Carbon-GFK-Esche WA

Themen zum Bogenbau
stefan albers
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sorgfalt

Beitrag von stefan albers »

@ shantam

nächstes mal frag ich dich wegen der flocken :D

wo du gerade von sorgfalt sprichst, meine funierstreifen weisen eindeutige sägespuren auf. sollte ich die vorher wegschleifen??? das sie so gleichmäßig schräg übers funier laufen macht mir sorgen.

Bild

und die apfelbohle hat 2 kleine risse, keine ahnung wie tief die gehen. was mir mehr kopfzerbrechen bereitet ist der verlauf des kernholzes. wie ichs auch drehe, ich habe immer helles UND dunkles holz in einem griffstück. die grenze läuft schräg durch die bohle wenn ich auf die stirnseiten sehe. geht das? der helle anteil ist nicht so "stabil", oder?

Bild

tecel
shantam

Beitrag von shantam »

es geht hier ja um das griff stück.
die sache mit dem früh und spät und haste nicht gesehen ist hier nicht sooo wichtig.
wenn du angst hast das er bricht ider sich biegt,kuck doch mal hierBild

die schwarzen streifen sind carbon,das der griff brich ist die geringnste meiner sorgen und hübsch ist es auch

die sägespuren würde ich rausschleifen.

konnte ich helfen?
shantam
stefan albers
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positiv!

Beitrag von stefan albers »

@ shantam:

positiv! du hilfst die ganze zeit, nicht gemerkt? :bussi
und solange du noch einen hast, werde ich löcher in deinen bauch fragen :D :D :D
bei einem centershot-griff laufen am oberen ende des schußfensters doch viele "kraftlinien" zusammen, anders als beim LB griff. carbon find ich gut, weißt du ja :D was hast du genommen, ein halbzeug oder gar deine selbstgebackenen carbon-glas-streifen? also auf alle fälle hab ich intresse an deiner fotostory!!!!

tecel
shantam

Beitrag von shantam »

nö die lagen sind marke holz nass machen,carbon drauf,carbon nass machen,holz drauf,verschraubzwingen,fertig.

die centershot kraftlienie hab ich nicht verstanden.

wozu carbon in den griff bauen?
damit er sich nicht biegt,ganz einfach.
wie ereiche ich das?
du betrachtest den griff als doppel T träger und bringst die lage carbon am bauch,rücken haben wir ja schon,so weit wie möglich entfernt vom rücken an.

frage beantwortet?
wars überhaupt ne frage?
who knows :D

shantam
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magenta
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Bogenform

Beitrag von magenta »

Original geschrieben von shantam
leimholz ist für so eine form nicht so gut geeignet weil sie sich beim tempern,da aus vollholz,verziehen könnte.besser geht sperrholz,
oder sogar spannplatte.
Ich habe mir bei stickbow.com mal die Bogenformen angesehen. Was ist das für ein merkwürdiges Holz?
Das ist kein Vollholz, keine Spanplatte und OSB ist es auch nicht.
Weiß damit jemand was anzufangen?

Klaus
shantam

Beitrag von shantam »

das ist douglas fir sperrholz
stefan albers
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Form

Beitrag von stefan albers »

diese 2 formvarianten sind clever gemacht. ich frage mich nur welche für mich besser geeignet ist.
hat irgendjemand schon mal eine oder beide davon ausprobiert? ich kann mir unter dieser airhose variante nicht wirklich etwas tolles vorstellen. was nimmt man denn als airhose, einen fahrrad-schlauch? der quillt doch an den seiten raus, oder?
Bei der anderen variante ist mir der blech/stahl-streifen etwas suspekt. der muß schon vorgebogen sein und das stell ich mir sehr schwiergig vor. außerdem frage ich mich wieviele dieser schraubklemmen man wohl braucht um den druck gleichmäßig zu verteilen.

sehr interessant fand ich die bemerkung das bei vielen bogen aus der form die schwachstelle am übergang griffstück/WA liegt
WEIL EIN ZU HARTES HOLZ IM FADEOUTBEREICH
genommen wurde. klingt logisch, dieser bereich muß arbeiten können. das GS läuft ja langsam auf null in die WA rein. jetzt frage ich mich ob apfelholz das mitmacht oder ob ich für den bereich ein anderes holz nehmen muß...
alle bekannten designs benutzen mehrere hölzer fürs GS, ich schätze harte um den griff biegesteif zu machen und weiche wo der griff in die WA läuft.

gestresste grüße

tecel
stefan albers
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oh ha

Beitrag von stefan albers »

ich hab eine skizze versucht um die verschiedenen Kräfte aufzuzeigen die im bereich des schußfensters auf den griff wirken. die ist soo schlecht geworden, die muß ich hier zeigen :D :

Bild

sollte zeigen, dass an den übergängen des schußfensters einiges an kräften zusammenwirkt. eben dadurch, dass der kräftefluß durch den fensterausschnitt unterbrochen wird.
auf alle fälle sollte dieser bereich durch ein echt hartes holz unterstüzt werden und das kann nicht das holz sein, welches in die wurfarme "ausfadet".
was ist ein gutes holz dafür? und was ist ein gutes holz für den harten bereich? ist apfelholz für einen der bereiche geeignet?

