Bogenschiessen mit Kreuzdominanz nach 9 Jahren erst erkannt

Bogenschiessen in der Praxis, mediterran, Daumentechnik u.a.
Finvara
Newbie
Newbie
Beiträge: 29
Registriert: 20.12.2015, 19:04
Hat Dank erhalten: 3 Mal

Re: Bogenschiessen mit Kreuzdominanz nach 9 Jahren erst erkannt

Beitrag von Finvara »

Sieht wirklich etwas verdreht aus . Aber aus der Ferne und nur anhand eines Fotos kann man das so schlecht beurteilen.
Kurzfassung :
Leg den Bogen mal in der Wohnung mit den Wurfarmen auf zwei Stuhllehnen, klemm je einen Pfeil unter die Sehne und dann schau mal aus einiger Entfernung ob diese Pfeile beide in der Wagerechten deckungsgleich sind. Wenn ja : alles OK , wenn nein, Bogen zurück !
Den mittigen verlauf der Sehne kannst du nur mit hilfe einer aufgezeichneten Mitte auf den Bogenarmen überprüfen. ( Jeweils kapp über und unter dem Griff, ( dort wo die Wurfarme beginnen zu arbeiten) auf etwas aufgeklebten Malerkrepp die Mittellinie der Sehne aufzeichnen ( besser zwei Striche durch deren Mitte die Sehne verlaufen muß), den Bogen senkrecht irgendwo befestigen und aus etwa zwei Metern Entfernung über die Sehne peilen . Verläuft die Sehne oben und unten durch die Mitte des Bogens ist erst mal alles OK. ( Natürlich vorrausgesetzt die Sehne sitzt korrekt in den Nocken und läuft pefekt aus den Recurves, ( Schußfenster beachten !!! )
( Ausführliche Anleitungen zu diesen Dingen findest du im Internet zum Thema "Olympischen recurve Bogen tunen". )
Benutzeravatar
Benedikt
Forenlegende
Forenlegende
Beiträge: 2997
Registriert: 01.09.2013, 12:41
Hat Dank erhalten: 30 Mal

Re: Bogenschiessen mit Kreuzdominanz nach 9 Jahren erst erkannt

Beitrag von Benedikt »

Verändert sich irgendwas in der Seitstellung/Verdrehung zum Besseren oder schlechteren hin, wenn der Bogen ausgezogen wird?


Ist der neu? Technically gibts auch bei Glasbögen Tips und Tricks, sowas zu richten, aber die Liebesmühe würd ich mir bei nem Neukauf garnicht machen, freundlich um Umtausch bitten und gut is.

Achso, Standhöhe immer Herstellerangaben konsultieren, hier zwischen 8 und 8,5", wenn ich das richtig sehe.
Either all days are holy or none are. (Terry Pratchett)
Kartunga
Newbie
Newbie
Beiträge: 6
Registriert: 11.08.2025, 20:01

Re: Bogenschiessen mit Kreuzdominanz nach 9 Jahren erst erkannt

Beitrag von Kartunga »

Habe den Bogen umtauschen lassen, ist mir für den Preis doch zu heikel da an einem neuen Bogen iwas zurechtzubringen. :-)

Hab ihn n paar Mal geschossen , wunderschönes Teil, aber mit einem Auge zu ist schon arg gewöhnungsbedürftig, und meine Brille ist halt absolut im Weg für den Nockpunkt am Mundwinkel bspw.
GunDog
Sr. Member
Sr. Member
Beiträge: 406
Registriert: 23.03.2007, 13:44
Hat gedankt: 1 Mal

Re: Bogenschiessen mit Kreuzdominanz nach 9 Jahren erst erkannt

Beitrag von GunDog »

Bin RH mit Links Auge dominant. Habe nach 2 Jahren gewechselt. Mit vielen Anfängerfehlen wie gehabt. Dann wurde es nach einem Jahr deutlich besser (das Schießen) wie mit rechts. Hintergrund ist aber auch der Unterschied in den Augen. Links sehe ich halt deutlich besser als mit rechts. Ich kann ohne Zwinkern etc. auch den Fokus vom Auge wechseln. Ich kann also beidseitig schießen, links halt besser wegen dem Auge. Ich habe mir auch eine Doppelseitigen Bögen gebaut, Langbogen,Glas.
Grünspecht
Newbie
Newbie
Beiträge: 20
Registriert: 17.11.2023, 12:21
Hat gedankt: 3 Mal
Hat Dank erhalten: 1 Mal

