Danke dir, dann werd ich mal sehen dass ich was fürs Facing auftreibe:-)
Ich hab hier noch ein paar Kirschenäste rumliegen. Kann man da einfach was rausschneiden oder muss man dann auch die Ringe beachten?
Oder ich zersäg den Liegestuhl von meiner Frau...das ist Bambus
Ich war heute morgen mal auf raubzug in meinem Wald. In ein paar Jahren hab ich Bogenholz satt. Mir war gearnicht bewusst wie viele Eschen da drin stehen und ne Menge Haselnuss steht da auch.
Schon verrückt, wenn mich vor ein paar Wochen einer gefragt hätte hätte ich gesagt hab ich nicht, ist alles Birke und ein bißchen Buche. Verdammter Virus, überall sieht man nur noch Bögen rumstgehen
Meine Nachbarin meinte da wäre noch ein Baum von mir auf den ihren Zaun gefallen. Ist zwar historisch nicht ganz korrekt, deren Hiwi hat einen meiner Bäume beschnitten und in den Zaun geworfen, aber das ist auch Haselnuss.
Zuletzt geändert von bowa am 08.06.2012, 08:51, insgesamt 1-mal geändert.
Neun von zehn Stimmen in meinem Kopf sagen ich bin nicht verrückt.
Die zehnte summt die Melodie von Tetris.
Baim Facing sind durchgehende Ringe nicht so wichtig. Bambus nimmt man aber eher als Backing. Wenn ich mal mit meiner Freundin spazieren gehe, sagt die auch schnell "Du hast schon wieder diesen Blick" - alles voller Bögen...
ich hab letzte Woche meinen ersten Facing- Versuch gestartet. Obs was wird weiss ich noch nicht...wahrschenlich nicht
Allerdings an meinem allerersten Eschenversuch.
Gestern habe ich meinen Haselbogen versaut und mich kurz entschlossen diesen zweiten Eschenbogen wiederzubeleben, also Stauchrisse reparieren und ein Facing drauf. Schlimmstenfalls lerne ich ja nur ne Menge
Beim ersten hab ich Kirsche drauf, jetzt überlege ich es beim zweiten mal mit Walnuss zu versuchen. Leigt beides da und muss geschnitten werden. Inspiriert von tscho: viewtopic.php?f=16&t=20009 obwohl meine Erfolgsaussuchten ungleich geringer sind.
Macht eins von beiden mehr Sinn oder tut sich da nix?
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Die zehnte summt die Melodie von Tetris.
So es ist soweit.
Mein Nachbar hat ja mal ungefragter Weise meinen Wald gestutzt und dabei ist ne Menge Hainbuche abgefallen. Daraus hab ich mir Streifen geschnitten die ich jetzt als Facing auf den Bogen geleimt hab. Gestern Abend den zweiten Wurfarm.
Alles mit Ponal blau.
Wie erfolgreich das war wird sich zeigen und ich werde berichten. Wenns dann klappt kommt noch ein Kirschrindenbacking drauf. Da hab ich mich irgendwie rein verguckt und Kirschrinde ist letzte Woche beim Brennholz machen auch ne Menge angefallen
Für alle Fälle und weil ich es wahrscheinlich nie kapiere :
Bei mir gilt in dem meisten Fällen Kirsche = Kirche und fast immer ist der Baum gemeint
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Die zehnte summt die Melodie von Tetris.
So Facing ist drauf, hat auch Halbwegs funktioniert. Dafür hab ich den Bogen aber eben durchgebrochen.
Sah eigentlich alles garnicht so schlecht aus und auf einmal machts Knack und ich hab zwei Teile.
Jetzt drängt sich mir eine Frage auf:
Was muss man bei einem Facing alles beachten? Ich hab 3x Facing gemacht und 3 Brüche. O.k. weder die Bögen noch die Facings waren gut, aber hat ein Facing Einfluss auf die "Bruchfestigkeit"? Wenn ja macht es den Bogen doch eher stabiler oder? Oder ist durch ein druckstabiles Facing mehr Zug auf dem Rücken? Der muss ja dann ein bißchen "über das Facing" biegen oder?
Neun von zehn Stimmen in meinem Kopf sagen ich bin nicht verrückt.
Die zehnte summt die Melodie von Tetris.
Wie ist denn der Bruch entstanden? Ich könnte mir schon vorstellen, dass der Rücken gerissen ist, weil der auch nun zu stark war. Hast du mit dem Facin auch schön langsam wieder mit tillern angefangen?
Grüße, Marc
"Wer das Training in Frage stellt, trainiert nur, Fragen zu stellen!" - Die Sphinx
Na klar! Das Facing soll ja mehr Druck am Bauch aufbauen. Dadurch erhöht sich auch die Zugbelastung am Rücken. Klar, oder?
