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Spinewert ELB
Verfasst: 31.05.2006, 07:40
von straight
Hallo,
hat jemand Info´s, Tabellen oder ähnliches zur Bestimmung/Errechnung des Spinewertes bei englischen Langbogen(45lbs@28")?
Gruß
straight
Verfasst: 31.05.2006, 08:47
von comix
denke, für einen ELB gilt das selbe wie für jeden anderen Bogen auch... schau mal hier...
http://www.blackysarchery.com/tech-info/spine-wert.htm
comix
Verfasst: 31.05.2006, 10:35
von shantam
diese tabellen reichen aber nur zur groben bestimmung DEINES spines auf DEINEM bogen.
danach kommt das tuning,da kommst du nicht drun rum
.klar kannst du glück haben,das es paßt.
kann aber auch sein das du ein dutzend "eierköpfe" gebaut hast.
gruss shantam
Verfasst: 31.05.2006, 12:30
von Haebbie
Shantam,
einem alten Hobby folgend, wiederspreche ich Dir wieder mal. Klar kannst du per Feintuning Dich langsam an Deine optimalen Pfeile "herantasten", doch gib es einfache Rechenmethoden, nach denen Du Deine Pfeile dimensionierst (die sind schon öfter gepostet worden).
Was Du nur sicher stellen musst, sind die genauen Daten über das Zuggewicht des Bogens, entweder bei 28 Zoll und beim tatsächlichen Auszug des Schützen. Auch den tatsächlichen Auszug müsstest Du bestimmen, ebenso das Spitzengewicht. Und dann brauchst Du noch eine möglichst gute Einschätzung der Effektivität des Bogens, die sich auch über die Pfeilgeschwnidigkeit bei einem Einheitspfeil objektivieren lässt. Dann musst Du nur noch sicher stellen, dass die Pfeilschäfte auch den angegebenen Spinewert haben. Mit ein weing Erfahrung kannst Du dann aus dem Stand Pfeile bauen, die passen - ohne viel zu tunen.
Rechenmethode
Verfasst: 31.05.2006, 12:41
von straight
Hallo haebbie,
wo finde ich diese Rechenmethoden, oder ist es das was comix schon gepostet hat.
Gruß
straight
nur zu haebbie
Verfasst: 31.05.2006, 13:53
von shantam
wenn du mir widderworte gibst,kommt meist eine fruchtbare unterhaltung heraus.
klar kann man sich da näherungs weise ran rechnen.
und ein so ein pfeil wird auch fliegen.
aber.....
effektivtät schätzen ist eine kunstdie erfahrung braucht,kann sein die habe ich noch nicht.
ich denke da gibt es halt viele variabelen die da mit reinspielen.ich zähl mal auf was mir einfällt.
bogenköcher dran oder nicht?
silencer?
wie weit auf mitte geschnitten?
der persöhnliche release?
was dein bogen und sehnenhand nach dem schuss macht?(nachhalten und so)
tatsächliche auszugslänge(in neubrunn hab ich viele gesehen die ankern und dann mit der sehenhand nach vorn oder hinten gehen bevor sie lösen)
die pfeile die man nach der formel bauen kann
werden mit federn fliegen,aber nicht unbedingt ohne federn beim rohschaft test.
ich sage NICHT das muss jetzt jeder machen,aber die getunten/abgestimmten pfeile sollten besser fliegen.
wahrschlich liegt die wahrheit in mal wieder in der mitte.
gruss shantam
Formel für Spine
Verfasst: 31.05.2006, 14:41
von Boettger
Eine (Faust-) Formel gibt es wohl. Zumindest kenne ich nur diese. Ich versuch sie hier mal in Kurzform darzustellen:
Ausgangspunkt ist das Zuggewicht Deines Bogens bei 28" Auszug
+ 5 lb für jeden Zoll Auszug mehr (bzw. -5 für jeden Zoll weniger)
+ 5 lb für Recurve
+ 5 lb für Fast-Flight Sehne statt Dacron / Naturfaser
+ 5 lb für extra schwere Spitzen (125gr)
ohne freundliche Genehmigung entnommen aus der TBB, Bd. III, S. 259-260
Ist der Bogen ohne Schußfenster, sollten 5-10 lbs weichere Schäfte genommen werden, damit sich diese besser um den Bogengriff winden können.
