Schlechter Bohrer oder falsche Handhabung?
Schlechter Bohrer oder falsche Handhabung?
Hallo!
Ich steh vor einem Problem... habe mir heute einen neuen Metallbohrer gekauft (Firma CRAFTOMAT, HSS Plus Edition - der teuerste im Sortiment). Ich wollte damit 3 Bohrungen in einem 2 mm Blecht herstellen, aber bereits beim ersten Loch hab ich etwa nach der Hälfte gemerkt, dass es deutlich langsamer vorangeht. Ab dem zweiten Loch - 1mm Tiefe - ging dann GAR NICHTS mehr. Wirklich NICHTS kein Spänchen wurde mehr abgetragen.
Nun frage ich mich natürlich... Was habe ich falsch gemacht?? Habe ich einen schlechten Bohrer verwendet, oder habe ich Fehler im Umgang mit selbigen begangen? (ich habe bei relativ hoher Drehzahl und ziemlich wenig Druck gearbeitet... bzw versucht zu arbeiten).
Und weiters frage ich mich... was mache ich jetzt? Soll ich mir nun für jedes Loch einen neuen Bohrer kaufen? Kann man den Bohrer vielleicht nachschleifen (lassen)?
Ich hatte ja kurz überlegt, ob ich mir die "normalen" HSS Bohrer zuleg. Die hätts aber nur im Dreierpack (also von der gleichen Stärke!) gegeben. Offensichtlich haben die Hersteller schon damit gerechnet, dass man von denen mehrere (ver)braucht. Da dachte ich mir ja, bevor ich mich mit den billigeren ärgere, kaufe ich mir lieber gleich den teureren und habe dafür lange Zeit meine Freude daran. Naja... nach 3mm Bohren wars leider aus mit lustig.
Wäre für Hinweise dankbar...
Ich steh vor einem Problem... habe mir heute einen neuen Metallbohrer gekauft (Firma CRAFTOMAT, HSS Plus Edition - der teuerste im Sortiment). Ich wollte damit 3 Bohrungen in einem 2 mm Blecht herstellen, aber bereits beim ersten Loch hab ich etwa nach der Hälfte gemerkt, dass es deutlich langsamer vorangeht. Ab dem zweiten Loch - 1mm Tiefe - ging dann GAR NICHTS mehr. Wirklich NICHTS kein Spänchen wurde mehr abgetragen.
Nun frage ich mich natürlich... Was habe ich falsch gemacht?? Habe ich einen schlechten Bohrer verwendet, oder habe ich Fehler im Umgang mit selbigen begangen? (ich habe bei relativ hoher Drehzahl und ziemlich wenig Druck gearbeitet... bzw versucht zu arbeiten).
Und weiters frage ich mich... was mache ich jetzt? Soll ich mir nun für jedes Loch einen neuen Bohrer kaufen? Kann man den Bohrer vielleicht nachschleifen (lassen)?
Ich hatte ja kurz überlegt, ob ich mir die "normalen" HSS Bohrer zuleg. Die hätts aber nur im Dreierpack (also von der gleichen Stärke!) gegeben. Offensichtlich haben die Hersteller schon damit gerechnet, dass man von denen mehrere (ver)braucht. Da dachte ich mir ja, bevor ich mich mit den billigeren ärgere, kaufe ich mir lieber gleich den teureren und habe dafür lange Zeit meine Freude daran. Naja... nach 3mm Bohren wars leider aus mit lustig.
Wäre für Hinweise dankbar...
Re: Schlechter Bohrer oder falsche Handhabung?
Uff,
bin zwar kein Metaller, aber dieses Problem hatte ich auch schon.Vor allem mit VA-Stahl.
Wenn Du zu wenig Druck gibst und zu schnell drehst, erwärmt und verhärtet sich Dein Stahl.
Das verhärtete Metall musst Du nun wohl mit Gewalt durchprügeln(ich meine natürlich bohren) und die nächsten eben mit weniger Drehzahl aber odentlich Druck bohren.
