980 Gramm Eibe
Verfasst: 01.11.2011, 08:51
Hallo!
Nach einer Bogenbau- und Bogenschießabstinenz von fast einem halben Jahr wollte ich mir wieder mal was schönes bauen. Ich hab in dieser Zeit meine Freizeit hauptsächlich mit Laufen verbraucht. Ich habe dabei meinen Winterspeck abgebaut und eine ganz passable Halbmarathonzeit erreicht. Das Dumme ist nur, dass meine Bogenmuskulatur in der Zeit ziemlich abgebaut hat. Ich fand 85# schon anstrengend, mehr hab ich gar nicht probiert. Das muss bzw. wird sich wieder ändern, und als Trainingsanreiz wollte ich mir was schönes aus Eibe bauen. Ich muß eine Laufpause einhalten, habe ein schön krummes Stück Eibe, eine Woche Urlaub und meine Frau nicht, also wann wenn nicht jetzt
Ich hab erstmal die grobe Form rausgearbeitet. Beim Einsatz des Ziehmessers habe ich Splitter in der halben Werkstatt verteilt, so spröde war das Zeug. Das war das erste Mal, dass ich dabei eine Schutzbrille aufgesetzt habe. Aufgrund der Sprödheit war es aber wenigstens recht mühelos. Weiter Richtung Splint wurde es dann besser. Hier ist ein Foto von einem Stück, das ich mit dem Schweifhobel abgehobelt habe.
Die Splintringe waren aber eher zäh und irgendwie komisch gefärbt, wobei der Wechsel von orange-bräunlich zu weiß beim Freilegen sehr hilfreich war. Sieht man hier im Querschnitt. Das ist der schräge Schliff für die Overlays aus Ulme.
Sieht man auch ganz gut bei dem Ast. Ich hab da die Jahresringe stehen gelassen, weil es mir so gefällt.
Wie gesagt, die Ulme war eher krumm. Solange die Sehne den Griff mittig kreuzt find ich das beim Tillern aber nicht so stressig. Von der Seite gesehen sieht man das eh nicht. Der Griff ist direkt oberhalb der Aststelle, und zwar auf der Seite ohne Wicklung. An der gewickelten Stelle habe ich eine ordentliche Kerbe in den Splint gemacht. Es ist mir erst beim Finish aufgefallen, aber leider weiß ich nicht, ob ich da beim Finish z.B. an der Schraubstockkante angestoßen bin, oder ob das schon viel früher passiert ist und der Bogen trotzdem hält. Ich mag Wicklungen nicht, aber ich entschied mich diesmal für "Vorsicht ist besser als Nachsicht".
Hier ist noch ein Bild mit dem abgespannten, aufgespannten und auf ca. 31" gezogenen Bogen. Hab ein paar Mal bis 33" gezogen, es hält.
Der linke Wurfarm ist unten. Der ist unter dem Griff etwas steif, aber sonst passt es glaub ich. Zumindest habe ich nichts mehr gesehen.
Leider stimmt aber ein Detail nicht. Der Bogen hat die Maße und die Masse für ein dreistelliges Zuggewicht, bringt aber nur ca. 65# bei 32" Auszug. Das ist irgendwie doof. Wird wohl mehr ein Wallhanger werden.
Gruß,
Daniel
Nach einer Bogenbau- und Bogenschießabstinenz von fast einem halben Jahr wollte ich mir wieder mal was schönes bauen. Ich hab in dieser Zeit meine Freizeit hauptsächlich mit Laufen verbraucht. Ich habe dabei meinen Winterspeck abgebaut und eine ganz passable Halbmarathonzeit erreicht. Das Dumme ist nur, dass meine Bogenmuskulatur in der Zeit ziemlich abgebaut hat. Ich fand 85# schon anstrengend, mehr hab ich gar nicht probiert. Das muss bzw. wird sich wieder ändern, und als Trainingsanreiz wollte ich mir was schönes aus Eibe bauen. Ich muß eine Laufpause einhalten, habe ein schön krummes Stück Eibe, eine Woche Urlaub und meine Frau nicht, also wann wenn nicht jetzt
Ich hab erstmal die grobe Form rausgearbeitet. Beim Einsatz des Ziehmessers habe ich Splitter in der halben Werkstatt verteilt, so spröde war das Zeug. Das war das erste Mal, dass ich dabei eine Schutzbrille aufgesetzt habe. Aufgrund der Sprödheit war es aber wenigstens recht mühelos. Weiter Richtung Splint wurde es dann besser. Hier ist ein Foto von einem Stück, das ich mit dem Schweifhobel abgehobelt habe.
Die Splintringe waren aber eher zäh und irgendwie komisch gefärbt, wobei der Wechsel von orange-bräunlich zu weiß beim Freilegen sehr hilfreich war. Sieht man hier im Querschnitt. Das ist der schräge Schliff für die Overlays aus Ulme.
Sieht man auch ganz gut bei dem Ast. Ich hab da die Jahresringe stehen gelassen, weil es mir so gefällt.
Wie gesagt, die Ulme war eher krumm. Solange die Sehne den Griff mittig kreuzt find ich das beim Tillern aber nicht so stressig. Von der Seite gesehen sieht man das eh nicht. Der Griff ist direkt oberhalb der Aststelle, und zwar auf der Seite ohne Wicklung. An der gewickelten Stelle habe ich eine ordentliche Kerbe in den Splint gemacht. Es ist mir erst beim Finish aufgefallen, aber leider weiß ich nicht, ob ich da beim Finish z.B. an der Schraubstockkante angestoßen bin, oder ob das schon viel früher passiert ist und der Bogen trotzdem hält. Ich mag Wicklungen nicht, aber ich entschied mich diesmal für "Vorsicht ist besser als Nachsicht".
Hier ist noch ein Bild mit dem abgespannten, aufgespannten und auf ca. 31" gezogenen Bogen. Hab ein paar Mal bis 33" gezogen, es hält.
Der linke Wurfarm ist unten. Der ist unter dem Griff etwas steif, aber sonst passt es glaub ich. Zumindest habe ich nichts mehr gesehen.
Leider stimmt aber ein Detail nicht. Der Bogen hat die Maße und die Masse für ein dreistelliges Zuggewicht, bringt aber nur ca. 65# bei 32" Auszug. Das ist irgendwie doof. Wird wohl mehr ein Wallhanger werden.
Gruß,
Daniel