Drehung der Federn: Welche Richtung?

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Granjow
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Drehung der Federn: Welche Richtung?

Beitrag von Granjow »

Hoi zäme,

Ich habe meine Pfeile bis jetzt immer so befiedert, dass sich die Federn von vorne gesehen im Uhrzeigersinn um den Pfeil drehten. Sind RW-Federn, d. h. wenn man sie von der Spitze her anschaut, drehen sie sich auch nach rechts. Ist das gut so? Oder wäre Gegenuhrzeigersinn besser? Ich kann mir vorstellen, dass dann das Ankleben etwas leichter gehen könnte … geht mit Hautleim zwar super, aber es sind immer nur die ersten 2 cm wirklich angeklebt, der Rest steht in der Luft, bis er festgebunden wird.

Simon
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Ravenheart
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Re: Drehung der Federn: Welche Richtung?

Beitrag von Ravenheart »

Granjow hat geschrieben: ...habe meine Pfeile bis jetzt immer so befiedert, dass sich die Federn von vorne gesehen im Uhrzeigersinn um den Pfeil drehten. Sind RW-Federn, d. h. wenn man sie von der Spitze her anschaut, drehen sie sich auch nach rechts.
Cool...

Schönes Beispiel für die Unzulänglichkeit der Sprache beim Vermitteln komplexer Sachverhalte....
;D

Könnte Antworten: Wenn die Federn sich noch um den Schaft drehen, sind sie nicht gut angeklebt..  :D  :D :D

Du meinst vmtl.: Von der Pfeilspitze her angeschaut neigt/krümmt sich eine oben stehende Feder nach rechts, ja?

D.h. dann aber auch: eine unten stehende neigt/krümmt sich nach links....
;)

Schießt Du einen LB ohne Pfeilauflage, ist es völlig wurscht....
Hast Du unter dem Pfeil aber ein Shelf oder eine Auflage, wäre es günstiger, die Feder neigt/krümmt sich unten vom Bogen weg als zu ihm hin. (Die Kante der Feder franst dann weniger schnell aus...).

Schießt Du also RH, legst also links an, wäre es anders herum besser, also wenn die untere sich unten nach rechts neigen würde. LH natürlich umgekehrt...

FAKTISCH ist es aber auch da egal, denn meist leben die Pfeile nicht so lange, dass sich die Feder störend ausfranst...
Außerdem bekommt man bei vielen Bezugsquellen nur RW-Federn.

Rabe
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walta
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Re: Drehung der Federn: Welche Richtung?

Beitrag von walta »

Granjow hat geschrieben: um den Pfeil drehten.
man könnte es auch so lesen das er staubwedel flus baut - dann kommt es drauf an welche optik er erreichen will - sollen sich die federn fast rechtwinklig aufstellen oder eher nach hinten geneigt sein.
dann dreht sich aber vor allem der pfeil - hoffentlich mit den federn

ich bilde mir ein hier im forum gelesen zu haben das es empfehlenswert ist die federn so aufzukleben wie die granen stehen - die sind auch nicht genau im 90 grad winkel

allerdings denk ich auch das es bei schräg geklebten federn (auf nicht-flus) wurscht ist.

grüsse
walta
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der gerade befiedert - wenn er es schafft :-)
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Granjow
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Re: Drehung der Federn: Welche Richtung?

Beitrag von Granjow »

Bild!

Da die Federn ja eine natürliche Biegung haben, kann man sie entweder von Anfang an schräg aufkleben, so dass der hintere Teil schlussendlich parallel zum Pfeil liegt, oder gerade wie auf dem Bild, so dass vor allem der hintere Teil verdreht ist.

@Rabe Schussfenster, nö, ich schiesse über die Hand. Darum weiss ich auch, warum man den *** Nockpunkt ein paar Millimeter höher wählen sollte :D

@Walta Flu-Flus? Nunja, man könnte es meinen bei der Reichweite meiner Pfeile ;) Mein 40-lb-Bogen (das 202-cm-Stück) schiesst sie 100 m weit, der 20-lb-Bogen kommt auf knapp 80 m.

