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Pfeilbiegung und Federabnutzung

Verfasst: 18.07.2006, 13:45
von morizklonner
Servus...

Ich wollt nur mal so fragen, wieviel millimeter durchbiegung (wenn man den schaft zB auf ne tischplatte legt) ist für ein gutes Flugverhalten grad noch so verträglich?

Und dann is bei mir noch folgendes passiert:
Ich hab mir vor ein paar wochen zum ersten mal pfeile gebaut. Sie fliegen wirklich prächtig, nur gabs beim letzten mal einen enmoren abrieb bei den rechten oberen Federn, sie fransten aus. Vielleicht hat es ja an dem Lederstreifen gelegen, der auf die Pfeilauflage meines Langbogens klebt, denn der hat sich gelöst und ca 5mm von dem hingen dann herunter, vielleicht war das ein hinderniss für die Federn.
Oder hat jemand ne andere Theorie?

danke schonmal jetzt...
mfg

Verfasst: 18.07.2006, 14:15
von AZraEL
lies dir mal im fletchers corner eigenen wiki den beitrag zum thema "spine" durch. dann solltest du alles wissen, was das "durchbiegen" von holzpfeilen angeht. das ist nämlich eine wissenschaft für sich!

und ansonsten - willkommen im fc!

ähm

Verfasst: 18.07.2006, 14:33
von morizklonner
soviel ich weiß ist der spine doch quasi wie stark sich ein pfeil während des fluges durchbiegt, ich meinte aber einen pfeil der so schon verbogen ist...also nicht gerade ;)

diese krümmung wirkt sich ja auf den flug aus, nur ab wievielen millimeter durchbiegung zeigt sich das denn??

naja..danke jedenfalls!!

aber eine frage bleibt noch...ich hab jetzt schäfte mit schwarzer lasur behandelt, will die jetzt soweit abschleifen, dass quasi ein schwarz-weiß muster entsteht (also ned viel abschleifen) aber womit soll ich dann den pfeil zum schutz überziehen? was für lacke eignen sich?

Verfasst: 18.07.2006, 14:40
von merdman2
Tja, zum lackieren nimmst du Parkettversiegelung. Gibts in jedem Baumarkt.

Runterschleifen ist mA aber nach keine gute Idee: Du veränderst den Spine und das Gewicht!

Und krumme Schäfte kann man entweder richten oder besser man kauft sie erst gar nicht.

Ausgefranste Feder: Ich tippe auf das Leder. Kann aber auch der Nockpunkt sein.

Markus

Verfasst: 18.07.2006, 15:33
von morizklonner
mhm...ich muss mal wieder schießen, hab das leder angeklebt und hoff halt das nixmehr ausfranst...

danke wegen dem tipp mit der versiegelung...aber wenn man nur die oberste schicht lasur abschleift sollte das den spine doch garnicht so arg beeinflussen, oder etwa doch?
wie krieg ich sonst so nen effekt hin?
und was war das mit dem nockpunkt??

und zum thema krumm: dummerweise hab ich die schäfte zum trocknen der lasur gegen eine wand gelehnt gehabt und dadurch haben sie sich verbogen...ist aber eh schon behoben, die frage war rein theoretisch.. ;)

Verfasst: 18.07.2006, 15:49
von vortex
Also so viel ich weiß, können Schäfte ruhig ein bisschen krumm sein. Das sollte sich auf das Flugverhalten kaum neg. auswirken da sie sich ja eh biegen. Das Problem mit der ausgefransten Feder hab ich auch, und auch noch keine Lösung. Ist schon merkwürdig. Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich jetzt mal einen Rohschafttest gemacht habe, in dem sich meine Pfeile als völlig untauglich erwiesen haben, obwohl sie mit Federn ganz gut flogen und trafen. Mal schauen obs bei meinen neuen Pfeilen ähnliche Symptome gibt.
Gruß

Verfasst: 18.07.2006, 15:49
von Kaspian
Hi Karasu

wenn als ertes die Nocks eigesägt oder angeklebt werden, können die Pfeile zum Trocknen aufgehängt werden :) Bild

dürften sich dann eigntlich nicht verbiegen :D

Cu Kaspian

Verfasst: 18.07.2006, 16:50
von morizklonner
gute idee, danke!

RE:

Verfasst: 18.07.2006, 17:17
von benz
Original geschrieben von vortex

Also so viel ich weiß, können Schäfte ruhig ein bisschen krumm sein.
Also daß kann ich nun nicht stehen lassen, da tun hunderte von Bogenschützen alles um ihre Schäfte gerade zu bekommen und dann so ein Satz. :bash :motz ;-)

Ein guter Pfeil ist so gerade wie nur möglich und es werden hier im Forum einige Arten beschrieben Pfeile gerade zu bekommen.

liebe Grüße benzi

Verfasst: 18.07.2006, 17:50
von Atheos
Soviel ich weiß haben Holzschäfte, im Gegensatz zu Alus, die Eigenschaft leichte Ungeradheiten im Flug auszugleichen. Allerdings spricht man hier von Biegungen die gerade noch sichtbar sind, und nicht von gebogenen Stöckchen, die gerade noch als (Ex-) Pfeil erkennbar sind.

