@Mandos: Dunkler Griff = Zimmermannsbeil. Stimmt.
Was das Bildhauerbeil angeht: Ja, warum eigentlich nicht. Das ist genau so guter Stahl, wie ihn die anderen Beile auch haben.
Die stark gerundete Klinge führt dazu, dass man relativ schmale Späne abnimmt, das kommt dem Bogenbau eigentlich entgegen, weil man nicht gleich katastrophale Holzkeile abspalten kann.
Die Form von Griff und Klinge ist halt ungewöhnlich aber ich bin der Meinung, dass es sehr stark darauf ankommt, was der Anwender gewohnt ist. (Ganz Off Topic: Ich finde es sehr schön und könnte mir einen Test gut vorstellen.)
Wenn man seit Jahren mit einem bestimmten Werkzeug arbeitet, dass zwar eigentlich gar nicht primär für die spezifische Aufgabe gedacht ist, ist man dennoch besser, als wenn man einem Anfänger ein zweckspezifisches Top-Werkzeug gibt.
Und Bogenbau ist auch Bildhauerei. Gerade wenn erst einmal ein Rohling aus einem Stück Stamm geschlagen werden muss, ist das so viel anders nicht.
Vom Material her: Es wird Holz bearbeitet. So What.
Ich meine, dass es sehr entscheidend ist, wie die Klinge geformt ist, genauer, ob ein einseitiger oder zweiseitiger Anschliff vorliegt. Die zweiseitigen "Keiläxte" sind weitestgehend Spalter. Die sollen massiv abtragen bzw. halbieren.
Die einseitigen Beile sind etwas diskreter und kontrollierter, beispielsweise um Dicke zu reduzieren, zu glätten oder zu formen.
Die Einseiter sind ganz gut durch einen Dechsel zu ersetzen (wie jemand oben gepostet hat). Ich hab mit so einem Ding aber noch nicht gearbeitet.
Kann man die Dinger eigentlich zur Ansicht bestellen, bzw. zum Testen? Knuffig ist das Ding auf jeden Fall!
EDIT: Das Ding bei Amazon ist halt neu. Und teuer. Scheint aber so mistig nicht zu sein.
Wie sich das Firmengeflecht darstellt ist schwer zu erfassen, offnbar gibt es da die Fa. Ochsenkopf seit Jahrhunderten, die eine Traditionsladen zu sein schein und die Fa. Gedore, von der ich nun nix weiss, ausser, dass sie sich auf ihrer Webseite als "Bewahrer der Tradition" darstellt.
Meine Theorie: Die sind eine Art Dachunternehmen und haben die Traditionsanbieter erworben.
Nun gut.
Die Frage ist: Was brauchst du. Willst du gleich mit einem teuren Werkzeug einsteigen oder zunächst mal mit soner gebrauchten Gurke testen wie gut du damit klar kommst? Vielleicht wirst du ja auch Dechselfetischist...