Die neuen Pfeile sind btw endlich mal mehr als etwa 22" lang, und die Federn sind auch gerader  aufgeklebt. Um etwa eine Kielbreite verschoben.

Irgend einen kleinen Aerodynamischen Unterschied muss es doch machen, ob die Federn nun so oder anders rum angeklebt werden …

Simon
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Ravenheart
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Re: Drehung der Federn: Welche Richtung?

Beitrag von Ravenheart »

Granjow hat geschrieben: Da die Federn ja eine natürliche Biegung haben, kann man sie entweder von Anfang an schräg aufkleben, so dass der hintere Teil schlussendlich parallel zum Pfeil liegt, oder gerade wie auf dem Bild, so dass vor allem der hintere Teil verdreht ist.
O.k., wenn DAS die Frage ist, haben wir tatsächlich aneinander vorbei geredet! (q.e.d.)...

Richtig ist nur die letztgenannte Methode: Der nach vorn gerichtete Teil wird schaftparallel angesetzt, max. leicht schräg (=1 Kielbreite auf Feder-Länge), der hintere Teil der Feder folgt dann der natürlichen Krümmung.
(auf dem Bild die weißen Federn).

Nur so wird die Feder von der Luft so angeströmt, wie es "ihr Produzent vorgesehen hat"....
;D

Rabe
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Granjow
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Re: Drehung der Federn: Welche Richtung?

Beitrag von Granjow »

Ist gar nicht so schwer mit aneinander vorbeireden :) Ja, das meinte ich.  Dann kleb ich sie also auch weiterhin so auf :)

Simon
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Re: Drehung der Federn: Welche Richtung?

Beitrag von Ravenheart »

Ergänzend: Ich habe zu Beginn auch so stark gekrümmt befiedert, wie Deine Beispiele zeigen! Nach und nach sind meine Klebunghen aber immer gerader geworden, inzwischen sitzen die Federn bei mir nur noch um 1 Kielbreite schräg auf ganzer Länge, aber geradlinig! Ich schleife sogar den Kiel dünner, damit sie gerader werden.

Drehen tun sich die Pfeile dennoch! Dafür fliegen sie aber weiter und ich muss weniger drüber halten!

Rabe
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walta
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Re: Drehung der Federn: Welche Richtung?

Beitrag von walta »

schöne pfeile - noch ein bischen mehr und es sind tatsächlich flus :-)

bei schräger befiederung kommen wir fast in die philosophische ebene des befiederns. ob sie besser oder schlechter fliegen - kommt auf den pfeil und den bogen und den ,........... an. schön aussehen tun es auf alle fälle - aber auch das ist geschmackssache.

grüsse
walta
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der schon genug probleme hat beim gerade befiedern :-)
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Re: Drehung der Federn: Welche Richtung?

Beitrag von Ravenheart »

Da muss ich doch noch mal den "Rabenflu" zeigen, weil's grad passt...

Leider fliegen 2 von den 3 Gebauten nicht (mehr) gut, sie taumeln! Mit 3 Federn fliegen sie besser, aber an diese Schönheit kommen die nicht ran:


Bild  Bild  Bild

Rabe
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Granjow
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Re: Drehung der Federn: Welche Richtung?

Beitrag von Granjow »

Cool :)

Die letzten Pfeile, die ich gemacht habe, sind auch nur noch eine Kielbreite verschoben. Muss mal den Bruder anstellen um zu testen, ob die immer noch so stark rauschen, wenn man darunter steht. Hoffs nicht ;)

Einer ist jetzt tatsächlich mehr oder weniger Flu geworden. Aber nur darum, weil ich ihn etwa 50 oder 100 Mal durch eine Kartonschachtel hindurchgeschossen oder -gezogen habe, das hat den Federn irgendwann doch nicht mehr ganz so Spass gemacht. Sind jetzt recht zerzaust …

Granjow
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