richtig spalten - wie gehts ?

Hölzer, Kleber, etc.
michaelis toxophilus
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richtig spalten - wie gehts ?

Beitrag von michaelis toxophilus »

Hallo leute! als ich vor einem jahr angefangen hab mit bogenbauen hat bei mir alles bestens geklappt!
gestern war ich mir 3 eschenstämme holen, von 15 - 25cm durchmesser. als ich die dinger aufspalten wollte hat das allerdings nicht wie sonst schön gefunzt sondern nur ca 70cm lang gut geklappt und dann is der riss herausgelaufen und nach höchstens 120m aus'm stamm gewesen. drehwuchs kann ich mir nicht vorstellen da alle meine eschen von der gleichen wiese waren und gleiche klimatische bedingungen hatten,sprich gleich aufgewachsen sind. ich hab aus finanziellen gründen(student) momentan immer noch nur 2 axtköpfe zur verfügung. nachdem ich mir den ersten komplett in die hirnseite getrieben hab setz ich den 2. von oben in den riss und so weiter biss der stamm komplett auf is. hat bisher bei 5 stämmen geklappt, und bei den 3 gestern eben nicht, ich weiss auch nicht was ich falsch gemacht hab. wie spaltet man richtig ? bei der suche hab ich nur die rohr-methode gefunden, die ich sobald wie möglich denn nun auch versuchen werde!

MfG

Misch
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Rado
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Beitrag von Rado »

Ich kann dir grad keine Antwort liefern,da mir das Selbe mal mit nem Eibenbillet passiert ist.Voll ärgerlich.Wollte nur mal ne kleine Sicherheitswarnung abgeben:Schlage niemals zwei gehärtete Stähle aufeinander!Das gibt Splitter die durch Klamotten und Fleisch gehen!Kein Witz!
Bin eigentlich absolut kein Sicherheitsfreak,doch mit dem heutigen Tag könnte das anders werden.
Ich hätte mich heute auf einem Auge fast geblendet,als ich im Betrieb ohne Schutzbrille einen Stahlbolzen durchgeflext habe.Einen Funken ins Auge bekommen und einen kleinen,schwarzen Punkt 1mm neben der Iris eingebrannt gekriegt.Schwein gehabt!
Trag ne Schutzbrille und polstere die Keile mit nem zusammengefalteten Lappen.
So viel zum safety-Gesülze,auf die Spalttips bin ich selbst gespannt.
Gruss
Rado
michaelis toxophilus
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Beitrag von michaelis toxophilus »

danke für den tip! funken hat's schon gegeben allerdings hat mich das bisher wenig geschert, hab wegen der motorsäge eh ne schutzbrille dabei, die hat ich beim spalten allerdings nicht auf - werds mir merken!
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Netzwanze
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Beitrag von Netzwanze »

Bedenke: Eine Schutzbrille bringt Dir nichts, wenn sich die Spitter durch die Kleidung in Deine Haut bohren. Also besser Alu- oder Hartholzkeile verwenden. Oder ein Tuch um die Stahlkeile wickeln. Schutzbrille selbstverständlich auch tragen.
"Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann was er will, sondern dass er nicht tun muss was er nicht will" (Jean-Jacques Rousseau)
Überläufer
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Beitrag von Überläufer »

Sorry dass ich dir grad keine Antwort geben kann,Michael,aber das gleiche is mir auch mit zwei Eschen passiert,ich bin total ratlos,
und hab eigentlich alles so gemacht,wie sonst auch,früher hats nähmlich immer geklappt!

Mfg,
Überläufer
Tradition bedeutet nicht die Asche auf-
zuheben,sondern die
Flamme weiterzureichen.
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Rado
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Beitrag von Rado »

@mi.to.:Es gibt ein paar interessante postings in diversen threats,zB. "Spaltmethode".Einfach "Holz spalten" in die Suchfunktion und lesen.Vieleicht meldet sich hier aber auch jemand,der den absoluten Durchbruch was das Spalten angeht weiß?
Ein Forstarbeiter oder so?
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Ravenheart
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Beitrag von Ravenheart »

Meine Spalt-Grundsätze:

1. "wie der Vogel sch(w)eißt",
also von der Spitze zur Wurzel.
2. "immer durch's Mark"
also radiale Linien.
3. "immer die Seiten wechseln"
also nach jedem Keil den Stamm um 180° drehen.

Rabe
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Nacanina
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Beitrag von Nacanina »

Bitte niemals Stahl mit Stahl treiben!
Also Stahlkeil mit Plastikhammer oder Alukeile benutzen. Auch wenn die nicht so "ziehen".
Sehr hohes Verletzungsrisiko!
Es ist sinnlos, von den G?ttern zu fordern, was man selber zu leisten vermag. Epikur
Bard
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RE: Stahl auf Stahl

Beitrag von Bard »

Was gehärteten Stahl betrifft hat Nacania völlig recht. Hier können leicht Splitter rausbrechen,die in Form und Wirkung einem Schrappnell-Geschoss nicht unähnlich sind. Also nie mitm Stahlhammer mit voller Wucht auf die Rückseite der Axt schlagen. Bei Keilen aus relativ weichem und zähem Baustahl gilt das gesagte allerdings nicht, die kriegen höchstens mit der Zeit einen "Bart" der dann wieder weggeschliffen werden muss. Im Zweifel immer auf Numer sicher gehen und was zwischenlegen!!!


