immer wieder erstaunlich wie eine einfache Kaufberatung "Reiterbogen - woher und welche Pfeile" sich ausufert und praktisch das gesamte Spektrum an Meinungen über das Thema darbietet. Mich würde mal interessieren ob Saufeder mitlerweile seine Info hat oder sich erschrocken zurückgezogen hat nachdem er gesehen hat in welches Wespennest er da gestochen hat
Na gut kommen wir mal wieder zum Thema:
@Janitschar
Um die historische Auszugslänge zu bestimmen ist es sicher am einfachsten historische Pfeile zu begutachten. Laut A.Karpowicz liegt die Länge der Pfeile ohne Spitze im Topkapi Museum in Istanbul bei 26-29 Zoll. Möglich das die Jungs damals bis zur Spitze der Spitze gezogen haben (die waren ja recht schmal) und dann auf 28-31 Zoll gekommen sind. Ich gehe noch mal von einer anderen Seite ran: Wenn die Bogenlänge zur Pfeillänge in einem Verhältnis von 1,6 steht dann kann ein Bogen mit 44 Zoll (unteres Maß für einen türk. Kriegsbogen) einen 27,5 Zoll Auszug vertragen, einer von 50 (größte Länge für türkische Kriegsbögen) schafft 31,25 Zoll. So in diesem Bereich sollte es also gelegen haben. Schriftliche Hinweise wie "Ziehen bis zum Ohr" oder "Ziehen bis zum Kinn" sind schwer zu handhaben sofern man nicht weiß wie Abu Hasim seine Hand oder Muhammed d. Abdallah seine Schultern gehalten hat.
"Muss einfach sein, da ich als Osmanen mit meinen 1,78 m ein ziemlich großer Osmane wäre."
Habe vor kurzem eine Osmanische Rüstung von 1683 gesehen und ich muss dir sagen das du damals wahrscheinlich im unteren Mittelfeld unterwegs gewesen wärest. Bedingt durch die gute Versorgung in der osmanischen Armee (von Kindheit an) und die Knabenlese bei der nur gesunde und kräftige Individuen gewählt wurden waren die Jungs erstens recht groß (1,75m bis 1,85m) und zweitens recht kräftig.
"Was für einen Hwarang hast du das du ihn bis 32" spannen könntest?"
Ich habe den leider noch gar nicht, da er momentan noch von einem koreanischen Bogenbauer für mich gemacht wird