Re: Bogenschiessen mit Kreuzdominanz nach 9 Jahren erst erkannt

Beitrag von Grünspecht »

Moin Malte

ich bin auch kreuzdominant, wie du Rechtshänder mit dominantem linken Auge.
Bei mir klappte es allerdings gar nicht das linke Auge durch blinzeln oder ähnliches dauerhaft auszutricksen.
Bei einzelnen Schüssen ja, aber wenn ich mehrere Schüsse auf ein Ziel abgegeben habe und dabei in Fluss kam, veränderte sich automatisch meine Haltung zum Bogen und das Trefferbild wurde schlechter. Sich bei jedem Schuss zu zwingen zu blinzeln oder ein Auge zu schließen, hat mir allerdings die Lockerheit und damit den Spaß geraubt.
Aktuell schieße ich nach Auge, wie ein Linkshänder, was sich erst falsch anfühlte ,geht nach einigen Schüssen aber ganz gut, nur das Zuggewicht, das mein rechter Arm noch entspannt fand, quittiert mein linker mit Muskelkater.
Ich versuche es jetzt mit einem schwächeren Bogen, den ich aber noch nicht fertig habe.
Wenn ich den oft genug ausgezogen haben wird der Arm hoffentlich für mehr trainiert sein.

Viele Grüße Stefan
Anasazi
Hero Member
Hero Member
Beiträge: 688
Registriert: 17.12.2003, 14:10
Hat gedankt: 2 Mal
Hat Dank erhalten: 26 Mal

Re: Bogenschiessen mit Kreuzdominanz nach 9 Jahren erst erkannt

Beitrag von Anasazi »

Nur so als Anmerkung: Wenn man deutlich kreuzdominant ist, dann kann man sich das richtige Treffen auch antrainieren mit beiden Augen offen... (auch ein linksdominater Baketballer trifft, wenn er mit Rechts wirft.)
Das Blinzeln habe ich für mich entdeckt - ich habe zwei "gleiche" Augen und dadurch wechselt je nach Tagesform, Sonnenstrahleinflüssen, möglichen Pollen und Staubbelastungen mein dominantes Auge (und wenn es das "falsche ist", merke ich das dann immer erst, wenn die Schüsse auf 10-20m immer deutlich 20-40cm links liegen). Das Blinzeln oder auch kurz mal zukneifen des Auges hilft, die Dominanz wieder auf das rechte Auge zu switchen....
Benutzeravatar
Alwin.K
Sr. Member
Sr. Member
Beiträge: 373
Registriert: 27.10.2023, 11:44
Hat gedankt: 92 Mal
Hat Dank erhalten: 31 Mal

Re: Bogenschiessen mit Kreuzdominanz nach 9 Jahren erst erkannt

Beitrag von Alwin.K »

Hallo Kartunga, hallo in die Runde,

aaaalsooo:
Wenn Du ein Mensch bist, der auch im Alltag vieles durchaus mit Links machen kann (hämmern, Ballspiele, Schneeball werfen und und und...) dann empfehle ich - und das wäre meine Option - wechsele von Rechtshand- auf Linkshandschütze. Sicher erst einmal absolut ungewohnt; und nach neun Jahren sicher auch sehr schwer, angeeignete Automatismen zu durchbrechen; aber ein Versuch wäre es wert. Wobei ich mit "ein Versuch" nicht wirklich nur einen Versuch meine, grins :D
Intuitiv schießen wollen - und das schließt sowohl das Schießen als auch das Treffen ein - heißt ja nicht, daß man auch ohne Zielvorrichtungen nicht besser werden möchte. Oder getreu der alten SED-DDR-Losung: "Das Erreichte ist nicht das Erreichbare" (nur daß das damals auf uns eher wie Hohn wirkte, aber an sich ist da schon was dran)

Bei der NVA hatten wir einen Aufklärer-Ausbilder, der uns schulte, wie man bei nicht vorhandenen technischen Möglichkeiten (optische Geräte, Entfernungsmesser, Kompass etc) dennoch relativ verlässlich Himmelsrichtungen, Koordinaten und/oder Entfernungen ermitteln kann. Ein Kamerad meinte, sinngemäß: "Da brauche ich mir nicht viel Mühe geben, diese Methode ist eh ungenau" Der Ausbilder meinte: "Halt! Eben weil diese Methoden ungenau sind ist es gerade wichtig, so genau wie möglich zu arbeiten, um die Fehler so gering wie möglich zu halten!"

