Einem geschenkten Hobel ...
Re: Einem geschenkten Hobel ...
"Warranted" bedeutet in der Tat "Garantiert"
Typisch steht da "Warranted Cast Steel" drauf - kann sein der restliche Schriftzug ist hier durch den Spanbrecher verdeckt...
Cast Steel ist Tiegelstahl - ein teurer und sehr hochwertiger Stahl... den es sich lohnte zu kopieren... wenn auch nur im Namen.
Da hätte mich eben auch interessiert ob man am Eisen des K&K Hobels eine Schweissnaht sieht...
Gruss,
Mark
Typisch steht da "Warranted Cast Steel" drauf - kann sein der restliche Schriftzug ist hier durch den Spanbrecher verdeckt...
Cast Steel ist Tiegelstahl - ein teurer und sehr hochwertiger Stahl... den es sich lohnte zu kopieren... wenn auch nur im Namen.
Da hätte mich eben auch interessiert ob man am Eisen des K&K Hobels eine Schweissnaht sieht...
Gruss,
Mark
"I don't believe it!!" (Victor Meldrew)
Re: Einem geschenkten Hobel ...
Ich mach das mal sauber und nehm den Spanbrecher ab. Für die Funktion ist es nicht so wild, dass der Spanbrecher bei gerader Klinge gerundet ist?
Re: Einem geschenkten Hobel ...
Heute hab ich Nummer eins mal abgeschliffen. Der soll ein Finish mit Leinölfirnis bekommen. Scheint mir komplett aus Buche zu sein. Vielleicht verpass ich dem später mal eine Sohle aus Hainbuche. Der Griff ist allerdings lose. Da die Maße nicht ganz genau sind, tendiere ich zu Epoxid statt Leim. Ist das die richtige Entscheidung?

Dem Eisen von Nummer vier hab ich den Spanbrecher abgenommen. Da scheint wirklich was angeschweißt zu sein. Nicht vom Schliff irritieren lassen. Ich hab das, was ich für die Schweißnaht halte mal eingekringelt.

Der Aufdruck auf Nummer fünf lautet übrigens Vogesentanne. Das ist wohl die Firma Straßburger Eisenhof, Michel & Co., Straßburg i. Els.
Das R auf den anderen könnte für Oskar Reumschüssel & Co., Steinbach-Hallenberg, Thüringen stehen

Dem Eisen von Nummer vier hab ich den Spanbrecher abgenommen. Da scheint wirklich was angeschweißt zu sein. Nicht vom Schliff irritieren lassen. Ich hab das, was ich für die Schweißnaht halte mal eingekringelt.

Der Aufdruck auf Nummer fünf lautet übrigens Vogesentanne. Das ist wohl die Firma Straßburger Eisenhof, Michel & Co., Straßburg i. Els.
Das R auf den anderen könnte für Oskar Reumschüssel & Co., Steinbach-Hallenberg, Thüringen stehen
Re: Einem geschenkten Hobel ...
Wenn ich dem ne neue Sohle verpasse, ist es dann egal, ob die stehende oder liegende Ringe hat?
- the_Toaster (✝)
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Re: Einem geschenkten Hobel ...
Mach besser stehende Ringe. Gezahnte Verleimung nicht vergessen...
Ja das kann durchaus eine Schweissnaht sein. Hobelklingen werden normalerweise aus verschiedenen Stahlqualitäten gefertigt. Der hintere Teil der Klinge ist dann aus weicherem billigerem Stahl gefertigt. Gute Klingen sind aus Zweischichtenstahl feuerverschweißt. Das kann man an der polierten Fase der Schneide dann gut erkennen.
Epoxi ist ein gute Maßnahme. Das hält dann gut.
Der Spanbrecher sollte vorne plan geschliffen sein, so dass der überall gut auf der Klinge anliegt.
Ein Spanbrecher hat mehrere Aufgaben.
Er verhindert, dass die Klinge beim hobeln flattert.
Er bricht den Span. Daszu muss er etwa ein bis zwei mm über der Schneide angebracht sein. Das verhindert, dass Fasern aus dem zu hobelnden Stück ausreißen. Es ist dann leichter auch mal gegen die Faser an zu hobeln.
