Hickory, der erste Versuch

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apaloosa
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Re: Hickory, der erste Versuch

Beitrag von apaloosa » 29.01.2019, 19:07

Hallo zusammen,
ich glaube, ich entscheide mich für die Variante liegende Ringe und entferne die ersten beiden Lagen (wie von Tom Tom eingezeichnet).
Nur dazu noch eine Frage:
Die Ringe laufen nicht gleichmäßig über das Holz (siehe Bild ganz oben "Stirnseite 1 nass" und "Stirnseite 2 nass"), sie sind etwa 40-45 "verschoben/gedreht". Vom Gefühl her passiert das erst etwa im letzten Drittel links (siehe Bild "rechts braune Stellen sollen weg?" vorletztes Bild ganz oben) Ist das beim Ausarbeiten des Bogens egal? Wären stehende Ringe dann doch besser?

Vielen Dank und Gruß
Harald

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schnabelkanne
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Re: Hickory, der erste Versuch

Beitrag von schnabelkanne » 29.01.2019, 19:15

Servus, schräg oder genau vertikal stehend ist nicht so wichtig, war zumindest bei meinen Hickory Bögen so.
Lg Thomas
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Squid
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Re: Hickory, der erste Versuch

Beitrag von Squid » 30.01.2019, 13:32

Zieh- oder Zugmesser is bei Hick gelegentlich schwierig. Stimmt.
Aber zum Feinabstimmen - vulgo tillern - gehts ja ohne Ziehklinge gar nich...
Es ist mir egal ob schon mal jemand sowas gebaut hat.
Ich will ja nicht unken, aber in der überwiegenden Zahl der Fälle geht das schief.

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Neumi
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Re: Hickory, der erste Versuch

Beitrag von Neumi » 30.01.2019, 16:13

apaloosa hat geschrieben:
29.01.2019, 19:07
Ist das beim Ausarbeiten des Bogens egal?
Tach, erst mal das Zeug runter ziehen, dann neu anschauen. Dann siehst Du mit neuer Perspektive und must Dir jetzt noch keinen Kopf machen.
Grüße - Neumi
...Versuch und Fehler bevor die Sarg-Nägel eingeschlagen werden...

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apaloosa
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Re: Hickory, der erste Versuch

Beitrag von apaloosa » 14.03.2019, 20:18

Hallo,
bei mir dauert das immer etwas länger bis ich weiter baue, brauche dazu Muse.
Leider kann ich mom. keine besseren Bilder machen, verzeiht.

Der Stave ist grob zugeschnitten (liegende Ringe), die ganz dünnen Ringe sind runter.
Wie so einigermaßen zu sehen ist, dreht sich der eine Wurfarm, ca. 25-30 cm vor den Tips, um etwa 45 Grad weg.
Da man ja bei Hick nicht unbedingt auf die Faser achten braucht, kann ich den runterraspeln so dass er mit dem Bauch parallel liegt?
Hick2.jpg
Hick1.jpg

VG
Harald

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Re: Hickory, der erste Versuch

Beitrag von Kemoauc » 15.03.2019, 00:15

Nee, würde ich persönlich tunlichst vermeiden. Das ist sowieso der Bereich,in dem er sich beim seitlichen Zuschnitt stark verschmälert,dann sieht das auch nicht mehr so dramatisch aus.Ich bin sicher,dir fällt ,wenn Du soweit bist, etwas Besseres ein.... vllt. etwas "ovaliges", leicht rundliches geht ja mit Hick ohne weiteres.Und dann tatsächlich den Jahrring vollständig und unbeschädigt am Rücken zu haben , steigert den Stolz auf*s eigene Werk sicherlich sehr.
Grüßle,
Kemoauc
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Re: Hickory, der erste Versuch

Beitrag von Kemoauc » 15.03.2019, 00:17

Ich persönlich würde das eher über den Bauch anpassen. ;-)
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Re: Hickory, der erste Versuch

Beitrag von schnabelkanne » 15.03.2019, 10:55

Servus, also ich bin ja eher der etwas grobere Typ ich würde es wie du sagst einfach runterraspeln.
Eine andere Möglichkeit wäre mit Dampf oder Hitze auf den letzten 25 cm zu korrigieren, geht bei Hickory gut.
lg Thomas
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Re: Hickory, der erste Versuch

Beitrag von Ravenheart » 18.03.2019, 09:31

Auch Hickory ist nicht VÖLLIG tolerant gegenüber Faser-Durchtrennungen, lediglich TOLERANTER als andere Hölzer.

Ich würde daher einen Kompromiss machen:
Ich würde an der höheren Seite erst mal den Rücken begradigen, aber nur bis zur HALBEN Breite des Wurfarms, so dass auf der anderen Hälfte die Fasern noch bis zum Ende durchlaufen. Das sollte gegen Abheben der Späne ausreichend schützen.
Den noch erforderlichen Rest der Begradigung würde ich dann am Bauch vornehmen.

Mit Hitze richten geht ebenfalls.

Rabe

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Re: Hickory, der erste Versuch

Beitrag von apaloosa » 18.03.2019, 10:17

Danke an alle, das hilft mir weiter. Versuchen werde ich die Hitze Variante nachdem die Dicke grob zugerichtet ist um noch genügend "Futter" für Korrekturen zu haben.

BG
Harald

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Re: Hickory, der erste Versuch

Beitrag von apaloosa » 18.03.2019, 19:16

und weiter gehts, hatte wieder Muse :D
Habe die Wurfarme runter gearbeitet,
Fadeout Dicke 18 mm, Breite 34 mm
nach ca. 40 cm Dicke 15 mm, Breite 24 mm
danach bis Ende 33 cm auf Dicke veringert 15 mm, Breite 20 mm

Frage:
1. Kann/soll ich die Wurfarme jetzt schon in die gewünschte Richtung biegen?
2. wann soll ich die Enden flippen, nachdem der Tiller OK ist oder gleich nach dem Richten?

VG
Harald

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Re: Hickory, der erste Versuch

Beitrag von Kemoauc » 18.03.2019, 22:18

Hi,Harald,
Aalso, ich bin der Meinung, flippen jetzt schon, dann kannst Du's gut ins Tillern miteinbeziehen und hast gute Kontrolle über Alles.Ebenso wie alles an seitlicher Biegerei. Im Nachhinein ists halt m.E. halt immer etwas Gewurkse, da man dann nur noch wenig Freiheitsgrade hat. ;)
@Rabe: danke für die folgerichtige Vervollständigung meiner spätnächtlichen, unvollkommenen Sprachelaborate, so waren auch meine Gedanken ... :D
Guts Nächtle,
Kemoauc
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Re: Hickory, der erste Versuch

Beitrag von Becknbauer » 19.03.2019, 05:36

Ich mache es auch immer wie Kemoauc.
Gruß Wolfgang/Beck ' n ' Bauer

Nein, ich bin weder FC Bayern noch Fußball Fan.

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