Carbonspine gleich Holzspine?

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Hunnenbogen
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Carbonspine gleich Holzspine?

Beitrag von Hunnenbogen »

Ist bestimmt doof die Frage...  :-\
Gesetzt den Fall ich habe einen Carbonpfeil mit dem Spine X, den ich auf einem Spinetester rausgefunden habe. Ist dann der Wert, den ich für den Carbonpfeil herausgefunden habe, gleich zu setzen mit dem Wert, den ich für einen Holzpfeil bräuchte?

Ist eigentlich eine theoretische Frage, weil ich gar keinen Spinetester habe, und mit meinen Carbons auf dem Recurve ganz zufrieden bin.

Aber es interessiert mich trotzdem.  :D
Real bows are made of wood.
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mbf
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Re: Carbonspine gleich Holzspine?

Beitrag von mbf »

Größenordnungsmäßig, ja. Du musst aber berücksichtigen, dass leichtere Pfeile stärker beschleunigt werden als schwerere, was ein anderes Verhalten beim Abschuss mit sich bringt.

Ist aber grundsätzlich nicht doof, die Frage, so was hat man auch als "FITAnese", wenn man z. B. von Carbonstricknadeln im Freien auf zöllig Rohr in der Halle umstellt. Nur - da beide Konfigurationen meist grundverschieden gewählt werden, schießt man sich letztendlich doch die optimalen Pfeile getrennt aus.

Aber Du hast dann zumindest einen Startpunkt, wenn Du bereits einen gut fliegenden Satz Pfeile hast.
Der Pfeil fliegt hoch, der Pfeil fliegt weit.
Warum nicht - er hat ja Zeit!
-- Modifiziert nach einer Vorlage von Heinz Erhardt
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Ravenheart
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Re: Carbonspine gleich Holzspine?

Beitrag von Ravenheart »

Also man muss ja zwischen gemessenem Spinewert und faktischem Spine (= Flugverhalten) unterscheiden!

Selbst wenn Länge, Gesamtgewicht, Spitzengewicht und Befiederung gleich wären, können unterschiedliche Materialien sich auch bei gleichem Spinewert völlig anders verhalten! (Schwingung, Ausrichtung...)

Der Spinewert des Schaftes dient NUR dazu, identische Pfeile (innerhalb einer Materialart) zu bauen. Der Rest ist Austesten!

Rabe
Pfirsichbaum

Re: Carbonspine gleich Holzspine?

Beitrag von Pfirsichbaum »

Nachdem ich 2x damit reingefallen bin, den Herstellerangaben zu trauen, welcher Spine für meinen Bogentyp passt,.....
Ich habe mir die Tabelle für die Spinewerte hergenommen, wiewiel Durchbiegung welchen Spine entspricht und dann einfach meine Carbonschäfte  (Spine für 28" angegeben) auf meinen 26"-(Holz)-Spinetester ausgemessen.
Die Ergebnisse sind niederschmetternd. Herstellerangaben sich - wenn man gerade mal nicht Compound schießt - alles andere als brauchbar. Viele Bogenfaktoren bleiben dabei oft unberücksichtigt (und gehen immer von Glasbögen aus). So auch der wichtigste Punkt für Spine überhaupt. Habe ich ein Schussfenster und wie tief ist dieses eingeschintten (Center-Shot)?

Hier meine Messergebnisse aus grobe Näherung, damit ihr nicht auch euer Geld in Carbonpfeilen versekt:

Auflageabstand für Messung
26"      28" Angabe Vergleichswert auf 26" gemessen
Holz      Carbon
32#      1000
43#      780
50#      690
56#      600
62#      520
66#      500
80#      400

Aber bitte beachten: Ein z.B. Redline 690 wiegt mit Spitze und befiedert gerade mal 16,5g. Bitte selbst entscheiden, ob ihr das eurem Bogen zumutet!

Und dann erst probeschießen und ggf. mit Spitzengewichten tunen.
Eine stufe härter geht bei mir auch (LB mit typischen Schußfester ohne Mittenschitt), aber wenn die Carbonschäft zu steif werden, dann stellt ihr es einerseits am Trefferbild fest und andererseits nach ca. 30 Schuss an den fransigen Federn, die am Bogen entlangschrammen.
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