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Verfasst: 21.04.2006, 07:45
von Überläufer
@eldoro,wieso angst,ich hatte nur dran gedacht den bogen etwas stärker nachzubauen,deshalb die andauernde datenfragerei.
Aber auch von mir ein respekt,der bogen is dir wirklich gelungen!

Verfasst: 21.04.2006, 20:31
von Rutzi
Ich hab leider keine Vergleichsmöglichkeiten. Das ist der erste Bogen den ich in meinem Leben in den Händen halte.
Werfen tut er gut, set hat er wie sau, stacken tut er kein bisschen auch wenn ich ihn voll ausziehe (müssten bei mir so um die 32" sein) und nen Handshock konnte ich nicht spüren.

Verfasst: 21.04.2006, 21:24
von Eldoro
@ Rutzi breite im griff ?
Breite in den nocks ?
dicke im griff ?
dicke in den nocks ? :)

Verfasst: 22.04.2006, 22:35
von Rutzi
Ui konkrete Fragen... ;)
Breite am Griff: 3.2 cm
Breite an den Nocken: 2.1 cm
Dicke am Griff: 3.3 cm
Dicke an den Nocken: 0.9 cm

hybrid

Verfasst: 07.05.2006, 20:52
von shantam
so,jetzt mal was mit glas drauf.
die,die in schlammen waren kennen ihn ja noch als
prototyp.
inzwischen hab ich ihn so weit runter das ich ihn fast ziehen kann.
er war mir "etwas dick" geraten was das zugewicht angeht.
es handelt sich um einen Hybrid
60" ca 63# auf 28"
griff padouk/wenge/padouk.
WA glas kirschefurnier,carbon,kirsche,glas.

ich finde ihn nicht nur sexy,sondern durchaus auch beschleunigend,für den pfeil jetzt.

sehne muss noch was eingedreht werden,ist noch zuwenig standhöhe.

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bogenbauen macht echt spass :D

shantam

Verfasst: 07.05.2006, 22:27
von lacruz
wow,
reschpekt !!!!! :anbet :anbet
echt schöner bogen :-)
echt "sexy" bogen :) :)


Gruß lacruz

Ps.: wenn ich einen Bogen mal selber zustande bekommen würde, würd ich den auch sexy finden :)

Verfasst: 08.05.2006, 09:34
von Rifle
Schöne Kurven

Sieht wirklich gelungen aus, Glückwunsch. Das schwerste an dem Teil ist wahrscheinlich mit Abstand der Griff, wahrscheinlich sauschnell. Wrklich sexy das Deflex-Reflex-Design. Habe vom Glaslaminieren keine Ahnung aber ist das normal mit der Carbonschicht in der Mitte? Dumme Frage? Da die WA wahrscheinlich von der Seite getillert werden, wieviel stumpfes Werkzeug produziert man da?

Hat bestimmt viel Arbeit gekostet, geniesse das Ergebniss...

Carbonschicht in der Mitte

Verfasst: 08.05.2006, 09:57
von Ravenheart
...macht nach meinem Verständnis nicht den geringsten Sinn! In der Mittellinie treten weder Zug- noch Druckspannungen auf (wo drin die Stärke des Carbon läge!) dazu ist es (mit Kleber) vmtl. schwerer als Holz, bringt also nur zusätzliches Gewicht und verschlechtert die Kleberhaftung (die auf Holz besser ist).

Für die Mittellagen wären die Anforderungen:
hohe Rückstellgeschwindigkeit bei möglichst geringem Gewicht, Nebenbedingung: ausreichend Druckfest, um die (arbeitenden) Glasschichten auseinander zu halten, ohne zerdrückt zu werden.

Ideal wäre demnach Bambus, gefolgt von Hölzern wie z.B. Ahorn.

Daher: @shantam:

Was hast Du Dir bei der Mittellage gedacht? Was ist die technische Zielsetzung??

Rabe

Verfasst: 08.05.2006, 16:20
von shantam
ups missverständniss.
die carbonlage ist mitnichten in der mitte,
nochmal die lagen vom rücken zum bauch.
1. 1mm glas(nach dem tillern jetzt weniger)
2. 0,6mm kirsche furnier
3. 0,5mm carbon
4. 3 lagen kirsche von 2,2mm auf 1,1mm getapert
5. 1mm glas
das ganze noch trapezoid geschliffen.

ich tillere NICHT von der seite,sondern immer nur über die bauchecken.
da kann man von rechteckig
nach trapezoid schleiffen ohne sich probleme ein zu handeln.
bei diesem hybrid habe ich die glasschicht am rücken sehr dünn gemacht,das ging aber nur weil die carbonschicht da wahr und ich mir keine,oder nur wenige,gedanken um bruch zu machen.

in den bildern ist der dunkele sreifen die carbonlage.
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was das werkzeug angeht wird ein bandsägeblatt stumpf und schleifleinen braucht man auch :D
shantam

Wenn man nicht nachdenkt...

Verfasst: 08.05.2006, 23:20
von Rifle
@ Shantam
Alles klar, hätte mich auch gewundert wenn das Carbon in die Mitte kommt.