MfG Bard
Wir sind nicht auf der Welt um so zu sein wie Andere uns haben wollen

Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen m?chte!

Wo ist die Rose?!?

gepriesen sei das Dreibein...
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Nacanina
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Beitrag von Nacanina »

Die Berufsgenossenschaft unterscheidet nicht zwischen weichem und hartem Stahl. Auch umwickelte Keile sind doch absoluter Quark. So ein Alukeil ist doch nicht teuer!
Es ist sinnlos, von den G?ttern zu fordern, was man selber zu leisten vermag. Epikur
WildTurkey
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Beitrag von WildTurkey »

Der Thread mit der Spaltmethode war von mir.

Ich habe es aber erst an vier Stämmen probiert (Esche, Robinie, Eibe und Hainbuche), und kann nicht sagen, ob Keile allgemein besser oder schlechter sind.
Für mich klappts ganz gut, aber der Spalt läuft halt auch immer (BIS JETZT) der Faser entlang. Ausgerissen ist mir bis jetzt noch keiner, aber Garantie gibts leider trotzdem keine! :D
Und du must ziemlich kräftig sein, wenns ein dickerer Stamm ist.
Hat jemand außer mir das inzwischen schon ausprobiert? Die Meinung von jemand, der(die) schon viele Stämme aufgespalten hat, würde mich sehr interessieren.
morganalafay
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...murphys law...

Beitrag von morganalafay »

Moin,

Spaltereien sind auch schon bei mir, wenn auch seltener, seitlich raus gelaufen. War lange bevor ich überhaupt an Bogenschießen, und noch gar nicht an Bogenbauen dachte.
Da kannste nix machen, der Stamm will Brennholz werden.
Eine wichtige Erfahrung von mir: Nimm Holzkeile, die versauen den Stamm nicht so durch "Bärte" und Kompressionen, und lass in jedem fall die Finger von Stahl auf Stahl. da fliegt immer was,---weil:
ich saß schon mit elf Jahren das erste mal deswegen in der Notaufnahme, ich mußte mir ja unbedingt aus nem Zimmermannsnagel nen Dolch kalt schmieden :bash

Schmerzliche Grüße

Tom
......der Morgenschiss kommt ganz gewiss, und wenns auch erst am Abend is....
scarpej
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Beitrag von scarpej »

ich weiss, dass ist jetzt nicht unbedingt passend und beantwortet die Frage nach der Spalterei nicht, aber ich versuche immer soweit es geht zu schneiden. Mittels einer großen Kreissäge klappt das ganz gut! Ist weniger schweisstreibend, sicherer und funktioniert.
Soweit ich weiss, gibt es keine Unterschiede zu gespaltenem Holz, oder irre ich mich da?

Alles wird geschnitten,
Daniel
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Rado
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Beitrag von Rado »

Ja,weil man Drehwuchs leider oft erst beim Spalten erkennt.Ausserdem wird dabei gleich der Faser gefolgt.Ich hab jedoch nach meiner Eibenruinieraktion auch schon überlegt lieber zu sägen und wenn er bricht weil verdreht,dann hab ich trotzdem schon mal ein bißchen geübt.Ich weiß auch nicht ob das von Holz zu Holz unterschiedlich ist,in wieweit man vom Faserverlauf abkommen darf.Ist bestimmt von Holzart zu Holzart verschieden.Ulme verträgt sowas angeblich recht gut,bei Eibe wär ich mir da nicht so sicher.Ich meine welches Holz hattest Du und funktioniert der Bogen?
scarpej
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Beitrag von scarpej »

Hauptsächlich arbeite ich mit Esche und Ulme.
Das sind jene Hölzer die für mich das beste Leistungs/Beschaffungs -verhältnis aufweisen.
Dabei war auch der eine oder andere mit Drehwuchs, was aber an deren Haltbarkeit - bisher - nichts geändert hat. Gut, das ist nicht wunderlich, da ich nur mit _einem_ Langbogen regelmäßig schiesse, der ist mir einfach der liebste, die anderen haben im Schnitt zwischen 500 - 1000 Schuss geladen. Der Langbogen aber, hat sicher schon um die 5000(wenn nicht noch mehr) Schuß am Buckel. Auch er hat Drehwuchs, wenn auch nur leicht.

Kritischer wirds dann, wenn Recurves gebogen werden. Da kanns dann schon passieren, dass wie von Zauberhand gedreht, ein Propeller am Tillerbrett hängt. :bash
Aber ich bin der Meinung, dass Bögen in konventioneller Form, relativ unbeeindruckt von Drehwuchs sind.

Alles wird verdreht - Gruß Daniel
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