Ergänzung: Ich habe eben mal in Deine Galerie geguckt. Der Hobel mit der runden Klinge aber glattem Fuß ist ein Schropphobel. Der muss so sein. Der diehnt dazu sägerauhe Hölzer, die verzogen und rissig sind vorzubearbeiten. Es reißen dann weniger Fasern aus, da der Span schmal und mit auslaufenden Kanten wird.
Ja das kann durchaus eine Schweissnaht sein. Hobelklingen werden normalerweise aus verschiedenen Stahlqualitäten gefertigt. Der hintere Teil der Klinge ist dann aus weicherem billigerem Stahl gefertigt. Gute Klingen sind aus Zweischichtenstahl feuerverschweißt. Das kann man an der polierten Fase der Schneide dann gut erkennen.
Epoxi ist ein gute Maßnahme. Das hält dann gut.
Der Spanbrecher sollte vorne plan geschliffen sein, so dass der überall gut auf der Klinge anliegt.
Ein Spanbrecher hat mehrere Aufgaben.
Er verhindert, dass die Klinge beim hobeln flattert.
Er bricht den Span. Daszu muss er etwa ein bis zwei mm über der Schneide angebracht sein. Das verhindert, dass Fasern aus dem zu hobelnden Stück ausreißen. Es ist dann leichter auch mal gegen die Faser an zu hobeln.
Ergänzung: Ich habe eben mal in Deine Galerie geguckt. Der Hobel mit der runden Klinge aber glattem Fuß ist ein Schropphobel. Der muss so sein. Der diehnt dazu sägerauhe Hölzer, die verzogen und rissig sind vorzubearbeiten. Es reißen dann weniger Fasern aus, da der Span schmal und mit auslaufenden Kanten wird.
Es hat keinen Sinn zu versuchen einen Sinn im Versuchen des Menschen zu erkennen.
Es ist traurig zu glauben, dass der Mensch stets schlecht sei.
Es ist traurig zu glauben, dass der Mensch stets schlecht sei.
Re: Einem geschenkten Hobel ...
Hallo the_Toaster,
diese Schrupphobel, werden die nicht sogar schräg zur Faser geführt?
Ich meine damit können -so wie du sagst- verzogene Flächen grob geschlichtet werden.
Gruß
Roland
diese Schrupphobel, werden die nicht sogar schräg zur Faser geführt?
Ich meine damit können -so wie du sagst- verzogene Flächen grob geschlichtet werden.
Gruß
Roland
Re: Einem geschenkten Hobel ...
Gut, an so ein Stück komm ich nämlich leicht ranthe_Toaster hat geschrieben:Mach besser stehende Ringe.
Puh, was ist das denn wieder? Meine Internet-Recherche konnte mich nicht erhellen.the_Toaster hat geschrieben:Gezahnte Verleimung nicht vergessen...
Danke für die Infos auf jeden Fall. Hab in den letzten Tagen ne Menge über Hobel gelernt und freu mich schon total, den benutzen zu können. Langfristig werd ich mir wohl mal den Bau einer Roubo-Werkbank vornehmen.
Re: Einem geschenkten Hobel ...
Google mal nach Bildern von z.B. "Primus Hobel" ...
da sieht man wie die Sohle angesetzt ist.
Ich denke übrigens auch eher stehende Ringe... und vom Holz her irgendwas wie Pockholz, Greenheart,...
Mit den Hobelmessern ist es so... soweit ich das an meinen sehen kann...
die ganz alten - 18. Jhd - haben Monostahl-Eisen. Die sind aus einen Stück geschmiedet.
Ab Ende 18.Jhd war Tiegelstahl "das" Material für die Schneide und Messer sind mit angesetzter Schneide aufgebaut weil der Stahl teuer war. Der jüngste Hobel, den ich habe, der so aufgebaut ist, ist ca 1950 vielleicht.
Alles danach ist wieder Monostahl weil der gute Stahl weniger kostet als das Laminieren.
Eisen aus dem 19.Jhd bis Mitte 20. Jhd werden sehr viel dicker zur Schneide hin, meine älteren sind einheitlich dick aber eher schwer, die modernen hingegen sind sehr dünn und leicht...
