Ob diese Eibe mal schießt?

Themen zum Bogenbau
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Spanmacher
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Re: Ob diese Eibe mal schießt?

Beitrag von Spanmacher » 06.06.2020, 09:53

Uranus79 hat geschrieben:
06.06.2020, 08:14

Mir ist sehr bewußt, wie viel Hilfe und Ratschläge und Motivation ich von vielen anderen Usern bekommen habe und danke Euch dafür!
Gelernt haben alle dabei. Das ist doch auch etwas wert.
Danke dafür.
Zuletzt geändert von Spanmacher am 06.06.2020, 12:24, insgesamt 1-mal geändert.
Ein zu hohes Zuggewicht ist nichts anderes als Körperverletzung und verhindert darüber hinaus einen brauchbaren Trainingseffekt.

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Neumi
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Re: Ob diese Eibe mal schießt?

Beitrag von Neumi » 06.06.2020, 10:08

Uranus79 hat geschrieben:
06.06.2020, 08:14
... als wärest Du mit der Länge des Threads bzw. mit meinen vielen Fragen nicht so zufrieden...
Es ist doch vollkommen unwichtig, ob ich mit irgendwas unzufrieden bin.
...Versuch und Fehler bevor die Sarg-Nägel eingeschlagen werden...

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Re: Ob diese Eibe mal schießt?

Beitrag von schnabelkanne » 06.06.2020, 17:26

Servus, der Bogen ist doch gut geworden und hat sich nun eine schöne Präsentation verdient, ein echtes Charakterstück. Ich schieße am liebsten mit solchen Bögen.
Lg Thomas
The proof of the pudding is in the eating!

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Re: Ob diese Eibe mal schießt?

Beitrag von klausmann84 » 10.06.2020, 18:30

Habe auch so ne unmögliche Eibe in der Trocknung. Noch heftiger als der hier. Finde es gut, dass du schaust was sich rausholen lässt. Habe interessiert mitgelesen und hoffe auf ne schöne Präsentation!

Grüße...

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Uranus79
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Re: Ob diese Eibe mal schießt?

Beitrag von Uranus79 » 12.06.2020, 21:01

Die hätte ich auch gerne gemacht. Habe inzwischen eine Sehne gebaut und etwas Fastflight da zum probieren. Ich ging von 50# aus, habe eine 8 Strang FF Sehne gebaut (sollte ausreichen). Habe dann auf besseres Wetter gewartet für schönere Fotos. Am Dienstag habe ich das Ding mal auf den Tillerbaum gemacht zwecks Zuggewichtsmessung. Es waren sogar 59# @ 28" AMO. Ordentlich! Dafür sollte die Sehne auch noch reichen. Ich war dann abends schießen. Der Bogen schoß super und machte mir wirklich Spaß. Insgesamt 200 Schuß hatte der dann schon hinter sich.
Dann bei einem weiteren Ausziehen (noch kein release) knallte er mir um die Ohren. Der Kollege hinter mir wurde leicht von einem Teil touchiert, aber weder ihm noch mir ist etwas passiert - zum Glück!
Leider war ich dann wirklich nicht mehr so gut drauf.
Der Bogen brach an zwei Stellen, im Griff (vor der gewickelten Stelle, diese hielt) und oben gegen Ende des Wurfarms.
Als ich die Trümmer aufgesammelt habe, fiel mir auf, dass oben das äußere Ende des Tip-Overlays fehlt. Das könnte abgeflogen sein, als das Teil abriß und wegflog. Passierte mir schonmal bei einem anderen Bogen, als der an der Wand lehnte und umfiel.
Allerdings könnte das auch die Ursache gewesen sein!
Ich befürchte, ich habe es selber verbockt: ich habe die Tip-Overlays nicht oben drauf gesetzt, sondern den Rücken leicht angeschrägt, was ja geht. Nur habe ich die Kerben für die Sehne schräg zum Griff hin gefeilt, aber nicht so stark auch senkrecht zum Wurfarm (siehe Bild, der Tip und der untere Tip im Vergleich). Ich vermute die Sehne (dünnes, starkes FF) hat das äußere Ende des Tips abgesprengt und dadurch einen Leerschuß verursacht.
Bei den vielen Problemstellen (Holz eher trocken, überall Äste, Faserverlauf gegen Wurfarmende konnte seitlich nicht mehr ganz gefolgt werden, Längsrisse) gab's dann genug Gründe, wieso er platzte.
Was die Ursache nun war, ich weiß es nicht.
Aber seit Dienstag habe ich erstmal praktisch und gedanklich Pause vom Bogenbau gemacht.

Viele Grüße,
Uranus
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Crash1.jpg
Griff
Nahaufnahme.jpg
So sieht der Bogen an intakten Stellen aus
Crash2.jpg
Weiter oben
Tips.jpg
Unterer Tip (oben im Bild) und teilweise abgesprengter oberer Tip

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Re: Ob diese Eibe mal schießt?