Wenn mich nicht alles täuscht, müssten ebenfalls 5 lb hinzugerechnet werden, wenn der Bogen mit Glas belegt ist.
Die Effektivität ist hier natürlich nur ansatzweise berücksichtigt. Und offenbar gibts noch einige andere Variabeln die eine Rolle spielen (siehe shantam). Als ersten Anhaltspunkt sollte die Faustformel aber wohl reichen.
mfG
PS: hab die Formel auf blackysarchery.com gerade erst gelesen :schaem Dort ist wohl alles wesentliche bereits gesagt. Gute Seite!
Verfasst: 31.05.2006, 17:36
von Haebbie
Also, Shantam,
aus Deiner Klakulation solltest du erst mal Schießfehler abziehen. Die sind nicht kalkulierbar und sollten eh ausgemerzt werden. Und ob jemand einen Bogenköcher schießt, ist an der Stelle, wo es erst mal grundsätlich um die Bestimmung des richtigen Spinewertes geht so ziemlich uninteressant. Ansonsten gibt es die genannten Rechenschemen.
Ich habe in meinem Beitrag die variablen genannt, die es zu ermitteln gilt. Zu den Konstanten zählet selbstverständlich die Bogenart (mit oder ohne Schußfenster und Mittenschnitt). Recurve, Glas, Sehne ... geht in dem Punkt Effektivität auf. Wenn nicht die Pfeilgwchwindigkeit mit dem Messpfeil ermittelt werden kann, muss das ein erfahrener Pfeilbauer kalkulieren.
Die gesamte Kalkulation ist kein näherungsweise heranrechen, sondern funktioniert recht genau.
Ein Heranprobieren kostet jede Menge Material. Und wenn der Pfeil nicht fliegt? Liegt es denn nun am Pfeil oder an der Schießtechnik? hast Du wirklich alles richtig gemacht?
Dass ein berechneter Pfeil mit Federn fliegt, aber nicht unbedingt ohne Federn beim Rohschafttest ist schiere Spekulation. Aber letzlich brauchst du den Rohschafttest nicht, wenn die Kalkulation stimmt.
Ein erfahrener Pfeilbauer hat mal zu mir gesagt: Der Spinewert der pfeilschäfte ist unwichtig, hauptsache Du hast genug davon. Da ist was wahres dran.
Verfasst: 31.05.2006, 17:54
von shantam
ich seh es halt anders haebbie,
ich hoffe das zumindest das klar wird.
also ich erhebe keinen anspruch aufs rechthaben.
zum thema bogenköcher.
so ein köcher wiegt was,also macht er den bogen schwerer,also ändert er die leistung des bogens und somit den erforderlichen spine.
nur als beispiel.
ich denke es ist eine gute idee zu überprüfen ob die pfeile passen.
die formel ist gut ich nutze sie auch mit gutem erfolg UND dann gönne ich mir nen test.
kostet mich 2 70gr und 2 125gr klebespitzen,fals ich korigieren muss.
gruss shantam
Verfasst: 31.05.2006, 18:23
von W.Munny
Außerdem macht probieren Spaß, hatte in der Schule schon keine große Lust zu rechnen ;-)
Mit Faustformel, dazu noch Holzstecken im Spinewert drüber und drunter, 100gr & 125gr Spitzen ist ein schöner langer Tag auf der Wiese garantiert

Verfasst: 01.06.2006, 00:01
von morganalafay
Moin,
ich habe keine Ahnung wies beim ELB ist, wegen dem nicht ausgeschnittenen Griff.
ich hoffe, mich jetzt nicht als Spielverderber zu outen, aber bei meinem glasbelegten Langbogen ist der Spinewert grad mal egal.
