Leinen-oder Seidengarn für Sehnenbau

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killerkarpfen
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Re: Leinen-oder Seidengarn für Sehnenbau

Beitrag von killerkarpfen » 19.05.2017, 09:41

Dieses Hanfgarn könnte zu fein sein um daraus direkt eine Sehne zu machen. Ich habe ähnlich feinen Leinenfaden aus dem ich die ersten Sehnen gemacht habe.

Erstens brauchte ich da etwa 40 Fäden für eine gute Sehne und die sah dann aus wie ein Rossschwanz. Dabei ist mir einmal eine auf dem aufgespannten Bogen gerissen. Die eben wegen der erwähnten ungleichmässigen Belastung, mit einem Geräusch wie wenn man ein Stück Stoff zerreisst, sich verabschiedet hat.
Gesehen habe ich nicht wie es passiert ist, ich hörte den Bogen von draussen mit lautem Scheppern durch unser Vereinshäuschen hüpfen. ;D
Gut dass gerade niemand in der Nähe stand.

Wenn, würde ich empfehlen aus zwei, oder drei dieser Fäden dickere Zwirne zu drehen und die dann zu einer Sehne zu verarbeiten.
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Sanne
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Re: Leinen-oder Seidengarn für Sehnenbau

Beitrag von Sanne » 19.05.2017, 17:13

@lonbow: die dicke Schnur von Toplicht werde ich auf jeden Fall austesten. Reißtests habe ich mangels Möglichkeiten bislang keine gemacht, da muss ich mir was einfallen lassen. Leider gibt es hier keine Teppichstangen mehr, wo ich mich samt Bogensehne mal dranhängen könnte.

@killerkarpfen: ich hatte auch die Vorstellung von 40 oder mehr Fäden. Dass das wie ein Roßschwanz aussieht, kann ich mir gut vorstellen. Wenn ich den Nerv dazu habe, versuche ich auch die Variante, zuerst Einzelstränge zu zwirnen und daraus die Sehne zu machen. Die andere Variante, bei der Fäden zu einem Strang genommen und unter Hin- und Herrollen zusammengeklebt werden, würde mich aber auch interessieren. Die Öhrchen muss man vermutlich vorher machen.

Meine Merk- bzw. Erfahrungsliste bislang:
- so wenig wie möglich Drehung in der Sehne
- Fäden müssen auf irgendeine Art möglichst glatt sein, also wachsen
- sobald die Fäden nur den kleinsten Hauch von "Fell" zeigen: wachsen
- gefährdete Stellen scheinen eher richtung untere Bogennocke zu liegen, siehe auch hier: http://www.fletchers-corner.de/viewtopic.php?f=39&t=29785#p535234

... wird schon seinen Grund haben, warum man heutzutage Kunstfaser einsetzt. ::) :P

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vEngel
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Re: Leinen-oder Seidengarn für Sehnenbau

Beitrag von vEngel » 22.11.2017, 20:52

Hallo zusammen,

ich grabe den Thread nochmal aus, da ich auch eine Naturfasersehne bauen möchte. Bisher habe ich das Leinenzwirn von ebay: https://www.ebay.de/itm/Leinenzwirn-Zwirn-rohweis-rohleinen-Garn-ungebleicht-natur-hochfest-0-8-mm-Faden-/361308283009, sozusagen als Allzweckgarn. Ein Strang davon reißt wie ihr schon früher festgestellt habt bei ca. 10..11 kg.

Zusammenfassend nach lesen des Threads ist wohl bei Neuware das Hoogan 20/6 relativ gut, aber auch teuer. Laut Datenblatt ist das Gruschwitzer WMZ 18/3 (komme ab und zu in Leutkirch vorbei, keine Ahnung ob die auch eine Direktverkauf haben) auch nur mit 95N belastbar, also ähnlich wie das von ebay. Das Berard 12970A von Amazon hört sich für den Preis ja auch nicht schlecht an, insbesondere wenn es auch noch gut verarbeitbar ist.

@Osboan: hast du vielleicht schon neue Erkenntnisse mit deinen diversen Garnen?

ciao
Pablo

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killerkarpfen
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Re: Leinen-oder Seidengarn für Sehnenbau

Beitrag von killerkarpfen » 22.11.2017, 22:26

Öhm 20/6 sind 6 Fäden 20er Garn verzwirnt
18/3 sind es deren 3
18 steht für die Länge gesponnenen Faden in Meter von 1 Gewichtseinheit Leinenfasern, glaube 1 Gramm oder was.
Je grösser die Zahl je feiner dünner der Faden.

