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Esche LB 57# @ 28"

Verfasst: 24.05.2012, 21:07
von Finglas
Grüßt Euch,

Ist schon eine gute Weile her daß ich mich hier gemeldet habe. Was jetzt aber nicht heißt das ich gänzlich untätig war.

Ein Bogen welchen ich letztes Frühjahr begonnen habe hat dieser Tage dann endlich mal sein Finish erleben dürfen. Und weil das Wetter gerade so einladend war hab ich bei dieser Gelegenheit doch direkt zum Phototermin geladen.

Die robuste Art des Bogens hat zwei Gründe:
1. es ist mein insgesamt 5. Bogen und ich wollte nichts riskieren sondern endlich mal einen Bogen haben mit dem man sorglos auf den Parcour kann.
2. Ich hab diesen Bogen als Gewandungsergänzung für Mittelaltermärkte gebaut. Und auch da geht bisweilen robust vor filigran....


Aber vor der Kür kommt die Pflicht: hier die Fakten:

Ein Esche Langbogen mit abgeflachtem D Profil
Die Enden sind mittels Heißluft geflippt
57# @ 28"
NtN : 180 cm
Breite im Griff 3,7 cm
Tiefe im Griff 2,5 cm

An den Nocken:
Breite: 1,4 cm
Tiefe 1,7 cm

Overlays aus eine unbekannten, geerbten Tropenholzrest.

Handschock: Aber hallo! Nicht zu leugnen ;D

Ich mag ihn und hab jetzt schon einige Parcourrunden damit hinter mir. Der Tiller könnte sicher besser sein aber man kann damit durchaus treffen und Spaß haben. Und allein das ist Rechtfertigung genug :)

So, genug der Worte, darum gehts:
2011 Esche Langbogen 035.jpg
entspannt
entspannt
Standhöhe, ober WA links
Standhöhe, ober WA links
Bei Vollauszug, ober WA links
Bei Vollauszug, ober WA links
Welle im dem oberen Wurfarm
Welle im dem oberen Wurfarm
Der Bogen besteht übrigens aus maximal 3 Jahresringen.
Der Bogen besteht übrigens aus maximal 3 Jahresringen.
Sehnenstand ist für mich als (Bogen,-) Linkshänder erst mal gut (Oberer WA = nah)
Sehnenstand ist für mich als (Bogen,-) Linkshänder erst mal gut (Oberer WA = nah)
Eines der Overlays
Eines der Overlays
Kein Meisterwerk, aber mir machts Spaß.

Wer Fragen hat darf gerne fragen, wems gefällt darfs gern sagen, wer was besser weiß ist stets willkommen.

für heute grüßt,
der Finglas

Re: Esche LB 57# @ 28"

Verfasst: 24.05.2012, 21:32
von acker
Hallo,
Schöne Beschreibung, schöner Bogen und Handschock ist doch eh relativ ;)
Gruß acker

Re: Esche LB 57# @ 28"

Verfasst: 24.05.2012, 22:01
von Sherrif Sherwood
Hi Finglas, was haste denn, ist doch gut.
Für den MA.-Bereich solls doch eh nicht filigran sein, das muss knacken.
Das passt schon und weiter so.
Äh 57#,
das würde für unseren Tread "Wie oft treffe ich auf 160m den 50x50 cm Karton?" passen, versuchs mal mit leichten Pfeilen.
Macht saumässig Spass, hähä.

Gruss Jürgen

Re: Esche LB 57# @ 28"

Verfasst: 24.05.2012, 22:29
von bryggemester
Schöner Bogen! Robust find ich im übrigen auch völlig in Ordnung 8)
Weiter so!

LG Henry der Norweger

Re: Esche LB 57# @ 28"

Verfasst: 24.05.2012, 22:32
von bryggemester
Sherrif Sherwood hat geschrieben: Äh 57#,
das würde für unseren Tread "Wie oft treffe ich auf 160m den 50x50 cm Karton?" passen, versuchs mal mit leichten Pfeilen.
Macht saumässig Spass, hähä.

