Seite 1 von 3

Osage nach dem biegen angeröstet

Verfasst: 08.07.2010, 08:44
von Felsenbirne
Moin,

ich habe meinen Osage (Nordeutscher Bogenbauertreff) etwas gekürzt und anschließend die Enden mittels Heissluftpistole erhitzt
und dann in den Reflex gebogen. Das ganze sollte etwas mehr Power bringen, Beim Erhitzen ist allerdings auch der Rücken
angeröstet. Beim Biegen sind Bauchseitig ein paar Fasern gerissen, das konnte ich aber rauschleifen.(war nur oberflächlich)
Meine Frage: Ist diese Stelle überhaupt noch belastbar? Mir macht der angebräunte Rücken (spröde?) Sorgen.

Bild

PS
Die helle Schicht im Knick ist angeschliffener Epoxy und Staub. Schreibe ich nur weil es etwas komisch aussieht

Re: Osage nach dem biegen angeröstet

Verfasst: 08.07.2010, 09:26
von goasbeda
mschwanner hat geschrieben: Meine Frage: Ist diese Stelle überhaupt noch belastbar? Mir macht der angebräunte Rücken (spröde?) Sorgen.
Biegt er sich denn soweit draussen überhaupt noch?
Wenn nicht, würd ich mir keine Sorgen wegen der Röstung machen.
Sieht mir ja eher nach einem "statischen" Recurve aus.

Problematisch ist sowas eher im arbeitenden Bereich in der Wurfarmmitte.

Gruß...

Re: Osage nach dem biegen angeröstet

Verfasst: 08.07.2010, 09:28
von Felsenbirne
Hallo, danke für die Antwort! Das baut auf!!!

In dem Bereich biegt sich eigentlich nix mehr. Werde den Bogen erstmal ein paar Tage zum Feuchtigkeitsausgleich geben und dann mal schauen.
Eine Wicklung möchte ich eigentlich vermeiden. Meinst Du es geht ohne?

Re: Osage nach dem biegen angeröstet

Verfasst: 08.07.2010, 09:52
von BeaverBow
Ich biege Osage nur über Dampf - und dann mindestens 1 Stunde!
Wenn er in dem Bereich nicht arbeitet, haste vielelicht Glück!

Re: Osage nach dem biegen angeröstet

Verfasst: 08.07.2010, 10:16
von kra
Beim Biegen mit der HLP immer von der Bauchseite her erwärmen, damit vermeidest du die Schwächung des Rückens.

Vom Bauchgefühl (und aus der Ferne) her würde ich sagen: 1 Woche rehydrieren lassen und dann ein Backing an der Stelle einplanen.
Wie dick ist denn der JAhresring am Rücken?

Re: Osage nach dem biegen angeröstet

Verfasst: 08.07.2010, 10:32
von Felsenbirne
@Kra

Dicke wiss ich jetzt so nicht, mess ich später nach. Rohhautbacking könnte ich machen. Wäre sicher nicht die schlechtetste Idee. Sicher ist Sicher

Weiss auch nicht warum ich auch vom Rücken her erhitzt habe. Habe ich sonst noch nier gemacht! Das Alter vielleicht :o

Re: Osage nach dem biegen angeröstet

Verfasst: 08.07.2010, 10:42
von acker
Ja, den Bogen kenne ich  ::)

Ich würde da auch noch was drüber / drunter machen.
Wenn sich da was bewegt , dann nur noch einmal  8)

Die Jahresringe waren ja gut an dem Bogen, jedoch stört mich der Knick doch arg der zu sehen ist,  in dem Bereich sind die Fasern kollabiert.
Ich vermute mal das er am Bauch einige querlaufende Haarrisse hat und auf dem Rücken eben diese Quetschung .

Aber , das ist ja nun kein Problem , es bieten sich viele Varianten an :

Ein dünner Hornstreifen :
Einen dünnen Hornstreifen nehmen, kurz in kochendes Wasser legen und dann in Form Biegen / pressen - anschliessend mit Hautleim oder Epoxy aufkleben -> sieht cool aus 

Holzstreifen:
Einen pasenden streifen herstelln aus beliebigendem tauglichen Holz wie Osage , Ulme , Kirsche,  Pflaume etc in Form biegen und auflkleben.
-> etwas mehr arbeit , sieht aber auch gut aus.