Klar kann man die nachschleifen, muss man aber drauf haben.
Das krieg ich auch nie hin und lass da lieber den Meister ran.
Nicht sehr hiflreich, sorry.Aber vielleicht ein bißl Info.
PS: Schneidöl oder ähnliches hast Du benutzt?
Gruß
Rado
bin zwar kein Metaller, aber dieses Problem hatte ich auch schon.Vor allem mit VA-Stahl.
Wenn Du zu wenig Druck gibst und zu schnell drehst, erwärmt und verhärtet sich Dein Stahl.
Das verhärtete Metall musst Du nun wohl mit Gewalt durchprügeln(ich meine natürlich bohren) und die nächsten eben mit weniger Drehzahl aber odentlich Druck bohren.
Klar kann man die nachschleifen, muss man aber drauf haben.
Das krieg ich auch nie hin und lass da lieber den Meister ran.
Nicht sehr hiflreich, sorry.Aber vielleicht ein bißl Info.
PS: Schneidöl oder ähnliches hast Du benutzt?
Gruß
Rado
Zuletzt geändert von Rado am 14.03.2008, 19:49, insgesamt 1-mal geändert.
Re: Schlechter Bohrer oder falsche Handhabung?
Ich habe früher immer normale Metallbohrer aus Industriestahl gekauft. (die billigsten im Sortiment) Nach zirka 20 Bohrern und einer Menge frust, habe ich mir dann einmal eine teure Ausgabe geleistet.
Ein 10er Paket Diamantbohrer. Bisher konnte ich damit jedes Metall durchbohren ohne Probleme. Kostete mich allerdings auch fast 40 Euro. Gut, die Dinger habe ich jetzt schon ein paar Jahre. Für mich hat es sich gelohnt.
Ein 10er Paket Diamantbohrer. Bisher konnte ich damit jedes Metall durchbohren ohne Probleme. Kostete mich allerdings auch fast 40 Euro. Gut, die Dinger habe ich jetzt schon ein paar Jahre. Für mich hat es sich gelohnt.
Der Pfeil ist nicht weg....er ist jetzt nur woanders. ;-)
Re: Schlechter Bohrer oder falsche Handhabung?
Ein Metaller bin ich zwar auch nicht, aber im Laufe der Jahrzehnte sammelt man doch bissi Erfahrung an.
Ich nehme mal an dass du als Unterlage Holz genommen hast oder das Blech unter der Bohrung gar nichts hatte, also Freiraum ... richtig?
Das Blech gibt dann unter dem Druck des Bohrvorschubs nach (biegt sich nach unten) und die Schneiden des Bohrers greifen nicht mehr.
Vor allem wenn es ein relativ großer Durchmesser ist.
Bohre erst mit einem kleinen Bohrer vor und nimmer dann den größeren Durchmesser.
Für Bleche gibt es auch besondere Werkzeuge, Schälbohrer glaub ich heißen die.
Für Metall gilt auch folgender Grundsatz:
Je größer der Bohrer desto geringer die zu wählende Drehzahl.
Bleche immer gut einspannen, falls der Bohrer hakt und das Werkstück mitdreht kann das üble Verletzungen nach sich ziehen.
Gruß
Datenmetz
Ich nehme mal an dass du als Unterlage Holz genommen hast oder das Blech unter der Bohrung gar nichts hatte, also Freiraum ... richtig?
Das Blech gibt dann unter dem Druck des Bohrvorschubs nach (biegt sich nach unten) und die Schneiden des Bohrers greifen nicht mehr.
Vor allem wenn es ein relativ großer Durchmesser ist.
Bohre erst mit einem kleinen Bohrer vor und nimmer dann den größeren Durchmesser.
Für Bleche gibt es auch besondere Werkzeuge, Schälbohrer glaub ich heißen die.
Für Metall gilt auch folgender Grundsatz:
Je größer der Bohrer desto geringer die zu wählende Drehzahl.
Bleche immer gut einspannen, falls der Bohrer hakt und das Werkstück mitdreht kann das üble Verletzungen nach sich ziehen.
