Design und Verzierung bei LOTR Bögen
Design und Verzierung bei LOTR Bögen
Schönen Sontag allerseits,
ich habe zwei Fragen zu LOTR-Bögen, hoffe sie sind nicht ZU redundant:
1. So typische Legolas-Bögen haben an den Wurfarmenden jeweils Konstruktionen (siehe auch Link unten), die ähnlich wie statische Recurves aussehen aber sehr schwer wirken. Von den Hebelgesetzen her gesehen, ist die Gewicht am Ende des Wurfarms mehr als contraproduktiv.
Wie funktionert das bzw. wie wird dem entgegengewirkt? Werden die Dinger vielleicht ausgehölt?
2. Bei dem Bogen http://www.youtube.com/watch?v=AbCFzh_Q ... re=related sieht man scheinbar geschnitzte Verzierungen, die ausgesetzt sein dürften. Wie und aus welchem Material kann man sowas machen? Ich schätze, die kritischen Faktorten sind Gewicht und Flexibilität?
Danke schon jetzt für alle Hinweise!
Gruß Huibuh
ich habe zwei Fragen zu LOTR-Bögen, hoffe sie sind nicht ZU redundant:
1. So typische Legolas-Bögen haben an den Wurfarmenden jeweils Konstruktionen (siehe auch Link unten), die ähnlich wie statische Recurves aussehen aber sehr schwer wirken. Von den Hebelgesetzen her gesehen, ist die Gewicht am Ende des Wurfarms mehr als contraproduktiv.
Wie funktionert das bzw. wie wird dem entgegengewirkt? Werden die Dinger vielleicht ausgehölt?
2. Bei dem Bogen http://www.youtube.com/watch?v=AbCFzh_Q ... re=related sieht man scheinbar geschnitzte Verzierungen, die ausgesetzt sein dürften. Wie und aus welchem Material kann man sowas machen? Ich schätze, die kritischen Faktorten sind Gewicht und Flexibilität?
Danke schon jetzt für alle Hinweise!
Gruß Huibuh
Re: Design und Verzierung bei LOTR Bögen
Moin,
benutz mal die Suchfunktion. Diese Bögen sind hier schon seeehr umfangreich in diversen Threads besprochen worden, incl. Nachbauten natürlich. Die Stichworte "Legolas", "Herr der Ringe", Elbenbogen" u. ä. sollten dir erschöpfend und mit Bildern weiterhelfen.
Zu Frage eins: Stimmt. wenn man sie allerdings relativ schmal gestaltet, fällt das nicht so gravierend ins Gewicht und kostet nur ein wenig Pfeilgeschwindigkeit. Viele Reiterbögen haben (allerdings Bauartbedingt!) ähnliche Konstruktionen.
Zu Frage zwei: Kunstharz. Das Zeug wird aufgetragen und entsprechend geformt. Alternativ nimmt man im nicht biegenden Bereich die Schnitzereien am Holz selber vor und hebt sie z. B. mit Goldfarbe hervor.
Nachtrag: Herr der Ringe ist ein Film. Es kommt also auf die optische Wirkung der Bögen an. Der Pfeilflug wird später per Computer integriert.
In der Realität ist das leider etwas anders...
Darum gibt es auch keine sogenannten "typischen Legolasbögen" bei Schützen, denen es um Genauigkeit und Reichweite geht...
benutz mal die Suchfunktion. Diese Bögen sind hier schon seeehr umfangreich in diversen Threads besprochen worden, incl. Nachbauten natürlich. Die Stichworte "Legolas", "Herr der Ringe", Elbenbogen" u. ä. sollten dir erschöpfend und mit Bildern weiterhelfen.
Zu Frage eins: Stimmt. wenn man sie allerdings relativ schmal gestaltet, fällt das nicht so gravierend ins Gewicht und kostet nur ein wenig Pfeilgeschwindigkeit. Viele Reiterbögen haben (allerdings Bauartbedingt!) ähnliche Konstruktionen.
Zu Frage zwei: Kunstharz. Das Zeug wird aufgetragen und entsprechend geformt. Alternativ nimmt man im nicht biegenden Bereich die Schnitzereien am Holz selber vor und hebt sie z. B. mit Goldfarbe hervor.
