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Re: Schnell gebauter Pflaumenbogen: Ein Experiment
Verfasst: 17.02.2016, 22:05
von Bogenhannes
Ein paar schlechte Fotos von zwei staves guter Qualität:

- Gegen ein kleines Bögelchen aus prunus spinosa habe ich hier prunus domestica eingetauscht
Der rechte 2m lang von der Mitte von drei cm Dicke auf zwei cm Dicke auslaufend. Breite durchgehend belassen bei 6 cm.
Der linke das gleiche Prinzip, aber 180cm Länge. Die Rinde muss noch ab und aufgespannt wird er auch noch.
Wegen der Dicke werde ich den "Bauch" mit Lack abdecken. Die Rinde wird quasi auf die Bauchseite verlegt.

- Der Ast war war ursprünglich 14cm dick. Der Markkanal ist abgearbeitet.
Die Fasern sind (noch) absolut parallel. Das Spalten lief schnurgerade und absolut sauber.
Die Halbscheite vom oberen Teil des Astes werde ich nach Snakes Schnelltrocknungsrezept vorbereiten.

- Länge 90cm, Dicke noch nicht sicher ;-)
Aber die Halbscheite werden geviertelt, gedämpft, gebogen und aufgespannt. Müsste zwei Spleisse geben.
Das dauert aber noch eine Woche ...

- Zuguterletzt
Fortgang des Trocknens wird hier dokumentiert
Re: Schnell gebauter Pflaumenbogen: Ein Experiment
Verfasst: 18.02.2016, 23:00
von Laurinus
Na da haste aber zwei Sahnestaves!
Bin gespannt.
Habe diesen Winter vermehrt verwilderte Zwetschge(max 12cm Durchmesser) eingelagert( halbiert; runtergearbeitet; fixiert), da ich sehr von Prunus allgemein als Bogenholz überzeugt bin.
Habe ausserdem gerade einen Bogen aus einem ganz dünnen Quittensapling(kein Prunus) gemacht, der sich auch ganz gut macht; zeige ich , wenn er gefinished ist...
Grüße, laurinus
Re: Schnell gebauter Pflaumenbogen: Ein Experiment
Verfasst: 19.02.2016, 10:10
von Bogenhannes
Moin die unscharfen Fotos haben mich doch noch gewurmt, deswegen habe ich doch zwei staves nach draussen geschleppt.
Einen kurzen von dieser Woche und den durchgetrockneten stave vom letzten Jahr mit der Weißfäule im Kern.
Ich hoffe jetzt lässt sich der Unterschied sowohl von der Qualität her, als auch von der Sorte her gut erkennen.
Die ersten Hölzer hier im Thread waren definitiv Kirschpflaume, aber der vom letzten Jahr war ein Wildling, der aus den Wurzeln eines gepfropften Baumes gewachsen ist.
Das Holz dieser Woche ist von einem Zwetschgenbaum, also aufgepfropftes Holz.
Snake-Jo hat ja schon einiges zur Unterscheidung dieser drei Sorten hier und anderswo geschrieben.

- Der Splint der Zwetschge ist dicker als beim Wildling

- Vom Bauch aus gesehen lässt sich die unterschiedliche Splintdicke auch gut erkennen

- Links ist der Trocknungsriss zu erkennen, aber sonst ist der stave gut durchgetrocknet

- Beim Wildling war der Kern von Weissfäule befallen, aber der Splint ist brauchbar. Wird daher ein Flachbogen.
Grüße
Johannes
Re: Schnell gebauter Pflaumenbogen: Ein Experiment
Verfasst: 11.04.2016, 20:05
von Bogenhannes
Weiter gehts mit der Ernte vom Februar oder wann das nochmal war...

- die Halbscheite sind behandelt worden ....
Nach dem nächsten Bogen (Noch ne Woche ...) werden die Viertel geschält, gekocht und aufgespannt:

- Für neunzig cm Länge pro billet sind die Recurves schon sehr groß.
Überlege noch ...
Wieviel Prozent Recurve wäre hier wohl gesund? Das Holz geht ja noch selber ein Stück zurück ... mmmh
Ansonsten noch die anderen schon länger rückwärts aufgespannt und natürlich auch entrindet.
Den einen stave habe ich am Bauch einlackiert, sozusagen eine Rinde am Bauch.
Hauptrisiko bei den Beiden ist die Dicke von etwas über 3cm in der Mitte bei diesem extrem rissfreudigen Holz.
Mal schaun.
Re: Schnell gebauter Pflaumenbogen: Ein Experiment
Verfasst: 11.04.2016, 21:34
von Klink
Jop, Risse macht das Zeug ganz gerne, wie ich im Keller sehe, Gott sei Dank nur bis ins Mark. Also Griff anlöten.
Haste da VA Bänder rangeschraubt, an die Biegeformen?
Re: Schnell gebauter Pflaumenbogen: Ein Experiment
Verfasst: 08.09.2016, 20:31
von Bogenhannes

- Nur mal so als Beispiel. Das obere Ende des Astes unabgedeckt ...
Hab 1mm Blech genommen. Mit der Blechschere abgeschnitten und dran geschraubt. Ist aber noch nicht benutzt ...
Das Holz ist seit betimmt zwei Monaten top getrocknet:

- Einer der beiden staves. Bei ca drei cm Dicke in der Mitte!