Ich würde den Stamm erstmal in Ruhe zu ende trocknen. Und dann fange ich an daraus einen Bogen zu bauen. Stämme die sich so verdrehen stecken oft voller Überraschungen. Es kann sein, dass sich der Stamm wieder gerade biegt, wenn du das überschüssige Holz entfernst, es kann aber auch sein, dass sich auch noch die andere, noch gerade Hälfte von Stamm biegt und dreht. Mit dem Dämpfen würde ich entsprechend noch warten, bis ich sicher sein kann wo ich wie viel drehen muss. Auch die von Christopher angegebenen 6 cm halte ich für unsinnig! Bevor ich den Stamm mit Dampf drehe, würde ich den Bogen auf 5 mm über Endmaß herausarbeiten. Das mit der weniger Masse stimmt schon, doch 6 cm ist zu viel.
Ich selber habe es nicht so mit dem Dämpfen, daher die Frage: Willst Du ein Gesellenstück im Tillern daraus machen? Dann lass ihn wie er ist.

Mit Geduld und Fingerspitzengefühl kannst du durch geschicktes Anzeichen (diagonal durch den Stamm) und herausarbeiten auch so noch einen Bogen daraus machen, der sich im Vollauszug gerade gedreht hat, und fast so gut funzt wie eine Bogen aus einem geraden Stamm. Nur viel weiter als bis jetzt soll er sich dafür nicht drehen.
Das "seltsame Ende" ist nicht weiter tragisch. Wahrscheinlich kannst du es durch kürzen von wenigen cm entfernen, doch das ist wohl nicht nötig. Ich denke, das dein Wurfarmende im Bild ganz rechts sein wird, und dadurch der "***" zur hälfte so wie so weg fällt.
PS Lager ihn so, das die Schwerkraft nicht einen deflex fördert.