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Sehne schnalzt beim Abschuß
Verfasst: 20.03.2005, 17:23
von Filzlaus
Wer kann mir helfen,bei meinem selbstgebauten Bogen,schnalzt die Sehne direkt beim Abschuß.Ist es möglich das die Lackierung Schuld hat,oder woran es sonst liegen könnte?
Verfasst: 20.03.2005, 17:42
von Archiv
Lackierst du deine Sehne?
Also ich wachse die und da schnalzt nix.
Aber definier das doch bitte mal genauer.
Ich kann mir nicht vorstellen das es am Lack liegt, schließlich sind ja viele Bögen Lackiert.
Verfasst: 20.03.2005, 17:58
von Authomas
Schlägt die Sehne auf dem Bogen auf oder woher kommt das schnalzen? ist vielleicht die Standhöhe ein bisschen niedrig?
Jo
genau...
Verfasst: 20.03.2005, 18:09
von leonadis
gib mal bitte genauere angaben durch, wohin oder wie die schnalzen soll, an den arm, an die hand, oder nur ein schnalzender klang...
cu leonadis
Sehnenschnalzen
Verfasst: 20.03.2005, 18:16
von donalfi
Ich glaube nicht, daß es an der Lackierung liegt.
Vielleicht machst du einen Technikfehler beim Auslassen der Sehne.
Hast du schon geschaut, ob die einzelnen Laminate bei den Klebestellen halten.
Verfasst: 21.03.2005, 08:47
von Ravenheart
...ich vermute, dass nicht die Sehne "schnalzt", sondern der Schaft an den Bogen schlägt! Falscher Spinewert!!
Rabe
Kann das auch was anderes sein?
Verfasst: 21.03.2005, 15:35
von Dustybaer
@ Ravenheart
bei meinen knallt es auch manchmal, aber meine Schaefte sind auf 2 lbs genau (33/34) gespined. Kann es auch am Ablass oder Nockpunkt liegen?
Verfasst: 21.03.2005, 15:57
von Steinmann
@ Dustybear
Kann auch am Ablass liegen - bei einem rollenden Ablass ( die Sehne rollt über die Fingerkuppe und kommt dadurch schräg nach vorne ) hab ich als auch einen anschlagenden Schaft. Der Nockpunkt kann dafür eigentlich nicht verantwortlich sein.
Verfasst: 21.03.2005, 16:00
von Ravenheart
wenn es nur gelegentlich auftritt, KANN es natürlich auch MAL ein "mißlungener" Ablass sein; aber wenn es eher die Regel ist, stimmt der Spinewert nicht!
Wenn Du schreibst "33/34", stellt sich mir sofort die Frage: In Beziehung zu WAS?
Beispiel:
Mein aktueller Userbild-Bogen (Osage) hat 60# auf 26". Die perfekt passenden Pfeile haben 40/45er Spine....
Du siehst, der Spinewert steht in keiner direkten Beziehung zum Zuggewicht; das Zuggewicht ist nur EIN Einflussfaktor unter vielen...
Knallen die Schäfte regelmäßig gegen den Bogen, ist der Spine falsch.
Daran ändert dann auch pfundgenaues "Ausspinen" nix...
Rabe
Verfasst: 21.03.2005, 20:01
von Schneckus
@Filzlaus:
Ich glaube nicht, dass es an Deiner Sehne liegt, vielleicht eher am Bogen.
Hatte das Problem auch mal.
Bei meinem Bogen hatten sich die Wufarme, nach einigen Schüssen, verdreht und somit war die Sehne nicht mehr in der Mitte und der Pfeil konnte den Bogen nicht mehr sauber verlassen. Der Efekt war, dass die Pfeile gegen Bogengriff "geschlagen" sind und die Sehne, durch die verdrehten Wurfarme zurückgeschnalzt ist.
OK, habs kapiert
Verfasst: 21.03.2005, 20:41
von Dustybaer
Bei Filzlaus klingt es als wäre es eher regelmäßig also: falscher Spinewert.
Bei mir eher die Ausnahme: also Ablassfehler.
So richtig?
PS: 33/34 lbs für meinen 38 lbs Holmegaard.