Also beim Kauf der Schäfte darauf achten, dass die Schäfte gerade sind.
Wenn dann doch mal einer krumm wird, z.B. durch die falsche Lagerung, dann unbedingt richten.

Meine Schäfte behandle ich zur Zeit ausschließlich mit verschiedenen Lasuren, aber früher hab ich sie mit Bootslack lackiert.

LG, A.

Aufransen

Verfasst: 18.07.2006, 18:04
von Dwyer
Zu den ausgefransten Federn:
hatte mal das gleiche Problem. Im nachhinein hat sich herausgestellt das die Schäfte viel zu steif waren und wohl deswegen das Schussfenster berührt haben. :bash

Verfasst: 18.07.2006, 21:30
von morizklonner
hoho...find ich cool das da gleich so ne diskussion entsteht...danke euch allen.. :D

also ich hab ja jetzt meine zedernschäfte mit schwarzer lasur für gartenmöbel behandelt, glänzt zwar, aber irg. hätt ich doch gern etwas die maserung draußen...naja, beim nächsten mal viell. ned so oft lasieren.

grad gerichtet hab ich sie eh wieder mit nem föhn, schon klass wie "weich" das holz da wird, überhaupt die tanne, zeder eher ned so

und ja...die tannenschäfte sind 36#, der bogen hat 31#...aber ich hab schonmal mit 45# geschossen und die haben nix...vielleicht grad so n dummen spine erwischt....jetzt muss ich mal schaun wie meine 31# zedernschäfte sich verhalten...

und jetzt wieder mal ne frage: is ein rohschafttest wirklihch sooooooooo gut, ich mein, die pfeile können zwar fehler haben, aber irgentwann gwöhnt ma sich doch auch an des und kann mit denen prächtig schießen, oder?

aber ja...will mir eh zu weihnachten einen recurve wünschen....40# ca. da kann ich ja dann sowas machen...

Verfasst: 18.07.2006, 23:31
von vortex
Also an die dem Rohschattest nach ein wenig zu harten Pfeile kann man sich wohl gewöhnen. aber das sollte man mit zu weichen nicht tun, denke ich, da diese oft nicht nur weich anzeigen, sondern auch sonst unruhig fliegen und ja auch Fehlerchens stärker aufnehmen. Aber wenn man den Rohschafttest eh macht, kann man sich auch gleich genau passende Pfeile organisieren. Soviel zu meinem Wissen über den Rohschafttest :-)
müden Gruß
David

RE:

Verfasst: 19.07.2006, 09:04
von mbf
Original geschrieben von Karasu
grad gerichtet hab ich sie eh wieder mit nem föhn, schon klass wie "weich" das holz da wird, überhaupt die tanne, zeder eher ned so

und jetzt wieder mal ne frage: is ein rohschafttest wirklihch sooooooooo gut, ich mein, die pfeile können zwar fehler haben, aber irgentwann gwöhnt ma sich doch auch an des und kann mit denen prächtig schießen, oder?
...wenn der Pfeil in der Luft rumeiert, wirst Du Dich nicht dran gewöhnen können. Wenn der Pfeil aufgrund eines falschen Spines regelmäßig an den Bogen schlägt, wirst Du Dich nicht dran gewöhnen können und vernünftig schießen können. Ist so. ;-)

Hast Du nach dem Geraderichten mittels Fön nochmal den Spine geprüft (mittels Spinetester oder eben Rohschaft)? Hat die thermische Behandlung den Schaft möglicherweise verändert? Stellen im Arbeitsablauf, an denen sich gerade bei Holz Fehler einschleichen können, gibt es zuhauf. Leider. Ein schönes Material, aber immer mit viel Aufwand verbunden, möchte man reproduzierbare Ergbnisse.


@Atheos
Das ist die Frage: stabilisiert sich der Holzschaft schneller, weil es Holz ist und eine große innere Dämpfung aufweist (habe das auch schon mal irgendwo gelesen) oder weil man auf Holzschäfte eh X" Truthahn draufpappt, der so ziemlich alles geradehält...

Verfasst: 19.07.2006, 10:16
von morizklonner
nein, hab nix dergleichen wie einen spinetester und rohschafttest ist mir irg. zu aufwendig... *g*

bis jetzt gings immer so...und sie fliegen nicht schlecht, nur selten eiern sie und das is meiner meinung nach ein fehler beim schuss, also meinerseits

und wegen der trefferquote..ich ziel ja ned wirklich, also quasi intuitiv (oder in dem fall doch instinktiv?? :D )

naja...gegen den bogen schlagen sie nicht, außer damals die für 45#, aber des is ja kein wunder...