Gruß
Datenmetz
Wer nichts als Stroh im Kopf hat, fürchtet zu Recht den Funken der Wahrheit...
Re: Schlechter Bohrer oder falsche Handhabung?
Danke erstmal für die (erstaunlich schnellen!) Antworten!
Also... zu den neu aufgekommenen Fragen:
Durchmesser -> 3mm
Unterlage -> richtig... keine; war im Schraubstock eingespannt
Öl -> Hatte kein spezielles Schleiföl zur Hand, hab aber mit WD-40 geschmiert
Was ich nicht ganz versteh... wenn ich bei zu hoher Drehzahl hohe Temperaturen erzeugt habe (was ich nämlich auch befürchtet hatte), dann dürfte dies keine Härtung sondern ein "Anlassen" und damit ein Weicherwerden nach sich ziehen *grübel*
Meine Überlegung ging eher in die Richtung, dass ich die Härtung des Bohrers etwas in Mitleidenschaft gezogen habe...
Ich hab auch mal probiert, was passiert, wenn ich mal das bereits vorhandene Loch ein bisschen "ausleier". Also bei eher geriner Drehzahl Bohrer ins vorhandene Loch und mal langsam und vorsichtig schief gestellt. Das hat Späne abgetragen... wie aus dem Bilderbuch! Also ich glaub nicht, dass das Werkstück nun gehärtet ist.
Ich hatte mir auch schon gedacht, ich geb den "friedlichen" Weg auf und hau mich mit Gewalt durch. Aber wie gesagt... bei der Mitte der zweiten Loches wurde dann einfach KEIN Span mehr abgetragen.
Die Grate an der Bohrerspitze sind zwar noch scharf, jedoch habe ich den Eindruck, dass sie im 90° Winkel stehen. Ist jetzt bisschen schwer zu beschreiben... jedenfalls so, dass die Kanten nicht mehr ins Metall "schneiden" können...
Naja... so wies aussieht hab ich diesen hier wohl verbockt. Werd dann nochmal versuchen ihn zu schleifen (mehr als kaputt kann er nicht werden).l Und beim Nächsten mal arbeite ich mit Standbohrer... da kann ich ebsser Druck aufbauen.
Die 2,30 € warn zwar nicht die Welt, aber ärgerlich ists trotzdem -.-
(der dreier Pack normal HSS Bohrer hätte übrigens 3€ gekostet... da hätt ich dann für jedes Loch nen neuen Bohrer nehmen können und wär nicht viel teurer unterwegs gewesen
)
Ps: Diamantbohrer gabs glaub ich gar nicht im Regal
Werd das nächste mal noch genauer Ausschau halten.
Gruß,
Menhir
Nachtrag:
Hab jetzt nochmal das Werkstück ausgepsannt und direkt auf eine Holzunterlage (Mit Schraubzwinge) befestigt. Konnte da noch mehr Druck ausüben. Hab das Loch nun mit möglichst großem Druck und Stufe 1 bei der Drehzahl durchbekommen. Danke nochmal für die Tips!
Also... zu den neu aufgekommenen Fragen:
Durchmesser -> 3mm
Unterlage -> richtig... keine; war im Schraubstock eingespannt
Öl -> Hatte kein spezielles Schleiföl zur Hand, hab aber mit WD-40 geschmiert
Was ich nicht ganz versteh... wenn ich bei zu hoher Drehzahl hohe Temperaturen erzeugt habe (was ich nämlich auch befürchtet hatte), dann dürfte dies keine Härtung sondern ein "Anlassen" und damit ein Weicherwerden nach sich ziehen *grübel*
Meine Überlegung ging eher in die Richtung, dass ich die Härtung des Bohrers etwas in Mitleidenschaft gezogen habe...
Ich hab auch mal probiert, was passiert, wenn ich mal das bereits vorhandene Loch ein bisschen "ausleier". Also bei eher geriner Drehzahl Bohrer ins vorhandene Loch und mal langsam und vorsichtig schief gestellt. Das hat Späne abgetragen... wie aus dem Bilderbuch! Also ich glaub nicht, dass das Werkstück nun gehärtet ist.
