überbreiter Flachbogen
überbreiter Flachbogen
Hallo zusammen,
als Neuling im Bogenbau habe ich einige Fragen an euch, was das Desing von Flachbögen betrifft. Ich habe bereits schon einige Erfahrungen mit Esche gesammelt und möchte nun etwas neues ausprobieren: Einen Flachbogen mit einer etwas ungewöhnliche Breite. Das Holz dazu (Esche, gut abgelagert) habe ich mir vom Schreiner erworben und bereits alles Holz bis zu dem Jahresring, den ich als Bogenrücken verwenden möchte abgetragen:
http://img401.imageshack.us/img401/546/dsc05044zy1.jpg
http://img185.imageshack.us/img185/9851/dsc05047vc7.jpg
http://img505.imageshack.us/img505/1556/dsc05048ah7.jpg
http://img156.imageshack.us/img156/5341/dsc05051se9.jpg
Mein Vorhaben ist es, die ganze Breite des Staves (15cm) für die Wurfarme auszunutzen. Der Bogen soll sich zu den Tips hin leicht verjüngen und wird wahrscheinlich nur n Griffnähe tatsächlich 15 cm breit. Ich strebe ein Zuggewicht von 30# bis 50# an. Der Querschnitt durch den Wurfarm sollte eine Ellypse bilden.
1. Welche Vorteile/Nachteile ergeben sich durch die flache Form?
2. Soll ich am Bogenrücken dem Jahresring folgen oder den Jahresring oben einschneiden, um eine noch flachere Form zu erreichen? Ich glaube Decrowning ist der Fachbegriff dafür.
3. Macht es Sinn in erster Linie über die Breite zu tillern, wenn der Wurfarm extrem flach geworden ist, um nicht ungewollt zu viel Material abzutragen.
4. Habe ich überhaupt einen brauchbaren Jahresring ausgewählt?
5. Oder wäre es einfach vernünftiger den Stave aufzusägen um 2 oder 3 Bögen rauszuholen?
als Neuling im Bogenbau habe ich einige Fragen an euch, was das Desing von Flachbögen betrifft. Ich habe bereits schon einige Erfahrungen mit Esche gesammelt und möchte nun etwas neues ausprobieren: Einen Flachbogen mit einer etwas ungewöhnliche Breite. Das Holz dazu (Esche, gut abgelagert) habe ich mir vom Schreiner erworben und bereits alles Holz bis zu dem Jahresring, den ich als Bogenrücken verwenden möchte abgetragen:
http://img401.imageshack.us/img401/546/dsc05044zy1.jpg
http://img185.imageshack.us/img185/9851/dsc05047vc7.jpg
http://img505.imageshack.us/img505/1556/dsc05048ah7.jpg
http://img156.imageshack.us/img156/5341/dsc05051se9.jpg
Mein Vorhaben ist es, die ganze Breite des Staves (15cm) für die Wurfarme auszunutzen. Der Bogen soll sich zu den Tips hin leicht verjüngen und wird wahrscheinlich nur n Griffnähe tatsächlich 15 cm breit. Ich strebe ein Zuggewicht von 30# bis 50# an. Der Querschnitt durch den Wurfarm sollte eine Ellypse bilden.
1. Welche Vorteile/Nachteile ergeben sich durch die flache Form?
2. Soll ich am Bogenrücken dem Jahresring folgen oder den Jahresring oben einschneiden, um eine noch flachere Form zu erreichen? Ich glaube Decrowning ist der Fachbegriff dafür.
3. Macht es Sinn in erster Linie über die Breite zu tillern, wenn der Wurfarm extrem flach geworden ist, um nicht ungewollt zu viel Material abzutragen.
4. Habe ich überhaupt einen brauchbaren Jahresring ausgewählt?
5. Oder wäre es einfach vernünftiger den Stave aufzusägen um 2 oder 3 Bögen rauszuholen?
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RubenAryala
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Re: überbreiter Flachbogen
Darf ich mal fragen, warum Du den Arm so breit bauen willst ?