Ein laminiertes Eisen sollte also in aller Regel mindestens 50+ Jahre alt sein. Sieht man die Schweissung ist es wohl noch mehr handgemacht... also eher 19. Jhd...
Wenn man die Schneide anätzt, sieht man ob die Stahllagen sehr homogen sind oder uneben... oft auch ein Zeichen wie alt.
Gruss,
Mark
da sieht man wie die Sohle angesetzt ist.
Ich denke übrigens auch eher stehende Ringe... und vom Holz her irgendwas wie Pockholz, Greenheart,...
Mit den Hobelmessern ist es so... soweit ich das an meinen sehen kann...
die ganz alten - 18. Jhd - haben Monostahl-Eisen. Die sind aus einen Stück geschmiedet.
Ab Ende 18.Jhd war Tiegelstahl "das" Material für die Schneide und Messer sind mit angesetzter Schneide aufgebaut weil der Stahl teuer war. Der jüngste Hobel, den ich habe, der so aufgebaut ist, ist ca 1950 vielleicht.
Alles danach ist wieder Monostahl weil der gute Stahl weniger kostet als das Laminieren.
Eisen aus dem 19.Jhd bis Mitte 20. Jhd werden sehr viel dicker zur Schneide hin, meine älteren sind einheitlich dick aber eher schwer, die modernen hingegen sind sehr dünn und leicht...
Ein laminiertes Eisen sollte also in aller Regel mindestens 50+ Jahre alt sein. Sieht man die Schweissung ist es wohl noch mehr handgemacht... also eher 19. Jhd...
Wenn man die Schneide anätzt, sieht man ob die Stahllagen sehr homogen sind oder uneben... oft auch ein Zeichen wie alt.
Gruss,
Mark
"I don't believe it!!" (Victor Meldrew)
Re: Einem geschenkten Hobel ...
Oh - das trau ich mir (noch) nicht zu. Ich erkenne den Sinn, aber hätte die neue Sohle aus Hainbuche jetzt erstmal plan mit Epoxi aufgeklebt.shokunin hat geschrieben:Google mal nach Bildern von z.B. "Primus Hobel" ...
Re: Einem geschenkten Hobel ...
Achso, womit schütze ich das Eisen am besten vor Korrosion? Rapsöl, Ballistol, Spucke, ... ?
- the_Toaster (✝)
- Forenlegende

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- Registriert: 28.09.2007, 19:29
Re: Einem geschenkten Hobel ...
@ datenmetz: Je nach Holz oder Aufgabe macht es sogar Sinn JEDEN Hobel schräg zur Hobelrichtung zu führen. Dadurch wird die Faser eher geschnitten als gestoßen. Ergibt ein feinere Hobelergebnis.
Ach so: SchrOpphobel... mit O ...
Shoku hat ja schon die Frage mit der Zahnverleimung beantwortet...
Irgendwo im Forum gibts ne Anleitung wie man das bei osmanischen Kompositbögen macht. Im Prinzip mit einer Art Sägeblatt mit 60° Zinken, welches quer über das Holz gezogen wird, bis die Zahnung im Holz ist.
Ich hab das mal spaßeshalber an ein paar Probestücken ausprobiert. Geht gut.
Am BESTEN schützt Du das Eisen vor Korrosion indem Du es dick mit säurefreiem Fett einschmierst und in Wachspapier einwickelst.
Dann kannst Du das auch mal 50 Jahre weg legen...
Ach so: SchrOpphobel... mit O ...
Shoku hat ja schon die Frage mit der Zahnverleimung beantwortet...
Irgendwo im Forum gibts ne Anleitung wie man das bei osmanischen Kompositbögen macht. Im Prinzip mit einer Art Sägeblatt mit 60° Zinken, welches quer über das Holz gezogen wird, bis die Zahnung im Holz ist.
Ich hab das mal spaßeshalber an ein paar Probestücken ausprobiert. Geht gut.
Am BESTEN schützt Du das Eisen vor Korrosion indem Du es dick mit säurefreiem Fett einschmierst und in Wachspapier einwickelst.