Verfasst: 22.03.2005, 08:42
von Mongol
Hmmm... wieviel das falsche/richtige Lösen ausmacht, habe ich bei Haebbie in Berlin gesehen: Ich mußte mir Pfeile leien, da ich zur Zeit keine heilen vor Ort habe - ergo hab ich 72-75# Pfeile auf meinem 40# Mongolen geschossen == VIEL zu steif... Aber kein Klacken, Schnalzen oder sonstwas. Die Teile gingen sauber raus (abgesehen von anderen Fehlern meinerseits)...
RE: OK, habs kapiert
Verfasst: 22.03.2005, 08:59
von Ravenheart
Original geschrieben von Dustybaer PS: 33/34 lbs für meinen 38 lbs Holmegaard.
Da bleiben die Parameter:
- 38# bei 28" oder bei Deinem Auszug?
- wie effektiv ist der Bogen? Wie schnell beschleunigt er? Ein Selfbow aus Esche verhält sich ganz anders, als einer aus Osage mit Sehnenbelag!
- Wie weit ist der Abstand Sehnenachse-seitl. Anlage?
- Wie lang sind die Pfeile?
- Wie hoch ist das Spitzengewicht?
- Klemmnocken oder nicht?
u.s.w.
Du siehst, so einfach ist es nicht!
Letztlich, da auch vmtl. niemand die Angaben konkret in erforderlichen Spine "umsetzen" kann, selbst wenn Du sie machtest, kommst Du um das Testen nicht herum! Aber:
So lange Du beim Schießen das Gefühl hast, dass es passt, ist es o.k....
Rabe
Aaaaaaalso:
Verfasst: 22.03.2005, 10:26
von Dustybaer
@ Ravenheart
Ich will zwar nicht von Filzlaus' Problem ablenken, aber meine Daten sind wie folgt:
Bogen: Hickory Selfbow, Holmegaard 42# @ 28", 38# bei meinem Auszug, Stringfollow 4", seitliche Ablenkung ca. 2cm, Standhoehe 5 1/2" ueber der Innenseite des Griffes.
Pfeile: Die Schäfte sind 5/16 Fichte, 33/34 Spine ungekürzt und die Spitzen sind Tophat 100gr 3D. Die (2 Schichten) Lackierung ist Aqua Clou Treppen und Parkettversiegelung. Die Wicklung ist Sterngarn mit Ponal blau gesichert. Bohning Nocks die leicht klemmen.
Sehne: 12 Strang Dacron mit flaemischem Spleiss ( nur leicht eingedreht) und Mittelwicklung. Kein Metallnockpunkt.
Schuetze: Blutiger Anfaenger
Und ja, sie sind ein tick zu steif (zumindest liegen die Treffer im Gesamtbild leicht links von der Mittellinie.
Von 12 Pfeilen schlagen 1 bis 2 beim Abschuss an (es sind aber nicht immer die selben, wie ich urspruenglich vermutet hatte) und desshalb meine Schlussfolgerung dass es mein Ablass sein muss.
Verfasst: 22.03.2005, 10:53
von Ravenheart
...seitliche Auslenkung 2 cm, heißt das, der Griff ist min. 4 cm breit? Scheint mir sehr viel!
100grn - Spitzen sind gut, denn da könntest Du nun mal relativ simpel 125er drauf machen, und sehen, ob sie dann besser funzen!
Ich schließe weiterhin "scharfsinnig" aus Deinen Angaben, dass Dein Auszug unter 28" liegt...
Da scheinen mir ungekürzte Schäfte ZIEMLICH lang! Und die fliegen nicht "wabbelig" (seitl. Schlängeln)?
Wenn sie allerdings so schon "etwas steif" sind, müsstest Du auf "Dein Auszug + Spitze" eingekürzt, selbst mit 125grn-Spitzen vmtl. um mindestens 5# runter gehen...
Wenn sie ansonsten sauber fliegen, also lieber so lang lassen...
Teste doch mal die Hälfte (zum direkten Vergleich) mit 125er Spitzen! Zum Lösen die alten einfach erhitzen und abdrehen...
Sind die 125er dann ZU schwer, käme zollweises Einkürzen in Betracht, bis sie passen!
Rabe