Ich bin selbst Neuling, kann Dir also bei Deinen Fragen nicht wirklich weiterhelfen. Wenn ich mir das Holz so anschaue, würde ich aber eher an einen (oder sogar zwei) Pyramidalbögen denken.
Ich bin selbst Neuling, kann Dir also bei Deinen Fragen nicht wirklich weiterhelfen. Wenn ich mir das Holz so anschaue, würde ich aber eher an einen (oder sogar zwei) Pyramidalbögen denken.
- acker
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Re: überbreiter Flachbogen
Hallo,
Erst mal willkommen hier.
1: Vorteile -> kannste auch als Paddel oder Schattenspender benutzen.....
Nachteil -> 15cm...breit...da kannste auch einen Bogen aus einer Fichtenbohle bauen...absolute Verschwendung der sehr gut aussehenden Esche.
2: Wenn Du es ganz platt haben möchtest, jo dann müsstet Du ein decrowning machen.
3: Ja es macht Sinn damit der Bogen nicht zu dünn wird und die Breite eh absolut überdimensioniert ist.
4: Ja, der sieht gut aus.Genauso wie alle anderen auch bei der Esche!
5: JAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA!
Du hast da ein sehr gutes stück Eschenholz erwischt, aus dem Du sehr gute Bögen bauen kannst-Holmegaard, Pyramidal , Langbogen, etc....
Schau Dir bitte mal diese Seite an, dann weißt Du wie schön so ein Eschen -bogen werden kann: http://www.longbow-woelfe.de/woelfe/bogenbau/a_index.htm
Also, mach was schönes draus!
Und ja, warum dieses breite Teil.....
Gruß Acker
Erst mal willkommen hier.
1: Vorteile -> kannste auch als Paddel oder Schattenspender benutzen.....
Nachteil -> 15cm...breit...da kannste auch einen Bogen aus einer Fichtenbohle bauen...absolute Verschwendung der sehr gut aussehenden Esche.
2: Wenn Du es ganz platt haben möchtest, jo dann müsstet Du ein decrowning machen.
3: Ja es macht Sinn damit der Bogen nicht zu dünn wird und die Breite eh absolut überdimensioniert ist.
4: Ja, der sieht gut aus.Genauso wie alle anderen auch bei der Esche!
5: JAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA!
Du hast da ein sehr gutes stück Eschenholz erwischt, aus dem Du sehr gute Bögen bauen kannst-Holmegaard, Pyramidal , Langbogen, etc....
Schau Dir bitte mal diese Seite an, dann weißt Du wie schön so ein Eschen -bogen werden kann: http://www.longbow-woelfe.de/woelfe/bogenbau/a_index.htm
Also, mach was schönes draus!
Und ja, warum dieses breite Teil.....
Gruß Acker
Zuletzt geändert von acker am 15.12.2008, 16:15, insgesamt 1-mal geändert.
Der junge Mensch lernt, was die Erwachsenen wissen und verlernt was er als Kind gewusst hat.
Re: überbreiter Flachbogen
Der Stave ist Mist! Kaum Frühholz, fast nur Spätholz. Das wird nix. Aber ich würde ihn Dir für 5 € plus Porto und Versand abnehmen. Dann ist der Verlust nicht ganz so tragisch. 
15 cm breit ist nicht nur unnötig, sondern GANZ GROSSER MIST. Der Bogen würde - überspitzt - das Biegeverhalten eines Blattes Papier haben. Der schwabbelt kraftlos hin und her (es sei denn, du strebst 235 lbs Zuggewicht an
)
Das Verhältnis von Breite zu Dicke sollte üblicherweise 4 zu 1, bei manchen Hölzern auch bis zu 6 zu 1, nicht - oder nur in Sonderfällen - überschreiten.