Dann kannst Du das auch mal 50 Jahre weg legen...
Es hat keinen Sinn zu versuchen einen Sinn im Versuchen des Menschen zu erkennen.
Es ist traurig zu glauben, dass der Mensch stets schlecht sei.
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Re: Einem geschenkten Hobel ...
Nur wie find ich raus, welches Fett säurefrei ist? Ich meine, ich hab mal gelesen, dass zumindest Olivenöl tatsächlich zu viel Säure enthät.the_Toaster hat geschrieben:Am BESTEN schützt Du das Eisen vor Korrosion indem Du es dick mit säurefreiem Fett einschmierst und in Wachspapier einwickelst.
- the_Toaster (✝)
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- Registriert: 28.09.2007, 19:29
Re: Einem geschenkten Hobel ...
Getriebeschmierfett...
Es hat keinen Sinn zu versuchen einen Sinn im Versuchen des Menschen zu erkennen.
Es ist traurig zu glauben, dass der Mensch stets schlecht sei.
Es ist traurig zu glauben, dass der Mensch stets schlecht sei.
Re: Einem geschenkten Hobel ...
Danke, so ähnlich dachte ichs mir schon.the_Toaster hat geschrieben:@ datenmetz: Je nach Holz oder Aufgabe macht es sogar Sinn JEDEN Hobel schräg zur Hobelrichtung zu führen. Dadurch wird die Faser eher geschnitten als gestoßen. Ergibt ein feinere Hobelergebnis.
Ach so: SchrOpphobel... mit O ...
.
Ich habe neulich einen Brotschieber geschnitz und die Schieberfläche vorwiegend schräg zu Faser gehobelt.
Laut DIN darf man den Schr.pphobel sowohl mit u als auch mit o schreim ;-)
Gruß
Roland
Re: Einem geschenkten Hobel ...
Schrop... oder evtl SchRRROPP...muss die Schreibung vor 1945 sein...
Zur Konservierung...
Mit Ballistol kannst Du sicher nix falsch machen, und Kamelienöl ist z.B. in Asien ein beliebtes Pflegemittel auch für Werkzeuge.
Wachse gehen auch gut, man muss sie halt am besten warm einpolieren.
Kommt etwas drauf an was Du eigentlich damit machen willst...
auf "arbeitendes" Holzwerkzeug soll eigentlich nicht zu viel drauf, das hast Du ja sonst auch auf dem Werkstück. Da muss es reichen, wenn man mal mit 'nem öligen Lappen drüber wischt und dann trocken abreibt.
Wenn Du für Ausstellungszwecke konservieren willst, würde ich zu Wachs tendieren - das kannst Du dünn einpolieren. Gibt 'ne schöne Oberfläche und verharzt nicht.
Wenn Du Werkzeuge im feuchten Keller z.B. langfristig einlagern willst... dann in Papier mit Fett usw. Die kannst Du dann zwar Jahre liegen lassen - ohne vorhergehende Reinigung aber nicht mehr benutzen...
Gruss,
Mark
Zur Konservierung...
Mit Ballistol kannst Du sicher nix falsch machen, und Kamelienöl ist z.B. in Asien ein beliebtes Pflegemittel auch für Werkzeuge.
Wachse gehen auch gut, man muss sie halt am besten warm einpolieren.
Kommt etwas drauf an was Du eigentlich damit machen willst...
auf "arbeitendes" Holzwerkzeug soll eigentlich nicht zu viel drauf, das hast Du ja sonst auch auf dem Werkstück. Da muss es reichen, wenn man mal mit 'nem öligen Lappen drüber wischt und dann trocken abreibt.
Wenn Du für Ausstellungszwecke konservieren willst, würde ich zu Wachs tendieren - das kannst Du dünn einpolieren. Gibt 'ne schöne Oberfläche und verharzt nicht.
Wenn Du Werkzeuge im feuchten Keller z.B. langfristig einlagern willst... dann in Papier mit Fett usw. Die kannst Du dann zwar Jahre liegen lassen - ohne vorhergehende Reinigung aber nicht mehr benutzen...
Gruss,
Mark
"I don't believe it!!" (Victor Meldrew)