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eine kleine Spielerei
Verfasst: 12.03.2013, 21:03
von Bowster
Inspiriert von Snake Jo´s Bogen beim Sapturnier, möchte ich jetzt eine Serie von Bögen in ähnlicher Machart bauen.
einfach weil die Bauart so simpel ist und weil ich wissen will welche Hölzer dafür am geeignetsten sind, und weil es mich ausserdem interessiert, ob man damit auch einigermassen alltagstaugliche Zuggewichte jenseits der 40# haltbar realisieren kann.
das ist jetzt die Nummer 1:
2 dünne Stöckchen Hasel geerntet am 03.03.2013, nach 4 Tagen Trockenzeit in der Mitte per V-Spleiss verbunden, getillert nur halbrund über den Bauch,
Daten: 159cm N/N, 17#/29", 190g inkl. Sehne, 6cm gewachsener Deflex + 3cm Set, Nocken vom Rehbock.
Nachtrag: größte Stärke mit 17,5mm im Griff, 14mm an den Enden
Werde in der nächsten Zeit noch Holler und Esche testen, aber mit wachsenden Durchmessern.
Re: eine kleine Spielerei
Verfasst: 12.03.2013, 23:09
von Gornarak
So einen hab ich auch noch auf meiner unendlich langen Liste.
Re: eine kleine Spielerei
Verfasst: 13.03.2013, 05:00
von Frankster
Hi,
ich hatte so einen aus Bambus gebaut. Allerdings kam es schnell zu Set, trotz Überlänge. Ein Auszugsdiagramm wäre gut, wenn du testest.
Re: eine kleine Spielerei
Verfasst: 13.03.2013, 12:35
von Bowster
@frankster, mach ich, wenn Du mir in einfachen Worten sagen kannst: WIE?
Re: eine kleine Spielerei
Verfasst: 13.03.2013, 12:54
von Idariod
Ich glaub am leichtesten mit Excel...einfach die lbs Werte pro Zoll eintragen und ein Diagramm erstellen lassen.
Re: eine kleine Spielerei
Verfasst: 13.03.2013, 12:55
von Galighenna
Ganz einfach:
Standhöhe ist Auszug=0
1" ziehen, Zuggewicht messen, entspannen
2" ziehen, Zugggewicht messen, entspannen
...
27" ziehen, Zuggewicht messen, entspannen
28" ziehen, Zuggewicht messen, entspannen
bis zum Vollauszug...
Dann machst du ein Diagramm mit dem Auszug auf der Horizontalen und dem Zuggewicht auf der Vertikalen und trägst die Messpunkte dort ein. Linien verbinden und fertig
Edit sagt: Nicht vergessen, den Bogen vor dem Messen ein klein wenig zu schießen. Vll einfach 30-50 Schuss machen oder so, damit er in seine Form kommt und man realistische Werte hat. Sonst lassen die Werte während des Messvorgangs mit steigendem Auszug nach weil sich der Bogen durch die Belastung ja etwas setzt udn damit etwas an Zugkraft verliert. Diesen Effekt wollen wir ja nicht im Diagramm haben.
Re: eine kleine Spielerei
Verfasst: 13.03.2013, 18:32
von ralph_hh
Nett. Wie machst Du den Spleiss so exakt? Bei mir würde sowas in einer Wurfpassung enden...
MIt der Tillerwand hast Du keine Angst, daß Dir die beiden Regalhalter aussen den Rücken der WA beschädigen? Ich würde das hinbekommen, ich krieg alles kaputt

Die Tips sind klasse!
Re: eine kleine Spielerei
Verfasst: 13.03.2013, 19:03
von Bowster
Hi, Ralph
das war mein erster Spleissversuch, war möglicherweise einfach Glück. Die Tillerwand will ich schon ewig verbessern, zwar in erster Linie aus anderen Gründen, aber...
Die Rehhörner waren einfach auch mal ein Test, gefällt mir aber auch gut und freut mich natürlich sehr, daß es Dir gefällt, aber eigentlich ist es Verschwendung, wenn ich diese Bogenserie fertiggebaut habe, weiss ich nämlich nicht was ich mit dem Teil anfangen soll.
lg, bowster