Ich hatte mir auch schon gedacht, ich geb den "friedlichen" Weg auf und hau mich mit Gewalt durch. Aber wie gesagt... bei der Mitte der zweiten Loches wurde dann einfach KEIN Span mehr abgetragen.
Die Grate an der Bohrerspitze sind zwar noch scharf, jedoch habe ich den Eindruck, dass sie im 90° Winkel stehen. Ist jetzt bisschen schwer zu beschreiben... jedenfalls so, dass die Kanten nicht mehr ins Metall "schneiden" können...
Naja... so wies aussieht hab ich diesen hier wohl verbockt. Werd dann nochmal versuchen ihn zu schleifen (mehr als kaputt kann er nicht werden).l Und beim Nächsten mal arbeite ich mit Standbohrer... da kann ich ebsser Druck aufbauen.
Die 2,30 € warn zwar nicht die Welt, aber ärgerlich ists trotzdem -.-
(der dreier Pack normal HSS Bohrer hätte übrigens 3€ gekostet... da hätt ich dann für jedes Loch nen neuen Bohrer nehmen können und wär nicht viel teurer unterwegs gewesen
Ps: Diamantbohrer gabs glaub ich gar nicht im Regal
Werd das nächste mal noch genauer Ausschau halten.
Gruß,
Menhir
Nachtrag:
Hab jetzt nochmal das Werkstück ausgepsannt und direkt auf eine Holzunterlage (Mit Schraubzwinge) befestigt. Konnte da noch mehr Druck ausüben. Hab das Loch nun mit möglichst großem Druck und Stufe 1 bei der Drehzahl durchbekommen. Danke nochmal für die Tips!
Zuletzt geändert von menhir am 14.03.2008, 20:25, insgesamt 1-mal geändert.
Re: Schlechter Bohrer oder falsche Handhabung?
Zum Bohren kann ich dir eine Formel anbieten.
VC=d*Pi*n
Drehzahl erwünscht => n=VC/Pi*d
Beispiel Bohren in Stahl St 52
Bohrer 10 mm
Schnittgeschnidigkeit 20 m/min
n=20000mm/min geteilt durch 10 mm*3,14 =>636 1/min
für einen 20er Bohrer etwa 600 1/min durch 2 teilen => etwa 300 1/min
für Edelstahl 10 m/min => 10 mm Bohrer mit etwa 300 1/min
20 mm Boher mit etwa 150 1/min
Bohrer schön scharf, bei Edelstahl mit Öl bohren, wenn Bohrer anfängt zu knistern, sofort nachschleifen und immer mit Druck bohren. Wenn Bohrer fast durch, Druck vermindern, kann sich sonst verhacken.
Selber verwende ich für fast alle Bohrungen fast nur normale HSS-Boher.
Je besser der Bohrer, um so besser Teile festspannen, dafür bohren die den wie in Butter( brechen sonst leicht ab).
Größere Bohrungen klein Vorbohren zB. 20 mm mit 3,5 mm vorbohren.
Gruß
Pfeilflug
VC=d*Pi*n
Drehzahl erwünscht => n=VC/Pi*d
Beispiel Bohren in Stahl St 52
Bohrer 10 mm
Schnittgeschnidigkeit 20 m/min
n=20000mm/min geteilt durch 10 mm*3,14 =>636 1/min
für einen 20er Bohrer etwa 600 1/min durch 2 teilen => etwa 300 1/min
für Edelstahl 10 m/min => 10 mm Bohrer mit etwa 300 1/min
20 mm Boher mit etwa 150 1/min
Bohrer schön scharf, bei Edelstahl mit Öl bohren, wenn Bohrer anfängt zu knistern, sofort nachschleifen und immer mit Druck bohren. Wenn Bohrer fast durch, Druck vermindern, kann sich sonst verhacken.
Selber verwende ich für fast alle Bohrungen fast nur normale HSS-Boher.
