Osage nach dem biegen angeröstet

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kra
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Re: Osage nach dem biegen angeröstet

Beitrag von kra »

"Latte" sehe ich nich  ;D, Sehne am Bauch bringt wenig, weil in erster Linie zugfest.
Am Bauch ne dünne Hornschicht über den Knick und re und li je auf 3cm auslaufen lassen (insges. ca 7cm lang), mit Epoxy unter sanftem Druck aufkleben. Sehne am Rücken ist sicherlich zusätzlich eine gute Idee, je ca 5mm länger als das Horn, udn dann je eine Fadenwicklung am Ende der Konstruktion.
Schlange dann auf die Sehnenschicht (vor dem Wickeln).

Btw, der Gewichtsunterschied zw. einer Hornlage (2x15x70mm) und einer entsprechenden Osage-Lage liegt unter 1 Gramm! wenn man noch die Sehnenlage hinzurechnet kommt man ca. auf 4 -5 Gramm Extragewicht. Wenn dann die Verstärkung nur am Knick selber 2mm dick ist und dann den Enden und Seiten zu fein ausläuft, die Sehnenlage nur Mittig aufbringt (dachartig) usw kann man das Extragewicht nochmal halbieren.
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Felsenbirne
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Re: Osage nach dem biegen angeröstet

Beitrag von Felsenbirne »

Hi
wer hätte noch etwas Schlangenhaut und Sehnen (fertig vorber.)für mich? (günstig natürlich ;D)
Gruss Matthias

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acker
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Re: Osage nach dem biegen angeröstet

Beitrag von acker »

@Kra : Danke ! , Klar, Osage ist Dicht also muß man das Horn in abhängigkeit zur Holzdichte bewerten. - habe meinen Beitrag dahingehend editiert.

@mschwanner: Viel Spaß beim Sehne kloppen und aufdröseln  ;D

Gruß acker
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Felsenbirne
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Re: Osage nach dem biegen angeröstet

Beitrag von Felsenbirne »

acker hat geschrieben: @Kra : Danke ! , Klar, Osage ist Dicht also muß man das Horn in abhängigkeit zur Holzdichte bewerten. - habe meinen Beitrag dahingehend editiert.

@mschwanner: Viel Spaß beim Sehne kloppen und aufdröseln  ;D

Gruß acker

Ich suche doch fertige :o Das gedrünsel was Du erleiden musstest will ich mir nicht antun. Brauch ja nicht so viel. werde mal Jo anhauen
Gruss Matthias

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skerm
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Re: Osage nach dem biegen angeröstet

Beitrag von skerm »

acker hat geschrieben: Denk bei dem Horn nur dran, das diese Lösung wesentlich dünner ausfallen wird als zB  ein Holzstreifen( je nach Holzart und Dichte ) , nicht das Du dir da zuviel Gewicht an die Tips baust.
Glaub ich nicht. Bogenholz ist steifer als Horn, deshalb tippe ich auf das Gegenteil.

Gruß,
Daniel
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acker
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Re: Osage nach dem biegen angeröstet

Beitrag von acker »

Lass uns mal die Dichte messen vom Horn, das interessiert mich aber nun .
Wir reden ja immer vom schweren " Horn" und das man die Hornoverlays klein halten soll.
Gruß acker
Zuletzt geändert von acker am 08.07.2010, 13:49, insgesamt 1-mal geändert.
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Snake-Jo
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Re: Osage nach dem biegen angeröstet

Beitrag von Snake-Jo »

Mal die Meinungen zusammengefaßt: Die Enden (und nur diese) sollen gestärkt werden. Dazu gibt es eine Reihe von Vorschlägen, die allesamt daruf hinauszielen, die Recurveenden zu sichern. Ich mache sowas ja grundsätzlich, weil sich bei meinen Bögen schon viele reingebogene Recurves wieder rückgebildet haben.
Eine grundsätzliche andere Meinung habe ich: Sehnen auf dem Recurve bringt nichts, weil:
1. Sehne soll die Biegung verstärken (Haben wir hier nicht, Recurves bleiben steif)
2. Sehne soll mehr Zugkraft geben (brauchen wir hier nicht)
3. Sehnenbelag ist sehr auwändig (können wir uns sparen)

Daher folgender Vorschlag zur Einigung:
Bauchseitig Holz (3 mm) oder Horn (2 mm) zur Stabilisierung aufleimen, leicht über den Recurve hinaus.
Rückseitig Schlangenhaut als optische Verbesserung
Schmale Wicklung, damit man den Holzflicken optisch nicht wahrnimmt.