Ein Facing macht ja vor allem Bei Hölzern Sinn, die Zugstark am Rücken sind und eher schwach am Bauch. Umgedreht beim Backing, was eher für druckstarke Hölzer gut ist, wo der Rücken Probleme macht.
Grüße, Marc
"Wer das Training in Frage stellt, trainiert nur, Fragen zu stellen!" - Die Sphinx
Also, wenn ich mich recht erinnere, hattest du letztens einen solchen Bogen mit Facing gezeigt, der geplatzt war. Ich erinnere mich daran, gesagt zu haben, das er genau da geplatzt ist, wo das Facing endet und die Ursache war, das es dort einen "Steifigkeits-Knick" gab, weil das Facing zu abrupt endete.
Deshalb nochmal grundsätzliches zu einem Facing:
Wenn man ein druckstabiles Facing zur Leistungssteigerung, oder zur Verhinderung von Stauchbrüchen, auf klebt, sollte der gesamte Biegebereich vom Fade bis zu den Tips vom Facing bedeckt sein. Es darf keine biegende Stelle geben die kein Facing hat, sonst entsteht dort ein Festigkeitssprung und der führt immer zum Bruch.
Ausserdem sollte das Facing in der Dicke zum Bogen passen. In der Regel sind Facings 2-3mm dick und steigern das Zuggewicht zwischen 30 und 100% je nach Ausgangszuggewicht. Je geringer das Ausgangszuggewicht, desto größer die Steigerung.
Dabei gilt in grober Näherung folgender Zusammenhang:
Die ((Dicke des Facings geteilt durch Dicke des zum Kleben vorbereiteten Bogens) +1 )hoch 3 multipliziert mit dem Zuggewicht des zum verkleben vorbereiteten Bogens, ergibt das resultierende Zuggewicht.
Mathematisch:
Df: Dicke Facing, Db: Dicke planierter Bogen, Fp: Zuggewicht planierter Bogen, Fr=resultierende Zugkraft Bogen mit Facing
Fr=((Df/Db+1)^3)*Fp
z.B. zu schwacher Bogen mit 22#@28" Dicke im Durchschnitt 7mm, soll ein Facing von 2mm erhalten. Wie hoch ist das zu erwartende Zuggewicht?
---> (2/7+1)^3*22#=47# (gerundet)
Das ist der Mindestzuwachs an Zugegwicht (in diesem Falle 112%). Da das Facing in der Regel Druckstärker als das Rückenmaterial ist, wird das Zuggewicht noch im einen gewissen Faktor darüber liegen. Dieser Faktor ist abhängig vom Kompressionsmodul des verwendeten Holzes.
Ein 3mm Bongossi Facing hat bei mir z.B. aus einen 18#er einen 53#er gemacht und der Bogen lebt noch. Ist im Durchschnitt 10-11mm dick. (schwer zu messen da unregelmäßig...) [Ergänzung]
Wenn ich davon ausgehe, das der Bogen mit Facing also 10mm dick ist, dann war der Ausgangsbogen mit 18# 8mm dick. Nach der Rechnung hätte er knapp 47# mit dem Facing haben müssen. Da Bongossi aber druckstärker ist als Esche, liegt das Zuggewicht weitere 6#, (13%) über dem erwarteten Wert. Bongossi ist also etwa 13% Druckstärker als Esche, der Korrekturfaktor wäre in diesem Fall 1,13 (56#/47# = 1,127). [/Ergänzung]
Ist die Steigerung aber zu hoch bricht der Bogen!
Da dir jetzt schon 3 Bögen mit Facing geplatzt sind, wäre es doch mal an der Zeit Ursachenforschung zu betreiben. Das bedeutet: Für jeden Bogen, Bilder vom Bruch, und eine Beschreibung was du wann warum und wie gemacht hast. Dann können wir zusammen analysieren warum diese Bögen gebrochen sind.
Wenn du alle 3 Bögen so gemacht hast, wie bei dem Bogen den ich zu Anfang erwähnt habe, kannst dir das aber sparen, dann hatte ich die Ursache schon genannt: Ein Facing darf nicht im biegenden Bereich enden (einzige Ausnahme es läuft seeeehr sanft aus und ist gewickelt)
Zuletzt geändert von Galighenna am 11.10.2012, 19:22, insgesamt 1-mal geändert.
Übel übel sprach der Dübel,
als er elegant und entspannt
in der harten Wand verschwand
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Galli hat ja schon alles geschrieben, was mir noch Wichtig erscheint, ist, ein Backing oder Facing macht viel Arbeit, da mit miesen Material zu arbeiten macht einfach keinen Sinn!
Ein Stück dritte Wahl Holz, wird mit Backing und Facing, nicht zum Superbogen.
Gruß Dirk
Ein Pfeil, den Schaft gemacht aus der Pflanzen hölzern Teil, versehen mit eines Vogels Federn und einer Spitze, aus der Erde Mineral, wird von der Natur gern zurückgenommen.
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