Nach dem was Du schreibst ist die Reisskraft des 6 fachen Fadens also etwa gleich wie der 3 fache von Gruschwitz. Also das Ebay Garn nicht so toll.

Und nein bei Gruschwitz weiss ich, kann man nur grössere Mengen beziehen und die beliefern fast ausschliesslich Händler. Da kann man nicht einfach hin gehen und eine Spule Garn kaufen. Das haben schon einige die ich kenne versucht.
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Re: Leinen-oder Seidengarn für Sehnenbau

Beitrag von fatz » 22.11.2017, 22:36

Nein, das ebay-Garn ist nicht so der Burner. Das ist genau das, was ich schon mal hier getestet hab. Fuer Wicklungen etc. isses OK. Ich hab fuer meinen kleinen Hartriegel vom letzten Sap eine Sehne draus gebaut. Noch haelt sie. Allerdings wird der nicht viel geschossen.
Haben ist besser als brauchen.

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Re: Leinen-oder Seidengarn für Sehnenbau

Beitrag von vEngel » 22.11.2017, 23:46

killerkarpfen hat geschrieben:Öhm 20/6 sind 6 Fäden 20er Garn verzwirnt
18/3 sind es deren 3
18 steht für die Länge gesponnenen Faden in Meter von 1 Gewichtseinheit Leinenfasern, glaube 1 Gramm oder was.
Je grösser die Zahl je feiner dünner der Faden.

Nach dem was Du schreibst ist die Reisskraft des 6 fachen Fadens also etwa gleich wie der 3 fache von Gruschwitz. Also das Ebay Garn nicht so toll.


Sorry, das hatte ich wohl undeutlich beschrieben.

Die genaue Zusammensetzung des "Ebay Garn" kenne ich nicht, es besteht jedenfalls aus 4 Fäden, vom Durchmesser ist es bei 0.7 .. 0.8 mm, vermutlich etwas dicker als das Gruschwitz 18/3, da hatte langbogenschütze mal 0.65 mm angegeben http://www.fletchers-corner.de/viewtopic.php?f=14&t=27605&start=90#p498701. So gesehen ist das Ebay Garn schon schlechter (ich kenne ja auch den Sicherheitsfaktor im Datenblatt von Gruschwitz nicht)

Das Hoogen 20/6 habe ich noch nicht gesehen, du hattest es aber früher mal empfohlen und mit 15 kg angegeben, aber das ist ja mit 1 mm Durchmesser auch dicker.

Wenn man jetzt die Bruchspannungen (N/m^2) vergleicht kommt folgendes raus: Ebay: 195 MPa, Gruschwitz 18/3: 286 MPa, Hoogan 20/6: 231 MPa. So gesehen wäre das Gruschwitz noch besser als das Hoogen Garn. ??? Knackpunkt ist wohl auch die genaue Messung des Durchmessers und die Anzahl der Schwachstellen/Unregelmäßigkeiten (ich hatte nur 3x ein kurzes Stück (~30 cm) des Ebay garns getestet, also ist es evtl. noch zu gut bewertet).

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Re: Leinen-oder Seidengarn für Sehnenbau

Beitrag von killerkarpfen » 23.11.2017, 08:08

Ja das kommt etwa hin. Das Hoogan 20/6 habe ich nach Hausmethode getestet indem ich einfach Gewichte daran gehängt habe bis es gerissen ist. Diese Messung ist aber sehr ungenau. Trotzdem ist das Hoogengarn sehr dick und rauh. Die Sehnen werden entsprechend auch nie so fein. Seit ich eine Spule vom Gruschwitz habe, ziehe ich dieses dem Hoogen allemal vor.
Es gibt eine Beschreibung, dass nass gesponnenes Garn eine gleichmässige glatte Oberfläche gibt. Wenn das so ist würde das beim Hoogen vermutlich nicht zutreffen.
Der Preis ist übrigens auch nicht ohne. Guter Zwirn ist recht teuer.

Brauchst Du eine einzelne Sehne oder möchtest Du eine ganze Spule zum selberbauen.
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Re: Leinen-oder Seidengarn für Sehnenbau

Beitrag von vEngel » 23.11.2017, 09:20

Hallo Killerkarpfen,

die Sehnen möchte ich schon selberbauen, deshalb suche ich erstmal Material für eine Handvoll Sehnen.
Ich bräuchte also keine komplette Kone (oder gar 10 Stück davon....). Wenn du oder auch jemand anderes noch gutes Garn (muss jetzt nicht dein non-plus-ultra Garn sein, das wäre bei mir evtl. Verschwendung ;) ) zu viel hat, kann ich euch auch gerne etwas abnehmen. :)