Je besser der Bohrer, um so besser Teile festspannen, dafür bohren die den wie in Butter( brechen sonst leicht ab).
Größere Bohrungen klein Vorbohren zB. 20 mm mit 3,5 mm vorbohren.
Gruß
Pfeilflug
Re: Schlechter Bohrer oder falsche Handhabung?
Richtig gehärtet meinte ich nicht.
Das mit dem verhärten des Metalls hat mir jedenfalls der Meister aus unserer Metallabteilung so erklärt und eingentlich hat der Mann wirklich Ahnung.
Ich kann Dir leider nicht fachmännisch erklären was da genau passiert.
Mehr Druck und weniger Drehung sollte aber auf alle Fälle was bringen.
Gruß
Rado
Das mit dem verhärten des Metalls hat mir jedenfalls der Meister aus unserer Metallabteilung so erklärt und eingentlich hat der Mann wirklich Ahnung.
Ich kann Dir leider nicht fachmännisch erklären was da genau passiert.
Mehr Druck und weniger Drehung sollte aber auf alle Fälle was bringen.
Gruß
Rado
Re: Schlechter Bohrer oder falsche Handhabung?
Vielleicht ist einfach der Bohrer stumpf und nicht mehr richtig freigeschliffen (Phase hat einen
"Buckel" bzw. steht höher als die Schneiden). Aber Bohrer schleifen ist nicht ohne. Wenn man es noch nicht gemacht hat, muß man es sich wohl von jemandem zeigen lassen und erstmal `ne Weile üben.
lg, jerryhill
"Buckel" bzw. steht höher als die Schneiden). Aber Bohrer schleifen ist nicht ohne. Wenn man es noch nicht gemacht hat, muß man es sich wohl von jemandem zeigen lassen und erstmal `ne Weile üben.
lg, jerryhill
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- kra
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Re: Schlechter Bohrer oder falsche Handhabung?
Sag mal, mit was hast du die Bohrung denn gekühlt/geschmiert?? Sonst ist (fast) jeder Bohrer schnell stumpf.
“Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.”
– George Bernard Shaw
– George Bernard Shaw
Re: Schlechter Bohrer oder falsche Handhabung?
Hab noch nie gehört, dass man eine Bohrung aktiv kühlen kann 0o
Aber wie gesagt, ein Tröpfchen WD-40 war auch im Spiel... (aber das schmiert nur und kühlt sicher nix)
Also jedenfalls nochmal danke für die Tips. Die 2,30 € zahl ich halt als "Lehrgeld" und beim nächsten läufts hoffentlich besser.
Danke nochmal für die Tips. Ich glaub ich hab einfach wirklich zeitweise mit zu hoher Drehzahl gearbeitet und es scheint in der Tat das eingetreten zu sein was jerryhill beschrieben hat. Das ist auch das, was ich vorhin meinte mit "Schneiden stehn im 90° Winkel", dass die Phasen auf gleicher höhe wie die schneiden sind.
Probiern kann ich das Schleifen ja mal. Wie gesagt, mehr als kaputt kann der Bohrer nicht werden und fürs nächste mal muss ich mir vermutlich eh nen neuen kaufen^^
Danke nochmal für die ganzen Antworten!
Aber wie gesagt, ein Tröpfchen WD-40 war auch im Spiel... (aber das schmiert nur und kühlt sicher nix)
Also jedenfalls nochmal danke für die Tips. Die 2,30 € zahl ich halt als "Lehrgeld" und beim nächsten läufts hoffentlich besser.
Danke nochmal für die Tips. Ich glaub ich hab einfach wirklich zeitweise mit zu hoher Drehzahl gearbeitet und es scheint in der Tat das eingetreten zu sein was jerryhill beschrieben hat. Das ist auch das, was ich vorhin meinte mit "Schneiden stehn im 90° Winkel", dass die Phasen auf gleicher höhe wie die schneiden sind.