Meine R&G bestellung ist da :D
schön, schön, aber die Kohlefaserlitze wird leider nachgeliefert. (3K-HT-Kohlefaser, 30 grad zur torsions-aussteifung, kommt unters facing)

jetzt werd ich mir das douglas fir sperrholz oder gleichwertiges für die form besorgen...
so langsam aber sicher nimmt die sache formen an, welch wortspiel.

@shantam
hast du eine der formvarianten schon mal ausprobiert???

greetz

tecel
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killerkarpfen
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RE:

Beitrag von killerkarpfen »

Original geschrieben von tecel


Wobei ich nicht weiß ob man besser Rücken und Bauch in einem Arbeitsgang laminiert, oder nacheinander. Die UD Platte wird den Holzkern wohl fast wieder gerade strecken wenn man erst eine Seite macht...
... diese UD Platten sind schließlich erst einmal gerade und wollen sich zurückbiegen. 2mm Glas gegen 2,5 bis 3 mm Holzstärke an den Recurves ;( könnte schiefgehen...

tecel
Wenn du erst den Holzkern verleimst. Nachher die UD Platten, auch in der Form aufbringst, haben sich meiner Meinung nach die einzelnen Laminate gegeneinander bereits verschoben, so dass sich im Gegenteil, die Recurvform stabilisiert und eben nicht öffnet. Vielleicht ist es auch möglich die Kernlaminate alle auf einmal zu verleimen. Auch da können sie sich sicher nicht öffnen. Hätte aber Bedenken ob das gut geht.

2mm Glas zu 2 -3 mm Holz geht sehr gut. das Holz ist ja nur noch Distanzhalter. Am Bauch braucht man 1.5 -2mm Glas damit das Glas die vollen Druckkräfte aufnehmen kann. Genau diese Glasdicke war der Auslöser meiner Versuche, wenn es zu dünn ist gibt es eben Stauchbrüche.

Die Airhose, da wäre wohl ein Stück Feuerwehrschlauch geeignet. Mit Vakuum kann man einen Maximaldruck von -1 Bar erzeugen mehr nicht. Mit Druck in so einem Schlauch bringt man locker 3 -6 Bar hin was doch anständig presst und gleichmässiger als Schraubzwingen.
Den Fahrradschlauch finde ich nicht so geeignet weil der elastisch ist und durch den Überdruck sich seitlich aufbläst. Durch die Gewebeschicht des Feuerwehrschlauches wird das verhindert und der Schlauch will in seine runde Form ausweichen. Schwierig zu erklären in einem Satz. Stell dir ein Fahrrad ohne Mantel nur mit Schlauch vor das kann man auch nicht aufpumpen
KK
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Luftschlauch

Beitrag von nordwandclimber »

Servus,

hier ist ein das Verfahren mit dem Gebrauch eines Air Hose (=Luftschlauch) anschaulich beschrieben, zwar in Englisch, es sind aber auch Bilder dabei. Oder mal ins Bogenbauerbuch schauen, in dem Bericht vom Hr. Stegmeyer ist es auch gut beschrieben.
Habe mir so nen Feuerwehrschlauch besorgt und ihn mit selbstgedrehten Adaptern mit Autoventil verschlossen. Der hält locker bis 6 bar (Reißfestigkeit bis 40 bar) und hält die luft schon seit einer Woche (mit etwas Druckverlust). Demnächst werde ich mich mal an die Form machen und dann schauen mer mal.

Gruss,
NWC
shantam

RE: RE:

Beitrag von shantam »

Original geschrieben von killerkarpfen
Original geschrieben von tecel


Wobei ich nicht weiß ob man besser Rücken und Bauch in einem Arbeitsgang laminiert, oder nacheinander. Die UD Platte wird den Holzkern wohl fast wieder gerade strecken wenn man erst eine Seite macht...
... diese UD Platten sind schließlich erst einmal gerade und wollen sich zurückbiegen. 2mm Glas gegen 2,5 bis 3 mm Holzstärke an den Recurves ;( könnte schiefgehen...

tecel


2mm Glas zu 2 -3 mm Holz geht sehr gut. das Holz ist ja nur noch Distanzhalter. Am Bauch braucht man 1.5 -2mm Glas damit das Glas die vollen Druckkräfte aufnehmen kann. Genau diese Glasdicke war der Auslöser meiner Versuche, wenn es zu dünn ist gibt es eben Stauchbrüche.


