versenkte Graugansbefiederung

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Theudebald2
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versenkte Graugansbefiederung

Beitrag von Theudebald2 »

Nach fast 400 Schuss mit ein und demselben Bolzen und
null Abnützung an der Befiederung muß ich diese von
mir angewandte Befestigung der Federn nochmal erwähnen.

http://mitglied.multimania.de/theudebald/Armbrustbolzen.htm
der 1.und 2.von links.
Mit dieser Befiederung habe ich zigmal durch einen 20 cm Styroporblock
mehrmals durch eine Konservenbüchse und häufig unter die Grasnarbe
geschossen.


Mit der Befiederung ist  nichts passiert  !

Deshalb die Frage :
Ist diese Befiederungsart historisch belegt oder
hab ich die rein zufällig angewandt -gesehen hab ich das noch nirgends.


Gruß Theudebald
Zuletzt geändert von Theudebald2 am 05.05.2010, 22:10, insgesamt 1-mal geändert.
ullrson
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Re: versenkte Graugansbefiederung

Beitrag von ullrson »

Theudebald2 hat geschrieben:
Ist diese Befiederungsart historisch belegt oder
hab ich die rein zufällig angewandt -gesehen hab ich das noch nirgends.

Gruß Theudebald
???

hab ich auch noch nicht gesehen.

Die Art der Befiederung - mit versenkten Kielen - gefällt mir aber. Ich werds an meinen nächsten Holzpfeilen ausprobieren!

Grüße ullrson
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captainplanet
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Re: versenkte Graugansbefiederung

Beitrag von captainplanet »

Hab ich net mal irgendwo gehört daß Armbrustbolzen bevorzugt mit Pergament oder Holzplättchen "befiedert" wurden da Federn zu weich waren? Dann wäre diese Art der Befestigung naheliegend, sonst stelle ich es mir schwierig vor das stabil hinzubekommen.

Daß man es mit Federn so gemacht hat kann ich mir nicht vorstellen: Eine Feder hält auch gut genug wenn sie mit weniger Aufwand befestigt wird und Langlebigkeit im dem Sinne war damals wohl weniger ein Kriterium. Für Kriegsbolzen sowieso nicht, und so zum Üben wird man bei den Bolzen auch keine großen Extrawürste gebraten haben schätze ich mal.


Wie erzeugst Du eigentlich diese Rillen? Hast Du da ein spezielles Werkzeug? Was eignet sich da gut?


Lg Georg
Bester Rindengrapscher von FC!!!
Theudebald2
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Re: versenkte Graugansbefiederung

Beitrag von Theudebald2 »

@captainplanet

Ja, Pergament und Holz waren wohl die Regel ,bei Holzflügeln vornehmlich Weide.

Auch in Museen habe ich noch keinen befiederten Bolzen gesehen.
Die Nuten im Zain wurden auch für Holzflügel gebraucht ,diese Nuten waren in manchen
Fällen sogar gekrümmt eingeschnitten - also Mehraufwand wäre die Graugansbefiederung nicht gewesen.

Daß ich das zufällig als Einziger so mache ,glaube ich nicht .
Ich säge diese Nuten mit einer kleinen Kreissäge (6 cm Durchmesser)welche in einer
Aufnahme auf der Drehbank läuft.Der Zain ist wird dabei mit den Support bewegt.

Der Bolzen fliegt mit Federn eher genauer als mit Holzflügeln .(nur mein Eindruck)

Aber egal ob das früher ein Vorteil gewesen wäre -bei meiner Anwendung das heist häufig schiessen
mit ein und dem selben Bolzen - was bei der Ermittlung der Streuung unerlässlich ist -stellt
sich diese versenkte Befiederung als Vorteil dar.

Die Holzflügel wären bei einigen, wenn nicht beim ersten ,Styropordurchschuss spätestens aber
beim Büchsendurchschuss weggeflogen.

Das Bessere ist der natürliche Feind des Guten !

Gruß Theudebald
baschdler
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Re: versenkte Graugansbefiederung

Beitrag von baschdler »

captainplanet hat geschrieben: ...Daß man es mit Federn so gemacht hat kann ich mir nicht vorstellen: Eine Feder hält auch gut genug wenn sie mit weniger Aufwand befestigt wird...
Die Befiederung, wie beim Pfeil, zu Kleben und mit einer Wicklung zu sichern, war bei einem Armbrustbolzen sicher unvorteilhaft, insbesondere wenn die Armbrust vorne so eine Kimmen-förmigen Bolzenauflage hatte. Ich könnte mir vorstellen, daß man insbesondere aus diesem Grund, wicklungsfreie "Befiederungsarten" erdacht hat.

Gruß Martin   
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eddytwobows
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Re: versenkte Graugansbefiederung

Beitrag von eddytwobows »

@Theudebald2

Hallo...
Meine mich zu erinnern, daß diese Befiederungsart durchaus historisches Vorbild hat... weiß es zwar nicht von Armbrustbolzen, jedoch von einem Modell des "Germanische Panzerstechers"...
Es gab mal eine Ausstellung im Landesmuseum für Vor- und Frühgeschichte Schloß Gottorf in Schleswig, wo die einzelnen Schritte beim Bau eines solchen Pfeiles dokumentiert und als Echtmodell dargestellt wurden (oder werden, ich meine die Darstellung ist mittlerweile fester Bestandteil der Ausstellung...!).
Dort wurden, sofern ich mich richtig erinnere, ebenfalls Kerben für die Federaufnahme in den Pfeilschaft geschnitzt...
Hab es selber auch schon mal ausprobiert, allerdings ist so ein dünner 5/16 oder 11/32 'er Schaft denkbar ungeeignet für derartige Rillen und hält keinen Vergleich mit den damaligen Schaftdurchmessern aus... (knick-knack...) ;) :D :D :D

Gruß
etb
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Theudebald2
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Re: versenkte Graugansbefiederung

Beitrag von Theudebald2 »

@baschdler

Auf jeden Fall hätte die Wicklung beim Armbrustbolzen die Schussgenauigkeit beeinflußt .

@eddytwobows

wie muß ich mir den "germanischen Panzerstecher " vorstellen ?

Gruß Theudebald
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Re: versenkte Graugansbefiederung

Beitrag von eddytwobows »

Als langen (ca. 32"), schweren Pfeil, mit langer, eingesetzter geschmiedeter Spitze, ähnlich einer Bodkinspitze und geschnitzter, leicht erhabener Nocke...
Die Bezeichnung "Germanischer Panzerstecher" leitete sich von der enormen Durchschlagskraft dieses Pfeiltyps her, da dieser durch die lange und sehr scharfe (spitze !) Spitze in Verbindung mit seinem hohen Eigengewicht ohne Probleme die Kettenpanzer der feindlichen Truppen durchschlagen (stechen) und aufzusprengen vermocht hat und daher von selbigen hoch gefürchtet war (...mit feindlichen Truppen dürften wahrscheinlich größtenteils römische Truppenverbände gemeint gewesen sein...).

Gruß
etb
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