Nachtrag: Herr der Ringe ist ein Film. Es kommt also auf die optische Wirkung der Bögen an. Der Pfeilflug wird später per Computer integriert.
In der Realität ist das leider etwas anders...
Darum gibt es auch keine sogenannten "typischen Legolasbögen" bei Schützen, denen es um Genauigkeit und Reichweite geht...
Zuletzt geändert von Squid (✝) am 30.11.2008, 13:27, insgesamt 1-mal geändert.
Es ist mir egal ob schon mal jemand sowas gebaut hat.
Ich will ja nicht unken, aber in der überwiegenden Zahl der Fälle geht das schief.
Ich will ja nicht unken, aber in der überwiegenden Zahl der Fälle geht das schief.
Re: Design und Verzierung bei LOTR Bögen
Danke Squid,
hatte schon gesucht und war unter anderem über den Manu-Elben-Bogen eines spezifischen Krähenvogels gestolpert.
Das hat aber meine Fragen nur zum Teil geklärt. Daher die Anfrage hier
Was den Kunstharz angeht, was nimmt man das´und wie schafft man die Grundform? Mit Uhu-Endfest kann ich mir das nicht so richtig vorstellen.
Ausserdem, wenn man das Zeug bearteitet, wie bekommt man es zuvor in Form und wie kann man eine aussreichend flexible Masse schnitzen

Gruß Huibuh
hatte schon gesucht und war unter anderem über den Manu-Elben-Bogen eines spezifischen Krähenvogels gestolpert.
Das hat aber meine Fragen nur zum Teil geklärt. Daher die Anfrage hier
Was den Kunstharz angeht, was nimmt man das´und wie schafft man die Grundform? Mit Uhu-Endfest kann ich mir das nicht so richtig vorstellen.
Ausserdem, wenn man das Zeug bearteitet, wie bekommt man es zuvor in Form und wie kann man eine aussreichend flexible Masse schnitzen
Gruß Huibuh
Re: Design und Verzierung bei LOTR Bögen
Hallo Huibuh
Ich hab hier so 2 K Knete von Pattex ( http://www.pattex.de/Pattex_Repair_Expr ... 373.0.html ) mit dieser Knete lässt sich so eine Verzierung bestimmt bewerkstelligen. Ob die Knete aber auf dem Holz hält oder beim biegen abspringt kann ich nicht sagen. Ich hab damit nur Löcher in der Wand zugemacht
. Lässt sich wenn sie ausgehärtet ist super schleifen. Atemmaske aber nicht vergessen. Epoxy ist giftig
Grüße --Commerz
Ich hab hier so 2 K Knete von Pattex ( http://www.pattex.de/Pattex_Repair_Expr ... 373.0.html ) mit dieser Knete lässt sich so eine Verzierung bestimmt bewerkstelligen. Ob die Knete aber auf dem Holz hält oder beim biegen abspringt kann ich nicht sagen. Ich hab damit nur Löcher in der Wand zugemacht
Re: Design und Verzierung bei LOTR Bögen
Genau weiss ich das auch nicht. Allerdings ist mir bekannt, dass es diverse Sorten Kunstharz gibt, die auch über einen längeren Zeitraum plastisch bleiben.
UHU Endfest ist zwar auch ein Epoxidharz, aber eben als Klebstoff. Die Anforderungen an einen Klebstoff (auch der Preis!!) sind natürlich andere, als die an eine Modeliermasse.
UHU Endfest ist zwar auch ein Epoxidharz, aber eben als Klebstoff. Die Anforderungen an einen Klebstoff (auch der Preis!!) sind natürlich andere, als die an eine Modeliermasse.
Es ist mir egal ob schon mal jemand sowas gebaut hat.
Ich will ja nicht unken, aber in der überwiegenden Zahl der Fälle geht das schief.
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Re: Design und Verzierung bei LOTR Bögen
Dicke Rohhautstreifen, im Muster zurecht geschnitten und aufgeklebt, sollten auch ein Muster geben. Anschließend kann mans ja noch vergolden... 
Obs Sinn macht - ich weiß nicht so recht. Entweder einen Lego-Bogen an der Wand oder ein richtiger zum schießen...