Ein Decrowning ist hier definitiv nicht nötig. Das muss man nur bei krasser Wölbung und zugschwachen Hölzern machen. Sonst schafft man sich sinnlose Fehlerquellen. Mit DEM Holz ist ein echter Selfbow ohne Fummelkram und nur minimal Set möglich!!!
Aus dem Ding da werden ZWEI hervorragende Bögen. Mit der Menge Spätholz kann da fast nix schief gehen. Wenns streng pyramidal sein soll, dann mit max. 6 cm Breite an den Fades auf 0,8 cm an den Tips bei höchstens 170 cm Länge.
Alternative: Son Mischmasch. An den Fades etwa 4,5 bis 5 cm breit, zu 2/3 hin auf 3,5 bis 3 cm abnehmend, zum Ende hin dann auf 0,8 cm. Damit entlastest du die Hauptbiegebereiche in Richtung Griff und machst die Enden gleichzeitig schön leicht.
Offenbar kannst du gleich mit dem äusseren Ring als Rücken anfangen - wenn der nicht irgendwo durchbrochen ist...
By the Way: Ich hätt gern die Adresse von deinem Schreiner - wenn das irgendwo im weitesten Sinne in Norddeutschland ist, ist das kein Scherz!
Als ich die Stirnseiten gesehn hab, dachte ich nur Geil-geil-geil-will-haaaabeeeen!
15 cm breit ist nicht nur unnötig, sondern GANZ GROSSER MIST. Der Bogen würde - überspitzt - das Biegeverhalten eines Blattes Papier haben. Der schwabbelt kraftlos hin und her (es sei denn, du strebst 235 lbs Zuggewicht an
Das Verhältnis von Breite zu Dicke sollte üblicherweise 4 zu 1, bei manchen Hölzern auch bis zu 6 zu 1, nicht - oder nur in Sonderfällen - überschreiten.
Ein Decrowning ist hier definitiv nicht nötig. Das muss man nur bei krasser Wölbung und zugschwachen Hölzern machen. Sonst schafft man sich sinnlose Fehlerquellen. Mit DEM Holz ist ein echter Selfbow ohne Fummelkram und nur minimal Set möglich!!!
Aus dem Ding da werden ZWEI hervorragende Bögen. Mit der Menge Spätholz kann da fast nix schief gehen. Wenns streng pyramidal sein soll, dann mit max. 6 cm Breite an den Fades auf 0,8 cm an den Tips bei höchstens 170 cm Länge.
Alternative: Son Mischmasch. An den Fades etwa 4,5 bis 5 cm breit, zu 2/3 hin auf 3,5 bis 3 cm abnehmend, zum Ende hin dann auf 0,8 cm. Damit entlastest du die Hauptbiegebereiche in Richtung Griff und machst die Enden gleichzeitig schön leicht.
Offenbar kannst du gleich mit dem äusseren Ring als Rücken anfangen - wenn der nicht irgendwo durchbrochen ist...
By the Way: Ich hätt gern die Adresse von deinem Schreiner - wenn das irgendwo im weitesten Sinne in Norddeutschland ist, ist das kein Scherz!
Als ich die Stirnseiten gesehn hab, dachte ich nur Geil-geil-geil-will-haaaabeeeen!
Zuletzt geändert von Squid (✝) am 15.12.2008, 18:57, insgesamt 1-mal geändert.
Es ist mir egal ob schon mal jemand sowas gebaut hat.
Ich will ja nicht unken, aber in der überwiegenden Zahl der Fälle geht das schief.
Ich will ja nicht unken, aber in der überwiegenden Zahl der Fälle geht das schief.
Re: überbreiter Flachbogen
Ich würde die Wa sogar noch etwas schlanker machen und das Teil von dem Schreiner auf 3 Stücke aufsägen lassen. Bei dem Teilstück, dass sich auf dem letzten Bild ganz rechts ergeben würde, müßtest du dann vielleicht einen Griff aufleimen, aber ansonsten kann ich acker und squid nur zustimmen. Hieraus nur einen Bogen zu bauen, wäre absolute Verschwendung!