@Matthias: Alles kein Drama, ist reine Routine.  ;)

Foto kommt.
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Felsenbirne
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Re: Osage nach dem biegen angeröstet

Beitrag von Felsenbirne »

Snake-Jo hat geschrieben: Mal die Meinungen zusammengefaßt: Die Enden (und nur diese) sollen gestärkt werden. Dazu gibt es eine Reihe von Vorschlägen, die allesamt daruf hinauszielen, die Recurveenden zu sichern. Ich mache sowas ja grundsätzlich, weil sich bei meinen Bögen schon viele reingebogene Recurves wieder rückgebildet haben.
Eine grundsätzliche andere Meinung habe ich: Sehnen auf dem Recurve bringt nichts, weil:
1. Sehne soll die Biegung verstärken (Haben wir hier nicht, Recurves bleiben steif)
2. Sehne soll mehr Zugkraft geben (brauchen wir hier nicht)
3. Sehnenbelag ist sehr auwändig (können wir uns sparen)

Daher folgender Vorschlag zur Einigung:
Bauchseitig Holz (3 mm) oder Horn (2 mm) zur Stabilisierung aufleimen, leicht über den Recurve hinaus.
Rückseitig Schlangenhaut als optische Verbesserung
Schmale Wicklung, damit man den Holzflicken optisch nicht wahrnimmt.

@Matthias: Alles kein Drama, ist reine Routine.  ;)

Foto kommt.
Kein drama? habe die ganze Nacht geheult, aber nicht wegen Fußball :-\

Du meinst ich kann auf die Sehne verzichten? Eventuell Rohaut oder gar nichts? Habe schoon Horn betsellt sieht besser aus denke ich. hast Du noch Schlangenhaut? Sonst bestell ich bei Dick.
Gruss Matthias

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Snake-Jo
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Re: Osage nach dem biegen angeröstet

Beitrag von Snake-Jo »

Bild

Hier ein Bild von drei verstärkten Recurves:
Oben: Mit Holz bauchseitig laminiert, schwarz gebeizt plus Wicklung
Mitte: Unsichtbar verstärkt mit gleichem Ulmenholz
Unten: Rückenseitig verstärkt plus Schlangenhaut

@Matthias: Keine Sehne, aber irgendwas muss wegen der Kohle drauf, wegen Optik, meine ich.  ::)
siehe PM
Zuletzt geändert von Snake-Jo am 08.07.2010, 14:28, insgesamt 1-mal geändert.
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kra
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Re: Osage nach dem biegen angeröstet

Beitrag von kra »

acker hat geschrieben: Lass uns mal die Dichte messen vom Horn, das interessiert mich aber nun .
Wir reden ja immer vom schweren " Horn" und das man die Hornoverlays klein halten soll.
Gruß acker
Ich stand vor derselben Frage, im I-Net nichts auf die Schnelle gefunden  ??? ,bin schnell in die Werstatt und hab das quaderförmige Stückchen Horn auch gefunden ("irgendwo muß das Mis...ding doch rumliegen...ich weiß sogar noch wie es aussieht") und gemessen --> Dichte 1,27 bis 1,3gr/cm^3.
Bei Karpowitz habe ich einen änlichen Wert (1,2) gefunden.
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Re: Osage nach dem biegen angeröstet

Beitrag von Snake-Jo »

Müßt ihr einfach mal das Reflexbogenbuch genauer lesen: Seite 222
Highland-Horn: 1,186
Wasserbüffel: 1,180
Oryx: 1,213

@kra: korrekt!  :)
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kra
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Re: Osage nach dem biegen angeröstet

Beitrag von kra »

;D  Da ist man jetzt deutlich in den 50'ern und benimmt sich wie ein 20 jähriger, für den alles Wissen aus dem INet kommt....  ;D

Ich hätte mich nur umdrehen müssen, das Buch steht direkt hinter mir im Regal.
Schande ober mich!!  ;)

Aber wenigstens habe ich richtig gemessen.
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Re: Osage nach dem biegen angeröstet

Beitrag von acker »

kra hat geschrieben:
Ich hätte mich nur umdrehen müssen, das Buch steht direkt hinter mir im Regal.
Schande ober mich!!  ;)

Aber wenigstens habe ich richtig gemessen.
Bei mir isses schlimmer ,...es lag direkt vor meiner Nase  :-[ , und ich war auch in der Werkstat am suchen nach einem rechteckigen Stück Horn... ;D

Gruß acker
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Felsenbirne
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Re: Osage nach dem biegen angeröstet

Beitrag von Felsenbirne »

@Jo

danke, wie einem ein Stück Horn und etwas Schlangenhaut die Laune heben kann. Werde also Bauch Horn und Rücken Schlange machen.
Post ist heute fertig und geht heute Abend raus

Gruß

Matthias
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Re: Osage nach dem biegen angeröstet

Beitrag von Galighenna »

Und ich hab schon nen kalten Schauer gekriegt als ich gesehen hab was du mit dem Tip deines feinen Osagestöckchenwerfers gemacht hast  :'(

Scheint ja wohl doch noch ein gutes Ende zu nehmen. Ich drück dir die Daumen *gg*
Übel übel sprach der Dübel,
als er elegant und entspannt
in der harten Wand verschwand

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