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Handshock
Verfasst: 27.04.2011, 22:59
von tscho
Hallo Zusammen !
Mal ein paar Worte vorab,ich beschäftige mich nun so seit ca. 6-7 Monaten mit dem traditionellen Bogenbau,hab nun auch
schon so ca. 12 Bögen fertig, Ziel war immer ein 60 lbs, bisher wurdens aber nur Bögen zur Freude für alle möglichen
Kids.Hab alle todgetillert.So geschenen, bis vor einigen Tagen. Der erste 65 Pfünder wurde fertig,sauber getillert ( soweit ich das beurteilen kann )
Rücken sauberst geglättet,gebeitzt,gewachst...usw.
Nach den ersten paar Pfeilen die Enttäuschung...... ich schaffte es zwar bis in Nachbars Garten (hab einen bischen verrissen..er hats nicht gemerkt,gottseidank,weil er grad mit dem Rasenmäher zugange war....such mir jetzt ne andere Wiese ! War ein Versehen,bitte keine Belehrungen dazu !

meine bisherigen Bögen schafften nur knapp 100 m !) aber der ist gerade mal 150 m weit weg.Nachdem was ich mir schon alles an
Büchern reingezogen hab sollten mit nem 500 grains Pfeil gute 190 m zu schaffen sein ( ? ).Ich war ratlos.Im ersten Moment.
30 min später spürte ich es.Da dies mein erster 65 lbs Bogen war fiel mir das jetzt wohl nicht so gleich auf.
Mobilat war das einzige was da noch half,das Höllending hatte einen Handshock dass einem die Knochen davonfliegen.Das Armgelenk fühlte sich an wie nach 100 Eimern Beton schleppen.Nun wusste ich wo diese fehlenden 40 m geblieben waren...
in meinem rechten Armgelenk.
So,weis hier irgendjemand was ich nun schon wieder falsch gemacht hab ?
Bilder von dem Ding sind dabei.Länge 185 cm Breite Wurfarm knapp 5 cm , am Ende ,knapp 3cm. Griff 3x4,5 cm .
Darcon Sehne,Auszug 28".Esche , aus nem 30 cm Stamm.1 jahr gelagert.Hatte leichten Dehnwuchs,den ich aber weitgehendst
rausgedampft hab.
Würd mich freuen wenn hier jemand nen Tip hat.der Nächste Bogen ist schon in Arbeit,will aber den gleichen fehler diesmal vermeiden.Man liest ja alles mögliche, starren Griffbereich,biegenden Griffbereich...alles soll möglich sein mit wenig Handshock,ich versteh das nicht.
So long
tscho
Re: Handshock
Verfasst: 27.04.2011, 23:27
von acker
Hallo und willkommen im Corner !
Ganz knapp , zeig uns mal ein Tillerbild des Bogens , und dann wird umgebaut
Die Nocken sind mit den 3 cm viel zu breit , 15 mm reichen vollkommen !
Gruß acker
Re: Handshock
Verfasst: 27.04.2011, 23:27
von Selfbower
Handshock resultiert immer aus zu viel Masse an den Wurfarmenden. 3cm ist auch doch recht viel. versuch beim nächsten Bogen einfach schmalere Tips zu machen ggfls. Overlay aufleimen, damit das mit dem schmal machen geht. dann sollten auch 1cm - 8mm kein Thema mehr sein. Aber pass auf, dass sich die WA´s dann nicht verdrehen und die Needletips seitlich wegbrechen!
LG. Selfbower
Re: Handshock
Verfasst: 28.04.2011, 01:49
von tomtux
wenn die tipps schon als gartenschaufeln taugen, dann muss die schwingungndynamik schon ganz ausgeklügelt stimmen um handschock zu verwmeiden.
im prinzip muss ein schwingungsknoten im griff liegen um solche monstertipps ohne handgelenksschädingende eigenschaften zu verbauen.
beim nächsten die tipps MAXIMAL 12mm breit, das sind schon mal 80% vom handschock weg. für den rest gibts den trick mit gleich klingenden wurfarmen.
wenn die wurfarmhälften gleiche eigenfrequenz haben stehen die chancen auf ruhe im griff recht gut.
Re: Handshock
Verfasst: 28.04.2011, 02:00
von Heidjer
tomtux hat geschrieben:.....wenn die wurfarmhälften gleiche eigenfrequenz haben stehen die chancen auf ruhe im griff recht gut.
Toller Tip, den nächsten Bogen tillere ich mit Oszilloskop!
Gruß Dirk
Re: Handshock
Verfasst: 28.04.2011, 07:26
von Bogenschütze
Abgesehen von den baulichen Zusammenhängen, die schon angesprochen wurden, wäre auch auf die Standhöhe der Sehne zu achten. Je niedriger, desto mehr Handschock.
Durch eine größere Standhöhe kannst du viel Handschock rausnehmen.
Re: Handshock
Verfasst: 28.04.2011, 08:01
von Squid (✝)
Die 40 m sind übrigens auch in den schweren Enden geblieben: Der Bogen muss so viel Eigenmasse bewegen, dass er dem Pfeil weniger Energie mitgeben kann.
Re: Handshock
Verfasst: 28.04.2011, 10:42
von tomtux
@dirk
dagegenklopfen und lauschen.
wie bei einer stimmgabel kann man das (meistens) ganz gut hören; gleicher ton, gleiche eigenfrequenz
funktioniert sogar bei durch den griff biegenden bögen, weil man den griff ja in der hand hat.
ein oszilloskop wäre natürlich genauer

