Moin alle,
erstmal vielen Dank für die guten Hinweise! Freue mich, dass hier doch noch so viele mit lesen.
skerm hat geschrieben: Du hast da eine Dickenreduktion für das Biegen gemacht. Hmmm. Das gefällt mir nicht, wie du da Verstärkung drüber gebracht hast. Das ist in dem Bereich ja fast stirnseitig. Brauchst du an dieser Stelle überhaupt eine höhere Dicke?
Chirion hat geschrieben:Bei der Dicke des Rahmens wäre es sicherlich möglich die Kerbe der Dickenreduktion in beide Richtungen auszuschleifen und so die Schwachstelle zum verschwinden zu bringen. Ich würde also vorschlagen die Tiphölzer wieder runter zu lösen (dabei kannst gleich nachbiegen weil das Holz dann schön heiß ist) , die Vorderseite abzuschleifen bis die Dickenreduktion verschwunden ist, und Tiphölzer mit kalt bindendem Epoxy wieder aufzukleben.
Die Schwächung der Holzlatte (die nur an ihren Seiten diagonal angekehlt wurde) stellt m.E. an dieser Stelle kein Problem dar! Der Wurfarm wird hier ja einen dreieckigen Querschnitt haben - das ist der Kassan mit seinem mittig verlaufenden Kamm. Schrägt man das Holz im Kassan-Bereich so ab, feilt man automatisch auch die Stelle ab, die jetzt geschwächt ist.
Der Kassan mit seinem Kamm geht an dieser Stelle in den Tip über. Die aufgeklebten Verstärkungen haben deswegen mittig durchgehend Kontakt zum Wurfarm; lediglich an ihren Seiten entsteht durch die o.g. Schwächung eine Lücke - aber diese Lücke würde später durch entsprechendes Abfeilen (harmonischer Übergang zw. Kassan-Kamm und Tip) komplett wegfallen. Hätte ich damit Eure Bedenken bez. dieser Stelle ausgeräumt?
Hehe, Jo, wenn alles schiefgeht, könnte der Bogen tatsächlich als Unterstellbock enden

Oder merkwürdig geformter Hockeyschläger. Nein, Daniel hat recht: Der Dickentaper kommt erst nach dem Horn. Die Maße habe ich hier gepostet:
http://www.fletchers-corner.de/viewtopi ... 45#p376488 Wobei die schon wieder zu korrigieren wären; die Breite von durchgehend rund 30mm bei Sal und Kassan wäre nicht korrekt; der Bogen wird schon im Sal und Kassan immer schmaler.
kra hat geschrieben: Grrrr - so heiß macht man normalerweise nur mit Metall oder wenn man rein mit Carbon/Glas arbeitzet ... immer diese Ungeduld

Epoxy bei Holzbögen temperst du am besten bei
max. 60-70°!
Evtl. kannst du ja auf der 4° Seite innen soweit auffüttern, das die winkel sich angleichen und auf der Außenseite entsprechend abschleifen? Ist aber eher eine QaD Lösung.
Ha! Kra, weißt Du, wie ich auf den Backofen gekommen bin? Durch Deinen QnD-Tip mit dem Backschlauch und der Heißluftpistole

Bitte nicht falsch verstehen, ich versuche hier nicht, die Verantwortung zu externalisieren. Den Bock habe natürlich ich geschossen. Meine Gedankenkette war wohl so in etwa "Wenn Backschlauch geht, dann geht auch Backofen" und "HLP=200°(?) -> Backofen 150°". Ich hätte mich mal besser über den für mich neuen 2K-Kleber informieren sollen.
Respekt übrigens! Deine Lösung mit dem asymmetrischen Abschleifen ist einfach, praktisch und clever! Habe ich lange mit liebäugelt. Aber letztendlich denke ich, dass mich die dann unterschiedlich verlaufenden Klebefugen stören würden... Es klingt vielleicht paradox, aber es fällt schwer Kompromisse zu machen weil ich schon so viel Arbeit reingesteckt habe.
In diesem Sinne und weil ich mich jedenfalls bei diesem Projekt mit 2K-Kleber unwohl fühle (werde noch einen M.Balka-Nachbau machen, der mit 2K geklebt wird), habe ich mir vorgenommen: Tipverstärkungen (mechanisch) abmachen, die Wurfarme nochmal dämpfen und per Form nachbiegen und neue Tipverstärkungen mit Hautleim anbringen. Oder seht Ihr bei so einem Vorgehen schweres Ungemach aufkommen?
Grüße
Jarek
PS: Benzi, danke fürs in Schutz nehmen