Btw. auf ebay gibts gerade zu humanen Preisen auch noch verschiedene ältere Zwirne, die zumindest auf den Fotos nicht unbrauchbar aussehen:
Franz. 18/5: https://www.ebay.de/itm/1-Rolle-Leinenzwirn-Wachsmaschinenzwirn-18-5-250-g-franz-Hersteller/112647716051
Älteres Gruschwitz 18/3: https://www.ebay.de/itm/1-Rolle-Gruschwitz-Blauschild-Leinenzwirn-Wachsmaschinenzwirn-18-3-Z-glanz-250-g-/112620824005
Älteres Gruschwitz 18/4: https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/blauschild/758825941-282-8078

[Edit]: Was ist denn das besondere an Wachsmaschinenzwirn? Google hat da irgendwie nichts brauchbares ausgespuckt.

ciao
Pablo

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Re: Leinen-oder Seidengarn für Sehnenbau

Beitrag von Hetzer » 23.11.2017, 10:35

@ bowster

Hab mich jetzt mehr oder weniger durch den thread gelesen und als nutzbares Material für dein Unterfangen kommen bei authentischen Materialien eigentlich nur der Hoogen Zwirn, Hanffasern oder Ziegendarm oder -magen in Frage.
Das Problem bei Leinen und Hanf ist deren Qualität und natürlich deren Belastbarkeit. Hoogen Zwirn trägt pro Strang, wenn ich das jetzt richtig erinnere, um die 20 kg, bei 1a Hanffasern dürfte es ähnlich aussehen. Daß die Sehne je nach Zuggewicht dabei eine gewisse Stärke erreicht, wurde hier ja schon eindeutig belegt und käme einer flight-Sehne nicht gerade entgegen, denke ich.
Moderne Fasern tragen pro Strang gut das sechfache [z.B. BCY 8125 & 8190 bis zu 120 kg].

Eine Alternative wäre also Ziegendarm, wobei es auch hierbei Unterschiede gibt und die Därme von Wildziegen z.B. oder zumindest so ähnlich lebenden Ziegen sehr viel besser sind, da deren Gewebe bedingt durch die natürliche Nahrung widerstandsfähiger ist -- dummerweise findet man solche Ziegen bald nur noch in Gebieten des nahen Ostens. Aber wenn du an solches Material herankommen könntest, wäre das natürlich eine Überlegung wert...

Äh... die Probleme in puncto Feuchtigkeitsanfälligkeit haben alle diese Materialien gegenüber modernen Fasern etwa gleichermaßen, wobei aber Sehnen aus Naturdarm kaum zu imprägnieren sind. Trotzdem - solange sie trocken sind, gibts kaum was besseres. ;)
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Re: Leinen-oder Seidengarn für Sehnenbau

Beitrag von killerkarpfen » 23.11.2017, 11:15

Für Darmsehnen würde ich im Tennissport suchen. Da gibt es so etwas für Racketbespannung. Ich denke aber das ist zu elastisch. Alternativ auch Saiten vom Musikinstrumentenbau wobei hier der Preis zu hoch sein wird.
Je nachdem habe ich auch schon Küchenschnur probiert. Das ist auch nicht das wahre von der Belastbarkeit.
Nässe mach meinen Leinensehnen wenn sie gut gewachst sind nicht viel aus. Tiersehnen sind da empfindlicher.
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Re: Leinen-oder Seidengarn für Sehnenbau

Beitrag von Neumi » 18.09.2019, 20:08

Ich frische den Thread etwas auf:
Ich habe mir die Gruschwitz Buchbinderzwirne Nr. 10 (10/3, Durchm. 0,72 mm), Nr. 14 (14/3, Durchm. 0,61 mm) und Nr. 18 (18/3, Durchm. 0,55 mm) zugelegt (bekommt man einzeln als 50 g Rollen). Der Zwirn 18/3 wird mit max. 95 N Höchstzugkraft (21,35 pounds) oder möglicherweise auch 100,5 N angegeben. Ich ruf morgen mal bei der Firma an und frage genau nach, da es nicht eindeutig ist auf welchen Zwirn sich die Angaben beziehen.
Aus dem 18/3 habe ich eine 16 Strang-Sehne gebaut, also theoretisch 342 pounds - die wiegt übrigens moderate 10,6 g. Auf einem 80 pounds Bogen aufgespannt dehnt sich praktisch nix (das Garn wird mit ca. 3% Bruchdehnung angegeben) und die Sehne hält zumindest mal die Standhöhe aus,was ja schon mal positiv ist.
Geschossen habe ich noch nicht, das werde ich zunächst mit einer neu zu bauenden Sehne mit 12 Strängen und einem 70 pounds Bogen ausprobieren (bei dem es nicht so schlimm ist, wenn er drauf geht - beim 80er müßte ich heulen).
Aber es sieht sehr vielversprechend aus.
Allerdings ist das bauen so einer Sehne ziemlich :-X ... Wenn es hierfür gute Tipps gibt, immer her damit :)
Sollte ich am Sonntag zum schießen kommen, werde ich berichten.
Grüße - Neumi
...Versuch und Fehler bevor die Sarg-Nägel eingeschlagen werden...

