Tach auch,
hier ist meine Variante für ne Trainingszielscheibe, kostet eigentlich keinen Pfennig, wenn man nicht die 3D Variante nimmt.
Die Anleitung dazu habe ich schon mehrere Hundert male bei ebay verkauft, für nen Appel undn Ei versteht sich.
das teil hält sehr gut meiner Armbrust mit 150 lbs stand, hat dabei 10 cm Eindringtiefe. Dünne Carbonpfeile könnten allerdings gerupft hinten wieder raus kommen.
Für traditionelle Holzpfeile bestens geeignet.
Super um Trainingszielscheiben für den Verein zu bauen, ebenfalls super um nen Parcours im Wald zu erweitern, aber nicht geeignet für gute Compound-Schützen, da die mitte dabei echt schnelldurch ist. Aber dafür kost sie nix.
Hier die Anleitung:
Bauanleitung: Trainingszielscheibe für Bogenschützen
Material:
Als preisgünstiges und effektiv pfeilstoppendes Material hat sich Wellpappe erwiesen. Durch mehrlagigen Aufbau und die dadurch kontinuierliche Wiederkehr von Pappe – Luft- Pappe – Luft – Pappe - ...usw, wird der Schuss effizient abgebremst und die Pfeile verbiegen sich nicht, wie es bei Holz oder MDF der Fall wäre.
Zur kontenlosen Beschaffung von Wellpappe eignen sich Möbelmärkte und größere Kaufhäuser. Diese haben erstens Kartons, welche groß genug sind, um eine Scheibe von 1 x 1 meter zu bauen, zweitens müssen sie Ihren Abfall bezahlen und jammern nicht, wenn weniger anfällt.
Zum Verbinden verwendet man handelsüblichen Tapetenkleister und Ponal Holzleim.
Um die Scheibe noch weiter zu verbessern, kann man schichtweise auch Kunststoff-Folien, Neopren oder alte Isomatten einkleben.
Aufbau einfache Scheibe:
Man schneidet die Pappe etwa in der gewünschten Größe zu, zB 1 x 1 meter. Knicke, Falze und Aussparungen stören eigentlich nicht, sie werden ja von der nächsten Lage wieder verdeckt. Nun verklebt man die einzelnen Lagen kreuzweise, immer um 90 Grad versetzt, um eine möglichst ebene und stabile Scheibe zu erhalten. Dazu werden die Lagen beidseitig gut mit Tapetenkleister bestrichen, am besten lässt man diesen etwas einziehen, bevor man zusammenklebt. Wenn einige Lagen zusammengefügt sind, sollte man, um mehr Stabilität zu erhalten, die verklebten Platten mit Brettern und Steinen beschweren während der Kleister trocknet.
Man sollte schon eine Stärke von etwa 20 cm erreicht haben, bevor man erste Schiessversuche startet. Wenn nach dem Beschuss, je nach Wurfarmstärke und der Qualität der beschafften Pappe, die Pfeilspitzen hinten heraus schauen, klebt man noch einige zusätzliche Lagen auf.
Wenn man Kunststoff-Folien oder Schaumstoffe (Neopren, Isomatte) zur Verfügung hat, kann man diese ebenfalls alle paar cm einkleben. Dazu verwendet man Ponal Holzleim. Dieser greift Schaumstoffe nicht an, klebt aber wie der Teufel.
Durch Einfügen dieser Schaumstoffe erreicht man erstens eine noch bessere Bremswirkung, zweitens schließen sich beim Ausziehen die Einschusslöcher wieder zum größten Teil. Das macht die Scheibe haltbarer.
Hat man die gewünschte Stärke erreicht, schneidet man mit einer gewöhnlichen Holzsäge die Kanten gerade zu. Danach umwickelt man die Stirnseiten mit Gewebe-Klebeband. Dadurch fransen die Ecken nicht aus und es rieselt nichts aus der Scheibe. So bleibt auch Ihr Auto sauber.
Beim Einfassen mit Klebeband kann auch, wenn gewünscht, ein Tragegriff oder Ösen zum Aufhängen eingearbeitet werden.
Aufbau Verbundscheibe:
Der Grundaufbau ähnelt zunächst der einfachen Scheibe. Man verklebt wiederum lagenweise Wellpappe. Um eine haltbarere Scheibe zu erhalten, verklebt man aber hier auch Lagen in Schussrichtung.
Dazu schneidet man sich Streifen von 5 cm. Je genauer man arbeitet, desto besser wird später die Verklebung und um so schöner die Optik der Scheibe. Man muss schon einige hundert Streifen schneiden um eine Zielscheibe zu erhalten.
Nun fügt man die Streifen auf einer ebenen Fläche (Fußboden), hochkant stehend, wieder mit Tapetenkleister zusammen. Um eine Scheibe von 1 x1 meter zu bekommen, sollte man Schichten kleben, bis man 1,10 meter erreicht hat. Zum trocknen presst man die Streifen auf 1 meter zusammen. Am einfachsten geschieht das mit 2 Kanthölzern, welche man mit 2 Gewindestangen zusammenschraubt. Immer darauf achten, dass die Oberfläche möglichst eben bleibt. Nur so erreicht man später eine vernünftige Verklebung.
Hat man nun einige solcher Platten mit querliegender Maser-Richtung gebaut, fügt man sie wie bei der einfachen Scheibe schichtweise mit normalen Lagen aus Wellpappe zusammen.
Sinn des ganzen ist, dass man praktisch in die Wellen oder Röhrchen der Wellpappe schiesst und sich diese nach dem Pfeilauszug fast wieder ganz verschliessen.
Die „Endmontage“ ist die gleiche, wie bei der einfachen Scheibe.
Aufbau 3D-Ziele
Man verleimt wieder Wellpappe, diesmal aber zu einem Block in der gewünschten Größe. Dann sägt oder schnitzt man die gewünschte Form aus. Je nach künstlerischem Geschick können so sehr realistische Tierdarstellungen gefertigt werden. Im schlechteren Fall werden diese etwas surrealistisch.
Den 3D-Rohling beschichtet man mit Acryl-Dichtungsmasse. Diese gibt’s im Baumarkt, z.B. als Fugen- oder Karosserie-Dichtung. Hat man überall Acryl aufgetragen, nimmt man einen sehr nassen Pinsel und streicht es überall glatt, so wird auch eine gewisse Fellstruktur erreicht.
Nach der Aushärtung des Acryls bleibt dieses dauerelastisch, auch hier schliessen sich wieder die Einschusslöcher.
Nun muß man sein 3D-Ziel nur noch bemalen, am besten auch mit Acrylfarbe. Lösemittel in anderen Lacken würden die Acrylschicht angreifen.
Nun kanns los gehen. Alle ins Gold.

......der Morgenschiss kommt ganz gewiss, und wenns auch erst am Abend is....