Fazit: Ich würde es mit der Option Bogenarmwechsel versuchen
„Es schadet nichts, wenn einen von Euch sein Kummer bedrängt, daß er sich einen Bogen umhängt und damit seinen Kummer vertreibt.“ (islamische Weisheit)

„Wer aufhört besser werden zu wollen, hört auf gut zu sein.“
(# Reflexbogen / Reiterbogen)
Benutzeravatar
Alwin.K
Sr. Member
Sr. Member
Beiträge: 373
Registriert: 27.10.2023, 11:44
Hat gedankt: 92 Mal
Hat Dank erhalten: 31 Mal

Re: Bogenschiessen mit Kreuzdominanz nach 9 Jahren erst erkannt

Beitrag von Alwin.K »

kra hat geschrieben: 13.08.2025, 12:03 Da du jetzt 2 Rechtshandbogen hast (....) Alternativ kannst du es mal versuchsweise mit einem Linkshandbogen und Zughand links zu versuchen.
Wenn die zwei Rechtshandbögen nur durch ein Schussfenster als Rechtshandbogen definiert sind, dann kann man ja trotzdem mal links probieren; man muss dann halt erstmal auf das Schussfenster verzichten. Das ist m.E. das geringste Problem, um es wenigstens erst einmal zu versuchen.
Ist der Bogen aufwendiger als Rechtshandbogen gebaut - zum Beispiel mit einem ergonomischen Pistolengriff für die Bogenhand - dann geht es freilich nicht
„Es schadet nichts, wenn einen von Euch sein Kummer bedrängt, daß er sich einen Bogen umhängt und damit seinen Kummer vertreibt.“ (islamische Weisheit)

„Wer aufhört besser werden zu wollen, hört auf gut zu sein.“
(# Reflexbogen / Reiterbogen)
Benutzeravatar
Alwin.K
Sr. Member
Sr. Member
Beiträge: 373
Registriert: 27.10.2023, 11:44
Hat gedankt: 92 Mal
Hat Dank erhalten: 31 Mal

Re: Bogenschiessen mit Kreuzdominanz nach 9 Jahren erst erkannt

Beitrag von Alwin.K »

Kartunga hat geschrieben: 19.08.2025, 17:11 Habe den Bogen umtauschen lassen, ist mir für den Preis doch zu heikel da an einem neuen Bogen iwas zurechtzubringen. :-)

Hab ihn n paar Mal geschossen , wunderschönes Teil, aber mit einem Auge zu ist schon arg gewöhnungsbedürftig, und meine Brille ist halt absolut im Weg für den Nockpunkt am Mundwinkel bspw.
In einigen diversen Bogensportlektüren bin ich beim Thema Brillenträger-Bogenschießen auf den Rat gestoßen, sich eine Sportbrille anfertigen zu lassen, welche am Kopf anliegt.
Verstehen kann ich das Problem: Ich brauche meine Brille zu 60-70% im Alltag, aber noch nicht zum Autofahren und auch nicht beim Bogenschießen. ABER wenn ich sie mal vergesse, abzusetzen, DANN stört die Brille mich gewaltig. Dann kommt die sofort runter. Wie lange ich das noch so machen kann, weiß ich natürlich nicht
„Es schadet nichts, wenn einen von Euch sein Kummer bedrängt, daß er sich einen Bogen umhängt und damit seinen Kummer vertreibt.“ (islamische Weisheit)

„Wer aufhört besser werden zu wollen, hört auf gut zu sein.“
(# Reflexbogen / Reiterbogen)
Antworten

Zurück zu „Technik“