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esche mit Rohhaut
Verfasst: 28.03.2009, 13:18
von Wilfrid (✝)
Re: esche mit Rohhaut
Verfasst: 28.03.2009, 16:03
von moonbow
sehr schöner bogen, wilfried!
und auch wenns mir als newbie nicht zustehen mag (aber ich meins ja sooo gut und hab wohl heute nen frechen tag erwischt):
der tiller schaut nach meiner bescheidenen meinung gut aus, ich würde ihn jedoch, nach dem untersten bild zu urteilen, rechts griffnah noch ein wenig schwächen, um die biegung etwas mehr zu verteilen. doch wie immer: irrtum vorbehalten!
liebe grüsse
moonbow
Re: esche mit Rohhaut
Verfasst: 28.03.2009, 17:56
von tomtux
sehr rustikal
seh ich das richtig, die sehne bleibt auf dem bogen und wird beim spannen über die enden gelegt?
Re: esche mit Rohhaut
Verfasst: 28.03.2009, 18:28
von Wilfrid (✝)
genau so ist das, gibt leider schwerere Tipps, weil Du zum Ende hin Dicker werden mußt.
Beim Streichholzwerfen ( Pfeile unter 30g ) etwas weniger Wirkungsgrad, bei schwereren Pfeilen kein Flattern o.ä.
Re: esche mit Rohhaut
Verfasst: 28.03.2009, 20:30
von acker
Jo, schöner Bogen mit fast normalem tiller.
Bau doch mal einen Ottonormalbogen , so wie wir ,und vergleich mal mit Deiner üblichen Bauweise auf Vor / Nachteile aufgrund Deiner Erfahrung.
Gruß acker
Re: esche mit Rohhaut
Verfasst: 29.03.2009, 14:54
von Wilfrid (✝)
nun, s.o.
dazu deutlich schwerer zu Spannen, lineare Drawcurve ( hat dieser auch schon fast), Stacking, höheres Bogengewicht bei gleicher Zugkraft, weniger Set, mehr Vorspannung, etwas höhere Pfeilgeschwindigkeit bei leichten Pfeilen, schlechter im Anker zu halten und Handschock sind so die Unterschiede. Das eine was man will, das andere was man muß. Wenn diese Bögen " besser" wären als ELB oder Flachbögen, würden alle diese Bögen bauen. Sind aber nur anders und auf Entfernung schlechter, schwerer zu bauen und deshalb baut sie keiner.
Nur, das sehr schnelle Spannen und Entspannen, kein gefuddel mit der Sehne und ( wenns denn gelingt) die nicht lineare Drawcurve + das geringe Gewicht haben fürs Überleben dieser Bögen gesorgt.
Die Hausfrau kann damit nen Fuchs aus dem Hühnerstall vertreiben, der Schäfer den wildernden Hund und der Wilderer das Reh erlegen, ohne erwischt zu werden. Dafür sind die Bögen gut.
Diebe vertreiben geht auch noch. Als Kriegsbogen sind sie vollkommen ungeeignet, wirksame Entfernung bis 40 m. aber da sehr wirksam.
Re: esche mit Rohhaut
Verfasst: 30.03.2009, 11:24
von Squid (✝)
Ein typischer Wilfrid-Tiller.

Stellenweise vergurkt aber er schiesst...
Vergurkt: Der rechte Wurfarm (auf dem letzten Bild) sieht toll aus, auch wenn er durchaus etwas Griffnäher mit der Biegung beginnen könnte.
Der linke hat einen Knick ca. 15 cm vor dem Wurfarmende, ausserdem einen weiteren da, wo auf dem Bild die Unterkante der mittleren Zaunlatte verläuft. Das kann aber auch eine optische Täuschung sein...
Was mir sehr gefällt, sind die Nocken, genauer: Die über das Wurfarmende geführte Sehne. Damit nutzt man wirklich jedes Stückchen Holz aus, besser als bei jeder Stift- oder Sattelnocke. Viel gut!
Re: esche mit Rohhaut
Verfasst: 30.03.2009, 16:48
von Wilfrid (✝)
knicke stimmt, die haben aber einen Grund.
Die weniger biegsame Stelle ist schlecht getempert und hat eine Verdichtung der Jahresringe.
Und die sind so schon max 1mm dick-
Also mangelnde Traute