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Alternativgerät(?) und 2 Fragen
Verfasst: 18.07.2005, 14:34
von Manok
Hi Leute! Wie schon gesagt fange ich nun bald mit dem Pfeilbau an und habe noch einige fragen!
Zur "Alternativmöglichkeit(?)":
Wie ich schon in einigen Bogensport Onlineshops gesehen habe gibts spezielle Pfeilanspitzer. Ich dachte mir, dass man diesen doch einfach durch einen normal im Handel erhältlichen Stiftspitzer ersetzen könnte(in diesem Falle einen für sehr dicke Stifte, und man müsste sicher auch schaun das es keine Spitze wird)
Ist dieser Austausch möglich?
1.Frage:
Warum muss man Pfeile einölen? Ändert das etwas am Spinewert und an der Aerodynamik oder ist es einfach nur das das Holz, damit es nicht so angreifbar ist?
2.Frage:
Federn wickeln, wie und mit welchem Material? Zwirn, Draht oder wie oder was?[green]Hab die Lervideos angeguckt und dies is nun klar^^[/green]
Ps: Die Fragen sind sicherlich schon gestellt worden, aber ich habe nicht alles gefunden was ich suchte
PPs: Ich hoffe ich nerve euch nicht mit meinen Fragen, muss halt noch viel lernen^^ ;(
Verfasst: 18.07.2005, 14:43
von daritter
Ich denke mal der normale sitftspitzer wird nicht den richtigen Winkel haben ... genaue Gradangaben hab ich aber nicht zur Hand.
Für klebenocken könnte es noch gehen, aber für konische Spitzen ist der Spitzer imho viel zu steil.
Man ölt oder Lackiert die Pfeile zum Schutz vor Wasser, dreck usw: Saugt sich der Schaft voll Wasser wird er zu weich. Beim tocknen kann es ihn dann stark verbiegen und um das alles zu vermeiden sollten Pfeile wasserresistent behandelt werden
hab da einen Pfeil der nicht richtig behandelt war und dann ne nacht im Regen lag und im Auto getrocknet wurde: man kann damit bestimmt gut um Bäume rumschiessen, hat jetzt eine Biegung von ca. 30°

Verfasst: 18.07.2005, 14:55
von Nighty
Die Bleistiftspitzer wie Daritter schon erwähnt hat ist zu Steil was den Winkel betrifft. Das bedeutet zuviel Hohlraum in der Spitze und weniger Klebefläche und dadurch bedingt halten die Klebespitzen nicht so doll.
Eine alternative wären Schraubspitzen,da brauchts das Anspitzen nicht, nur sind die eine ganze Ecke teurer.
Zum Wickeln benutzte ich Leinenzwirn Schwarz.
Das bekommt man als Sternchenzwirn in jedem Laden.
Und was die Oberflächenbehandlung der Schäfte Betrifft ist das bereits gesagt worden was passiert wenn ein Unbehandelter Pfeil Nass wird.
Nein du nervst nicht ,Fragen sind dazu da gestellt zu werden
:fcsmilie
Verfasst: 18.07.2005, 15:07
von Steini
Wie nigthy schon sagt:
die Alternative zum Konusanspitzer sind Schraubspitzen und Selfnocks. Schraubspitzen sind teurer (etwas), Du brauchst aber keinen Anspitzer und keinen Kleber (und sparst die dazugehörenden Arbeitsschritte). Besonders schnell gehts mit dem Akkuschrauber: Schraubspitze in den Schrauber einspannen, niedriges Drehmoment wählen, Schaft mit Schaftklemme in den Schraubstock, Spitze aufschrauben und fertig!!
Auch die Wiederverwendung von Schraubspitzen nach Pfeilbruch /-schrott halte ich für einfacher als das "Entkleben". Aber da gibts schon min. einen ausführlichen Thread zu.
Steini
PS: ...und: herzlich willkommen
:fcsmilie
Konus-Winkel
Verfasst: 18.07.2005, 15:50
von Rincewind
Die Spitze hat meines Wissens nach einen 5°-Konus, die Nock Nock 11°, wobei je nach Spitze, das noch ein klein wenig unterschiedlich ist, scheint dass da jeder Hersteller ein klein wenig anders produziert.
Am einfachsten ist es halt wie schon weiter ober erwähnt auf Selfnocks und Schraubspitzen umzusteigen.
Gruss
Rincewind
RE: Alternativgerät(?) und 2 Fragen
Verfasst: 18.07.2005, 19:11
von Kettensprenger
Original geschrieben von Manok
...
1.Frage:
Warum muss man Pfeile einölen? Ändert das etwas am Spinewert und an der Aerodynamik oder ist es einfach nur das das Holz, damit es nicht so angreifbar ist?
...
Du musst deine Pfeile definitiv nicht ölen! Du könntest sie ja auch lackieren. Dann ist die Oberfläche ein für alle mal versiegelt. Dann brauchst Du Dir wegen Schüssen ins Wasser oder bei Regen keine Sorgen mehr machen. Das ist im Prinzip Geschmacksache, ob Du ölst oder lackierst.
Beides hat Vor- und Nachteile. Meiner Meinung nach verliert der Schaft mit der Zeit das Öl und man muss immer wieder nachölen. Was mich auch stört ist die Tatsache, dass man beim Ziehen von solchermaßen behandelten Pfeilen meist danach einen leichten Ölfilm an der Hand hat, der mich beim Schießen dann stört. Ich lackiere lieber, weil dann auch mein Cresting vernünftig geschützt ist.
Es wurde neulich hier auch diskutiert, dass lackierte Pfeile evtl. schneller spröde werden und dadurch leichter brechen könnten. Aus meiner Erfahrung heraus könnte ich das jetzt nicht belegen, aber sicherlich werden einige schon solche Erfahrungen gemacht haben. Also wirst Du es entweder mal ausprobieren müssen oder Du legst Dich einfach so auf eine Art des Pfeilebaus fest.
;-)

