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Auswirkung unterschiedl. Schaftgewichts

Verfasst: 27.04.2005, 08:13
von Archiv
Auch nach längerem Stöbern habe ich nichts Passendes im Forum gefunden. Also:

Nachdem ich mir ein Bündel Schäfte für einen Rohschafttest gekauft und nachgewogen habe, stellte sich heraus, dass es nach dem Aussortieren der "Extreme" immer noch Schwankungen von plusminus 3 Gramm oder 45 grains vorhanden sind.

Kann man abschätzen, wieviel Abweichung sich, auf sagen wir mal 30 Metern, ergeben würde? Vorausgesetzt alle anderen Parameter sind identisch.

Vielleicht hat jemand dergleichen mal getestet.

Verfasst: 27.04.2005, 09:16
von Peter O. Stecher
Ich würde meinen auf 30m merkst Du das nicht stark.

Verfasst: 27.04.2005, 10:12
von Ravenheart
Nö, nix getestet; wäre auch schwierig von den anderen Parametern (Zielfehler, Auszugdifferenzen, Bogenermüdung etc.) zu trennen...

Aber ne Idee dazu:

Nimm den schwersten Schaft als Maßstab, und lege jedem anderen einen dünnen, kopflosen Nagel dazu, der so auf Länge abgeknipst ist, dass Pfeil + Nagel auf das Gewicht des Schwersten kommen (einen Tick Zugabe dabei!).

Dann kneifst Du den jew. Nagel noch mal mittig durch, entfernst beim Pfeil Spitze und Nocke, und bohrst längs in den Schaft ein Loch und klebst jew. eine Hälfte vorn und hinten ein; dann Nocke und Spitze wieder drauf. Schon sind alle nahezu gleich..
;-)

Gut, is nicht ganz ernst gemeint! Aber wenn es sein soll...
:o

Rabe :D

Verfasst: 27.04.2005, 11:40
von kra
Nix (messtechnisch) getestet, aber aus eigenem Erleben kann ich sagen, das sich 4-6 Gramm auf größere Entfernungen schon auswirken (60"-Bogen, Pfeilgewicht 32 vs. 37 Gramm)

Verfasst: 27.04.2005, 12:12
von Peter O. Stecher
to kra, aber auf 30m nicht, oder?

Verfasst: 27.04.2005, 13:19
von Robster
45 grains machen bestimmt was aus, das is vergleichbar als wenn du statt ner 125 grain Spitze eine 85 grain drauf hättest.
Der Pfeil ist leichter und hat demnach eine flachere Flugbahn.
Ob sich das bei 30 meter stark bemerkbar macht, kann ich im Moment nich sagen, denke aber schon.
Viel dürfte es aber nicht ausmachen. Bei 40 meter oder mehr denke ich wird man auf jeden Fall den Unterschied merken, sofern man immer schön den gleichen Auszug, Ankerpunkt, Lösevorgang hat.

Verfasst: 27.04.2005, 13:24
von kra
Ab 30 m merkst du es, denke ich.

Ob schon davor hängt von Schießstiel und der Umgebung ab. Auf meinen wohlbekannten Übungszielen merke ich es ab 25m, und über einen ganzen Turniertag hin auch (EBHC Planneralm), unabhängig von der Entfernung.

Verfasst: 27.04.2005, 16:27
von Archiv
Danke für die Antworten (außer ravenheart, Dir danke ich diesmal nicht - wg. schabernack).

Selber testen geht nicht, weil mein Schießstil viel zu unregelmäßig ist, da ist noch Übung gefragt.

Welche Toleranzen beim Pfeilgewicht?

Verfasst: 28.04.2005, 10:40
von Matthias Herp
Hallo Zusammen!

Wie konfiguriert ihr eure Pfeile im Gewicht?