Beitrag von Tom Tom » 12.06.2020, 21:43

Zu trocken...

Herzliches Beileid

Lg Tom Tom
Zeit ist eine durchaus relative Angelegenheit

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locksley
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Re: Ob diese Eibe mal schießt?

Beitrag von locksley » 13.06.2020, 00:06

Typischer Trockenbruch bei Eibe. Da braucht es keinen "äusserlichen Anreiz" , irgendwann, meist früher als später bricht die übertrocknete Eibe meist im Vollauszug.
Ein grosser Mann wird weder vor dem Kaiser kriechen, noch einen Wurm zertreten (Benjamin Franklin)

Wenn das Atmen schwieriger waere, haetten wir weniger Zeit um Unsinn zu reden.

Wer die Wahrheit sagt, braucht ein verdammt schnelles Pferd (Sprichwort)

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Re: Ob diese Eibe mal schießt?

Beitrag von Burgunder12 » 13.06.2020, 11:38

Mein Beileid, echt Schade.

Hast du bei der dünnen Sehne die Enden aufgefüttert, also mit zusätzlichen Strängen dicker gemacht?
Gruß Burgunder12

Der Weg ist das Ziel!
Irgendwann habe ich den Bogen raus!

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Re: Ob diese Eibe mal schießt?

Beitrag von Holzmann » 13.06.2020, 12:44

Sehr schade... mein Beileid hast du ebenfalls

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Re: Ob diese Eibe mal schießt?

Beitrag von Spanmacher » 13.06.2020, 12:50

Das tut mir ebenfalls sehr leid.

Die gute Nachricht: Es verwächst sich......
Die schlechte Nachricht: Es war wahrscheinlich nicht das letzte Mal........

;)
Ein zu hohes Zuggewicht ist nichts anderes als Körperverletzung und verhindert darüber hinaus einen brauchbaren Trainingseffekt.

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Re: Ob diese Eibe mal schießt?

Beitrag von fatz » 13.06.2020, 13:58

Hm! Schad drum. Die Nockkerbe ist definitiv ein bissl tief. Von oben und den Seiten. Haettest mal lieber klassische Hornnocken gemacht.
Haben ist besser als brauchen.

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Re: Ob diese Eibe mal schießt?

Beitrag von Neumi » 13.06.2020, 19:00

Uranus79 hat geschrieben:
12.06.2020, 21:01
Ich vermute die Sehne (dünnes, starkes FF) hat das äußere Ende des Tips abgesprengt und dadurch einen Leerschuß verursacht.
Da kann ich dich beruhigen, das war mit Sicherheit nicht die Ursache. Das Horn war in der kerbe dick genug, kein sehnengarn kann so dickes Horn zerschneiden. Außerdem war der sehnenwinkel unter 90°, also kein Druck der Sehne in Richtung des abgeplatzten overlay-stückes.
Das bruchbild sieht nach zu trockenem Holz aus. Wahrscheinlich ist der Bogen außen gebrochen und durch den leerschuß ist die Mitte geplatzt, vielleicht auch umgekehrt.
Aber du hattest auch geschrieben, dass dieses Stück Holz aus dem oberen und vertrockneten Teil des Baumes war und hast die Konsistenz des Splint offensichtlich falsch eingeschätzt, das kommt vor. Wie der Brite sagt: "shit happens". Mir sind bestimmt schon 7-8 eiben geplatzt, das kommt bei eibe halt vor.
Grüße - Neumi
...Versuch und Fehler bevor die Sarg-Nägel eingeschlagen werden...

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Re: Ob diese Eibe mal schießt?

Beitrag von Uranus79 » 13.06.2020, 20:48

Hallo,

danke für Euren Zuspruch. Aufgefüttert habe ich die Sehne an den Öhrchen nicht. Ja, Neumi hat sich richtig erinnert, aus dem Baum gabs unten ein Stück, da schnitt sich der Splint noch eher wie Hartkäse (so ähnlich beschrieb Neumi das), das war aber zu verschraubt, beim Spalten gab's da nix verwertbares mehr. Dieses Stück war von weiter oben, da fühlte sich der Splint nicht mehr so an. Bin immerhin beruhigt, dass es doch nicht am Overlay lag und vor allem dass beim Platzen niemandem etwas passiert ist. Mir ist das erste mal ein Bogen direkt beim Schießen geplatzt und das mit immerhin 59# und Eibe (und das ohne Helm :D )

Viele Grüße,
Uranus

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Wolfric
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Re: Ob diese Eibe mal schießt?

Beitrag von Wolfric » 01.07.2020, 12:05

Schade um den Bogen. Mein Mitleid hast Du. Und Gott sei Dank wurde niemand verletzt ;-)

Das Thema bringt mich aber zu einer Fragestellung:
Kann man vermeiden, dass Eibe so austrocknet? Bzw. kann man das "zu trocken" beheben? Danke.
"Geh gleich zum Schmied und ned zum Schmiedl!"

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