Hat Mittenschnitt und reflex/deflex. Ich hab von 30 bis 70 lbs alles im Köcher. Kein Unterschied.
Gruß Tom
Verfasst: 01.06.2006, 01:06
von Ravenheart
Leute, vergesst es!!!
Alle diese Formeln sind Kappes!!
Macht den Bereich der Pfeilauflage 2 mm dicker, und der Einfluss davon ist größer, als jeder Wechsel des Spitzengewichts oder des Auszugs! Und das taucht in keiner Formel auf!
Die Parameter, die Einfluss auf den erforderlichen Spine haben sind (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):
-Pfeilgewicht
-Pfeillänge
-Spitzengewicht
-Federgröße und -form
-Bogenbreite im Bereich der Anlage
-Bogenform
-Bogenprofil
-Holzart des Bogens
-Holzart/Material der Pfeile
-Auszug
-Ablass
-Sehnenmaterial
-Strangzahl
-Ablass
-Ankerpunkt
-Zuggewicht
u.s.w.
u.s.w.
u.s.w.
Da könnt ihr alle Formeln vergessen!
Die u.a. Faustformel ist gut für den Einstieg, also um erst mal GROB in der richtigen Dimension zu starten.
Der Rest ist Ausprobieren!
Rabe
Verfasst: 01.06.2006, 07:15
von kra
Hallo Rabe
du hast recht, ich würde die Liste nur etwas anders aufbauen ;-)
-Zuggewicht
-Bogenbreite im Bereich der Anlage
-Bogenform/Bogenprofil
-Pfeillänge
-Ablaß
-Federgröße und -form
-Ablaß
-Spitzengewicht
-Ablaß
-Pfeilgewicht
-Ablaß
-Auszug
-Ablaß
-Ankerpunkt
-Ablaß
... und dann den Rest
-Holzart des Bogens
-Holzart/Material der Pfeile
-Sehnenmaterial
-Strangzahl
- ...
Formel ist ganz nett, die schießt aber nicht selber sondern immer nur der Mensch!
Verfasst: 01.06.2006, 09:19
von afflj
@haebbi:
wie Rechnest du denn bzw wo hast du die Formel schon gepostet?
Jörn
RE:
Verfasst: 01.06.2006, 10:13
von Haebbie
Original geschrieben von Fauler Hund
@haebbi:
wie Rechnest du denn bzw wo hast du die Formel schon gepostet?
Jörn
Jörn, ich hab mal in alten Posts geflöht,aber die Post nicht gefunden. Aber letzlich ist sie ähnlich zu den oben beschriebenen Anleitungen Wenn Du eine konkrete Kalkulation haben willst, schick mir einfach 'ne IM .
@ Shantam
Wenn Dein Bogenköcher das Zuggewicht des Bogens erhöht, dann kannst Du das ja mit einrechnen ;-). Ansonsten will ich Dich nicht davon abhalten Dich per Schrittweiser Annäherung an Deine optimalen Pfeile heranzutasten.
@ Rabe
Deine Liste lässt sich sicher noch Stück verlängern. Viele Punkte halte ich aber für akademisch oder sie heben sich gegenseitig auf. Und manche gehören m.E. da auch nicht rein.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass eher der vom Händler angegebene Spinewert nicht stimmt und der "berechnete" Pfeil mit korrektem Spine richtig flog. Es ist unmöglich zu rechnen, wenn letzlich die Parameter nicht stimmen. Wer also nicht die Möglichkeiten hat, zumindes die Durchbiegung der Schäfte und die Zuggewichte zu bestimmen hat beim Rechnen keine Chance und kommt um das Probieren nicht herum.
Ich habe zu dem vielen Probieren nicht die Muße, rechne mir die Pfeile aus und bin mit dem Pfeilflug zufrieden. Sicher ist da auch ein Stück Erfahrung dabei, für bestimmte Bogen die Pfeile eher etwas weicher beziehungsweise härte zu wählen. Aber letzlich beruht die Dimensionierung immer auf einer Kalkulation.