Gruss Jürgen
Darf ich mal fragen wie die Bedingungen dieses Wettbewerbes sind?

LG Henry der Norweger ;)

Re: Esche LB 57# @ 28"

Verfasst: 24.05.2012, 22:50
von Wilfrid (✝)
Also, fürs kontinentale MA ist schon filigran , sorgfältig und asymmetrisch angezeigt. Die Nocken sind noch ein bisschen gewaltig, die Overlays sind über,aber komplett, das ganze darf zu den Enden ruhig auf 10 mm Dicke runter, da biegt sich noch wenig bis nix. Aber das Dingen wird schneller. Dann kommt unten ein Knoten dran, das Sehnenöhrchen oben ist ein wenig weiter ;-)

Mittelalterlich , welche Zeit?, wären echte Recurves und deutlich kürzer, nach den Abbildungen. Nach den wenigen Funden fr gerade Bögen auf dem Kontinent wäre 5-eck "Mittelalterlicher".
Die Griffabmessungen sind schon mal gut, nur solltest Du das Verhältnis in etwa beibehalten. Wenn Du ins Hochkantprofil als Anfänger kommst, kann es Dir passieren, das der Bogen seitlich ausbiegt ....

Ansonsten ein schöner Bogen, den Handschock hat er von der schönen Symmetrie und der "mittigen" Biegung

Re: Esche LB 57# @ 28"

Verfasst: 24.05.2012, 22:56
von LJB
Hallo Finglas!

Schöner Bogen, damit wirst bestimmt freude haben ;) Auch dein Tillermauer gefällt mir gut.
Mit was hast du dein Eschen Bogen ge-finisht?

Grüße Leo

Re: Esche LB 57# @ 28"

Verfasst: 25.05.2012, 05:45
von Haitha
Schön geworden!
Finde den Tiller nicht so übel , eher das Gegenteil.

mfg

H

Re: Esche LB 57# @ 28"

Verfasst: 25.05.2012, 14:00
von Finglas
Grüßt Euch,

vielen Dank für die vielen positiven Rückmeldungen. Nicht das ich da falsch verstanden werde: Mir gefällt der Bogen schon auch ;D
Natürlich gibts Dinge welche ich beim Nächsten besser machen will. Eh klar. Winfried hat es ja auch angemerkt daß die Enden viel zu mächtig sind und somit natürlich für den Handschock verantwortlich sind. Macht nichts, der Bogen bleibt so.
Wo ich gerade bei den Anmerkungen von Winfried bin: ich wollte keinen historisch belegten Bogen nachbauen. Für meinen Marktcharakter brauche ich lediglich einen plausiblen Bogen wie ihn ein einfacher Wildhüter oder auch Wilderer für sich selbst hätte bauen können. Ich seh das ganze recht entspannt, zumal die Fundlage ja gewaltigen Spielraum lässt.

@ LJB Das Finish ist ein Hartöl aus dem Baumarkt. Das hatte ich noch übrigen vom Dielenboden.

Hatte ich übrigens bei den technischen Angaben vergessen:
Ist schließlich ein Eschenbogen, deshalb gibts auch Set: ca 5 cm hat er dauerhaft. Nach einer Parcourrunde kommen noch so ca 2cm Stringfollow dazu. Nicht wenig, aber noch OK.

Der Arrowpass ist übrigens ein ganz banaler Rinderknochen.

Mehr fällt mir dazu gerade auch nicht mehr ein.

Es grüßt, der Finglas

Re: Esche LB 57# @ 28"

Verfasst: 25.05.2012, 14:46
von zacki
Hallo Finglas
schön das man mal wieder von dir etwas hört...

Ich habe den "Brügel" ja schon (versucht) geschossen, letztes Jahr.
Freut mich das er immer noch hält.
;)

Vg Zacki