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Re: Leinen-oder Seidengarn für Sehnenbau

Beitrag von Neumi » 19.09.2019, 16:51

Ich habe heute genauere Daten zur durchschnittlichen Höchstzugkraft der Zwirne vom Hersteller bekommen:

Nr. 10 = 190 N = 42,7# Der Toleranzbereich: 180-205 N

Nr. 14 = 135 N = 30,34 # Der Toleranzbereich: 110-160 N

Nr. 18 = 100 N = 22,47 # Der Toleranzbereich: 80-120 N
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Re: Leinen-oder Seidengarn für Sehnenbau

Beitrag von Neumi » 22.09.2019, 17:14

Die erste Sehne hat den heutigen Test überstanden (70 Pfeile mit einem 80# warbow).
Gebaut aus dem Zwirn Nr. 14 = 14/3. Die Sehne besteht aus 3x3 Strängen, ohne Verstärkungen in den Spleißen oder der Mitte. Lediglich eine Mittenwicklung aus Seidengarn ist dran.
Zum verarbeiten habe ich mir eine Bienenwachs-Dammar-Mischung gemacht, das klebt deutlich besser als reines Bienenwachs und man braucht nur relativ wenig.
Die Sehne wiegt 8,4 g und hat in der Mitte 2,5 mm Durchmesser.

20190922_165842.jpg
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Re: Leinen-oder Seidengarn für Sehnenbau

Beitrag von F'al Gran » 22.09.2019, 20:46

Hi Neumi, sieht klasse aus.
Das mit dem :-X beim Bauen hatte ich schon life erleben dürfen...

Zwei Fragen hätte ich noch:
Ist das die Sehne vor oder nach Beschuss? Und:
Wie arbeitest du das Wachs in die Sehne ein?

Ich habe auch schon versucht, mir eine Sehne aus Hanf- und Leinengarn zu stricken. Das Leinengarn war ein 18/1er und das Hanfgarn war - glaub ich - ähnlich (hab die Banderole nicht mehr und vergessen, das auf die Spule zu schreiben).

Für narrensichere Tipps, außer: Geh auf Dacron oder FastFlight! (die hab ich schon befolgt ;) ) wäre ich auch recht dankbar.
Beim Einwachsen habe ich mehrere Strategien verfolgt, 1.: Sehne drehen, dann einwachsen war eine Schnapsidee wegen der Ohren. 2.: Stränge mit weichen Wachs und HLP vorwachsen, dann drehen. Beim Öhrchen drehen hatte ich saumäßigen Ärger beim wieder Lösen der einzelnen Fäden und beim Abreiben hatten sich dann Fäden mitten in der Sehne gelöst und ich durfte das ganze vorsichtiger wiederholen. Das ging dann, ich war aber dann doch zu ängstlich, um mehr als 50 Schuss zu belasten.

Alles in allem ist der Aufwand, eine Sehne aus Naturfasern zu bauen so hoch, dass ich gar nicht genug Respekt vor unseren Altvorderen entwickeln kann.
Meine Signatur ist leider vor einiger Zeit entlaufen, Hinweise auf den letzten Aufenthaltsort bitte per PN an mich.

Falls sie wieder auftaucht oder mir eine andere zuläuft, wird mich fortan wieder eine Signatur begleiten.

m(fg)²

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Re: Leinen-oder Seidengarn für Sehnenbau

Beitrag von Neumi » 22.09.2019, 21:53

Die Sehne ist nach dem Gebrauch zu sehen.
Die wachsmischung ist relativ weich, bzw man muss die etwas warm kneten. Ich lasse die Fäden parallel und pack den wachsklumpen aussen rum, reibe etwas hin und her und reibe dann mit einem Stück leder kräftig nach.
Naja und dann Finger beim Sehne wickeln nicht verknoten :D
Grüße- Neumi
Noch zusätzlich: ich habe die Stränge zunächst nur auf ca. 30 cm Länge gewachst und das erste Öhrchen fertig gewickelt und dann erst die übrige Länge gewachst. Das hat den Vorteil, dass man die Verdrehungen der Stränge schnell entfernen kann, so dass man wieder exakt parallel liegende Fäden hat, bevor man wachst und eindreht.
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