Meine Rohschäfte (Fleco Shop, Fichte, 5/16", 40-45#) wiegen zwischen 21 und 28 Gramm. Die meisten liegen aber so um 25g. Welche Schäfte sollte man da aussortieren?
Welche Toleranz ist sinnvoll, 24-26g oder 23-27g??

Ich möchte damit Distanzen bis 50m schiessen.

Liebe Grüße,
Matthias

Pfeilgewicht austarieren

Verfasst: 28.04.2005, 23:02
von Taubert
Hallo Johnny,

der Vorschlag von Rabe ist nicht ganz aus der Luft gegriffen.
Wenn Du einen Rohschaftstapel nicht kleinselektieren kannst (Geld) oder willst, dann hilft das Austarieren von Pfeilen mit Zusatzgewichten durchaus, um eine entsprechend große Menge annähernd gleicher Pfeile herzustellen. Ich habe es selbst probiert und war mit den Gruppierungsergebnissen zufriedener. Du benötigst dafür jedoch fast schon eine Feinwaage, außerdem solltest Du darauf achten, daß der (möglichst gleichmässige) Schwerpunkt in der Pfeilgruppe erhalten bleibt. Ich würde nicht mehr als 2,5 Gramm draufpacken.
Die Technik findet sich auch bereits bei historischen türkischen Pfeilen, die mit Flachscheiben unterschiedlichen Materials (z.B. hinter der Spitze angebracht) abgestimmt wurden.

Gruß Götz

Tarieren

Verfasst: 28.04.2005, 23:07
von Archiv
Jawoll, warum auch nicht. Gewichte um Ungleichheiten auszumerzen, werden bei vielen Gelegenheiten verwendet - warum nicht auch bei Pfeilen...
Bei meinen Schäften ist es aber nicht nötig, wie sich nach dem Rohschafttest herausstellte; die Schwankungen sind im 3-Gramm-Bereich. Da mache ich nichts dran.

gewicht

Verfasst: 03.06.2005, 09:57
von Der Thor
hallo,
ich habe in letzter zeit sehr viel mit unterschiedlichen schaftformen, gewichten und dem schwerpunkt herumprobiert. Fand die unterschiedlich fliegenden pfeile beim üben unheimlich nervig, weil ich nie wusste ob ich es bin oder der pfeil.
also ein gewichtsunterschied von 10 gramm macht auf 45-50m eine höhendifferenz von 50 bis 60cm. je leichter der pfeil desto eher merkt man auch kleinere gewichtsunterschiede. häufig haben unterschiedliche gewichte auch unterschiedliche spinewerte zur folge und mit gewichten ändert sich der dynamische spine auf jedenfall also ist man da sicher limitiert. ich suche mir meine stäbchen mittlerweile im baumarkt die schauen zwar etwas doof wenn man dort mit waage und spinetester anrückt und barrel und schleife sie dann, bis es auf es passt.
pfeile bauen macht mir halt spass und wenn sie dann gut fliegen ist das einfach richtig toll.

Gweicht ausgleichen

Verfasst: 03.06.2005, 13:14
von Matthias Herp
Hallo Zusammen.

Ich habe mal ausprobiert (just 4 fun) Pfeilschäfte durch mehrere Lackschichten auf das gleiche Gewicht zu bringen.
Ich hatte 8 Schäfte innerhalb einer Toleranz von 3 Gramm.
Alle Schäfte habe 2 Lackschichten bekommen. Die leichteren Habe ich dann so oft nochmal lackiert bis sie alle in einer Toleranz von 0.5g lagen. Pro Lackschickt sind meine Pfeile ca. 0,15 - 0,5 g schwerer geworden, je nach dem wie viel ich draufgebatzt habe.
Der Lack war Parkettversiegelung, trocknet in 15 Minuten.

Die Pfeile sind im Durchmesser kaum merklich dicker geworden, die Schraubspitzen passen ohne Probleme.

Ich werde nächste Woche die Pfeile mal ausprobieren.

Liebe Grüße,
Matthias