Hanf , Flachs ( hättest Du da welche von mit dem Epoxy aufgeleimt wäre das wahrscheinlich schon sicher )
Einfach eine 2mm starke Faser schicht aufleimen und dünn auslaufen lassen, ist sehr schnell gemacht , muß aber dann je nach Geschmack noch verschönert werden mit zB Bemalung , Schlangenhaut , Kirschrinde etc

Rohhaut nur wenn die Beschädigung nicht zu arg ist. oder diese relativ stark ist, weil dehen soll sich an der Stelle wo sie aufgebracht wird ja nichts mehr, deswegen fällt auch Seide weg.

Gruß acker

Ob ein oder beidseitig kannst Du am besten vor Ort entscheiden.
Halt nur soviel zusätzliches Gewicht wie nötig anbringen damit die Leistung nicht leidet.

Re: Osage nach dem biegen angeröstet

Verfasst: 08.07.2010, 10:47
von Felsenbirne
Hornstreifen?
Du meinst über die gesamte Länge bis zum Tipp und über den Knick hinaus mit eine breiten Horstreifen aufkleben? Wo bekomm ich so  langes Horn her?
Rohaut mit Schlangenhaut wäre mein Favorit. Aber ich will natürlich kein Risiko eingehen. Sch** hätte ich die Enden bloß nur gekürzt :'(

Achso: Horn auf Rücken und Bauch?

Re: Osage nach dem biegen angeröstet

Verfasst: 08.07.2010, 10:56
von acker
Ja die Möglichkeit ist auch gut, aber dann bitte auch noch ein Sehnenbelag auf den Rücken  ;D  ;)

Nein , nur ein kurzes Stück Horn was den Knick sichert und den Recurve stabil macht. Also nur so lang wie der Recurve ist.

Re: Osage nach dem biegen angeröstet

Verfasst: 08.07.2010, 11:07
von acker
Schau mal in die Bibel Band  2 
Seite : 200

Band 4 Seite : 177
Gruß acker

Re: Osage nach dem biegen angeröstet

Verfasst: 08.07.2010, 11:09
von Felsenbirne
@acker

ich meinte nicht gesamte WA länge mit Horn sonder Recurve bis zum Tipp und etwas über den Knick hinaus.
Bauch dann zusätzlich mit Rohaut? oder so lassen. Die Bauchseite wird ja eh nur gestaucht.


Nachtrag: schau ich mir an Danke!

Re: Osage nach dem biegen angeröstet

Verfasst: 08.07.2010, 11:20
von acker
Ja genau so, innerhalb des Knickes das Material stärker lassen und dann nach oben und unten dünn auslaufen lassen .
Wie gesagt, Bibel 2 Seite 200 für die Holzvariante, Horn dürfte da deutlich dünner werden.
Ob es nun ein Pflaster auf Rücken und Bauch sein muß  ???
Ja das kannst nur Du vor Ort entscheiden.
Wenn ich vor dem Problem stehen würde, dann würde ich das Horn oder Holz auf den Bauch machen und im ganz schlimmen Fall noch ein paar Hanfflusen auf den Rücken bringen.

Gruß acker

Re: Osage nach dem biegen angeröstet

Verfasst: 08.07.2010, 11:22
von Felsenbirne
@acker
horn bei dick bestellt!  ;D

Aber was ich nicht verstehe? Das Horn hätte ich jetzt auf dem Rücken aufgeklebt und Rohaut auf Bauch. Wieso umgekehrt?

Re: Osage nach dem biegen angeröstet

Verfasst: 08.07.2010, 11:30
von acker
Ist Latte wie rum , hauptsache der Bereich bleibt steif -> reine Geschmacksache -> bzw ist es einfacher einen Streifen auf den Bauch zu leimen um eine Kurve rum, als einen Streifen in eine Kurve zu pressen .

Denk bei dem Horn nur dran, das diese Lösung wesentlich dünner ausfallen wird als zB  ein Holzstreifen( je nach Holzart und Dichte ) , nicht das Du dir da zuviel Gewicht an die Tips baust.

Also so viel wie nötig und so wenig wie möglich.

Gruß acker

Re: Osage nach dem biegen angeröstet

Verfasst: 08.07.2010, 11:45
von Felsenbirne
Ok danke !

Werde mal schauen wie ich es mache. Wenns klappt haste nen Pils mind. gut bei mir ;D

ich denke 1mm wird reichen