Probiern kann ich das Schleifen ja mal. Wie gesagt, mehr als kaputt kann der Bohrer nicht werden und fürs nächste mal muss ich mir vermutlich eh nen neuen kaufen^^
Danke nochmal für die ganzen Antworten!
- killerkarpfen
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Re: Schlechter Bohrer oder falsche Handhabung?
Pfeilflug hat geschrieben: Zum Bohren kann ich dir eine Formel anbieten.
VC=d*Pi*n
Drehzahl erwünscht => n=VC/Pi*d
Beispiel Bohren in Stahl St 52
Bohrer 10 mm
Schnittgeschnidigkeit 20 m/min
n=20000mm/min geteilt durch 10 mm*3,14 =>636 1/min
für einen 20er Bohrer etwa 600 1/min durch 2 teilen => etwa 300 1/min
für Edelstahl 10 m/min => 10 mm Bohrer mit etwa 300 1/min
20 mm Boher mit etwa 150 1/min
Bohrer schön scharf, bei Edelstahl mit Öl bohren, wenn Bohrer anfängt zu knistern, sofort nachschleifen und immer mit Druck bohren. Wenn Bohrer fast durch, Druck vermindern, kann sich sonst verhacken.
Selber verwende ich für fast alle Bohrungen fast nur normale HSS-Boher.
Je besser der Bohrer, um so besser Teile festspannen, dafür bohren die den wie in Butter( brechen sonst leicht ab).
Größere Bohrungen klein Vorbohren zB. 20 mm mit 3,5 mm vorbohren.
Gruß
Pfeilflug
Liest sich etwas kompliziert, ist aber so!
Je schneller dein Bohrer dreht je mehr Wärme erzeugt er, (Feuerbohrer). Ab etwa 400° wird jeder Stahl bereits weich und die Schneiden stumpfen ab, da muss der Bohrer nicht einmal blau werden.
Absolut richtig: Drehzahl runter und zwar massiv! Du brauchst nicht einmal die Formel von Pfeilflug auswendig zu lernen, es genügt sich die angegebenen Drehzahlen zu merken. Ja gar lieber viel zu langsam bohren als ein bisschen zu schnell.
Bohrer nachschleifen ist eigentlich nicht so schwierig, braucht aber etwas Übung oder ein Schleifgerät. Wenn Du niemanden kennst der das kann, kauf dir lieber neue Bohrer, Diese von einem Fachmann/frau gegen übliches Entgelt schleifen zu lassen ist zu teuer.
Kühlen ist auch wichtig. Ob WD40, Motorenoel oder sonstwas ist egal. Normalerweise verwenden wir Metaller ein gemisch aus Seife und Oel das mit Wasser verdünnt wird. Das solltest Du in jeder Metallverarbeitenden Werkstatt gegen ein Trinkgeld erhalten. (Flasche mitbringen) Industrielle Kühlmittel sind biologisch abbaubar und aus zT. pflanzlichen Rohstoffen hergestellt. Die beginnen nach einer gewissen Zeit zu faulen und stinken dann köstlichst, wirken aber immer noch. Für kleine Löcher oder gewindeschneiden hilft zur Not sogar Spucke, ja richtig Äffchenschmalz, weiss auch nicht wieso.
Noch ein kleiner Tipp nebenbei. Beim bohren grösserer Löcher in Dünnblech beginnen die Bohrer oft zu "stottern", es rattert und am Ende ensteht ein 6-eckiges Bohrloch. Besonders häufig wenn man eine Säulenbohrmaschine und einen scharfen Bohrer zur Verfügung hat. Ein starker Lappen , Stofffetzen von Jeans oder einer Überhose, wird zwischen Bohrer und vorgebohrtem Blech gelegt. Dann bohrt man durch den Lappen hindurch, so dass sich dieser um den Bohrer wickelt und mitdreht. So werden die Löcher kreisrund. Aber Vorsicht!!! kleine Lappen verwenden und darauf achten, dass sich nichts irgend wie darin verfangen kann und laaangsam drehen lassen sonst riskiert ihr, dass ihr oder sonst etwas durch die Werkstatt geschleudert wird
Eppur si muove
Re: Schlechter Bohrer oder falsche Handhabung?