Viele Grüße
Jo
P.S. Wenn du ihn natürlich unbedingt los werden willst, könnte ich mir auch durchaus vorstellen, 6 Euro zu geben!

Viele Grüße
Jo
P.S. Wenn du ihn natürlich unbedingt los werden willst, könnte ich mir auch durchaus vorstellen, 6 Euro zu geben!
- Wilfrid (✝)
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Re: überbreiter Flachbogen
das sind auch locker 4 "Ostfalen" a´ 35 #
Bogenschützen sind irgendwo alle Spanner, aber das Schießen entspannt definitiv
Der schönste Pfeil ist der im Centerkill
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Re: überbreiter Flachbogen
Aye, das mag wohl sein.
ABER: Zumindest der Anzahl der Beiträge nach, ist Askr ein Anfänger. Und daher würde ich ihm vorschlagen, sich erst einmal mit zwei Bögen zu versuchen.
So grundfalsch, wie ein 15 cm breiter Bogen wäre, so falsch wäre auch der Versuch, durch Materialoptimierung 3 oder gar 4 Bögen draus zu bauen.
Derartige Maßnahmen sollte man Profis vorbehalten - ich würde mich auch nur mit zwei Bögen und der sichern Annahme des (doppelten) Erfolgs versuchen, statt auf Optimierung und eine daraus folgende, signifikant höhere Fehlschlagsquote zu setzen.
EDIT: Ach ja, noch was. Die flach-ovale Form halte ich für falsch. Esche kann man gut strecken - die leichte Wölbung am Rücken macht ihr nix aus. Aber um aus Esche im Flachbogendesign wirklich viel Leistung zu gewinnen, sollte der Bauch so flach wie möglich sein. Damit verteilen sich die Druckkräfte auf der gesamten Fläche/Ebene. Bei ovalem Querschnitt ist die Kräftekonzentration immer in den flachen Scheitelpunkten des Ovals. Das kann gut gehen. Aber zur Risikominimierung wäre ein abgeflachter Belly besser.
Noch ein EDIT und noch ein "noch was": 30 - 50 lbs ist schon eine Menge Spielraum. Es wäre nicht schlecht, wenn du deine konkreten Vorstellungen beschreiben würdest - sagen wir auf 5-10 lbs genau.
ABER: Zumindest der Anzahl der Beiträge nach, ist Askr ein Anfänger. Und daher würde ich ihm vorschlagen, sich erst einmal mit zwei Bögen zu versuchen.
So grundfalsch, wie ein 15 cm breiter Bogen wäre, so falsch wäre auch der Versuch, durch Materialoptimierung 3 oder gar 4 Bögen draus zu bauen.
Derartige Maßnahmen sollte man Profis vorbehalten - ich würde mich auch nur mit zwei Bögen und der sichern Annahme des (doppelten) Erfolgs versuchen, statt auf Optimierung und eine daraus folgende, signifikant höhere Fehlschlagsquote zu setzen.
EDIT: Ach ja, noch was. Die flach-ovale Form halte ich für falsch. Esche kann man gut strecken - die leichte Wölbung am Rücken macht ihr nix aus. Aber um aus Esche im Flachbogendesign wirklich viel Leistung zu gewinnen, sollte der Bauch so flach wie möglich sein. Damit verteilen sich die Druckkräfte auf der gesamten Fläche/Ebene. Bei ovalem Querschnitt ist die Kräftekonzentration immer in den flachen Scheitelpunkten des Ovals. Das kann gut gehen. Aber zur Risikominimierung wäre ein abgeflachter Belly besser.
