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Re: Ulme, vom Stamm zum Bogen
Verfasst: 07.05.2012, 13:19
von Lord Hurny
So,
ich habe das krumme Ding jetzt etwas gekürzt und getillert, alles ist total verdreht. Er hat 35# bei 32" (in Worten: fünfunddreißig bei zweiunddreißig

).
Sieht scheußlich aus, wirft scheußlich - ich denke ich werde dieses Projekt für einen Belastungstest hernehmen.
Bei der jetzigen Bogenlänge von 190cm kann ich ihn problemlos bis 35" ausziehen (am Tillerbrett - meine Arme sind nicht so lang

), ich werde ihn auf 170cm kürzen dann gucken was er bei 32" zu melden hat...
Bilder folgen....
Re: Ulme, vom Stamm zum Bogen
Verfasst: 07.05.2012, 14:17
von Gornarak
Lord Hurny hat geschrieben:ich werde ihn auf 170cm kürzen dann gucken was er bei 32" zu melden hat...
Bitte Kamera laufen lassen...
Re: Ulme, vom Stamm zum Bogen
Verfasst: 07.05.2012, 15:21
von Lord Hurny
Denkst du, dass es so schlimm bzw. spektakulär wird?
Ob er bricht oder nicht ist mir auf jeden Fall Wurscht, das Ding is so krumm in alle Richtungen, dass ich mit meinen Fähigkeiten eher keine Chance auf einen anständigen Bogen sehe.
Er dreht sich beim Auszug ziemlich stark im Griff, und sowas mag ich überhaupt nicht...
Aber wenn ers überlebt und über 50# bei 32" erreicht, kriegt er einen Ehrenplatz auf meiner "Wall of Fame"

Re: Ulme, vom Stamm zum Bogen
Verfasst: 22.10.2012, 14:40
von Lord Hurny
Kurzes update,
dieser Bogen ist krumm, bleibt krumm und hat bei 32" Auszug ca. 40#, ne richtig schlappe Nudel - aber gut genug für Techniktraining - vielleicht krieg ich ja irgendwann den fliegenden Anker weg...
AAAAABEER was ich eigentlich loswerden wollte - gestern hat mich fast der Schlag getroffen!
beim aufsägen eines neuen Rohlings sah ich sie, zum ersten mal und in rauhen Mengen - verdammte Holzwürmer oder was weis ich welche Viecher - kleine weiße Maden die meinen Ulmen-Viertelstamm bis zum 3 Ring unter der Rinde perforiert haben.
Ich mag mir die restlichen Rohlinge gar nicht ansehen...ich bin traurig...

Re: Ulme, vom Stamm zum Bogen
Verfasst: 22.10.2012, 14:44
von Arry
Bah, das ist ja doof! Könnte es noch zu retten sein, wenn Du die Rinde und das beschädigte Holz abmachst?
Re: Ulme, vom Stamm zum Bogen
Verfasst: 22.10.2012, 15:51
von Ravenheart
Bein Raussuchen eines Staves für Friedland-Treffen letzt zog ich auch einen PLÖTZLICH völlig gelöcherten Ulmenstave aus meinem Holz-Regal... Ulme scheint nun mal lecker zu sein...
Nun muss ich demnächst mal meine Bestände sichten...
Vorher geh ich aber Baldrian kaufen...
Rabe
Re: Ulme, vom Stamm zum Bogen
Verfasst: 22.10.2012, 16:00
von bowa
Das sind echt Mistviecher. Wir haben beim renovieren welche mit Eichenbalken eingekauft. Jetzt haben wir im Fachwerk im Schlafzimmer den gemeinen Nagekäfer. War wohl Splintholz.
Laut Kammerjäger hilft außer Chemiekeule nicht wirklich was. Und die will man im Schlafzimmer auch nicht haben.
Thermisch bekämpfen ist in Gebäuden auch schwer, weil man über mehrer Stunden eine Temperatur vom >65° halten muss.
Also werden alle Nagekäfer "mechanisch" vernichtet die wir zu Gesicht bekommen. Irgendwann werden die wohl auch aussterben.
Ein Nachbar hat mal Spiritus in alle Löcher injiziert die er gefunden hat. Hat das Problem wohl auch gelöst, aber der ist Rentner der hat auch Zeit

Re: Ulme, vom Stamm zum Bogen
Verfasst: 22.10.2012, 16:15
von Lord Hurny
Rabe,
das mit dem Baldrian ist ne gute Idee, den werd ich auch brauchen wenn ich die anderen Staves begutachte.
...und ich werds den Viechern zeigen, nicht mit mir, nicht mit dem Lord - ich werd die befallenen Staves bei ca. 70°C 2-3 Stunden in der Sauna rösten - das sollte ihnen nicht gut bekommen