Hallo
Ich würd sagen du hast garnichts falsch gemacht. Werkzeuge von CRAFTOMAT sind Baumarktqualität.
Bohrer die ich im Baumarkt gekauft habe mußte ich fast alle nachschleifen. Entweder war die Querschneide zu groß oder die waren nicht genügend Hinterschliffen.
Eine normale Bohrmaschine schaft für einen 3mm Bohrer gar nicht die Drehzahl
um den Bohrer nachhaltig zu schädigen. Vorausgesetzt die Schneide des Bohrers passt.
Ich arbeite auf einer CNC Fräsmaschine und wir fahren normale HSS Bohrer mit einer Drehzahl bis zu 6000 U/min bei 3mm Durchmesser. Natürlich wird da der Bohrer ausreichend gekühlt.
Grüße
Robert
Ich würd sagen du hast garnichts falsch gemacht. Werkzeuge von CRAFTOMAT sind Baumarktqualität.
Bohrer die ich im Baumarkt gekauft habe mußte ich fast alle nachschleifen. Entweder war die Querschneide zu groß oder die waren nicht genügend Hinterschliffen.
Eine normale Bohrmaschine schaft für einen 3mm Bohrer gar nicht die Drehzahl
um den Bohrer nachhaltig zu schädigen. Vorausgesetzt die Schneide des Bohrers passt.
Ich arbeite auf einer CNC Fräsmaschine und wir fahren normale HSS Bohrer mit einer Drehzahl bis zu 6000 U/min bei 3mm Durchmesser. Natürlich wird da der Bohrer ausreichend gekühlt.
Grüße
Robert
Re: Schlechter Bohrer oder falsche Handhabung?
mein senf:
dünnblech (1-3mm) ist ein unangenehmer werkstoff beim bohren, hat mir schon einige bohrer abgerissen bzw stumpf gemacht.
bohrer bis ca 4mm kauf ich im 10er pack da sich das nachschleifen nicht auszahlt (ich kann bohrer schleifen)
3mm verträgt einiges an geschwindigkeit.
versuch die restlichen löcher mit 1,5mm vorzubohren - mit etwas glück schaffts dann dein kaputter bohrer dann noch.
und: üben, üben, üben ;-)
grüsse
walta
---------------------
der keins signatur hat ;-)
dünnblech (1-3mm) ist ein unangenehmer werkstoff beim bohren, hat mir schon einige bohrer abgerissen bzw stumpf gemacht.
bohrer bis ca 4mm kauf ich im 10er pack da sich das nachschleifen nicht auszahlt (ich kann bohrer schleifen)
3mm verträgt einiges an geschwindigkeit.
versuch die restlichen löcher mit 1,5mm vorzubohren - mit etwas glück schaffts dann dein kaputter bohrer dann noch.
und: üben, üben, üben ;-)
grüsse
walta
---------------------
der keins signatur hat ;-)
Re: Schlechter Bohrer oder falsche Handhabung?
Also nochmal danke für die weiteren Tips. Dass die Drehzahl runter soll ist allerdings mittlerweilen angekommen und ich habs akzeptiert 
Sache hat sich schon erledigt. Dieser Bohrer wird noch für Schleifübungen missbraucht (weil ja eh scho wurscht) und dann kauf ich mif ggf beim nächsten mal nen neuen. (Und dann wohl kein CRAFTOMAT mehr... danke für den Tip, hatte keine Vergleichsmöglichkeiten!)
Gruß,
Menhir
Sache hat sich schon erledigt. Dieser Bohrer wird noch für Schleifübungen missbraucht (weil ja eh scho wurscht) und dann kauf ich mif ggf beim nächsten mal nen neuen. (Und dann wohl kein CRAFTOMAT mehr... danke für den Tip, hatte keine Vergleichsmöglichkeiten!)
Gruß,
Menhir
Zuletzt geändert von menhir am 16.03.2008, 14:53, insgesamt 1-mal geändert.