Noch ein EDIT und noch ein "noch was": 30 - 50 lbs ist schon eine Menge Spielraum. Es wäre nicht schlecht, wenn du deine konkreten Vorstellungen beschreiben würdest - sagen wir auf 5-10 lbs genau.
Zuletzt geändert von Squid (✝) am 15.12.2008, 18:59, insgesamt 1-mal geändert.
Es ist mir egal ob schon mal jemand sowas gebaut hat.
Ich will ja nicht unken, aber in der überwiegenden Zahl der Fälle geht das schief.
Ich will ja nicht unken, aber in der überwiegenden Zahl der Fälle geht das schief.
Re: überbreiter Flachbogen
so einen breiten bogen zu bauen wäre verschwendung, ehrlich gesagt! ich würde zuerst versuchen, einen leichten selfbow zu bauen, später kannst du das restliche holz für einen flatbow bzw. longbow benutzen!
naja, aber vielleicht hast du dir was sehr spezielles vorgenommen und möchtest unbedingt so einen brutal-breiten bogen bauen! aber ich glaube, dabei wird dir niemand viel helfen können
die seite, die dir acker angeboten hat, ist wirklich gut! --> http://www.longbow-woelfe.de/woelfe/bog ... _index.htm
hab meinen ersten bogen mit hilfe dieser seite gebaut!
viel erfolg
naja, aber vielleicht hast du dir was sehr spezielles vorgenommen und möchtest unbedingt so einen brutal-breiten bogen bauen! aber ich glaube, dabei wird dir niemand viel helfen können
die seite, die dir acker angeboten hat, ist wirklich gut! --> http://www.longbow-woelfe.de/woelfe/bog ... _index.htm
hab meinen ersten bogen mit hilfe dieser seite gebaut!
viel erfolg
Wer nicht zu täuschen weiss, weiss auch nicht zu regieren - Erasmus
Re: überbreiter Flachbogen
Was mich dazu bewegt hat, diese überbreite Form in Erwägung zu ziehen sind die zwei großen Hügel in der Mitte des Brettes (kann man auf dem zweiten Bild erahnen). Diese Hügel hätte ich am liebsten in der Mitte der Wurfarme. Ich glaub ich säg das Brett in 3 Teile auf. Aus der Mitte hol ich einen Pyramidalbogen mit maximal 6cm Breite raus. Dann bleibt noch genug Material für zwei schlanke Langbögen. Mir widerstrebt es nur irgendwie genau durch diese Wölbungen zu sägen wegen der Angst, dass sich nacher die Wurfarme verdrehen.
Ist wahrscheinlich besser so, diese überbreite Form zu vergessen. So hab ich mehr Möglichkeiten Erfahrung zu sammeln und werd mal ein bisschen versuchen an die Grenzen des Holzes zu gehn. Wenns schief geht hab ich ja noch Holz übrig.
Die Seite longbow-wölfe kannte ich schon, ist sehr anfängerfreundlich aufgezogen. Hat mir auch schon weiter geholfen.
Ich bin selber noch gewissermaßen Anfänger im Bogenbau nach zwei Esche-Flachbögen und einem Esche-Langbogen. Daher ist bei mir das Zuggewicht eher zweitrangig. Ich möchte auf etwa 38# bei 28" hinaus, aber wenn vorher der Tiller schon perfekt stimmt bin ich auch zufrieden. Bei meinem Langbogen war dies der Fall: Liegt jetzt mit 57# im Regal, weil ich ihn (noch) nicht schießen kann, aber ich brings nicht übers Herz ihn runter zu tillern.
Der Schreiner meines Vertrauens ist in Bayern ansässig. Ist auch nur ne winzig kleine Schreinerei und die besten Stücke hab ich schon weggekauft
- Ravenheart
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Re: überbreiter Flachbogen
Hammermäßiges Holz!
4 cm Bogenbreite sind hier mehr als genug! Selbst 2,5 cm Reststreifen können bei dem Holz noch für bis zu 40# genügen und dauerhaft halten.
