist für den Bogen Osage noch sicher?

Beitrag von Blacksmith77K »

Kleine Empfehlung:

Arbeite den kompletten Stave auf (d)einen brauchbaren Jahresring runter. Inklusive aller Knoten und Erhebungen, die du natürlich sauberst ausarbeitest... ::) (...ok, ich weis, ist heftig ABER sinnig...)

Erst dann legst du die Form deines Bogens an, denn unter jedem Jahresring kann sich eine weitere 'Aufgabe' für Dich befinden.
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Re: Wie viel lbs ist für den Bogen Osage noch sicher?

Beitrag von Tindala »

Blacksmith77K hat geschrieben:VORSICHT:

Um den Knoten (Ast) herum oder daran vorbei. Aber nicht mitten hindurch, das ist nicht gut.
Der Dateianhang P1060850_1.jpg existiert nicht mehr.
Das hier geht nicht. Ist das ein verletzter oberer Jahresring oder ist es der Rest vom 'zusätzlich' stehengelassenem Material, um den Knoten (Ast) zu unterstützen?
Der Dateianhang P1060865_1.jpg existiert nicht mehr.
Ansonsten, was man jetzt von dem Stave sieht, sind 'generell' erstmal 60-65# drin. Mal noch das Bild der Ringe und deine Antworten sind abzuwarten, dann kann man mehr sagen. ;)
Danke für deine Antwort "!!! ;D

Oberer Wurfarm( dicke jahresringe)
P1060894_1.jpg
unterer Wurfarm (dünnere Jahresringe ? warum auch immer):
P1060877_1.jpg
ein paar ringe weiter unten ist ein Perfekter aber den kann ich nicht nehmen (da zu wenig Material)

soll ich eigentlich ein wenig Material auf den Knoten und kleinen Pinns lassen oder auf den Jaresring herunterarbeiten?
Gruß Tindala

(Zitat/Text sortiert! Rabe)
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Blacksmith77K
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Re: Wie viel lbs ist für den Bogen Osage noch sicher?

Beitrag von Blacksmith77K »

Tindala hat geschrieben: unterer Wurfarm (dünnere Jahresringe ? warum auch immer):


soll ich eigentlich ein wenig Material auf den Knoten und kleinen Pinns lassen oder auf den Jaresring herunterarbeiten?
Gruß Tindala
Zum Ersten: Es ist Holz ;D Kann auch sein, dass der Jahresring in der Mitte des Stave dicker und wieder dünner wird.

Zum Zweiten: Den Ring, den du dir angezeichnet hast ist GUT und den benutzt du auch, UNABHÄNGIG davon, wo du im Endeffekt auf der anderen Seite des Staves rauskommst. (...sollte natürlich der Ring im halben Stave 'rauskommen' musst du den Ring darunter nehmen... LOGO )
Dass auf der anderen Seite die Ringe so 'schmal' sind ist zwar nicht so prickelnd, jedoch ist es nunmal so. 8)

Und ja, du lässt um die Knäste herum flächig Material von den oben liegenden Jahresringen stehen. Moment, ich mach mal ein Bild davon...

EDIT: So, also nicht die Knäste einfach platt hobeln, sondern 'angemessen' Material vom darüberliegendem Jahresring stehenlassen. Natürlich keinen Vulkan dahinzimmern. Und wenn du an diesen Stellen Material abnimmst, dann IMMER vom Knast weg. Also nie gegen den Knast, sonst reißt Dir der Jahresring womöglich in den Knast ein und du kannst gleich den nächsten Ring freilegen.
ST833858.JPG
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Re: Wie viel lbs ist für den Bogen Osage noch sicher?

Beitrag von Tindala »

Blacksmith77K hat geschrieben:
Tindala hat geschrieben: unterer Wurfarm (dünnere Jahresringe ? warum auch immer):


soll ich eigentlich ein wenig Material auf den Knoten und kleinen Pinns lassen oder auf den Jaresring herunterarbeiten?
Gruß Tindala
Zum Ersten: Es ist Holz ;D Kann auch sein, dass der Jahresring in der Mitte des Stave dicker und wieder dünner wird.

