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...und nochmal spinewert
Verfasst: 02.05.2007, 12:26
von toh
Hallo,
mal wieder eine Frage zum allseits beliebten Thema Spinewert:
macht es eigentlich überhaupt Sinn von den 5 Lbs. Spinewertbereichen
beim Kauf abzuweichen und genauer gespinte Schäfte zu erwerben (Voraussetzung natürlich man hat "in etwa" eine Vorstellung von
seinem genauen Spinewert)??
..oder gleicht sich das im Normalfall in diesem Bereich dann doch wieder
aus (Befiederung,...) und ist nur für echte Profis wirklich von Belang??
Danke für Info
Thomas
Re: ...und nochmal spinewert
Verfasst: 02.05.2007, 12:45
von Marty
Wenn Dein Ablass perfekt ist, der Nockpunkt richtig eingestellt ist und Du an Deiner Technik nichts mehr verbessern brauchst, kannst Du auf den 1lbs gespinte Schäfte kaufen. Das lohnt aber erst, wenn Du schon perfekt schiesst und nur noch der Spinewert eine Fehlerquelle sein könnte. Sonst brauchst Du das nicht.
Re: ...und nochmal spinewert
Verfasst: 02.05.2007, 13:41
von Matthias Herp
Hallo toh!
Ich denke dass auf 3# gespinte Pfeile ausreichend sind, hängt aber auch stark vom Bogen ab (mit/ohne Schussfenster).
Ich sehen aber auch einen anderen Vorteil darin, ich habe bei Schäften mit 45-50# schon nachgemessene 39-54# gehabt, und das finde ich dann schob etwas arg gestreut....
Ich will jetzt nicht Behaupten, dass das immer so sein muss, vielleicht war's aber auch nur ein Versehen oder Pech.
Auf 3# gespinte Schäfte werden sicher exakter dem gewünschten Spinewert entsprechen.
Liebe Grüße,
Matthias
Re: ...und nochmal spinewert
Verfasst: 02.05.2007, 15:18
von Lützenkirchen
jetzt gebe ich meinen senf auch noch dazu ab.
zwei kollegen haben gestern 8 verschiedene holz-testpfeile mit ihren langbögen ohne schussfenster fliegen lassen.
die pfeile, passend zum auszug, hatten einen bereich von 36# mit 5/16" bis 44# 11/32, dazwischen lagen auch zwei getaperte ( hinten 11/32 , vorne 5/16 ) . natürlich auch mit unterschiedlich schweren spitzen.
beide haben den 53# bogen geschossen.
beide haben den gleichen auszug.
erstaunlich war für uns drei, dass der erste schütze auf geschätzte 15m den 36# - 11/32er - pfeil zu 60% ins gelbe brachte.
der 44# - 11/32er pfeil kam nicht präzise aus dem bogen raus, schlingerte im flug und traf natürlich nicht ins gelbe.
der zweite kollege schoss den 44# - 11/32er - pfeil präzise ins gelbe.
die leichteren pfeile schlingerten und trafen das ziel nicht.
wie gesagt, mit dem selben bogen und dem selben auszug.
dies hat meine meinung bestätigt, dass es keine generelle aussage zum bogen und zum pfeil gibt.
man muss ausprobieren, welcher pfeil zu seinem bogen udn zu sich selber passt.
Re: ...und nochmal spinewert
Verfasst: 02.05.2007, 21:38
von Cavalorn
Hallo,
Bezieht sich der Spine-Wert bei online-Shops eigentlich auf 28 Zoll, oder wurden sie bereits auf 32 Zoll hochgerechnet?
Ich beziehe mich auf die Formel in diesem Link:
http://www.blackysarchery.com/tech-info/spine-wert.htm
Mein Selfbow aus Hickory hat 27 lbs bei 28 Zoll und eine Dacron-Sehne(kein Schussfenster).
Also: 27 - 7,5=19,5
Pro Zoll minus 5 lbs....... 19,5-4*5=-0,5
Ich bräuchte also Pfeile mit -0,5 Spine?

Re: ...und nochmal spinewert
Verfasst: 02.05.2007, 22:37
von comix
der angegebene spinewert bei gekauften schäften hat erst mal nur bedingt mit der länge zu tun. Er gibt die Durchbiegung des Schaftes an, der auf zwei 26 Zoll von einander entfernten Auflagepunkten liegt.
Ausgangswert für die Messung sind in der Regel immer 28'' davon ziehst du ab oder addiertst du ggf.
Re: ...und nochmal spinewert
Verfasst: 02.05.2007, 23:07
von Brucky
Cavalorn,
der Spine bezieht sich auf 28", für jeden " (Zoll) mehr oder weniger rechnest Du 5' dazu bzw. weg
In Deinem Fall heißt das:
Ich gehe mal davon aus, das Du 28" ziehst und 125grain Spitzen nimmst)
Selfbogen: - 5# bis -10#, also 27 - 7,5 = 19,5# (also 20#) ferdisch
Die Tabelle ist nätürlich nur ein Anhaltspunkt, Spine unter 20 wirst Du warscheilich kaum bekommen - soviel ich weiß fängt´s mit 20# bei 5/16 an
(solltest Du Deinen Pfeilehändler nach 0,5# abstufungen fragen, wird er Dich entweder für verrückt halten, oder Dir die Pest an den Hals wünschen

)
lass z.B. die Pfeile einen " länger und Du kannst 5# wieder dazurechnen
dann hast Du 25# da schauts dann schon besser aus mit der verfügbarkeit
"Deinen" Spinewert wirst Du sowieso nur durch ausprobieren herausfinden ich behaupte mal 20 / 25er sind ein guter Ausgangswert um auszuprobieren was für Dich passt
ich hoffe ich habe Dich nicht noch mehr verwirrt
Re: ...und nochmal spinewert
Verfasst: 03.05.2007, 08:27
von Esteban
Hallo,
ich hab das Glück, dass mein örtlicher Händler alle Pfeille mißt und den Spinwert auf das Pfund genau ausweist. Kostet nicht mehr, ist im Service enthalten.
Mir ist klar, dass ich noch genug Fehler beim Lösen mache. Dadurch kann ich aber schon mal dem Pfeil nicht die Schuld geben
Fazit: Die Pfeile so einheitlich wie möglich.
Gruß
Esteban
Re: ...und nochmal spinewert
Verfasst: 03.05.2007, 17:02
von Cavalorn
Jetzt ist Licht in die Sache gekommen.
Ein Bogen ist bald einmal gebaut, nur die passenden Pfeile finden, das kann dauern.....
Re: ...und nochmal spinewert
Verfasst: 03.05.2007, 22:31
von Sagitta
Esteban hat geschrieben:
ich hab das Glück, dass mein örtlicher Händler alle Pfeille mißt und den Spinwert auf das Pfund genau ausweist. Kostet nicht mehr, ist im Service enthalten.
hola esteban,
teile dein glück mit uns und verrate uns bitte den namen und die adresse deines örtlichen händlers.

gracias.