Guckst Du:
http://www.fletchers-corner.de/index.ph ... #msg175158
Rabe
4 cm Bogenbreite sind hier mehr als genug! Selbst 2,5 cm Reststreifen können bei dem Holz noch für bis zu 40# genügen und dauerhaft halten.
Guckst Du:
http://www.fletchers-corner.de/index.ph ... #msg175158
Rabe
Zuletzt geändert von Ravenheart am 16.12.2008, 14:53, insgesamt 1-mal geändert.
Zwischenstand
Danke für die vielen Ratschläge!
...nun möchte ich euch aber nicht vorenthalten, was daraus geworden ist:
Ich habe das Brett genau mittig in zwei Teile mit je 7.4 cm Breite durchgesägt und aus einem dieser Teile nen Flachbogen geschnitzt. Und hier ist das Paddel:



Der Bogen ist gespannt 155 cm und ungespannt 162 cm lang.
Standhöhe: 15.5 cm
Breite: 7.3 cm
vom Griff bis zu den Mitten der Wurfarme und 3.8 cm an den Enden
Set: jetzt schon ca. 4cm
Zuggewicht: ca. 50 lbs bei 28" eher mehr (habs mit ner Fischwaage gemessen; die Skala endet bei 25 kg)
Als Rücken hab ich einfach den freigelegten Jahresring verwendet und die Bauchseite hab ich so wie von Squid vorgeschlagen schön flach gehalten; also typischer D-Querschnitt.
Das letzte Bild zeigt den Bogen bei 28" Auszug. Ich will ihn aber noch weiter runter kriegen bis zum roten Strich, weil ich 29" ausziehe. Ich würde mich über ein bisschen Kritik freuen, denn ich denke der Tiller kann bestimmt noch optimiert werden. Die Breite muss aber so bleiben. Was mich gerade am meisten stört sind die leicht verdrehten Wurfarme. Ich hab beim Tillern schon immer etwas Material an der steiferen Seite abgetragen, aber irgendwie krieg ich die Verdrehung nicht so recht in den Griff. Der rechte Wurfarm ist schon von hausaus etwas verdreht.
Stellt das eine ernsthafte Bedrohung für die Überlebenschancen meines Paddels dar? Und hat das Teil überhaupt ne Chance 500 Schuss zu überleben? Muss wohl doch gutes Holz sein; ich wunder mich schon darüber, dass da noch nichts gebrochen ist.
...nun möchte ich euch aber nicht vorenthalten, was daraus geworden ist:
Ich habe das Brett genau mittig in zwei Teile mit je 7.4 cm Breite durchgesägt und aus einem dieser Teile nen Flachbogen geschnitzt. Und hier ist das Paddel:
Der Bogen ist gespannt 155 cm und ungespannt 162 cm lang.
Standhöhe: 15.5 cm
Breite: 7.3 cm
Set: jetzt schon ca. 4cm
Zuggewicht: ca. 50 lbs bei 28" eher mehr (habs mit ner Fischwaage gemessen; die Skala endet bei 25 kg)
Als Rücken hab ich einfach den freigelegten Jahresring verwendet und die Bauchseite hab ich so wie von Squid vorgeschlagen schön flach gehalten; also typischer D-Querschnitt.
Das letzte Bild zeigt den Bogen bei 28" Auszug. Ich will ihn aber noch weiter runter kriegen bis zum roten Strich, weil ich 29" ausziehe. Ich würde mich über ein bisschen Kritik freuen, denn ich denke der Tiller kann bestimmt noch optimiert werden. Die Breite muss aber so bleiben. Was mich gerade am meisten stört sind die leicht verdrehten Wurfarme. Ich hab beim Tillern schon immer etwas Material an der steiferen Seite abgetragen, aber irgendwie krieg ich die Verdrehung nicht so recht in den Griff. Der rechte Wurfarm ist schon von hausaus etwas verdreht.