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“Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.”
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Re: Design und Verzierung bei LOTR Bögen
wg. Sinn: Oh, warum nicht? Wenn die statischen Recurves schmal - und damit leicht genug - sind, ist es zumindest kein Nachteil!
Zwar fällt die Leistungssteigrung durch stat. Recurves nicht so stark aus, wie früher angenommen (und in vielen älteren Büchern noch zu lesen), aber sie hebt sich zumindest mit dem Mehrgewicht in etwa auf (verglichen mit nem geraden LB mit schmalen Enden).
Und die Enden des Film-Originals SIND schmal!
wg. "Manu-Elben-Bogen": Da sind die Enden zwar NICHT schmal, das wäre bei Rattan zu instabil, aber das Zeug ist ja leicht, also funzt es auch so.
wg. Schnitzen oder kleben?
Ich habe das Original wirklich (so eingehend wie mit Bildern möglich) "studiert", und bin inzwischen überzeugt, dass die Verzierungen aufgeklebt sind.
Es GAB hier auf FC mal Bilder von Robau, der die Verzierungen aus Rohhaut hergestellt hat. Das macht Sinn und sah sehr "authentisch" aus...
(Leider nur noch eine Totale in seiner Galerie):

(Bogen von Robau)
Sollte ich allerdings noch mal so einen Bogentyp bauen, werde ICH sie schnitzen. Man gönnt sich ja sonst nix....

Rabe
Zwar fällt die Leistungssteigrung durch stat. Recurves nicht so stark aus, wie früher angenommen (und in vielen älteren Büchern noch zu lesen), aber sie hebt sich zumindest mit dem Mehrgewicht in etwa auf (verglichen mit nem geraden LB mit schmalen Enden).
Und die Enden des Film-Originals SIND schmal!
wg. "Manu-Elben-Bogen": Da sind die Enden zwar NICHT schmal, das wäre bei Rattan zu instabil, aber das Zeug ist ja leicht, also funzt es auch so.
wg. Schnitzen oder kleben?
Ich habe das Original wirklich (so eingehend wie mit Bildern möglich) "studiert", und bin inzwischen überzeugt, dass die Verzierungen aufgeklebt sind.
Es GAB hier auf FC mal Bilder von Robau, der die Verzierungen aus Rohhaut hergestellt hat. Das macht Sinn und sah sehr "authentisch" aus...
(Leider nur noch eine Totale in seiner Galerie):
(Bogen von Robau)
Sollte ich allerdings noch mal so einen Bogentyp bauen, werde ICH sie schnitzen. Man gönnt sich ja sonst nix....
Rabe
Zuletzt geändert von Ravenheart am 01.12.2008, 10:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Design und Verzierung bei LOTR Bögen
Hallo,ravenheart hat geschrieben: Ich habe das Original wirklich (so eingehend wie mit Bildern möglich) "studiert", und bin inzwischen überzeugt, dass die Verzierungen aufgeklebt sind.
Rabe
Jups recht hat der Meister , aufgeklebt sind sie- die Verzierungen.
Woraus , hm man weiss es nicht...man munkelt nur...
So macht er es:
http://www.youtube.com/watch?v=Pog8wyiWgqk&feature=related
Gruß Acker
Der junge Mensch lernt, was die Erwachsenen wissen und verlernt was er als Kind gewusst hat.
- acker
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Re: Design und Verzierung bei LOTR Bögen
Hallo,
@Commerz: Ja , denke auch das es mit der Repair power -Knete von Pattex funktionieren wird.
Laut Hersteller hält sie Vibrationen aus, und hält auf Holz.
Gruß Acker
@Commerz: Ja , denke auch das es mit der Repair power -Knete von Pattex funktionieren wird.
Laut Hersteller hält sie Vibrationen aus, und hält auf Holz.
Gruß Acker
Der junge Mensch lernt, was die Erwachsenen wissen und verlernt was er als Kind gewusst hat.
Re: Design und Verzierung bei LOTR Bögen
Er sagt es doch eh auf seiner website. Apoxy sculpt oder irgendsowie heißt das Zeug.acker hat geschrieben: Hallo,
Jups recht hat der Meister , aufgeklebt sind sie- die Verzierungen.
