Ziehmesser

Selbstgebaute Befiederungsgeräte, Spinetester, etc.
Nullman
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Alt und rostig...

Beitrag von Nullman »

muss nicht immer schlecht sein. Gerade bei diesen "alten Dingern" verbergen sich oftmals wahre Stahlschätze unter dem Rost. Natürlich sind die meistens nichtim gebrauchsfähigen Zustand, aber wenn man die einmal hergerichtet hat, hat man auch lange Freude an dem Teil, weil die alten Stähle in der Regel besser sind, als die Stähle neuer "Billig"-Ziehmesser (nicht zu verwechseln mit hochwertigen und dementsprechend teuren Werzeugen, z.B. Fa. Dick und dergleichen).
Achten muss man bei alten Teilen besonders darauf, dass noch genug Material zum nachschärfen da ist. Wenn die Klinge nur noch eine....öhm... was ist es jetzt?... Breite?...von einer Bleistiftstärke hat, lohnt sich ein Kauf eh nicht mehr.
Der Gervase hat übrigens ab und an so ein altes Schätzchen zum VErkauf feilzubieten. Das ist dann schon wieder für den Gebrauch hergerichtet.
Einfach mal nachfragen, ob er was da hat, und zu welchem Preis.


Gruss

Nullman
Der Sch?tzenverein:
Schiessen lernen, Freunde Treffen.
gervase
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ebay-messer

Beitrag von gervase »

Ich hol mir meine ganzen Ziehmesser bei ebay und hatte bisher nur Volltreffer. Hinweise geben z.B. der manchmal im Text angegebene Herstellername und die doch recht unterschiedliche Bauform. Einige Qualitätsmarken kann ich inzwischen an der Form erkennen.
Meist sieht man auch, ob einer schon versucht hat, die Klinge zu schleifen, was mich meistens davon abhält, das Teil zu kaufen. In der Regel ist der Schliff fürchterlich. Oft wird dann auch noch der Klingenspiegel (die Lauffläche) angeschliffen, und dann kannnst du das Messer vergessen.
Mehr als 10 Euronen geb ich aber nicht aus.
Oft lohnt es sich, bei Werkzeugkonvoluten zu schauen, da sind oft auch Ziehmesser dabei, manchmal mehrere. Da sind dann noch richtige Schnäppchen möglich.
Verstehen kann man das Leben nur rueckw?aerts, aber leben muss man es vorwaerts....
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Netzwanze
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Beitrag von Netzwanze »

Nunja, ich tendiere eher zu alten Messern als zu Baumarktteilen. Früher hat man noch drauf geachtet, daß ein Werkzeug mehrere Leben hält. Heute muß es nur einige Jahre halten und wird dann sowieso entsogt. Von Baumarktware halte ich in diesem Bereich nicht viel. Das sind schon eher Spezialwerkzeuge für die man rugig mehr Geld ausgeben kann.

Schau doch einfach mal bei Feine Werkzeuge oder bei Dick rein. Da bekommst du was gutet; ist aber auch nicht billig.
"Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann was er will, sondern dass er nicht tun muss was er nicht will" (Jean-Jacques Rousseau)
MacBumm (✝)
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Indianer-Ziehmesser

Beitrag von MacBumm (✝) »

Ich arbeite gerne mit dem Opinell-Messer: Die Klingenform kann wie ein Schwanenhals eingesetzt werden und kommt so - schabend - in den letzten Winkel. Sticht man das Messer in ein handliches Stück Holz hat man ein sog. "Indianer-Ziehmesser" mit zwei Griffen. Im Prinzip benötigt man für den Bogenbau nicht mehr als ein Opinell.

Im Prinzip - aber Dick hat so tolle Sachen... ;-)

Tüskes! MacBumm
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Mischa
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Beitrag von Mischa »

Was indianische Ziehmesser angeht, hier ein paar Beispiele ('Crooked Knives') aus dem kanadischen Nordosten:

Bild
MacBumm (✝)
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Andere Baustelle

Beitrag von MacBumm (✝) »

Herrliche Messer, Mischa: Ich beneide dich zutiefst! Aber das sind Schnitzmesser, keine Ziehmesser. Wo zum Teufel hast du die her? Wir wollen hier einen Totem Pole schnitzen, und derartige Messer wären eine große Hilfe!

Das "Indianer-Ziehmesser" besteht wirklich nur aus einem Stück Holz, z.B. einem kurzen Ast, in das die Messerspitze gerammt wird. So bekommt die Klinge einen zweiten Griff - ganz simpel.

Tüskes! Hubert
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Katur
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Mehrfachziehklingenhobel

Beitrag von Katur »

von Dick hört sich gefährlich an, ist aber eine Ziehklinge mit 8 Klingen, für 24,5 Euronen.