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RubenAryala
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Re: überbreiter Flachbogen
Nach meiner Erfahrung, die auch aus einem verdrehten Ahornbogen besteht, der so häßlich ist, daß ich ihn bisher noch nicht vorgestellt habe, dürfte die Verdrehung kein Problem sein. Ob er 500 Schuß überlebt ? Das würde ich einfach ausprobieren.
- acker
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Re: Zwischenstand
Ich glaube , der Bogen ist als Opfer an den Bogengott zu betrachtenAskr hat geschrieben: Danke für die vielen Ratschläge!
...nun möchte ich euch aber nicht vorenthalten, was daraus geworden ist:
Ich habe das Brett genau mittig in zwei Teile mit je 7.4 cm Breite durchgesägt und aus einem dieser Teile nen Flachbogen geschnitzt. Und hier ist das Paddel:
Der Bogen ist gespannt 155 cm und ungespannt 162 cm lang.
Standhöhe: 15.5 cm
Breite: 7.3 cmvom Griff bis zu den Mitten der Wurfarme und 3.8 cm an den Enden
Set: jetzt schon ca. 4cm
Zuggewicht: ca. 50 lbs bei 28" eher mehr (habs mit ner Fischwaage gemessen; die Skala endet bei 25 kg)
Als Rücken hab ich einfach den freigelegten Jahresring verwendet und die Bauchseite hab ich so wie von Squid vorgeschlagen schön flach gehalten; also typischer D-Querschnitt.
Ich würde mich über ein bisschen Kritik freuen, denn ich denke der Tiller kann bestimmt noch optimiert werden.
Askr hat geschrieben: Die Breite muss aber so bleiben.
WARUM? Du hast da ein hervorragende Holz erwischt und wählst ein Design aus als ob Du eine Fichtenlatte mit gewalt zum Bogen machen wolltest
Askr hat geschrieben: Der rechte Wurfarm ist schon von hausaus etwas verdreht.Stellt das eine ernsthafte Bedrohung für die Überlebenschancen meines Paddels dar? Und hat das Teil überhaupt ne Chance 500 Schuss zu überleben? Muss wohl doch gutes Holz sein; ich wunder mich schon darüber, dass da noch nichts gebrochen ist.
Ja es ist ein tolles Holz, nur das Design ist falsch für eben dieses Holz, und nein ich glaube nicht das er 100Schuß überlebt - setz nen Schutzhelm auf beim Schiessen
Die Wurfarme werden bei dem guten Holz zu dünn und somit instabil.
Ich finde es toll, das Du dich an dieses Projekt rangewagt hast und die Resultate gezeigt hast.
Aber, wie schon vorher als Ratschlag von anderen gepostet....nene nix Paddelbogen mit dem schönen Holz. Du hast es Dir selbst schwer gemacht mit dem Design, unnötigerweise.
Aber ok, des Menschen Wunsch ist sein Himmelreich.
Wenn es denn unbedingt so ein Paddelbogen sein soll, kauf dir ne Bohle Lärche und mach ein Leinenbacking drauf oder nehm Weide , Pappel was auch immer.Da kannste sagen: Je breiter desto besser.
ABER: Das andere Stück von der Esche nimmste Dir und machst nen anständigen Bogen draus.Das Holz ist so gut, da stehen Dir alle Türen zu einem sehr guten Bogen offen, und wir helfen gerne.
Vieleicht weiß einer der "Meister" wie Dein Bogen noch zu retten ist.Würde mich für dich freuen da Du ja viel Energie und Enthusiasmus hinein gesteckt hast.
Am linken Wurfarm musst Du die Biegun mehr in Griffnähe legen, da ist noch spielraum, evtl bekommst Du auch die Verdrehung so noch ein wenig in den Griff. Obwohl sie schon sehr heftig aussieht.