Woraus , hm man weiss es nicht...man munkelt nur...
So macht er es:
http://www.youtube.com/watch?v=Pog8wyiWgqk&feature=related
Gruß Acker
Gruß,
Daniel
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Re: Design und Verzierung bei LOTR Bögen
Hallo,skerm hat geschrieben:
Er sagt es doch eh auf seiner website. Apoxy sculpt oder irgendsowie heißt das Zeug.
Gruß,
Daniel
Meine Pc - Boxen hängen zur zeit an der Kiste von meinem kleinen Krieger...
Konnte nur schauen, und die Vorstellung im Stillen geniessen
Gruß Marcus
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Re: Design und Verzierung bei LOTR Bögen
Ich hab mir das Video nicht angesehen
Ich konnte mich nur an die Bauanleitung auf dessen website, http://www.bowstick.com/makingthelothlorienbow.html , erinnern.
Gruß,
Daniel
Gruß,
Daniel
Re: Design und Verzierung bei LOTR Bögen
Hallo,
erstmal vielen Dank an alle!!!
Ich hatte zwar den Ton bei dem Video, allerdings auch gehörige Probleme das Ganze zu verstehen.
Bleibt nur noch die Frage, wo man das Zeugs hier kaufen kann.
@Rabe
Der Tipp mit Rohhaut die dann geschnitzt wird, hat natürlich den meisten Charme. Werde mich wohl mal nach einem Schnitzkurz umsehen müssen

Ist Rohhaut denn ähnlich wie Holz zu bearbeiten, so mit Schnitzmessern und so???
Vielleicht habe ich mir da auch etwas viel vorgenommen .....
Grüße von einem nachdenklichen Gespenst
erstmal vielen Dank an alle!!!
Ich hatte zwar den Ton bei dem Video, allerdings auch gehörige Probleme das Ganze zu verstehen.
Bleibt nur noch die Frage, wo man das Zeugs hier kaufen kann.
@Rabe
Der Tipp mit Rohhaut die dann geschnitzt wird, hat natürlich den meisten Charme. Werde mich wohl mal nach einem Schnitzkurz umsehen müssen
Ist Rohhaut denn ähnlich wie Holz zu bearbeiten, so mit Schnitzmessern und so???
Vielleicht habe ich mir da auch etwas viel vorgenommen .....
Grüße von einem nachdenklichen Gespenst
Re: Design und Verzierung bei LOTR Bögen
Sinnvollerweise weicht man die Rohhaut ein und verarbeitet sie feucht mit Hautleim - der kommt damit klar.
Dann kann man sie wie weiches Leder mit nem Cutter oder Bastelmesser schneiden.
Trocken ist sie bretthart und für feinen Schnitzereien kaum zu bändigen.
Dann kann man sie wie weiches Leder mit nem Cutter oder Bastelmesser schneiden.
Trocken ist sie bretthart und für feinen Schnitzereien kaum zu bändigen.
Es ist mir egal ob schon mal jemand sowas gebaut hat.
Ich will ja nicht unken, aber in der überwiegenden Zahl der Fälle geht das schief.
Ich will ja nicht unken, aber in der überwiegenden Zahl der Fälle geht das schief.
Re: Design und Verzierung bei LOTR Bögen
Bei der Modellieremasse handelt es sich um "Epoxy", also um eine 2K Masse. Gibt es auch bei uns.
Das Zeug gibt es entweder in einem Strang oder in zwei Komponenten. In beiden Fällen wird die chemische Reaktion erst durch das Kneten ausgelöst.
Google mal nach "Epoxy Knete" oder "Epoxy Modlliermasse"
Mehr Infos findest Du H I E R
Das Zeug gibt es entweder in einem Strang oder in zwei Komponenten. In beiden Fällen wird die chemische Reaktion erst durch das Kneten ausgelöst.
Google mal nach "Epoxy Knete" oder "Epoxy Modlliermasse"
Mehr Infos findest Du H I E R
Zuletzt geändert von Edradour am 09.12.2008, 13:55, insgesamt 1-mal geändert.
"I can resist everything - except temptation" (Oscar Wilde)