Re: Einem geschenkten Hobel ...
Verfasst: 25.05.2014, 21:57
Na dann, Glückwunsch!
Schön wenn sich der Aufwand gelohnt hat.
Bilder kommen hoffentlich noch...
@Schleifstein-Debatte...
Man muss mit den Beschreibungen dieser Steine etwas aufpassen...
Wenn man ein Schleifkorn hat, das gemessen 3 Micron gross ist, dann ist das auf der europäischen Skala ein F1200er, auf der US Grit Skala ein 2200er Korn, auf der Japanischen ein 4000er und in Mesh ein 8000er.
Bei Beschreibung oder Vergleich muss man also auch wissen was man vergleicht.
Und man muss sich Korn und Bindung ansehen.
Je mach Bindung, Härte und Brüchigkeit des Kornes schleifen manche Steine schneller oder feiner als andere.
Diamant ist auf der Mohs Skala 10, Korund 9, Granat ca 7... Diamant ist aber 6-mal härter als Korund und ca 10-mal härter als Granat (wirklich gemessen auf der Knoop Skala oder Brinell usw). Diamant-Kristalle werden also auch 10-mal weniger schnell stumpf oder zerrieben. Man hat einen zügigeren und gleichbleibenden Schliff. Manche Schleifmittel werden im Gebrauch feiner. Ich hab' z.B. ein bestimmtes 600er Korundpapier, mit dem kann ich auf Metall-Drehteilen eine Spiegelpolitur erreichen weil es sich zerreibt und so "feiner" wird.
Das ist auch ein Thema bei der Bindung... bei einer weichen Bindung zersetzt sich der Stein schnell und es wird immer wieder frisches Korn frei - der Stein schleift sehr zügig und eher "grob". Ein harter Stein kann "stumpf" werden oder sich zu setzen und schleift bei gleicher Korngrösse eher fein.
Die belgischen Steine schleifen gut weil die Bindung weich ist. Arkansas z.B. ist meist gröber, schleift aber optisch fast gleich fein - nur halt nicht ganz so zügig. Dafür muss man den Arkansas kaum einmal abrichten...
Ich persönlich hab' Natursteine mittlerweile fast völlig aufgegeben. Ich schleife meist mit Diamant und poliere auf 2000er Papier oder Lapping Film.
Da hab' ich einen zügigen Schliff ohne die Probleme mit dem ständigen Abrichten von Natursteinen. Die die gut schleifen muss man nämlich ständig wieder flach machen und pflegen, besonders wenn man wie ich sehr viele kleine Werkzeuge schleift (Stichel, Bohrer usw).
Gruss,
Mark
Schön wenn sich der Aufwand gelohnt hat.
Bilder kommen hoffentlich noch...
@Schleifstein-Debatte...
Man muss mit den Beschreibungen dieser Steine etwas aufpassen...
Wenn man ein Schleifkorn hat, das gemessen 3 Micron gross ist, dann ist das auf der europäischen Skala ein F1200er, auf der US Grit Skala ein 2200er Korn, auf der Japanischen ein 4000er und in Mesh ein 8000er.
Bei Beschreibung oder Vergleich muss man also auch wissen was man vergleicht.
Und man muss sich Korn und Bindung ansehen.
Je mach Bindung, Härte und Brüchigkeit des Kornes schleifen manche Steine schneller oder feiner als andere.
Diamant ist auf der Mohs Skala 10, Korund 9, Granat ca 7... Diamant ist aber 6-mal härter als Korund und ca 10-mal härter als Granat (wirklich gemessen auf der Knoop Skala oder Brinell usw). Diamant-Kristalle werden also auch 10-mal weniger schnell stumpf oder zerrieben. Man hat einen zügigeren und gleichbleibenden Schliff. Manche Schleifmittel werden im Gebrauch feiner. Ich hab' z.B. ein bestimmtes 600er Korundpapier, mit dem kann ich auf Metall-Drehteilen eine Spiegelpolitur erreichen weil es sich zerreibt und so "feiner" wird.
Das ist auch ein Thema bei der Bindung... bei einer weichen Bindung zersetzt sich der Stein schnell und es wird immer wieder frisches Korn frei - der Stein schleift sehr zügig und eher "grob". Ein harter Stein kann "stumpf" werden oder sich zu setzen und schleift bei gleicher Korngrösse eher fein.
Die belgischen Steine schleifen gut weil die Bindung weich ist. Arkansas z.B. ist meist gröber, schleift aber optisch fast gleich fein - nur halt nicht ganz so zügig. Dafür muss man den Arkansas kaum einmal abrichten...
Ich persönlich hab' Natursteine mittlerweile fast völlig aufgegeben. Ich schleife meist mit Diamant und poliere auf 2000er Papier oder Lapping Film.
Da hab' ich einen zügigen Schliff ohne die Probleme mit dem ständigen Abrichten von Natursteinen. Die die gut schleifen muss man nämlich ständig wieder flach machen und pflegen, besonders wenn man wie ich sehr viele kleine Werkzeuge schleift (Stichel, Bohrer usw).
Gruss,
Mark