Mein Vorschlag: Du hast50# , reduzier die Breite des Bogens auf 4,5cmab Griff so lang wie möglich die Breite beibehalten und dann auf 1cm an den Tips pyramidal reduzieren
, Evtl bekommste noch einen sehr guten 30# hin.
Gruß acker
(Zitat und Beitrag sortiert! Rabe)
Zuletzt geändert von Ravenheart am 26.03.2009, 09:35, insgesamt 1-mal geändert.
Der junge Mensch lernt, was die Erwachsenen wissen und verlernt was er als Kind gewusst hat.
- Steilpassfaenger
- Hero Member

- Beiträge: 760
- Registriert: 13.01.2009, 16:22
Re: überbreiter Flachbogen
Hey Askr!
Nicht weiter ziehen, das Böglein ist für meinen Geschmack etwas zu kurz für 29" Auszug.
Du kannst ruhig mit 180cm anfangen, da kommst du nicht so schnell in Teufelins Küche.
Bezüglich Tiller siehst du ja eindeutig wo er sich viel zu viel biegt.
Sind die beiden Wurfarme unterschiedlich lang, oder ist das die Perspektive?
Wurfarme sollten meiner Meinung nach komplett gleich lang sein, da tut man sich beim Tillern leichter tun.
Da du ja 50# hast, würde ich den langen Wurfarm auf die selbe Länge kürzen, den Tiller angleichen und nicht weiter wie 27" ziehen.
Und wenn du zu viel Stringfollow bekommen hast, dann kräftig Tempern.
Gruß
Matthias
Nicht weiter ziehen, das Böglein ist für meinen Geschmack etwas zu kurz für 29" Auszug.
Du kannst ruhig mit 180cm anfangen, da kommst du nicht so schnell in Teufelins Küche.
Bezüglich Tiller siehst du ja eindeutig wo er sich viel zu viel biegt.
Sind die beiden Wurfarme unterschiedlich lang, oder ist das die Perspektive?
Wurfarme sollten meiner Meinung nach komplett gleich lang sein, da tut man sich beim Tillern leichter tun.
Da du ja 50# hast, würde ich den langen Wurfarm auf die selbe Länge kürzen, den Tiller angleichen und nicht weiter wie 27" ziehen.
Und wenn du zu viel Stringfollow bekommen hast, dann kräftig Tempern.
Gruß
Matthias
Waldviertel
Re: überbreiter Flachbogen
@Acker: Also der Bogengott muss sich schon noch gedulden, bis das Ding eines natürlichen Todes stirbt. Das mit dem Paddel-Design war eben ne Schnapsidee aber mit ner Lärche hätte ich erst gar kein Mut sowas zu probiern. Aus der anderen Hälfte werden ein oder zwei anständige Bögen. versprochen 
@Steilpassfänger: Er muss aber mit aller Gewalt auf 29" gebracht werden. Sonst müsst ich meine Schießtechnik ändern und könnte nicht mehr mit der Hand im Gesicht ankern oder ich müsste den linken Arm anwinkeln.
Ja die Wurfarme sind unterschiedlich lang: Der Untere ist 71cm und der Obere 79cm, damit ich später die Pfeilauflage exakt in die Mitte des Bogens legen kann. Wurfarme auf die selbe Länge kürzen und auf 29" ausziehen verträgt sich bestimmt nicht miteinander.
@Steilpassfänger: Er muss aber mit aller Gewalt auf 29" gebracht werden. Sonst müsst ich meine Schießtechnik ändern und könnte nicht mehr mit der Hand im Gesicht ankern oder ich müsste den linken Arm anwinkeln.
Ja die Wurfarme sind unterschiedlich lang: Der Untere ist 71cm und der Obere 79cm, damit ich später die Pfeilauflage exakt in die Mitte des Bogens legen kann. Wurfarme auf die selbe Länge kürzen und auf 29" ausziehen verträgt sich bestimmt nicht miteinander.