Naja, eines ist nach den bisherigen Ständen der div. durchgeführten Beschußteste Fakt...
Löcher machen tun sie alle...!!
Und einem leichten Infanteristen, der ohne nennenswerte Panzerung unterwegs war, dürfte es im Moment des Einschlags wohl ziemlich egal gewesen sein,
was für eine Pfeilspitze er da in seiner Anatomie stecken hat...
Andererseits, daß einfache (gegnerische) Fußvolk soll ja letzendlich
nach einer gewonnenen Schlacht noch in der Lage sein, seiner Arbeit (und damit letztendlich dem Steuer-Verdienst des jeweiligen obsiegenden Landesherrn) auf dem Feld und in den Handwerken nachzugehen, also reicht es eigentlich, ihn led.
Kampfunfähig zu schießen, ohne das er weitere schwere Verletzungen davonträgt...
Sprich, man beschießt ihn mit einfachen Spitzen, die ihn zwar zu Boden bringen, aber ohne weiteres leicht zu entfernen sind und ihm eine durchaus reelle Chance geben, den ganzen Schlamassel
arbeitsfähig zu überstehen...
Und rein aus taktisch-/ strategischen Überlegungen heraus denke ich mal, daß man ohne weiteres davon ausgehen kann, daß die damaligen Bogenschützen unterschiedlich bewehrte Pfeile im Köcher mitgeführt haben... oder, je nach taktischer Notwendigkeit und Einsatzstandort, Gruppenweise mit unterschiedlichen Pfeilspitzen ausgerüstet waren...
erste Gruppe Linke Flanke geht gegen leichte Reiterei, einfache Blattspitzen und Bodkins, ev. noch Halbmondspitzen...
zweite Gruppe lk. Fl. gegen schwere Infantrie ausgerüstet (Tudors, Warbodkins, ev. Heavy Diamonds)
Mitte geht gegen leichte Infanterie, auschließlich Bodkins...
rechte Flanke geht gegen Schwere Reiterei, ist also mit Halbmonden, schweren, gehärteten Blattspitzen und Heavy Diamond Heads unterwegs...
Dazu noch vielleicht noch mehrere rel. kleine Gruppen (30-50 Mann), die hinter den eigentlichen Schützenlinien hin und her flitzen können, um sich mit der entsprechenden speziellen Munitionierung dem taktischen Verlauf der Schlacht anpassen und darauf rel. schnell reagieren können...
So oder so ähnlich
könnte es ausgesehen haben...
Letztendlich wird sich das aber erst klären lassen, sobald tatsächlich mal konkrete Zeuglisten oder sogar ,noch besser, ein detaillierter Augen-/ Zeitzeugenbericht auftaucht, in dem ganz konkret die Verteilung der Munitionierung und das Einsatzverhalten / die AUfstellung aufgelistet und genannt wird...quasi ein konkreter Schlachtplan...
K.A., ob es solche Listen vielleicht sogar gibt und bloß halt nie Veröffentlicht wurden und irgendwo in irgendwelchen Nationalmuseumskellern still vor sich hinmodern, oder ob sie möglicherweise gar nicht existieren...
Aber halt alles nur Spekulation and m2c...
LG
etb