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Selfnocke Versuch
Verfasst: 19.08.2011, 21:56
von Günter_K
Hallo
Hab einmal versucht, mit ein paar Pfeilen mit Selfnocke zu beginnen. Da ich kein Horn habe und ich die Nocken verstärken wollte, musste ich mich nach einer Alternative umsehen. Gefunden habe ich etwas passendes im Aquariumgeschäft. Mopaniwurzeln, auch Eisenwurzel genannt.
Zuerst habe ich aus der Wurzel Plättchen rausgeschnitten (möglichst dunkel).
Dann habe ich wie hier
http://fletchers-corner.de/viewtopic.php?f=12&t=17495 beschrieben einen langen Schlitz reingeschnitten und die Plättchen eingeklebt.
Als nächstes habe ich ein normales Kreissägeblatt genommen und die Zacken so stark gebogen, bis ich die passende Schnittbreite für die Sehne hatte und habe diese 90° verdreht eingeschnitten.
Dann noch etwas feilen und schleifen ........und
Günter
Re: Selfnocke Versuch
Verfasst: 19.08.2011, 22:15
von Katharsis
Sieht doch super aus.
Re: Selfnocke Versuch
Verfasst: 19.08.2011, 22:58
von Lexa
He,
coole Idee mit der Wurzel, muss ich meinen Fischen mal wegnehmen...
Re: Selfnocke Versuch
Verfasst: 19.08.2011, 23:12
von Ivor Thoralfson
Sauber! Gefällt mir die Idee mit der Wurzel.
Re: Selfnocke Versuch
Verfasst: 20.08.2011, 07:27
von walta
Jetzt kann man im Aquariumgeschäft auch schon Bogenzubehör kaufen ;-)
Sehr schön gemacht. Ich selber achte immer drauf alle Kanten gut abzuschleifen. Dazu nehme ich einen 2mm dicken Streifen von einem Stück Schleifleinen.
Sind die Schäfte gekauft?
walta
Re: Selfnocke Versuch
Verfasst: 20.08.2011, 09:18
von kra
Gut geworden und ne klasse Idee mit der Wurzel.
Walta muß ich recht geben, investiere noch etwas Schleifleinen in das Finish, damit die Reibungsflächen zwischen Sehne und Pfeil möglichst glatt werden - das erhöht die Lebensdauer der Mittenwicklung. Kanten brechen und etwas abschleifen.
Was mir noch etwas kritisch vorkommt ist, die Schränkung eines Kreissägeblattes zu verändern. Besteht da nicht die Gefahr einer Unwucht (und fliegender Eisenteile)?
Re: Selfnocke Versuch
Verfasst: 20.08.2011, 10:38
von Günter_K
Hallo und Danke
Klar, Feinschliff kommt noch. Schäfte sind gekaufte Zedernschäfte. Eigenbau kommt sicher auch mal

,,,gibt ja tolle Anleitung hier.
Beim Sägeblatt muss man sich keine Sorgen machen. Das ist keines mit aufgelöteten Hartmatallblättchen, sondern in einem Stück. Dadurch wird es auch zu keiner Unwucht oder sich lösende Metallteilchen kommen. Es ist eine kleine Kreissäge und der Durchmesser des Sägeblattes hat nur 85mm.
Günter
Re: Selfnocke Versuch
Verfasst: 20.08.2011, 12:00
von FluFlu
walta hat geschrieben: Dazu nehme ich einen 2mm dicken Streifen von einem Stück Schleifleinen.
Könnte jemand mal posten, wie sowas aussieht?
Ich habe null Ahnung was das sein könnte - und wie man es im Baumarkt erkennen würde? (sowas kauft man im Baumarkt, oder?)
Re: Selfnocke Versuch
Verfasst: 20.08.2011, 12:29
von Günter_K
So, hab mal inzwischen das schöne Wetter genutz und im Garten etwas Feinschliff gemacht. In original sieht es besser aus, diese blöden hochauflösenden Cam's nehmen fast mehr Details aus, als ich selber erkennen kann
@FluFlu
Auszug aus Wikipedia: Schleifleinen wird wie Schleifpapier verwendet, allerdings wird hier als Trägermaterial ein Gewebe (früher Leinen) verwendet. Schleifleinen ist um ein Vielfaches stärker mechanisch belastbar, somit wird eine höhere Lebensdauer erreicht. Damit ist auch maschinelles Schleifen möglich, z. B. mit einem Bandschleifer. Beim Einsatz kreisförmiger Schleifpapiere werden Handschleifmaschinen benutzt. Die Form des kreisrunden Schleifpapiers hat sich vor allem beim Schleifen von Lacken, Metallen und Naturstein bewährt.
z.B.
http://www.hobbyholz.de/catalog/index.php?cPath=347_352
Gibt es in jedem Baumarkt
Günter
Re: Selfnocke Versuch
Verfasst: 20.08.2011, 12:32
von FluFlu
@ Günter
Vielen Dank für den Link.
Die dort gezeigten Schleifleinen sehen ja ziemlich breit aus (so 5cm oder so?) - oder täuscht das Foto?
Und schneidet man dann also davon mit einer Schere einen 2mm breiten Streifen ab?
Re: Selfnocke Versuch
Verfasst: 20.08.2011, 12:39
von Günter_K
Na das kommt immer darauf an, was du gerade schleifen willst. Natürlich kannst du das Leinen mit der Schere schneiden. Wie Walta das mit seinem Steifen meinte, kann ich dir nicht genau sagen. Ich habe mir ein Stück runtergeschnitten, es 3 mal zusammengelegt das es die richtige breite hat und konnte dann den Spalt wie mit einer Feile schleifen. Für runde Stellen kannst du es z.B. um einen dünnen Stab (Messing oder etwas anderes wickeln) und damit ebenso schleifen, nur eben rund.
Günter
Re: Selfnocke Versuch
Verfasst: 20.08.2011, 12:41
von Genni
Sieht gut aus.
Ist Mopaniwurzel wohl mit Mopane verwandt? Hört sich so gleich an

Re: Selfnocke Versuch
Verfasst: 20.08.2011, 14:15
von Günter_K
Ich würde mal sagen, das ist das selbe. Südafrikanisches Tropenholz, extrem hart und schwer. Hab mal wo gelesen, dass Mopani der "Handelsname" ist.
Günter
Re: Selfnocke Versuch
Verfasst: 20.08.2011, 16:53
von walta
Mein Schleifleinen wird im Baugeschäft als Blätter verkauft (so ca. A4). Da reisse ich von Hand einfach einen schmalen (2-3mm) Streifen runter. Wenn man in die richtige Richtung zieht geht das ganz leicht. Funktioniert wie wenn man ein Stück Stoff zerreist.
walta
Re: Selfnocke Versuch
Verfasst: 21.08.2011, 10:28
von klaus1962
Hab's jetzt erst gesehen. Sind sehr schön geworden.
@Günther
Hast Du zufällig auch schon was erfunden, womit man die Abrundung rationell und gleichmäßig herstellen kann, oder schleifst Du die Nockenden auch per Hand rund ?
Mir schwebt da schon lange sowas wie ein Nockspitzer (nur halt rund) vor.
Gruß
Klaus