Beim Abschicken darauf achten dass meine Adresse drauf steht.
Pflaume ist ein sehr schönes Holz, nur oft sehr drehwüchsig. Wenn du an dem Stamm entlang schaust und er macht den Eindruck dass die Strukturen schräg durch den Stamm laufen ist er drehwüchsig. Ist in 80% bei Pflaume so.
Dann macht Pflaume sehr gerne Risse im Splint. Weil der Festkörperanteil im Splint deutlich geringer ist als im Kern.
Bei Drehwuchs macht es Sinn die Stücke groß zu lassen, damit man eventuell den Bogen etwas schräg in den Stave legen kann.
Manchmal ist der Drehwuchs so groß, dass man keinen Bogen daraus machen kann. Eventuell ein Bild zeigen.
Gegen die Risse macht es Sinn den Querschnitt so weit wie möglich zu reduzieren. Je weniger Masse umso weniger Risse.
Dann gilt für Zwetschge langsam trocknen. Enden versiegeln ist eh klar.
Unter der Rinde speziell wenn das Holz voll im Saft geschlagen wurde tummeln sich bevorzugt Holzwürmer.
Zum anderen schützt die Rinde vor zu schneller Austrocknung.
Bei so was habe ich schon ganz gute Erfahrungen gemacht mit einer
Taktik der kleinen Schritte.
Jetzt den Stamm erst mal zwei drei Wochen liegen lassen.
Dann den Stamm vierteln.
Nach weiteren vier Wochen begutachten, hat er sich gedreht? Dann wird er sich noch viel mehr drehen wollen.
Dann muss Du entscheiden: kleiner sägen oder am Stück lassen. Den Stave einspannen und gegen Verdrehung sichern.
In diesem Zustand lässt sich das Holz auch wunderbar in eine Form dämpfen ohne Gefahr dass es weich wird.
Dean Torges hat das sehr gut beschrieben in seinem Buch auf der "Spur des Ossage Bogens".
Wenn er klein genug ist kannst Du auch mal die Rinde runter machen. Bei Zwetschge würde ich den Rücken versiegeln.
Weißleim oder Klebeband.
Wichtig bei so zickigem Holz und lästig sich immer wieder um das Holz kümmern in regelmäßigen Abständen.
Grüße
Matthias
Nachtrag Squid schlägt ja auch in die gleiche Kerbe.
Lies doch mal den Beitrag von Tom.smile.