Sieht interessant aus und man kann bestimmt gut damit abarbeiten.
Soll im Bogenbau sehr nützlichsein, laut Prosbekt und Aussage von Micha Wolf, Bogenbauer.

Kennt jemand das Teil??
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
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der Zweifel ist der Grund des Scheiterns."
Weisheit von Meister Yoda
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Ferchi
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Klingendicke...

Beitrag von Ferchi »

Moinsenenen,

sag, kann mir jemand verraten wie dick denn nun die Ziehmesser-Klinge sein sollte? Oder ist das mal wieder eine Frage für das "Philosophische Quartett"? :)

Ich ("Freshman") bin gerade dabei mir Bogen-Bauer-Standards zuzulegen, aber das Zugeisen bereitet mir Kopfzerbrechen. Also, Klinge dick (keine Anspielung)oder dünn? :-(

Hat eigentlich einer von Euch schon mal mit dem "Indianischen-Ziehmesser" (s.o.) Erfahrung gemacht?

Macht´s gut,
Frank
:o
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Ravenheart
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Beitrag von Ravenheart »

Klein, dünn, handlich ist das, was ich bevorzuge!

Im Moment mag ich besonders dieses:

Klick mich!

Ich verwende es übrigens meist mit der angeschliffenen Seite nach unten!

Rabe
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Beitrag von Ferchi »

Jo,

sieht geschmeidig aus! Aber es ist gerade. Du hattest doch geschrieben, das zum Bogenbau, ein Messer gebogen sein sollte...:D
Oder ist das in diesem Fall nicht so wichtig?

Happy trails,
Frank
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Beitrag von Ravenheart »

@Frechi: Mist, ertappt...:D :D :D

Im Ernst, die Meisten haben zumindest einen leichten "Stich", also eine leichte Krümmung! Dieses hatte ich angeschafft, eben WEIL es gerade ist!

Wenn man nur eines besitzt/anschafft, würde ich ein gekümmtes empfehlen; weil es universeller einsetztbar ist!

Dies ist mein siebtes.... 8-)

Die Frage war aber ja: Dick oder dünn!

Ich würde zu einer schlanken Ausführung raten...

Rabe
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Beitrag von Ferchi »

Moin ich nochmal,

also bei den einschlägigen Netz-Anbietern, kann ICH da nichts finden. Die meisten sind nicht "zweimalgekrümmt" und wenn (Ochsenkopf) dann ist die Klinge zu dick...:-(

Ab zum Trödel, Flohmarkt & Co.? Oder gibt es da doch noch etwas passendes?

Muchas gracias,
Frank
:)
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Beitrag von Botjer »

Beim Durchlesen von MacBumms "Indianer-Ziehmesser"-Post etwas weiter oben ist mir noch etwas eingefallen:
Es gibt basierend auf dem schwedischen "Mora-Messer" eine Art Ziehmesser. Im Grunde das klassische schwedische Schnitzmesser, nur eben mit einem Griff auf jeder Seite. Klein, handlich, allerdings beidseitig angeschliffen. Zu beziehen über Manufaktum. Interessant für Hamburger: Manufaktum hat im Chile-Haus ein Geschäft, da habe ich das Ding mal gesehen. War auch nicht so teuer, glaube ich jedenfalls. So um 10,– Euro.
LG Niels

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Trebron
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Ziehmesser

Beitrag von Trebron »

Habe mir heute das schwedische Ziehmesser bei "feine Werkzeuge Schmid" bestellt(**)
http://www.feinewerkzeuge.de/

Durfte am Samstag auf dem MA-Markt in Worms der Bowina beim Arbeiten damit zusehen und auch selbst mal testen, bin begeistert, das läuft fast von selbst:D :D :D
Dank an Bowina !!


Trebron
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angeblich ungarisches Sprichwort
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Mischa
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Beitrag von Mischa »

@ Ferchie:
Hallo, tut mir leid, dass ich deine Frage vom 06.05. nicht mitbekommen habe, war die letzte Zeit viel unterwegs.
Ich benutze diese indianischen 'Crooked Kives' haeufig und finde sie aeusserst praktisch. Allerdings beim Bearbeiten von laengeren Stuecken wie eben Bogenarmen, wo man eine einiermassen gleichmaessige Eindringtiefe ueber eine laengere Strecke erreichen will, sind Zugmesser mit beidseitigem Griff von Vorteil weil sie eben leichter zu kontrollieren sind. Dennoch benutze ich sie auch beim Bogenbauen, z.b. beim Herausarbeiten des Griffstuecks. In ihrem urspruenglichen Verbreitungsgebiet sind sie das traditionelle Universalgeraet zur Holzbearbeitung, auch fuer groessere Objekte, aber am effektivsten sind sie fuer Detail- oder Schnitzarbeiten.
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