;-)
Verfasst: 18.07.2005, 21:31
von Manok
Mir ist gerade aufgefallen das ein Konusspitzer nicht sooo teuer ist!
Aber ein Alternativ gerät für die befiederungsgeräte wäre fein... die dinger sind ja verdammt teuer... :motz
Verfasst: 18.07.2005, 22:04
von Frank
@Manok
Die kurzen Kunststoffspitzer sind aber eher was für die schnelle Reperatur 'im Feld'.
Nimm welche aus Alu, zumindest aber einen mit einer langen Führung. Schon eine minimal schräg sitzende Nocke macht sich negativ bemerkbar.
RE:
Verfasst: 18.07.2005, 22:28
von Authomas
Original geschrieben von Manok
Aber ein Alternativ gerät für die befiederungsgeräte wäre fein... die dinger sind ja verdammt teuer... :motz
Hmm... selberbauen? Gibt ja nen Haufen Bauanleitungen hier

. Soll auch Leute geben, die ganz ohne auskommen 8-| - ich hab das billige Plastikding von Martin Archery, das tuts für mich. Klar isses teuer, wenn man am Anfang alles auf einmal braucht.
Jo
RE:
Verfasst: 19.07.2005, 00:37
von HolunderWunder
Original geschrieben von Frank
@Manok
Die kurzen Kunststoffspitzer sind aber eher was für die schnelle Reperatur 'im Feld'.
Nimm welche aus Alu, zumindest aber einen mit einer langen Führung. Schon eine minimal schräg sitzende Nocke macht sich negativ bemerkbar.
vorsicht ist wichtiger als ein paar euronen zu sparen, keine frage. aber der "billige" spitzer aus dem fleco-shop (ich kann nur was zu dem sagen, weil ich den benutzte) funktioniert perfekt. mittlerweile benutze ich zwar keine klebspitzen mehr, genausowenig wie plastiknocken, aber
wenn man sowas nimmt ist das plastik-spitzerli super. hab einfach bis auf anschlag gespitzt und gepasst hats.
gruss,
thilo
Verfasst: 22.07.2005, 13:58
von hugin
Hallo ich hab 19 jahre lang klebespitzen genommen und war zu frieden. ich hab ne vorrichtung am tellerschleifer und schleife den konus. Mitz den anspitzern hatte ich das gefühl ich hacke mewhr als das ich anspitze.Trotzdem hab ich mir mal schraubspitzen gekauft und leider ,auch mit leichtem drehmoment, etlichen bruch beim anschrauben. deshalb bin ich da wieder von ab und laß meine schraubspitzen jetzt in der schublade vergammeln. gottseidank konnte ich die pfeile fast alle retten. entkleben geht fast von alleine . flamme drauf und mit der zange abziehen. ist doch nicht schwer.
aber das ist geschmackssache, was man bevorzugt
Verfasst: 23.07.2005, 18:28
von Steini
Bruch beim aufschrauben von Spitzen mit dem Akkuschrauber kommt vor, aber selten. Man muß darauf achten, dass der Schaft nicht zu dick ist und sich die Spitze zu früh "festsetzt". Gegebenenfalls den Schaft ein paar Mal durch Schmirgelpapier ziehen.
Da es aber vorkommt und es den Schaft dann direkt hinter der Spitze zerbröselt (den Schaft möglichst knapp in die Schaftklemme einspannen) habe ich mir folgende Arbeitsreihenfolge angewöhnt:
erst Spitze aufschrauben, dann ablängen, dann Selfnock.
Wenn es dabei mal Bruch gibt hat man, zumindest bei meinen 28er-Pfeile, min. noch einen Versuch.
Steini
Verfasst: 24.07.2005, 10:51
von daritter
ich habe festgestellt das es am besten klappt die Spitze heiß zu machen und sie dann mit der Zange draufzudrehen. Beim Akku hat es mir zu oft den Schaft zerbröselt und die Spitze ging trotzdem nicht bis zum Anschlag drauf.
Jetzt kommt dann gleich wieder "Ist ja dann auch kein Unterschied zu Klebespitzen mehr" ... doch, sie zentrieren besser als ich das mit Konus hinbekomme
@ Steini
Verfasst: 24.07.2005, 22:35
von Brucky
was ist denn eine Schaftklemme?
hast Du ein Bild davon?
@ all:
Also ich nehme zur Schraubspitzenmontage einen Komprimierer - siehe Bilder funzt wie Sau und die Verdichtung des Schaftes kann man über eine Schraube einstellen
es geht ganz einfach: Komprimierer in den Schrauber Schaft bei voller Drehzahl langsam vor u. zurückbewegen und dann die Spitze mit dem Schrauberling bis auf Anschlag eindrehen
fertitsch
Bis jetzt hat es mir noch keinen Schaft zerbröselt man sollte aber zur Spitzenmontage den Schaft z.B. mit einer Pfeilziehhilfe (oder einer Schaftklemme:D)fixieren
In Marty´s Shop hab´ ich das Ding (noch) nicht gesehen
Brucky
Edit: evtl kann man das Ding auch selbst bauen?