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Sehnenbau
Verfasst: 16.05.2006, 11:40
von Rainbow06
Moin Moin
habe gestern meine erste Flämische Sehne anhand des Videos gespleißt (dem Autor sei Dank!!)Meine Fragen: Wird die Sehne zwischen Augspleiß und Knotenende ebenfalls eingedreht oder so Faserig gelassen?
Ist es normal üblich eine Mittelwicklung anzubringen?
Für die Zahlreichen Antworten schonmal im Voraus [red]Danke!![/red] :-)
Verfasst: 16.05.2006, 12:13
von Matthias Herp
Hallo Rainbow06!
Zur flämischen Sehne kann ich leider nichts sagen, ich habe bis jetzt immer Endlossehnen gemacht.
Aber die Mittenwicklung dient zum Schutz der Sehne. Durch das Einnocken des Pfeils und den release (Die Sehne rutscht über die Finger) gibt es einen gewissen Verschleiß. Wenn jetzt die Fasern der Sehne dadurch beschädigt werden, kann sie vielleicht reißen. Auch durch das Aufquetschen eines MessingNockpunktes könnten die Stränge in Mitleidenschaft gezogen werden.
Ich würde dir deshalb auf jeden fall eine Mittenwicklung zum Schutz der eigentlichen Sehnenstränge empfehlen.
Dadurch wird auch die Sehne auf dem beanspruchten Abschnitt dicker (schneidet nicht so sehr in die Finger und die Nocke hält besser).
Im Wicki findest du noch weitere Informationen unter Sehne oder Sehnenbau.
Liebe Grüße,
Matthias
Verfasst: 16.05.2006, 12:20
von Bard
Logo auch die flämisch-Spleiss- Sehen brauchen ne Mittelwicklung. Wie man die am besten macht is auf irgendnem Bild in Rabe´s Galerie zu sehen - ich hab grad keine Zeit das rauzusuchen weil meine Mittagspause gleich um is - aber das findest du auch selbst.
Mfg Bard
Verfasst: 16.05.2006, 12:23
von Karl-Heinz
@ Rainbow06
manche wickeln komplett durch, andere drehen sie nur ein wenig ein. Je mehr dur die Sehne wickelst, ich habe schon 45° Drallwinkel gesehen, je "gummiartiger" wird die Sehne und dadurch zwar bogenschonend aber ineffektiv.
K-H
Verfasst: 16.05.2006, 13:29
von Ravenheart
Also wir müssen unterscheiden zwischen dem Schlagen der Kardeelen (im Uhrzeigersinn zwirbeln, gegen den Uhrzeigersinn überschlagen),
und dem reinen Eindrehen (ganze Sehne zwirbeln).
Ersteres macht man nur im Bereich der Fadenenden + noch mal 5 - 7 Schläge weiter, also etwa die ersten 15 cm ab den Öhrchen.
Der Rest wird dann einfach insgesamt eingedreht, und zwar mindestens 10 Umdrehungen, max ca. 30. Diese mind. 10 sind technisch UNVERZICHTBAR, sonst würde sich der geschlagene Bereich auflösen! Ob 10 oder 30 ist der Spielraum, den man zum Einstellen der Standhöhe hat! Da 10 Umdrehungen ETWA 1 cm Standhöhe ausmachen, und ich zuerst immer ca. 15x eindrehe, habe ich also einen Spielraum von - 5 bzw. + 15 mm, um die Standhöhe zu korrigieren! Meistens muss ich wegen der anfänglichen Dehnung im Gebrauch davon ca. +5 Umdrehungen nachkorrigieren....
Rabe
gewickelte Sehne
Verfasst: 16.05.2006, 20:46
von Boettger
Also wie ich das sehe, kommt es wieder mal ganz drauf an was man will.
Bei Dacron sehnen reicht es, nach den ersten ca. 15 cm die Sehnenfäden nur zu einzudrehen und die Sehne mit einer Mittelwicklung zu versehen. Vermutlich ist eine so eingedrehte Sehne auch etwas effizienter. Ich mache meine Sehnen bislang so, vor allem weil ich mir Arbeit sparen kann :-) .