Zum Zweiten: Den Ring, den du dir angezeichnet hast ist GUT und den benutzt du auch, UNABHÄNGIG davon, wo du im Endeffekt auf der anderen Seite des Staves rauskommst. (...sollte natürlich der Ring im halben Stave 'rauskommen' musst du den Ring darunter nehmen... LOGO )
Dass auf der anderen Seite die Ringe so 'schmal' sind ist zwar nicht so prickelnd, jedoch ist es nunmal so. 8)

Und ja, du lässt um die Knäste herum flächig Material von den oben liegenden Jahresringen stehen. Moment, ich mach mal ein Bild davon...

Sehr gut! aber das mit dem Jahresring hab ich schon gemacht bin dem Ding auf dem ganze Bogen gefolgt und habe ihn nach meinem wissen auch nicht verletzt oder eingeschnitten. War eine Mordsarbeit aber das brauche ich euch nicht zu sagen. ;) Denn Jahresring am Oberen Wurfarm hab ich nur eingezeichnet das ihr erkennen könnt wechem Ring ich gefolgt bin. Nur am Ende hab ich noch ein rest Gelassen (war zu faul) mach ich wenn ich die Kontur ausgefeit habe.
Am unteren Wurfarm (Foto 2) ist der Jahresring komlett herunter und der Obere Ring ist auch der Rücken (ziehmlich dünn finde ich)
Tindala
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Re: Wie viel lbs ist für den Bogen Osage noch sicher?

Beitrag von Tindala »

Blacksmith77K hat geschrieben:
Tindala hat geschrieben: unterer Wurfarm (dünnere Jahresringe ? warum auch immer):


soll ich eigentlich ein wenig Material auf den Knoten und kleinen Pinns lassen oder auf den Jaresring herunterarbeiten?
Gruß Tindala
Zum Ersten: Es ist Holz ;D Kann auch sein, dass der Jahresring in der Mitte des Stave dicker und wieder dünner wird.

Zum Zweiten: Den Ring, den du dir angezeichnet hast ist GUT und den benutzt du auch, UNABHÄNGIG davon, wo du im Endeffekt auf der anderen Seite des Staves rauskommst. (...sollte natürlich der Ring im halben Stave 'rauskommen' musst du den Ring darunter nehmen... LOGO )
Dass auf der anderen Seite die Ringe so 'schmal' sind ist zwar nicht so prickelnd, jedoch ist es nunmal so. 8)

Und ja, du lässt um die Knäste herum flächig Material von den oben liegenden Jahresringen stehen. Moment, ich mach mal ein Bild davon...

EDIT: So, also nicht die Knäste einfach platt hobeln, sondern 'angemessen' Material vom darüberliegendem Jahresring stehenlassen. Natürlich keinen Vulkan dahinzimmern. Und wenn du an diesen Stellen Material abnimmst, dann IMMER vom Knast weg. Also nie gegen den Knast, sonst reißt Dir der Jahresring womöglich in den Knast ein und du kannst gleich den nächsten Ring freilegen.
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Blacksmith77K,
du soltest Lehrer werden :D !!!
super Sache also muß ich da nicht einen ganzen Ring stehen lassen sondern nur ein kleinen Teil.
gut das ich so faul bin und ich mit dem Ziehmesser einen Großen Bogen um die Dinger gemacht habe 8) ! Also feile ich jetzt erst einmal die Bogenform aus (Deine Änderungsvorschläge habe ich schon übertragen). Danach beginne ich die Äste zu behandeln...
Was meinst kann ich einen 55 lbs mit ein weing Sicherheitszugabe auf 28 Auszug daraus fertigen?
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Blacksmith77K
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Re: Wie viel lbs ist für den Bogen Osage noch sicher?

Beitrag von Blacksmith77K »

Tindala hat geschrieben: Was meinst kann ich einen 55 lbs mit ein weing Sicherheitszugabe auf 28 Auszug daraus fertigen?
Wenn das Holz seiner Eigenschaft entsprechend ausgeschnitten wird, der Rücken sauber ist (...also guter Jahresring, Knäste ok usw...) UND der Bogen beim ersten Auflegen sich ohne große Fehler wie steife Stellen, Knicke wegen Materialschwäche usw. bis 55# 'anbiegen' lässt, dann ja.
Sollte sich beim ersten Anbiegen jedoch zeigen, dass aufgrund der unterschiedlichen Beschaffenheit der Jahresringe sich ein Wurfarm deutlich schwächer zeigt, würde ICH auf Nummer sicher gehen, den stärkeren WA dementsprechend schwächen und einen schönen Bogen UNABHÄNGIG von angepeilten Zuggewicht bauen.
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