Re: Handshock
Verfasst: 28.04.2011, 12:34
von tscho
Hallo Leute !
Wow ! so schnell so viele Antworten,klasse,vielen Dank !
Problem erkannt . Also tips schmäler,1,5 cm.....0,8cm .....ich werd in den nächsten Tagen bevor ich damit anfang noch ein
Tillerbild schicken.IHR SEID DIE CRACKS !!

Eigenfrequenzen...........Schwingungsdynamik....holla die Waldfee..Respekt.-jetzt gehts ans Eingemachte,das gefällt mir.
Jetzt hab ich nur noch eine Sorge,wenn ich die tips verschmälere werd ich ja den ganzen Bogen runtertillern müssen.....
Ich hab aber langsam keine Kinder mehr in der Bekanntschaft die keine Bogenschützen sind
Aber egal,so sei es.
Noch ein gedanke,vielleicht lieg ich ja total daneben,aber könnte man das auch mit extrem schwereren Pfeilen wegkriegen ?
Klar die Schußweite würde drunter leiden,aber der Pfeil hätte ja auf kürzere Distanzen mehr wucht ?
Die Standhöhe hatte ich schon so auf um die 15 cm.
tscho
Re: Handshock
Verfasst: 28.04.2011, 12:49
von Chirion
bei 3 cm an den Tips spielt vermutlich der Luftwiederstand auch schon eine Rolle
muß sich ja anfühlen wie wenn ein Quetzalcoatlus vom Handgelenk zu starten versucht
aber Spaß beiseite, ich hab die Tips am Anfang auch zu breit gemacht, mach sie einfach beim nächsten gleich bei der Rohform um die Hälfte schmäler und dann tillerst die letzten 20cm seitlich da fällt dann auch noch was weg.
bei dem jetztigen Bogen kommmt das stark auf den Tiller wie viel du seitlich wegnehmen kannst, wenn die Enden recht steif sind kannst mal seitlich wegnehmen bis sie anfangen sich mitzubiegen dann kürzt du den Bogen ein wenig 3-4cm pro Seite und solltest nochmal ein wenig wegnehmen können.
Re: Handshock
Verfasst: 28.04.2011, 12:53
von mace
Du musst nicht zwingend den kompletten Bogen runtertillern.
Du nimmst ja erstmal nur an den Wurfarmenden seitlich so viel weg, bis Du aufs angestrebte Maß kommst.
Danach erstmal zum Testen auf den Tiller, dann wirst Du schon sehen was passiert ist.
So wie ich das auf den Bildern sehe hast Du ein komplett pyramidiales Design gewählt.
Eventuell reitchs schon, wenn Du die letzten 10-20 cm der Wurfarme mit einer weiteren, steileren Pyramide verjüngst um auf die angestrebte Breite der Tips zu kommen. Da dürfte sich im Tiller nicht wirklich viel ändern.
Wenn Du natürlich auf komplette Länge der Wurfarme seitlich Material wegnimmst, (um das pyramidiale Design beizubehalten)musst Du den Tiller komplett anpassen. (oder aber, wenn Du sauber arbeitest, wird der Bogen einfach nur ein wenig schwächer)
Re: Handshock
Verfasst: 28.04.2011, 13:17
von Broken Arrow
Hi
Bögen deiner Bauart (Holmegaard Verschnitt?) sollten bei einem Auszug von 28-29 Zoll nicht länger als 170 cm sein.
Die übrigen 15 cm helfen dir auf den letzten 40 Metern aber erst dann, wenn sie nicht mehr da sind
Also:
Ich würd denselben auf 170 cm einkürzen (verringerung der Masse) und die Tips nicht breiter als 1.5cm machen bei einer Dicke von 1.2-1,5 cm (auch verringerung der Masse)
Dann klappt es auch mit der Weite
BA
Re: Handshock
Verfasst: 28.04.2011, 13:39
von benzi
ich stimme BA zu! so wird auch kein Kinderbogen draus!
benzi
Re: Handshock
Verfasst: 03.05.2011, 21:39
von tscho
Hi Zusammen,
Erstmal nochmals vielen Dank an alle für die Tips,hier noch die Tillerbilder.Ja ich weis........ist falschrum augehängt......1 mai
war bischen anstrengend
So long
tscho
Re: Handshock
Verfasst: 03.05.2011, 21:52
von benzi
steht eigentlich irgendwo was es für ein Holz ist?
benzi