Wieder ein Neuling mit neuem Bogen
Verfasst: 25.03.2014, 10:33
Hallo Zusammen,
jetzt lese ich schon einige Zeit hier mit und möchte mich jetzt auch zu Wort melden. Und zwar mit meinem Erstlingswerk.
Ganz korrekt ist „Erstlingswerk“ zwar nicht, da gibt es ein paar Haselbögen aus meiner Kindheit und Jugend, aber die will ich mal nicht zählen.
Infiziert habe ich mich über’s Internet bei der Suche nach Informationen zum Messerschmieden. Als ich dabei über dieses nette Forum gestolpert bin, war es um mich geschehen.
Anfang Februar habe ich aus dem Garten einen Blut-Hasel geholt. Länge 222cm, Durchmesser 7 auf 5,5cm, mit ein paar Knästen und Totästen, leicht gewunden aber ohne Drehwuchs. Der Rücken war schnell gefunden, da mir ein paar dickere Totäste kaum eine Wahl gelassen haben. Den Stamm habe ich sofort entrindet, grob zurechtgeschnitten und mit Holzleim versiegelt. Der obere WA ist leicht deflex, der untere leicht reflex. Der Hasel lag dann erst draussen und nach 2 Wochen drinnen zum Trocknen.
Als er kaum noch Gewicht verlor, habe ich entsprechend weitergemacht. Ich habe mich für ein Flachbogendesign entschieden und werde den Bogen vollpyramidal machen. Ich habe versucht mir immer Zeit zu lassen und aufzuhören wenn ich nicht mehr konzentriert bin. Das hat nicht immer geklappt und besonders durch das deflexe / reflexe der Wurfarme habe ich den einen oder anderen Fehler gemacht. Meiner Meinung nach ist der Bogen aber jetzt soweit fertig und auch etwa bei dem Zuggewicht gelandet, dass ich mir gewünscht habe.
Ich stelle vor:
Bluthaselbogen BigOne
Länge: 84“, 81,3“ NtN
Zuggewicht: 42# @ 32“
Design: Pyramidal; 47 -> 21mm Breite, 23 -> 14mm Dicke
Set: 1,2“
Gewicht: 850 gr
Standhöhe: 15,5cm
Griff: 14cm, 45mm hoch, 32mm breit
Fades: je 6 cm
Overlays: Bongossi
Beize: Walnuss dunkel
Finish: Leinöl, mehrfach
Sehne: Endlos, 13 Strang B55
Der obere WA ist 3cm länger, der untere etwas schmaler, der Markkanal geht durch den Griff und einige Knäste zieren den Bogenrücken.
Benutzt habe ich:
Machete
Hobel
kleines Ziehmesser
Schweifhobel
div. Ziehklingen
Stahlwolle
Schleifpapier nur für die Overlays
und keinerlei Elektrowerkzeuge, da ich ja keine Eile habe ; ) und das Bauen mir den meisten Spass macht.
Was sagt Ihr? Her mit der Kritik …
Ach ja, die „Sehne“ auf den Bildern ist noch ein 3mm Surftampen, die richtige ist aber fertig ; )
Gruß
Roby
jetzt lese ich schon einige Zeit hier mit und möchte mich jetzt auch zu Wort melden. Und zwar mit meinem Erstlingswerk.
Ganz korrekt ist „Erstlingswerk“ zwar nicht, da gibt es ein paar Haselbögen aus meiner Kindheit und Jugend, aber die will ich mal nicht zählen.
Infiziert habe ich mich über’s Internet bei der Suche nach Informationen zum Messerschmieden. Als ich dabei über dieses nette Forum gestolpert bin, war es um mich geschehen.
Anfang Februar habe ich aus dem Garten einen Blut-Hasel geholt. Länge 222cm, Durchmesser 7 auf 5,5cm, mit ein paar Knästen und Totästen, leicht gewunden aber ohne Drehwuchs. Der Rücken war schnell gefunden, da mir ein paar dickere Totäste kaum eine Wahl gelassen haben. Den Stamm habe ich sofort entrindet, grob zurechtgeschnitten und mit Holzleim versiegelt. Der obere WA ist leicht deflex, der untere leicht reflex. Der Hasel lag dann erst draussen und nach 2 Wochen drinnen zum Trocknen.
Als er kaum noch Gewicht verlor, habe ich entsprechend weitergemacht. Ich habe mich für ein Flachbogendesign entschieden und werde den Bogen vollpyramidal machen. Ich habe versucht mir immer Zeit zu lassen und aufzuhören wenn ich nicht mehr konzentriert bin. Das hat nicht immer geklappt und besonders durch das deflexe / reflexe der Wurfarme habe ich den einen oder anderen Fehler gemacht. Meiner Meinung nach ist der Bogen aber jetzt soweit fertig und auch etwa bei dem Zuggewicht gelandet, dass ich mir gewünscht habe.
Ich stelle vor:
Bluthaselbogen BigOne
Länge: 84“, 81,3“ NtN
Zuggewicht: 42# @ 32“
Design: Pyramidal; 47 -> 21mm Breite, 23 -> 14mm Dicke
Set: 1,2“
Gewicht: 850 gr
Standhöhe: 15,5cm
Griff: 14cm, 45mm hoch, 32mm breit
Fades: je 6 cm
Overlays: Bongossi
Beize: Walnuss dunkel
Finish: Leinöl, mehrfach
Sehne: Endlos, 13 Strang B55
Der obere WA ist 3cm länger, der untere etwas schmaler, der Markkanal geht durch den Griff und einige Knäste zieren den Bogenrücken.
Benutzt habe ich:
Machete
Hobel
kleines Ziehmesser
Schweifhobel
div. Ziehklingen
Stahlwolle
Schleifpapier nur für die Overlays
und keinerlei Elektrowerkzeuge, da ich ja keine Eile habe ; ) und das Bauen mir den meisten Spass macht.
Was sagt Ihr? Her mit der Kritik …
Ach ja, die „Sehne“ auf den Bildern ist noch ein 3mm Surftampen, die richtige ist aber fertig ; )
Gruß
Roby