Die alten Sehnen waren allerdings nicht aus Dacron sondern vorwiegend aus Leinen oder Hanf. Diese Sehnen mussten wohl automatisch durchgezwirbelt werden. Wer es also authentischer mag soll ruhig durchzwirbeln. Meine erste Sehne war so und ich war eigentlich ganz zufrieden damit. Und unbenommen - zu bestimmten Bögen schauen durchgezwirbelte Sehnen vielleicht einfach besser aus.
mfG
wg.Antworten Sehnenbau
Verfasst: 16.05.2006, 22:02
von Rainbow06
Moin Moin alle zusammen.
danke für die prompten Tips und Ratschläge.
Herzliche Grüße
Raninbow06 :-) :b2t
RE: gewickelte Sehne
Verfasst: 17.05.2006, 15:28
von Eldoro
Original geschrieben von Boettger
Also wie ich das sehe, kommt es wieder mal ganz drauf an was man will.
Bei Dacron sehnen reicht es, nach den ersten ca. 15 cm die Sehnenfäden nur zu einzudrehen und die Sehne mit einer Mittelwicklung zu versehen. Vermutlich ist eine so eingedrehte Sehne auch etwas effizienter. Ich mache meine Sehnen bislang so, vor allem weil ich mir Arbeit sparen kann :-) .
Die alten Sehnen waren allerdings nicht aus Dacron sondern vorwiegend aus Leinen oder Hanf. Diese Sehnen mussten wohl automatisch durchgezwirbelt werden. Wer es also authentischer mag soll ruhig durchzwirbeln. Meine erste Sehne war so und ich war eigentlich ganz zufrieden damit. Und unbenommen - zu bestimmten Bögen schauen durchgezwirbelte Sehnen vielleicht einfach besser aus.
mfG
hmmmm...
cih dachte das man durch zwirbeln muss wenn man minderwertiges leinen oder hanf hat .irre ich mich ?
man kann den mittleren bereich auch durch zusatz von fasern verstärken und dann die mittelwicklung anbringen, an den unteren ende wo der bogenknoten ist , ist sowas auch zu empfehlen.
ansonsten steht es ncoh mal GANZ ausführlich in der TBB2 !
Kurze Frage
Verfasst: 17.05.2006, 16:13
von Rainbow06
wer oder was ist TBB 2

?
Sonnige Grüße :-)
Rainbow06
Verfasst: 17.05.2006, 16:36
von mbf
Traditional Bowyers Bible, auch auf Deutsch erhältlich: Die Bibel des tradionellen Bogenbaus.
Und TBB2 ist der 2. von den drei Bänden. ;-)
Sehnenwachs
Verfasst: 11.09.2006, 11:38
von Bogensport
Hi, ich möchte mich al hier einflechten und mal eine etwas andere frage stellen. Alle Sehnen sind doch gewachst, jetzt habe ich gehört, das mann immer mal wieder nachwachsen sollte. Stimmt das? wenn ja, gibt es altenativen zum Sehnenwachs?
Tschau Michael.
Verfasst: 11.09.2006, 12:15
von Karl-Heinz
Ich nehme reinen Bienewachs. manche mischen noch Harz mit rein.
K-H
Verfasst: 11.09.2006, 12:23
von Archiv
@bogensport
Schreib mal dem Jaberwok eine IM. Der dealt u.a. mit nach geheimer Rezeptur gemixtem Sehnenwachs - gut und günstig.
Nachwachsen
Verfasst: 11.09.2006, 13:02
von Ravenheart
... muss man gelegentlich, aber nicht neurotisch! Eigentlich nur dann, wenn sie sich "trocken, stumpf" anfühlt, oder anfängt zu "fusseln", die Sehnenöhrchen (Schlaufen) vielleicht 1 x im Jahr!
Rabe
Danke
Verfasst: 11.09.2006, 20:21
von Bogensport
Danke Euch dreien, Hier kommt hilfe immer prommt.
Tschau Michael