KK
2mm glas?
bloß weil es bei dir erst bei 2mm hält,heißt das nicht das gilt für alle,sondern nur bei deinen versuchen.
2mm ist viel zu schwer,und schwere wurfarme werfen scheisse.
mach da nix allgemein gültiges draus.

shantam
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killerkarpfen
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RE: RE: RE:

Beitrag von killerkarpfen »

Original geschrieben von shantam

2mm glas?
bloß weil es bei dir erst bei 2mm hält,heißt das nicht das gilt für alle,sondern nur bei deinen versuchen.
2mm ist viel zu schwer,und schwere wurfarme werfen scheisse.
mach da nix allgemein gültiges draus.

shantam
ui? da wollen wir dem Guru mal ja nicht auf die Füsse treten.
zwischen geht schief und wirft sch...(Metapher aus dem Fäkalbereich) sehe ich doch einen kleinen Unterschied. :knuddel

Allgemeine Gültigkeit mit nichten!
Aber entweder ist der ideale Aufbau und die Form eines solchen WA`s ein wohl gehütetes Geheimnis, oder eben nur mit viel Aufwand und Tests immer wieder neu zu ermitteln. Rechnerisch sicherlich nur annähernd zu lösen.
Ich suche in erster Linie nach diesem Verhältnis Rücken ,Kern, Bauch, in Abhängigkeit zur Länge des WA`s.
Entschuldigung für die Dickenangaben, die sind nur zur Machbarkeit relevant und nicht als Empfehlung gedacht, Bei mir hälts bei 1.6mm im Biegebereich. An den Recurves sind es noch 1.25mm beidseitig mit 3mm
Kerndicke.
Nb: oder wie soll ich mir das Vorstellen wenn ich von 1,5 - 2mm GFK Platten lese werden die dann beim pressen dünner? nicht wirklich oder?
Eppur si muove
shantam

Beitrag von shantam »

ich bin kein guru.

und von wegen geht schief,so ein ding kann schon die pfeile wegschmeissen,nur wirft er halt scheisse.

ändert sich die stärke deiner glas lage etwa über den wurfarm?

wo hast du den was von 1,5-2mm glasplatten gehört die gepreßt werden,und dann dünner werden?

aufbau eines wurfarms,paßt fast immer,ausser bei sehr geringen und sehr hohen zuggewichten,
rücken:1mm UD glasstreifen
mitte: je nach bogentyp lang,D/R,recurve irgend etwas zwischen 4-11mm holz
bauch:1mm UD glasstreifen

dazwischen den griff fertig

so geheimniss gelüftet

shantam :D
stefan albers
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ho ho ho!

Beitrag von stefan albers »

@ shantam: 1mm vorne, 1mm hinten= 2mm Glas.

@ killerkarpfen: ich hatte schon einige bögen in der hand wo das facing dünner war als das backing. aber noch keinen bogen, wo das facing dicker war... (das muß jetzt nix heißen) einige haben sogar einen taper von 0,5 mm oder etwas mehr IM GLASBELAG! also da hört es dann auf, keine ahnung wie man das hinbekommt. es sei denn man bestellt sowas als extra angefertigtes halbzeug. und das ist sicher sehr teuer...

@ nordwandclimber: genau den link hat shantam hier reingestellt. find ich auch sehr gut, aber was für einen luftschlauch er nimmt, sagt er auch nicht! Ich glaube ja, die form mit den schraubklemmen und den metallstreifen ist mir doch lieber. da kann man auch noch mehr mit der form des griffstücks spielen und ist insgesamt flexibler als mit einer starren oberform...

Und das mich hier bitte KEINER falsch versteht: ich möchte hier überhaupt nix allgemein gültiges von mir geben, ich hab mal nahe an keiner ahnung was das glasbelegen von bögen angeht. deshalb frage ich ja soviel nach!!!!
Aber so langsam kommt doch eins zum anderen und ich glaube schon, dass da was halbwegs vernünftiges rauskommt was pfeile werfen kann :D

ein guter freund sagte mal: besser 3 wochen nachdenken als ein jahr arbeiten. hey, genau das tut dieser thread!

weiß denn jetzt jemand ein gutes hartes holz um den griff biege- und torsionsfrei zu machen?? und ein elastisches welches in die WA mündet? und ist apfel als eines der beiden geeignet????

liebe grüße

tecel
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kra
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RE: ho ho ho!

Beitrag von kra »

Original geschrieben von tecel
...
weiß denn jetzt jemand ein gutes hartes holz um den griff biege- und torsionsfrei zu machen?? und ein elastisches welches in die WA mündet? und ist apfel als eines der beiden geeignet????

liebe grüße

tecel
nun, nach der Regel: doppelte dicke = 8fache Steifigkeit sollte es da auch Balsa tun :D (ok, ist zwar etwas übertrieben, aber ...). Spezielle Harzhölzer werden IMHO verwendet, weil sie schwer sind und so den Bogen im Abschuß ruhiger machen.
“Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.”
– George Bernard Shaw
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