Als ich so viel Lob an Hasel gelesen habe, kam ich auf Idee einen seleber zu machen. Ich holte heute 3 Stämchen und als ich sie gespalten habe, kam der Frust. Der beste (in der Mitte) hat einen Drehwuchs von etwa 160 grad auf 1,8 m. Der liegt jetzt im Wasser. Die ander zwei waren noch schlimer. Sobald sie genug trocknen sind, werden sie wohl eine leuchtende senkrechte Kariere in meinem Kamin starten. Eine Frage an die (Hasel)-Erfahrene: kann draus ein Bogen werden und ist das der Mühe wert? (ein Foto habe ich, aber ich kann es nich uploaden)
also ich muss sagen, dass ich mir schon vor dem Abholzen Gedanken darüber mache, ob der Drehwuchs hat, oder nicht....
kann man auch relativ leicht rausfinden...
auf einem meter ca einen 1 cm Streifen Entrinden... darunder sieht man meistens die Holzstruktur gut... daraus kann man dann auch den Drehwuchs erkennen
der oben gezeigte hat übrigens keinerlei Drehwuchs
Wenn du den Stamm gerade aufsägst kannst du Pech haben, dass wenn er Drehwuchs hat, dass er dir beim Tillern wegdreht. Dann war die ganze Arbeit umsonst.
Man kann aber auch natürlich Glück haben.
Bei den Stämmen die ich bisher aufgesägt habe, hatte ich nur mit einem Pech.
Der Pfeil ist nicht weg....er ist jetzt nur woanders. ;-)
ein aufgesägter stamm mit drehwuchs trocknet erst einmal mit verdrehung, d.h. er verzieht sich auch entsprechend beim trocknen.
mit hitze ausrichten funktioniert je nach holz bis ca. 90 grad auf 2m ganz gut, darüber wirds trickreich.
beim tillern macht sich drehwuchs auch noch bemerkbar.
Stelle Dir gedanklich mal vor, ein armdicker Baumstamm bestünde aus deinem Bündel kerzengerader, dünner Stäbe, jeder so 3 - 4 mm dick.
Dieses Bündel bindest Du eng zusammen, so dass es eine runde Form einnimmt.
Alle Stäbe verlaufen gradlinig in Längsrichtung des Bündels. Das ist gerades Holz.
Gießt Du nun Kleber da drüber, und entnimmst dem Bündel dann ein gerades Teilstück, also spaltest oder zersägst es wieder, laufen auch in dem Teilstück die Stäbe linear.
Nun ein 2. Bündel genommen, zusammengebunden. Diesmal aber fasst Du beide Enden an und verdrehst sie zueinander, so dass die Stäbe eine Spirale bilden, wie eine Zuckerstange... So fixieren und wieder Kleber drüber.
Sägst Du DA nun eine gerades Teilstück heraus, laufen die einzelnen Stäbe darin NICHT linear, sondern diagonal!
DAS heißst aber: ENTLANG der Stäbe kann das Bündel viel mehr Zugkraft aufnehmen, als kreuzweise dazu.
Daher verdreht (verwindet) sich das Stück, wenn es unter Spannung gesetzt wird.
ich habe da nochmal ne frage zu meinem Hasel.bogen... der ist jetzt fertig getillert... undmich bin am schleifen...
ich will ihn zum schluss beizen und dann soll da noch ganz normaler Klarlack drüber...
nun sagte mein Vater aber, dass es unter Umständen problematisch sein kann, wegen des Biegens des bogens... dass der Lack dann rissig wird oder abplatzt...
was sagt ihr dazu?
(ich habe schon einige Threads dazu gelesen, allerdings sehr geteilte Meinungen bekommen)
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