Re: Bogen aus Osage Orange-Leisten mit Hickorybacking
Verfasst: 18.03.2026, 18:52
Hallo,
Hier die Präsentation des (für mich vorerst) fertigen Bogens. Perfekt ist er nicht geworden, aber ich bin zufrieden, er schießt gut. Daten:
--Bauch: Osage Orange Latten, mit O.O.-Zusatzverstärkung am Griffspleiss.
--Rücken: Bambus (hätte besser etwas dünner sein sollen)
--Bauch und Rücken vor Verklebung separat getillert
--Griff: Ahorn, eingespleisst, Länge 26,5cm incl. Spleissbereich, Schichten schräglaufend zur WA-Ebene und parallel zur Bogenachse
--Nocks: Ahorn, stehende Schichten
--Klebstoff: Epoxidharz L + Härter L (R&G)
--Oberflächenbehandlung: 2x Harttrockenöl (Öl-Harz-Verkochung) von Kremer Pigmente
--Bogenlänge ntn 162,5cm
--Zuggewicht mit überarbeiteter Messeinrichtung 43# @ 71,1cm (28“) und 48# bei 73,7cm (29“) Auszug.
--Gewicht 447g
--Standhöhe: 13,0cm
--Sehnenwinkel bei 29“ (mein Auszug): ca. 92°
--Sehne: 10 Strang, Brownell B-50
--Pfeilgeschwindigkeit bei Auszug 29“ : mit 7,6grpp – 54m/s (177 fps) und mit 6,9grpp – 55m/s (181 fps)
--Arbeitende (biegende) WA-Länge ab Ende fadeout bis Nock: 69,5cm
--Bogenbreite Ende fadeout: 29mm
--Bogendicke Ende fadeout: 17mm, davon Bambus (mit etwas zuviel weicher Innenschicht) 5mm
--Bogenbreite 40mm vor Nockauflage 11mm
--Bogendicke 40mm vor Nockauflage: 10mm, davon Bambus 2,3mm
--Bambusrücken-Dicke von Griff nach Nock gleichmäßig abnehmend
--WA-Form ca. halbpyramidal
--Bambusrücken seitlich mit breiter 45°-Fase, nach aussen auf Null auslaufend, O.O.- etwas mit angefast
-- Wirkung des Bambusbackings bei diesem Bogen: Erhöhung der Zugkraft um ca. das 3-fache gegenüber dem Bogen ohne Backing.
--Schießverhalten: Bei Auszug recht schnell ansteigende Zugkraft, bis mind. 30“ kein Stacking, deutlicher aber weicher und tolerierbarer Handschock. Der Bogen muss beim Lösen, wie bei meinen anderen Langbögen auch, etwas stärker als meine Osmanen gedreht werden (Daumentechnik). Genauigkeit ok.
--Stringfollow: sehr wenig.
--Set: anfangs etwas, auch durch das sehr häufige Aufspannen am Tillerstock (jeweils ca. 20sec.) fürs Fotografieren.dann nach vielem Ausziehen und einigen Schüssen keine Zunahme mehr, s. Foto
--der linke etwas schwächere WA ist momentan der obere WA, Druckpunkt liegt ca. 2cm unter Bogenmitte
Der Nockbereich: Bei 29" Auszug: Die WA´s biegen nicht gleich. Der linke (untere) WA verlässt den Griff steiler als der rechte (Fehler beim Einkleben trotz Führung) und der Nock zieht sich am Tillerstock ca. 2,5cm tiefer runter als beim rechten WA. Der linke WA biegt sich griffnäher etwas stärker, der rechte WA eher mittig.
Die von Hieronymus angesprochene Schwachstelle des linken WA ca. 20cm vom Nock entfernt wurde minimal entschärft durch Aufkleben von 3 dünnen sich überlappenden Leinenlagen (noch hell im Foto weil angeschmirgelt, unlackiert), ev. noch nicht ausreichend und nicht ganz lege artis. An dieser Fehlstelle traten sehr flach 2 weichere Schichten an die O.O.-Oberfläche aus, die sich mit dem Ziehblech anfangs unbemerkt stärker als die festeren Schichten abgearbeitet haben. Bei der späteren Bearbeitung des gesamten WA´s wurde diese Fehlstelle zwar immer ausgelassen, was aber für einen Angleich nicht gereicht hat.
Ich nehme jetzt keine weiteren Bearbeitungen mehr vor, ich denke, da würde ich mich als Anfänger bei diesem Bogentyp auf Glatteis bzw. in Richtung „zu zugschwach für mich“ begeben.
