Ok, scheint ja ne lustige Runde zu sein hier... ich werd das denn mal kurz und knapp so gut es geht beantworten. Sry, wenn ich die Zitate ungeordnet und ohne Angabe d. Verfassers heraus ziehe, doch sonst übertrifft dieser post am Ende noch den vorherigen:
"zu welcher kategorie zählst du:
den kerl der die straßenschilder auf 200meter trifft
den normalen durchschnittsbogenschützen im Rosenkrieg?"
- Steht hier eigentlich nicht zur Debatte, da ich keinen Bogen schieße, der mir die Schulter an den Hals tackert. Aber nach über 30 Jahren mit dem Bogen treffe ich meine Ziele eigentlich zum größten Teil. Ich würd sagen es geht so... besser geht aber immer.
Das er übrigens nur einmal trifft.
- Ich meinte nicht dieses Interview mit Strickland, falls du darauf anspielst - es hat mir mal jemand eine Privataufnahme gezeigt, in der er während eines Aufenthalts in den US ein Schild mit einem AFB beschoss und von 10 Pfeilen bis auf zwei/drei alle im Ziel waren. Sagt er ja auch in den Interview selbst, daß dies ziemlich "bloody" gewesen sei... der is schon sehr gut.
Die bekannten "12 Pfeile".

Hat irgendwann mal jemand irgendwo geschrieben und es wird immer wieder nachgebrabbelt.
Erinnere ich mich recht an das Video mit Stanley, so werden 6-7 Pfeile genannt, was viel realistischer ist.
- Jaja... legt euch das man immer so zurecht, wie's euch am besten paßt... genauso wie deine Aussage in einem anderen thread, daß es nun langsam mal Zeit wäre, 'mit dem "Vorurteil" über verkrüppelte Skelette englischer Warbowschützen aufzuräumen', oder wie du dich da ausgedrückt hattest. Obwohl medizinische Studien darüber klar zu dem Schluß gekommen sind, daß eine Belastung der Schulter mit Bögen ab 80 Pfund über einen längeren Zeitraum hinweg dauerhafte Schäden d. Schultergelenks und des umliegenden Skeletts verursachen - Bei 6-7 Pfeilen/min, hat man pro Pfeil gut 10 sek. - das wäre als Auswahlkriterium wohl etwas lasch gewesen.
Wir wissen nichts von dir... Stell doch mal ein paar Videos rein...
Wie du übrigens schon gesehen hast, beherrscht @Agro seine 115# sehr gut
- Phh... stell doch selbst eins rein. Wenn ich jemanden etwas über mich wissen lassen will, so wird derjenige das schon erfahren, ansonsten geb ich solche Informationen preis, wenn ich das für angebracht halte und hüpfe nicht auf Zuruf über's Stöckchen.
Generell halte ich nichts davon, mich im Internet zu gläsern zu machen.
btw - wie
ich gesehen habe beherrscht Agro seinen Bogen eben
nicht gut und man kann das im Video auch sehen (dazu an anderer Stelle noch eingehender)
"Aber einige der bekannteren Mitglieder (etwa Mark Stretton) haben schon weit früher intensive Erfahrungen mit schweren Langbögen gemacht, sprich: Sie schießen schon sehr lange und sind entsprechend erfahren."
M. Stretton hat sich 1996 erst für die Longbows interessiert und wollte die Dinger schießen, daher besuchte er Pip Bickerstaffe, der ihm dann auch in Hinsicht auf seine Forschungen über die MR Bögen erst einmal einen 70 Pfünder baute - er hat ungefär sechs Wochen gebraucht, um den zu beherrschen. Anschließend gabs eine 140er, wofür er "etwas länger" brauchte, nach diesem dann einen 160er... allerdings meckere ich ja auch nicht über Stretton u. Co. ...
Btw - meinen ersten 70 Pfünder habe ich 1980 mit 15 Jahren (allerdings einen Flatbow, weil traditioneller Bogensport hier in D praktisch unbekannt war, hab ich mir den über ein Sportgeschäft aus den US bestellt) erstanden.
"So, es gibt also keine großen Unterschiede in Sachen Technik, wenn man inuitiv schießt? Oh doch, die gibt es.
Wenn du einen regulären Schützen mit normalen Flachbogen oder viktorianischem Langbogen hast und..."
Ich meine - wenn man den Bogen (egal welchen) erstmal in der Hand hält und der Pfeil aufliegt, dann zieht man den... wie weit und wie man den Pfeil dabei greift oder was auch immer is doch völlig wuppe - der Bewegungsablauf ist nahezu immer derselbe. Man kann aber auch auf den Pfennig sch***** und den Rand nicht treffen...
"Meinen Trainingsstand kannst du überhaupt nicht beurteilen. Im Farvadin-Thread hast du auch erst schwere Bedenken wegen einem Bild angemeldet und im Video dann gesehen, dass ich doch nichts falsch mache."
Ich ging nach Sichtung der Photos davon aus, daß es noch schlimmer aussehen würde, als das Video letztlich offenbarte. Du ziehst das Ding absolut über die Knochen statt über die Muskulatur - entweder mit von vornherein ausgestrecktem und eingerastetem Bogenarm, oder der Bogen tackert dir den Arm nachstehend an den Hals - du schaffst es nicht, den Bogenarm frei nach vorn und das Schlüsselbein herunter zu drücken. Der ganze Halt kommt dabei aus der Wirbelsäule und dem Stand. Aber vllt. hast du das inzwischen ja korrigiert und es klappt mittlerweile besser.
Zum anderen wollte ich auch gar nicht mehr speziell auf dich und deine Bogen eingehen, aber du kannst ja nicht stillhalten und mußt unbedingt deinen Senf dazu geben, sobald das Wort Warbow oder so ähnlich fällt.
So und damit is jetzt gut hier, der Rest wäre sowieso nur alles Wiederholung und überflüssig.
Ich hatte mich eingangs auf ein anderes posting bezogen und wollte eigentlich nur allen neuen Interessenten dieser faszinierenden Art des Bogenschiessens dazu raten, die Sache langsam und korrekt anzugehen und dabei auf das zu hören, was langgediente Kenner dieser Bögen dazu zu sagen haben und nicht überstürzt und vor lauter Geltungssucht den nächstbesten 100 lbs Bogen zu kaufen, obwohl der am Anfang für die meisten viel zu stark sein dürfte. Einige, bzw. die meisten der alten erfahrenen Bogenbauer verkaufen auch niemanden einen so schweren Bogen, per I-net oder Post, sondern lassen sich erst zeigen, ob der Interessent den gewünschten Bogen auch gebrauchen kann.
Es ist natürlich so, daß einige vllt. ohnehin schon besser konstituiert sind als andere und evtl. schon höher einsteigen können als mit nur 35 lbs (nur ein Bsp.) und auch schnellere Fortschritte machen. Nur sollte man immer im Hinterkopf haben, daß man sich dabei auch schnell ins Aus schießen kann und statt viel Spaß mit dem Bogen zu haben, wie's sein sollte, am Ende vllt. nicht mal mehr einen 25 Pfünder gebrauchen kann, wenn die Gelenke erst einmal ruiniert sind.
So, is mal wieder viel länger geworden als geplant. Auf den Nonsens der letzten paar posts gehe ich mal gar nicht erst ein, das allein spiegelt schon eine gewisse Geisteshaltung wider.
Grüße,
Hetzer