Ich hab’ heute richtig Mist gemacht. Letzte Woche habe ich meinen Nichten zwei Manaubögen gebaut. Der eine sollte 30# und der andere 35# haben. Das ganze lief recht unproblematisch ab, obwohl es meine ersten Erfahrungen mit den Gummibesenstielen waren. Das Zeug kann man echt vergewaltigen, und die Dinger hatten am Anfang erstaunliche 40 bzw. 41# bei 30 mm Durchmesser Ausgangsmaterial. Soweit OK.
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Seit längerem habe ich einen neuen bambusbelegten Bogen für meine Freundin in Arbeit, der auf Stufe Bodentillern herumlag. Er sollte 35# bekommen und den lahmen 35# Vorgänger ablösen.
Heute wollte ich ihn auf Zuggewicht bringen und in meinem Hinterkopf war ganz klar, dass 35# = 13,5 kg; wusste ich ja noch von den Manaubögen….
Nachdem ich die Zuggewichtkurve in meine Exceltabelle eingetragen habe wurde mir klar das ich einen 30Pfünder fabriziert habe. Sch…
Habe das Ding vor Sonnenuntergang noch ausprobiert, wirft gar nicht so schlecht für das schwache Teil ca. 120-130 m (155 Schritte)
BildBild
Daten:
Bambus auf Robinie (Perry);
30# bei 28“;
170 cm lang, pyramidal von 4 cm auf 1 cm
unsymetrisch, Pfeil über Bogenmitte, oberer WA 6-7cm länger
3,5 cm Reflex direkt nach dem abspannen
5,5 cm Reflex nach ca. 1h

So und jetzt ein paar Fragen:
1. Hat jemand ne Idee das Ding schwerer zu kriegen ohne die Wurfarme zu kürzen
2. Falls ich auf die Idee komme den für mich zu machen indem ich zwei Bambusstreifen Face, sollte ich ihn dann vorher noch weiter heruntertillern (für ca. 55-60#)
3. Was spricht gegen das Entfernen der Bambuswachsschicht, da sie sehr fleckig ist
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Verfasst: 08.05.2006, 23:23
von Archiv
Hübsches Gerät, Shantam! Gefällt mir sehr gut und macht einen "rasanten" Eindruck. Obwohl der Griff etwas klotzig wirkt, aber das kann am Photo liegen oder an der Kürze des Bogens.
Ich freue mich schon darauf, die Sexbombe in NB in natura zu bewundern.

RE: Wenn man nicht nachdenkt...

Verfasst: 08.05.2006, 23:41
von Brucky
@Shantam: schönes Teil, sieh sauschnell aus :-)
Original geschrieben von Rifle

3. Was spricht gegen das Entfernen der Bambuswachsschicht, da sie sehr fleckig ist
[/img][/url]
nix

ich rasple zuerst die Nodien etwas flacher: erst Raspel u. dann Feile
die Wachsschicht mach ich mit der Ziehklinge weg aber aufpassen das Du die sog. "Kraftfasern" nicht verletzt - evtl mal an nem Reststück üben

Verfasst: 09.05.2006, 10:49
von shantam
@johnny,der griff ist tatsächlich ewas klobig geraten.ist aber,da er ein prototyp ist,nicht so schlimm.ab einem gewissen punkt ist so ein bogen einfach fertig,alles weiterwerkeln würde den bogen verschlimmbessern.durch das viele holz ist der griff schön schwer und er liegt nach dem lösen recht ruhig in der hand.beim nächsten versuche ich den griff etwas eleganter hinzukriegen.

ob ich nur denke der ist schnell,oder ob er es tatsächlich ist sehen wir in NB.
ich brauche einen chrony.

@rifle,
einfach runter mit der wachsschicht.
das geht mit einer ziehklinge ganz gut,genau wie brucky geschrieben hat.

wenn du da noch ein facing drann kriegst,problem ist evtl. der zu runde bauch,
nur zu.

shantam

Verfasst: 14.05.2006, 08:27
von Überläufer
@Shantam,schöner Bogen,wirklich! :-)
@Rifle,die Manaubögen sehen ja stark aus,wie,beziehungsweise aus was hast du das Griffstück gemacht?

mfg,
overrunner

Griff

Verfasst: 14.05.2006, 10:22
von Rifle
@ueberleufer
Griffe sind ganz primitiv:
Schaffell aus Mantelinnenfutter zu einem Rechteck geschnitten,
mit der Fellseite auf den Bogen gelegt,
mit Hanfseil festgewickelt, so dass noch 2cm Fell auf beiden Seiten überstehen,
Fellenden umklappen, fertig.
Hab noch einen kleinen Lederkeil als Pfeilauflage vorher angeklebt.
Hanfwicklung so festgemacht wie Tim Baker auf S.249-252 in Bibel Bd.2 zeigt

Indianer haben auch solche Griffe aus Fell gemacht, wodurch der Griff ein bischen gepolstert wird. Kannst ja statt Hanf Kirschenrinde benutzen ist authentischer.