Und: Vielen Dank an die „Mitwirkenden“ !!!
Grüße
Windkanter
Hier die Präsentation des (für mich vorerst) fertigen Bogens. Perfekt ist er nicht geworden, aber ich bin zufrieden, er schießt gut. Daten:
--Bauch: Osage Orange Latten, mit O.O.-Zusatzverstärkung am Griffspleiss.
--Rücken: Bambus (hätte besser etwas dünner sein sollen)
--Bauch und Rücken vor Verklebung separat getillert
--Griff: Ahorn, eingespleisst, Länge 26,5cm incl. Spleissbereich, Schichten schräglaufend zur WA-Ebene und parallel zur Bogenachse
--Nocks: Ahorn, stehende Schichten
--Klebstoff: Epoxidharz L + Härter L (R&G)
--Oberflächenbehandlung: 2x Harttrockenöl (Öl-Harz-Verkochung) von Kremer Pigmente
--Bogenlänge ntn 162,5cm
--Zuggewicht mit überarbeiteter Messeinrichtung 43# @ 71,1cm (28“) und 48# bei 73,7cm (29“) Auszug.
--Gewicht 447g
--Standhöhe: 13,0cm
--Sehnenwinkel bei 29“ (mein Auszug): ca. 92°
--Sehne: 10 Strang, Brownell B-50
--Pfeilgeschwindigkeit bei Auszug 29“ : mit 7,6grpp – 54m/s (177 fps) und mit 6,9grpp – 55m/s (181 fps)
--Arbeitende (biegende) WA-Länge ab Ende fadeout bis Nock: 69,5cm
--Bogenbreite Ende fadeout: 29mm
--Bogendicke Ende fadeout: 17mm, davon Bambus (mit etwas zuviel weicher Innenschicht) 5mm
--Bogenbreite 40mm vor Nockauflage 11mm
--Bogendicke 40mm vor Nockauflage: 10mm, davon Bambus 2,3mm
--Bambusrücken-Dicke von Griff nach Nock gleichmäßig abnehmend
--WA-Form ca. halbpyramidal
--Bambusrücken seitlich mit breiter 45°-Fase, nach aussen auf Null auslaufend, O.O.- etwas mit angefast
-- Wirkung des Bambusbackings bei diesem Bogen: Erhöhung der Zugkraft um ca. das 3-fache gegenüber dem Bogen ohne Backing.
--Schießverhalten: Bei Auszug recht schnell ansteigende Zugkraft, bis mind. 30“ kein Stacking, deutlicher aber weicher und tolerierbarer Handschock. Der Bogen muss beim Lösen, wie bei meinen anderen Langbögen auch, etwas stärker als meine Osmanen gedreht werden (Daumentechnik). Genauigkeit ok.
--Stringfollow: sehr wenig.
--Set: anfangs etwas, auch durch das sehr häufige Aufspannen am Tillerstock (jeweils ca. 20sec.) fürs Fotografieren.dann nach vielem Ausziehen und einigen Schüssen keine Zunahme mehr, s. Foto
--der linke etwas schwächere WA ist momentan der obere WA, Druckpunkt liegt ca. 2cm unter Bogenmitte
Der Nockbereich: Bei 29" Auszug: Die WA´s biegen nicht gleich. Der linke (untere) WA verlässt den Griff steiler als der rechte (Fehler beim Einkleben trotz Führung) und der Nock zieht sich am Tillerstock ca. 2,5cm tiefer runter als beim rechten WA. Der linke WA biegt sich griffnäher etwas stärker, der rechte WA eher mittig.
Die von Hieronymus angesprochene Schwachstelle des linken WA ca. 20cm vom Nock entfernt wurde minimal entschärft durch Aufkleben von 3 dünnen sich überlappenden Leinenlagen (noch hell im Foto weil angeschmirgelt, unlackiert), ev. noch nicht ausreichend und nicht ganz lege artis. An dieser Fehlstelle traten sehr flach 2 weichere Schichten an die O.O.-Oberfläche aus, die sich mit dem Ziehblech anfangs unbemerkt stärker als die festeren Schichten abgearbeitet haben. Bei der späteren Bearbeitung des gesamten WA´s wurde diese Fehlstelle zwar immer ausgelassen, was aber für einen Angleich nicht gereicht hat.
Ich nehme jetzt keine weiteren Bearbeitungen mehr vor, ich denke, da würde ich mich als Anfänger bei diesem Bogentyp auf Glatteis bzw. in Richtung „zu zugschwach für mich“ begeben.
Und: Vielen Dank an die „Mitwirkenden“ !!!
Grüße
Windkanter