Seine Geschichte: gebaut hatte ich ihn (ca. 2005?) als "Bambus backed Bambuslaminat" mit moderaten Recurves. War ein netter Bogen, aber mir etwas zu weich und na ja, er passte mir nicht.
Dann wurden die Nodien abgeschliffen und der ganze Rücken mit Sehne belegt. Dabei ordentlich in Reflex gespannt.
Mehrfach Sehne drauf, mehr Reflex, abgeschliffen, wieder drauf usw. Irgendwann zeigte das Bambuslaminat Ermüdungserscheinungen (Stauchrisse) und durch die etwas instabile Form schnappte der Bogen auch mal um (zum Glück auf Standhöhe und auch nur halb).
Also wurde das Bambusbacking ca. 2mm weit abgeschliffen (Bandschleifer, frei Hand) und eine erste Osagelage (stehenden Jahresringe) draufgeklebt. Etwas über das Osage und mehr über den Sehnenbelag getillert. Das Osage hatte allerdings eine Fehlstelle (ein linsenförmiges Loch, 1x30mm) wo der Bauch dann Stauchrisse zeigt. Also (ca. 1 Jahr später) die Stelle ausgeschliffen und ein möglichst ähnlicher Osagestreifen aufgeklebt und verschliffen. Der Tiller war natürlich wieder im A..., also neu getillert, weil dann zu schwach (ungeduldiger Chaot...) wieder mehr Sehne aufgeklebt (mehr Reflex...). Na ja, all die Fehler, vor denen man gewarnt hat selber gemacht
Die beiden ärgsten Fehler waren: ich habe beim Verleimen des Sehnenbelags zu wenig von den schlechten Stellen der Sehne weggeschnitten und zu viel Leim rausgedrückt. Es gibt also (und deshalb die häßliche Sehnenwicklung) eine Stelle, an der der Sehnenbelag eine Schwachstelle zeigt. An der Stelle zeigt er einen leichten Knick, einzelne Fasern lösen sich und ich mußte zum Sichern der Sehnenlage eine Wicklung anbringen.
Zum Anderen habe ich die Schlangenhaut viel zu früh, so ca. 8 Wochen nach den letzten Arbeiten am Sehnenbelag) drauf geklebt. Er hat über das letzte Jahr erheblich an Kraft im unteren (gewickelten) WA zugelegt. Am Holz kann ich nichts mehr wegnehmen, also werde ich irgendwann die Schlangenhaut wieder abmachen, den Sehnenbelag reparieren und neu tillern müssen.
Weitere Fehler: der Sehhnenbelag zieht sich bis zu den Nocken, weshalb die WA außen, besondern am oberen WA, zu schwer sind. Er zeigt zwar trotzdem wenig Handschock, aber die Geschwindigkeit leidet. Zudem ist der Sehnenbelag nicht ganz gleichmäßig.
Maße
162cm NtN, über den Rücken gemessen, Sehnenlänge 153cm, ca. 60-65#? , Osage zw. 0,8 und 1,2mm stark im Biegebereich. Weicher Auszug bis >30". 16cm Reflex, 2cm Deflex. Gegenüber der Maximalform hat er ca 3-5cm Set.

